Die 16-jährige Marienschülerin Lotte Koenen gehört zu Deutschlands besten Präsentatoren. Beim Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ in Berlin wurde sie als eine von sechs Preisträgerinnen ausgezeichnet. Damit hatte sie sich gegen bundesweit rund 2.300 Mitbewerber durchgesetzt. Zuvor hatte sie an einem Präsentationstraining in Göttingen teilgenommen, bei dem es galt, Präsentationskompetenzen zu schulen.

JP Koenen
Begonnen hatte alles im Frühjahr, als Lotte Koenen ein Erklärvideo zum Thema „Warum klebt Kleber nicht in der Tube?“ an „Jugend präsentiert“ schickte. Dieses Video brachte sie ins Regionalfinale nach Dreieich, wo sie sich mit Schüler aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland messen lassen musste. Dies bewältigte Lotte Koenen mit Erfolg und qualifizierte sich nicht nur für das Bundesfinale in Berlin, sondern auch für ein lehrreiches dreitägiges Präsentationstraining in Göttingen. Hier konnte sie ihre Kompetenzen erweitern und gute Impulse für das Finale in Berlin mitnehmen, das Mitte September stattfand.

Während am Anreisetag ein gegenseitiges Kennenlernen und eine gemeinsame Schiffstour durch die Hauptstadt auf dem Programm standen, ging es am Samstag bei einer Vorrunde in die Vollen: Rund 90 Präsentationen wurden sowohl analog als auch digital präsentiert. Die insgesamt 80 Jury-Mitglieder hatten schließlich die Qual der Wahl und mussten sich für die sechs besten Präsentationen entscheiden - darunter auch die von Lotte Koenen: „Ich war in dem Moment der Verkündung so aufgeregt und habe mich riesig gefreut, als auch mein Name unter den sechs Besten fiel!“ Schließlich durfte Lotte Koenen am Sonntag, dem Tag der großen Entscheidung, ihre Präsentation „Können wir ein Papier bis zum Mond falten?“ nochmals vor rund 450 Zuschauern bei einer öffentlichen Veranstaltung im „Kino-International“ in Berlin vorstellen. Dafür gab es für die Marienschülerin, aber auch die anderen fünf Gewinner viel Lob von der Jury, da sie es hervorragend geschafft hätten, komplexe naturwissenschaftliche Themen für das Publikum verständlich und informativ aufzubereiten und zu präsentieren. „Es ist immer wieder beeindruckend, wie es diese jungen Menschen schaffen, einen ganzen Saal für sich einzunehmen. Wer es bis hier geschafft hat, darf sich mit Fug und Recht zu den besten Präsentatoren bundesweit zählen,“ freut sich der Projektleiter von „Jugend präsentiert“ und stellvertretender Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog, Christian Kleinert.

Koenen Finale
Nach ihrer herausragenden und aufwendigen Präsentation applaudiert das Publikum begeistert. Außerdem unterstützen sie ihre neugewonnen Freunde mit Plakaten und Jubeln kräftig. Diese neuen Kontakte sind eine von vielen guten Erfahrungen, die die Marienschülerin aus Berlin mitbringt: „Der Wettbewerb lief sehr professionell ab und es war alles sehr gut organisiert. Das gesamte Wochenende hat mich in meinem Leben auf jeden Fall weitergebracht. Und ich freue mich sehr, dass ich nun nächstes Jahr in der Jury mitwirken darf!“

Zurück in der Marienschule warteten auf Lotte Koenen nicht nur die Glückwünsche ihrer Mitschüler, der Lehrkräfte und der Schulleitung, sondern auch ein Kurzvortrag vor der Einführungsphase der Oberstufe, bei der in dieser Woche ein Präsentationskurs auf dem Programm steht. Eine Woche lang trainieren die Jugendlichen Präsentationstechniken und werden von einem externen Experten auch in Körpersprache und Vortragstechniken geschult. „Vor einem Jahr war diese Veranstaltung der Auslöser für mein intensiveres Interesse an Präsentationen und dem Wettbewerb „Jugend präsentiert“, erklärte Lotte Koenen den Oberstufenschülerinnen und –schülern. „Was ihr hier lernt, werdet ihr nicht nur im Unterricht gebrauchen können“, so die Preisträgerin.

(Bericht: Laura Schlüter, Fotos: jugend präsentiert)