Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz. Nur noch 7.000 Gefangene waren am Leben - mindestens 1,1 Millionen Menschen hatten die Nazis dort zuvor ermordet. Unter ihnen auch die niederländisch-jüdische Intellektuelle Etty Hillesum. Ihrer und aller anderen Opfer gedachten die Schülerinnen und Schüler der Q2 in einem Gottesdienst.

Etty Hillesum
Etty Hillesum war eine Jüdin, die in Amsterdam Psychologie studierte, während die Nazis die Niederlande besetzten und Juden deportierten. Sie verfasste ein Tagebuch, "Das denkende Herz", und beschrieb darin, wie sie die sich verschärfende Situation aushalten konnte: indem sie die Würde und die Liebe nicht aufgab.

Trotz allem die Liebe nicht verlieren, das bedeutet für sie Gott nahe zu sein. Es wurden Texte des Buches gelesen. Clara Blanche begleitete die Texte mit ausgewählten Klavierstücken. Mit Leonhard Höhler am Klavier trug sie bewegend das Vater Unser von Arvo Pärd vor, das endet mit der Bitte: Und erlöse uns von dem Bösen.

(Text: DZ)