Am Samstag, dem 30. März 2019, fand in der Adolf-Reichwein-Schule der alljährliche Kreiswettbewerb der Jugend des Deutschen Roten Kreuzes statt. Zu diesem war unser Schulsanitätsdienst, welcher von Detlef Kraut geleitet wird, eingeladen worden. Nachdem sich unsere Sanis vorher sehr gut auf den Wettbewerb vorbereitet hatten, starteten wir erwartungsvoll. Wir traten mit zwei Sechser-Teams in verschiedenen Kategorien gegen 15 andere Gruppen an.

Sanis2019 1
Der Tag startete bereits um 9 Uhr. Nach einer kurzen feierlichen Eröffnung mussten wir zunächst ein Gruppenplakat gestalten. Danach ging es mit dem eigentlichen Wettbewerb los. Das Motto des Wettbewerbs lautete „Menschlichkeit“. Dieses spiegelte sich in allen Aufgaben wider. So mussten wir beispielsweise in die Rolle einer Person schlüpfen, die beschrieb, was sie im Alter von zwölf Jahren getan hatte. Danach erhielten wir die Aufgabe darüber nachzudenken, was diese Person wohl im Alter von 22 Jahren alles „Menschliche“ getan haben könnte oder aktuell macht. Die andere Gruppe musste in diesem Bereich Abreißzettel zum Thema „Menschlichkeit“ gestalten. Danach im „Sozialen Bereich“ durften unsere Sanis in die Rolle einer Blutspendenberatung schlüpfen. Hierzu wurden ihnen Monologe von Personen, die zum ersten Mal Blut spenden wollten, vorgetragen. Anhand dieser Aussagen sollten sie dann entscheiden, ob dies aus gesundheitlichen und/oder alterstechnischen Gründen erlaubt ist oder nicht. Im „Spiel und Spaß“-Teil wurde das Vorstellungsvermögen unserer Sanis getestet. Sie hatten die Aufgabe Quietsche-Entchen, die an einem Verband befestigt waren, durch Aufrollen des Verbandes an zwei verschiedene Markierungspunkte zu bringen. Nachdem wir dies ein paar Mal getestet hatten, wurden uns die Augen verbunden und wir mussten es nun erneut versuchen. Je näher die Ente an die jeweiligen Markierungspunkte kam, desto mehr Punkte gab es. Beim „Rotkreuz-Bereich“ durften unsere Sanis dann Pantomime spielen. Natürlich wurde auch bei diesem Bereich der Fokus auf das Thema Menschlichkeit und Erste Hilfe gelegt.

Sanis2019 2
Neben den eher spielerischen Dingen, die auch schon sehr gut den Zusammenhalt unserer beiden Teams zeigten, mussten wir auch unser Erste-Hilfe-Können unter Beweis stellen. Dieses gliederte sich in einen Theorie- und Praxis-Teil. Bei der Theorie mussten wir verschiedene Fragen zur Ersten Hilfe beantworten. Zum Beispiel, wie die Bestandteile der Rettungskette lauten oder typische Merkmale einer Vergiftung nennen. Im Praxis-Teil sollten wir dann drei Verletzte versorgen, die sich bei einem Sportunfall verletzt hatten. Trotz einer „uneleganten“ Seitenlage (für uns zählt Effizienz nicht Eleganz!), wie es die Wertungsrichter kritisiert hatten, wurde unseren Sanis bereits dort mitgeteilt, dass sie diese knifflige Aufgabe, im Vergleich zu den anderen Teams, nahezu perfekt gelöst hatten.

Sanis2019 3
Nach diesem aufregenden Wettbewerb hieß es nun auf die Siegerehrung zu warten. Groß war natürlich die Freude, als bekannt wurde, dass das Team der Stufe 3 (älter als 16 Jahre) unangefochten den ersten Platz belegt hatte. Bei der Stufe 2 (unter 16 Jahren) stieg die Spannung, nachdem wir hörten, dass entweder die Tilemannschule Limburg oder wir gewonnen hätten. Am Ende belegten unsere Sanis mit mehr 50 Punkten Vorsprung und der Tageshöchstwertung den ersten Platz. Unser Jubel kannte danach keine Grenzen mehr. Aus den Händen des Landrats durften wir dann zwei wunderschöne Pokale, Urkunden und Medaillen mit nach Hause nehmen. Wir freuen uns schon sehr auf das nächste Jahr. Dort wollen wir unsere ersten Plätze wieder verteidigen.

Herzlichen Dank auch an das Rote Kreuz, dass diesen Tag so hervorragend organisiert hatte.

(Bericht: Annalena Müller/KR)