Am Dienstag, den 11. Februar 2020, war die bundesweite Bildungsveranstaltung „Energievision 2050 - Unser Klima. Meine Energie. Deine Zukunft“ zu Gast an der Marienschule Limburg. Durch einen anschaulichen Vortrag von Referent Jonas Laß und einer anschließenden Diskussionsrunde mit den Schülerinnen und Schülern wurde das Thema Energiewandel mit fast allen Jahrgangsstufen ausführlich diskutiert und gemeinsam eine Vision der Zukunft entworfen.

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Zu Beginn der Veranstaltung in der Aula der Marienschule erarbeiteten die Schüler die vielfältigen Möglichkeiten der Energiegewinnung des Menschen. So zählen neben Nahrungsaufnahme und Schlaf auch Familie und Freunde als Energiequelle für den Menschen.

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Doch das Hauptproblem der Zukunft wird sicherlich die Energiegewinnung von Strom werden, denn Kohleenergie bedroht unser Klima und der Energiebedarf der Menschheit steigt immer weiter an. So zeigte der Referent Jonas Laß den Jugendlichen zunächst einen Film über die Auswirkungen des Klimawandels auf Wirtschaft und Gesellschaft als Impuls für die anschließende Diskussionsrunde. Die Fragestellung: „Können wir das Steuer auf dem Weg in die Klimakrise noch rechtzeitig herumreißen?“ war dabei die Leitfrage des Videos.

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Thematisiert wurde neben dem „Energiehunger“ des Menschen, auch die bisherigen Auswirkungen des Klimawandels auf die afrikanischen Länder in der Sahel-Zone. Diese seien besonders von Austrocknung, Verwüstung und Wasserknappheit betroffen. Doch trotz der akuten Lage gebe es immer mehr Menschen, die Fleisch äßen oder mit dem Flugzeug reisten.

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Zusätzlich sei das Problem der Energiespeicherung eine erhebliche Herausforderung. Aus diesem Grund sei der Klimawandel auch eine Chance für die Wirtschaft, da durch neue Energiegewinnungsmethoden und Forschungsarbeiten zusätzliche Arbeitsplätze entstünden. So sagte Jonas Laß: „Die Schülerinnen und Schüler von heute sind nicht verantwortlich für den Klimawandel, der vor allem in den letzten Jahrzehnten verursacht wurde, aber sie können die Zukunft verändern und neu gestalten.“ Aus diesem Grund sei neben der Forschungsarbeit auch das Ehrenamt sehr wichtig. Nur so könne man den Problemfeldern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entgegentreten.

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Der Beginn der Veränderung liege somit in unserer nächsten Umgebung. Deshalb fragte Jonas Laß die Schülerinnen und Schüler, was denn in Limburg alles gegen den Klimawandel unternommen wird. Die Jugendlichen gingen direkt auf die Fragestellung des Referenten ein, sodass eine Diskussion über Politik, öffentlichen Nahverkehr, Fleischverzerr, Düngemittel und über die Platanen auf dem Neumarkt zustande kam. Sie entwarfen gemeinsam Ideen zu klimaneutraler Energiegewinnung und Möglichkeiten der Energiereduktion im alltäglichen Leben. Zum Abschluss des Vortrags appellierte Jonas Laß noch einmal an die Jugendlichen: „Nehmt eure Zukunft in die Hand!“

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Projektträger dieser Bildungskampagne sind die Vereine „Multivision“ und „Help - Hilfe zur Selbsthilfe“, der „Deutsche Städte- und Gemeindebund“ und „Plant for the Planet“. Unterstützt wird das Schulprojekt vom Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Des Weiteren gab es für den Landkreis Limburg-Weilburg finanzielle Unterstützung durch das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie durch die Kreissparkasse Limburg.

(Bericht: Franziska Seitz, Fotos: MM)