Wir leben in einer Zeit, in der ein großer Teil unseres Lebens digital stattfindet. Auch Streit wird immer häufiger über Social-Media-Plattformen oder Kurznachrichtendienste ausgetragen – da ist auch die Marienschule leider keine Ausnahme. Um aber solchen „digitalen Konflikten“ vermitteln zu können, gibt es die Digitalen Helden.

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Die Digitalen Helden, das sind Mädchen aus den Klassenstufen 8 und 9, die zusammen mit den Lehrern Thomas Klein und Julia Klaas als Streitschlichter bei Konflikten, die digital anstatt von Angesicht zu Angesicht stattfinden, arbeiten. Das tun sie in einem „peer-to-peer-coaching“ – die Schülerinnen selber sind also Ansprechpartner bei Streit im digitalen Bereich und leisten auch Präventionsarbeit mit Klassenbesuchen, bei denen sie die Schülerinnen und Schüler über Gefahren und Schutzmöglichkeiten im Netz aufklären. Solche Klassenbesuche stehen in dieser Woche für die Klassen 5 und 6 an. Die Schülerinnen bereiteten diese am Dienstag selbst vor. Dieses Mal soll es um Passwortsicherheit gehen. Aber auch ein selbst erstelltes Quiz über Social Media und Sicherheit im Netz werden die Schülerinnen in ihre Klassenbesuche einbauen.

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Sie selber besuchen zwei Workshops pro Jahr, in denen sie zum Beispiel über Computersucht, Datenschutz und Rechtliches informiert werden. Die Workshops finden in einem Schulverbund der Digitalen Helden zwischen der Marienschule, der Tilemannschule, der Leo-Sternberg-Schule und dem Sophie-Hedwig-Gymnasium statt. Zusammen bilden diese Schulen und ihre für die Digitalen Helden zuständigen Kolleg*innen ein „wirklich gutes Team“, erzählt Thomas Klein.

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Den Digitalen Helden macht die Streitschlichter- und Präventionsarbeit jedenfalls großen Spaß und sie freuen sich, dass sie ihren Mitschüler*innen im Falle eines „digitalen Streits“ helfen können.

(Bericht: Emily Elßner, Fotos: MM)