Lob von höchster Stelle: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat das gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) organisierte Unterrichtsprojekt „Basics in Business“ (BiB) als mustergültig gelobt. Beim IHK-Jahresempfang in der Limburger Stadthalle eröffnete die Bildungsministerin ihre Rede mit einer Kurzvorstellung des BiB-Projektes, das sie als Modell für viele allgemeinbildende Schulen bezeichnete. Vor rund 300 Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik skizzierte Karliczek zunächst die Schwerpunkte von Basics in Business.

Karliczek FD 2018
BiB läuft mittlerweile im achten Jahr an der Marienschule. Es handelt sich um ein zusätzliches Unterrichtsangebot in der gymnasialen Oberstufe, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Wirtschaftsthemen beschäftigen und ins Gespräch mit Unternehmen aus der Region kommen. Der Kurs verbindet Theorie und Praxis, indem die Lehrer volkswirtschaftliche Grundlagen vermitteln und die Unternehmensvertreter die Inhalte mit der Berufspraxis verzahnen sowie betriebswirtschaftliche Abläufe in den Blick nehmen. Mit großer Unterstützung der Limburger IHK ermöglichen es heimische Unternehmen den Kursteilnehmern auf diese Weise, Einblicke in den Unternehmensalltag zu erhalten. „Wenn statt des Lehrers ein erfahrener Meister vor der Klasse steht und der Unterricht nicht mit Büchern im Klassenraum, sondern in der Werkshalle einer Firma stattfindet, dann ist das eine Verzahnung von Schule und Wirtschaft, die beispielgebend ist“, lobte die Bundesministerin das BiB-Projekt in ihrer Rede. Sie wünsche sich, dass das außergewöhnliche Kooperationsprojekt von IHK, Unternehmen und Marienschule auch von anderen aufgegriffen werde. Im anschließenden persönlichen Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter Dirk Fredl sagte die Bildungsministerin, dass es ihr ein Anliegen sei, auch in den allgemeinbildenden Schulen die Augen für die Vielfalt von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten noch weiter zu öffnen. In den Unternehmen der Region finde eine hervorragende duale Ausbildung statt, die es verdient habe, noch besser wahrgenommen zu werden. Das BiB-Projekt biete hier eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor Ort kennenzulernen und so eine gute Grundlage für eine spätere Berufsentscheidung zu legen. „Wir sind froh, dass so viele Unternehmen mit Begeisterung dabei sind und uns unterstützen“, lobte der stellvertretende Schulleiter in dem Gespräch mit der Politikerin das Engagement der heimischen Wirtschaft. Fredl konnte der Bundesbildungsministerin erfreut berichten, dass einige Unternehmen wie Harmonic Drive oder die Albert-Weil-AG bereits von Beginn an dabei sind. Auch Michael Scholz, der Leiter des Staatlichen Schulamtes, zeigte sich vom BiB-Projekt begeistert und dankte Jutta Golinski, der Aus- und Weiterbildungsbeauftragten der IHK, für deren Unterstützung bei der Umsetzung. Höchst erfreut über das Lob aus der Bundesregierung zeigte sich Schulleitern Dr. Henrike Zilling: „Ich bin glücklich, dass es der Fachschaft Politik und Wirtschaft gelungen ist, ein Modell zu entwickeln, das nicht nur die Schülerinnen und Schüler persönlich enorm weiterbringt, sondern das auch als beispielgebend von der Bildungspolitik bezeichnet wird“.

(Fd)