Aufgeregtes Stimmengewirr ertönt aus dem Lautsprecher. Der Computerraum der „Institution St.- Joseph du Moncel“ in Pont Ste. Maxence, unserer Austauschschule in der Picardie, gleicht einem Bienenkorb.
Die zwölf Schüler*innen der Abschlussklasse mit Deutsch als Fremdsprache sind aufgeregt, letzte technische Probleme werden gelöst, dann geht es los.

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Christel Müller-Rentz, Fachlehrerin der E2F-G1, und Jette Jeuk von Seiten der Schüler*innen begrüßen die in Präsenz anwesenden französischen und die deutschen Schüler*innen, die daheim im Home-Office sitzen. Sie freuen sich, dass in Pandemiezeiten, wenn keine Reise- und Austauschmöglichkeiten bestehen, ein virtueller Austausch möglich sei. Der französische Schulleiter, Proviseur Monsieur Chodorge, ist ebenfalls anwesend.

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Lehrerin Elena Berte hat diese virtuelle Unterrichtsreihe gemeinsam mit ihrer deutschen Kollegin geplant, ausschließlich online. Der Erstkontakt über einen „Steckbrief“ sowie einige kleine Chats haben bereits stattgefunden. Heute soll ein längeres Interview zu vorgegebenen Themen erfolgen, das anschließend in einem Ergebnisprotokoll in der jeweiligen Zielsprache festgehalten werden soll. Hier stehen persönliche und schulische Themen sowie die derzeitige Corona-Situation im Mittelpunkt. Das nächste Meeting im März steht unter einem umweltpolitischen Thema. Im Mai geht es weiter mit Europa als Thema und am Ende sollen die Fremdsprachenlerner sich ihre Heimat gegenseitig vorstellen.

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Möglich gemacht wurde dieses Treffen durch eine befristete Aufnahme der Franzosen in das Online-Team der Marienschule, so dass jedem Teilnehmer ein individueller Zugang ermöglicht wurde. Dr. Frank Bäumlisberger hat dankenswerterweise diese Wege geöffnet.

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Die Schüler*innen lobten das Projekt in einer Feedback-Runde als „aufregend“, „besser als erwartet“ und „motivierend“. Sie freuen sich schon auf die nächste Runde. Wenn alle mit dem Projekt zufrieden sind, könnte es zukünftig auch als fester Bestandteil ins Schulcurriculum aufgenommen werden, als Alternative für Gruppen, die nicht persönlich am Austausch teilnehmen können.

(Text: CMR, Fotos: CMR und Elena Berte)