Am 16.Januar waren wir, der gesamte Jahrgang der Q3, zu Gast im Haus der Geschichte in Bonn. Auf der Tagesordnung stand eine Führung durch die Dauerausstellung „Unsere Geschichte. Deutschland seit 1945“ sowie eine zur freien Verfügung gestellte Zeit, die beispielsweise zur Erkundung der Wechselausstellung „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“ genutzt werden konnte.

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Der erste Stopp unserer „Zeitreise“ war 1945, umgeben von Trümmern, in einem zerstörten, geteilten Deutschland, zwischen Hoffnung auf Besserung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Angst vor der unbekannten Zukunft. Von dort an erkundeten wir die Hoch- und Tiefpunkte der deutschen Geschichte, eingeteilt in einzelne Zeitetappen, bis zur heutigen Zeit.

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Das Haus der Geschichte lässt Geschichte wirklich zum Leben erwecken. Eine Kombination aus historisch-orientierter, authentischer Raumgestaltung und moderner Aufmachung versetzt uns zurück in ein Deutschland, an welches sich unsere Eltern oder Großeltern noch gut erinnern können. Des Weiteren gab es wahre Schätze zu bestaunen, sei es ein Teil eines Rosinenbombers aus der Zeit der Berlin Blockade, ein originaler Panzer aus der DDR oder sogar ein echtes Stück vom Mond. Interaktivität war natürlich auch geboten. So versetzen wir uns zum Beispiel in die Lage der deutschen Politiker aus den 70ern Jahren und stimmten (auf modernisierte Weise) über die heutigen Verhandlungsthemen ab.

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Eine kurze Auszeit auf dem langen Weg durch die deutsche Geschichte bot das Lichtspielhaus, in dem Kurzfilme aus den damaligen Zeiten im stillechten Ambiente liefen, aber leider blieb uns heute wie damals die lästige Werbung nicht erspart. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, ein wenig Schaufenster-Bummel zu betreiben, während Elvis Presleys Jailhouse Rock uns über die Jukebox eines Eiscafés in den Ohren klang. Ehe wir uns versahen, erreichten wir auch schon das Deutschland, das wir heute kennen. Themen wie Datenschutz, Terrorismus oder Flüchtlinge erwarteten uns am Ende der Ausstellung, denn dies sind die Probleme, vor denen Deutschland heute steht.

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Alles in allem war die Führung durch die Ausstellung sehr informativ, spannend und fesselnd. Vorher im Unterricht angeeignetes Wissen wurde erweitert oder vertieft, und schockierende aber auch lustige Fakten wurden anschaulich dargestellt. Wussten Sie, dass die Menschen damals zum Beispiel ihren Mixer auch als Staubsauger benutzten, um Geld für mehrere Geräte zu sparen? Wir folgten bildlich dem Pfad der deutschen Geschichte, der mit einer Vielfalt von Bildern, Videos, Originalstücken aus den damaligen Zeiten etc. ausgeschmückt war, sodass man sich wirklich in die Zeit hineinversetzen konnte.

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Um kurz zu der Sonderausstellung „Angst. Eine deutsche Gefühlslage?“ zu kommen, lässt sich sagen, dass diese sich primär mit den Gefahren der Zukunft beschäftigt hat. Diese dargestellten Ängste bezogen sich auf die Themen Flüchtlinge, Atomwaffen, Waldsterben und letztendlich die Überwachung der Bevölkerung. Ebenso wie die Dauerausstellung, bot diese ein hohes Maß an Interaktivität und versorgte die Besucher mit interessanten Informationen in Form von Umfragen, Videomitschnitten aus Verhandlungen des Bundestages oder Zitaten von berühmten Experten.

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Schlussendlich, kann man nur sagen, dass es sich lohnt, das Haus der Geschichte selbst einmal zu besuchen, um sich Eindrücke zu verschaffen, welche enorme und einzigartige Entwicklung unser Land hinter sich hat.

Weitere Bilder der Exkursion finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Marie Kuhmann, Fotos: MM)