15 französische Austauschschüler aus Pont-Sainte-Maxence stapften durch die neblige Kälte auf dem Weg zur Bäckerei Huth. Als sie die Tür zur Backstube erreichten, schlugen ihnen dort wohlige Wärme und köstliche Düfte entgegen. Dominique Huth und Bäckermeister Wingenbach begrüßten ihre Gäste und vermittelten einen kurzen Überblick über die Geschichte der weit über die Kreisgrenzen bekannten Limburger Bäckerei.

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Nach gründlichem Reinigen der Hände und einem schicken Schiffchen als Haarschutz - Hygiene ist bekanntlich wichtig - erhielten die „Bäckerlehrlinge“ einen Teigklumpen, aus dem sie unter Anleitung eine Limburger Brezel nach schwäbischen Vorbild kneteten und formten. Dass Sauerteig tatsächlich sauer ist, konnten die Besucher erschmecken.

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Ganz nebenbei erfuhr die Gruppe zahlreiche beeindruckende Informationen über den Produktionsprozess, z.B. über das slow-baking, bei dem der Teig 48 Stunden Zeit zum Reifen erhält, die Temperatur der Öfen, die bis 400 Grad C betragen kann sowie über die Produktivität. So gehen z.B. an einem Wochentag mehr als 1000 Baguettes „Pierre“ aus der Backstube in die zahlreichen Filialen.

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Auch dass Meister Wingenbach mit zweimal zwei Stunden Schlaf pro Tag auskommt, beeindruckte die noch sehr müden jungen Franzosen.

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Die Wartezeit auf das Backen der Brezel, die im Steinofen gar wurden, überbrückte der freundliche Herr Wingenbach mit einer Runde Schokobrötchen, die die jungen Besucher als „délicieux“ bezeichneten. Ein herzlicher Dank geht an die Bäckerei Huth, die so zu einem landeskundlichen Erlebnis der jungen Franzosen in Deutschland beitrug.

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So gestärkt und gut informiert über den heimischen Betrieb Huth traten die Gäste den Rückmarsch in die Marienschule an, jeder trug seine selbst gebackenen Brezel im Rucksack.

(Text und Fotos: MR)