Mit einer Mischung aus Original-Shakespeare-Sprache und moderner Sprache haben die 21 Schülerinnen und Schüler der Theater-AG der Marienschule Limburg unter Regie von Cara Basquitt eine moderne Inszenierung von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf die Bühne gebracht und die Zuschauer begeistert.

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Im Fokus des Theaterstückes stehen zum einen der Athener Königshof und die Bewohner Athens. Theseus, König von Athen, steht kurz vor seiner Hochzeit mit der Amazonenkönigin Hippolyta. Egeus, ein Bewohner Athens, kommt mit einem wichtigen Anliegen zu Theseus. Seine Tochter Hermia weigert sich Demetrius zu heiraten, den er als zukünftigen Ehemann für sie auserkoren hat. Stattdessen ist sie unsterblich in Lysander verliebt und plant eine gemeinsame Zukunft mit ihm. Demetrius will Hermia zur Frau. Dabei war er zuvor an Helena interessiert, die noch immer voller Liebe für ihn schwärmt. Währenddessen proben Handwerker ein Stück für die anstehende Hochzeit von Theseus und Hippolyta. Zusätzlich gibt es noch den Wald, in dem Oberon, König der Elfen, und Titania, Königin der Elfen, mit ihrem Gefolge leben. Diese beiden Welten werden mit einander verbunden, als Hermia und Lysander aus der Stadt in den Wald fliehen, um dem Athener Gesetz zu entkommen. Helena und Demetrius folgen den beiden: Demetrius, weil er Hermia finden und von seiner Liebe überzeugen will und Helena, weil sie in Demetrius verliebt ist.  Die Handwerker lassen sich ebenfalls für ihre Theaterproben im Wald nieder. Nicht nur in der Athener Bevölkerung herrscht Liebes-Chaos. Auch Oberon und Titania haben Beziehungsprobleme. Daher soll der Waldgeist Puck, Oberons treuster Diener, Titania mit einem Liebestrank gefügig machen und das Liebes-Wirrwarr der vier Athener beseitigen. Doch das Gegenteil ist der Fall und das Tohuwabohu nimmt seinen Lauf. Als dann auch noch Puck dem Handwerker Zettel einen Eselskopf verpasst, ist das Durcheinander komplett. Parallel irren die Liebenden fast wie ihm Wahn durch die Nacht. In dieser Sommernacht vermischen sich die unterschiedlichen Welten und die Grenzen zwischen Realität und Traum verschwimmen immer mehr.

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Das abstrakt gehaltene Bühnenbild wird dominiert von langen Stoffbahnen in verschiedenen, zum Teil neonfarbenen Grüntönen, die von der Decke hängen. Diese stehen symbolisch für den Wald, Dreh und Angelpunkt der Irrungen und Wirrungen der Liebenden. Sie werden von den Darstellerinnen und Darstellern immer wieder mit in das Spiel eingebaut. So dienen die Stoffbahnen als Versteck der Elfen oder kommen beim Herumalbern der Liebespaare zum Einsatz. Die Bewohner des Waldes - Oberon, Titania, Puck und die Elfen - tragen neonfarbene Kostüme und Schminke. Einige der Waldszenen spielen im Schwarzlicht. Das führt dazu, dass das die neonfarbenen Elemente des Bühnenbildes, der Kostüme und der Maske leuchten und für tolle Effekte sorgen. Der Wald und seine Bewohner werden dann in schillernde Farben getaucht und sorgen für eine traumhafte Atmosphäre.

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Der Wechsel zwischen Shakespeare-Sprache und moderner Sprache bringt besonderen Schwung in die Inszenierung. So werden die in Original-Sprache gehaltene Liebesbekundungen Helenas von Demetrius mit einem „Du hast ja echt den Oberknall. Du solltest dich mal reden hören. Völlig wirres Zeug.“ kommentiert. Als zwischenzeitlich sowohl Lysander als auch Demetrius Helena verfallen sind, setzen sie gar zu einem Rap-Battle an, um sie zu beindrucken. Der Shakespeare-Text wird von den beiden gerappt und die Szene zeigt, wie man auch spielerisch mit Shakespeare-Sprache umgehen kann.

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(Bericht: Johanna Juncker/Cara Basquitt, Fotos: Andreas Müller)