Am 15. und 16. Juni 2019 fand der Landesentscheid von „Jugend trainiert für Olympia“ der Ruderinnen und Ruderer in Wiesbaden am Schiersteiner Hafen statt. Die Marienschule ging mit einem Mädchen-Doppelvierer, einem Mädchen-Gig-Doppelvierer (beide WK II) und einem sehr jungen und talentierten Mädchen-Doppelzweier WK III an den Start.

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Nach gemeinsamer Anreise mit den Sportlern der Tilemannschule und dem Trainer Simon Frank bei schönem Wetter und guter Stimmung startete der Tag mit den Vorläufen für alle Boote. Am Samstag absolvierten alle Boote der Marienschule erfolgreich ihre Vorläufe und qualifizierten sich damit für die entscheidenden Finalläufe am Sonntag.
Ausgerechnet am frühen Sonntagmorgen beim Abladen des Bootes rutschte Leona Nettesheim aus und stürzte. Der Vierer bangte um den Start. Aber Leona hatte sich glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt. Hanne Dorn, zur Zeit die leistungsstärkste Ruderin der Marienschule, war krankheitsbedingt ausgefallen und Johanna Doß spontan für sie eingesprungen.
Auch im letzten Jahr hatten sich die beiden WK II–Vierer beste Chancen auf einen Sieg ausgerechnet. Aber leider hatte es damals nicht geklappt. Man wusste also, dass im entscheidenden Finale die Konkurrenz aus Frankfurt (Schillerschule und Ziehenschule), Kassel (Friedrichsgymnasium), Offenbach (Marienschule) und Weilburg (Philippinum) auch alles geben würde, um sich für das Bundesfinale in Berlin zu qualifizieren.

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In beiden WK II-Vierern kämpften Leona Nettesheim, Lilith Wirth, Floriane Höhler, Johanna Doß und Steuermann Moritz Hahnefeld mit großem Einsatz, um zum Bundesfinale nach Berlin zu rudern. Doch im ersten Finale mit dem Rennvierer gewann das Team der Schillerschule mit über 6 Sekunden Vorsprung vor der Marienschule.
Jetzt galt es, mit Trainer Simon Frank eine Strategie für das Rennen im Gig-Vierer zu finden, was hervorragend gelang. Das Team konnte das Rennen genau nach den eigenen Stärken ausrichten und die Konkurrenz im Auge behalten. Im Ziel konnte sich das Boot aus Limburg vor die Schillerschule Frankfurt legen - und wird damit im Herbst in Berlin beim Bundesentscheid dabei sein!
Nicht vergessen dürfen wir die Nachwuchsruderinnen der Marienschule Louisa Will und Mathilda Steger (beide Jahrgang 2007) als die mit Abstand jüngsten Ruderinnen im Doppelzweier-Finale. Die beiden haben eine Bronzemedaille um nur 2 Sekunden verpasst und ein tolles Rennen gefahren.

(Bericht und Fotos: MG)