Wie wird man eigentlich Erzieherin oder Erzieher, Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger? Welche beruflichen Ausbildungsmöglichkeiten bietet die Marienschule an? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um die vergütete und praxisintegrierte Erzieherausbildung „PivA“ absolvieren zu können? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt des Online-Infotags des beruflichen Bereichs der Marienschule am vergangenen Wochenende.

Am Ende der Mittelstufe oder mit Erreichen des Realschulabschlusses möchten viele Schülerinnen und Schüler einen Weg in den sozialen oder pflegerischen Bereich einschlagen und sind auf der Suche nach einer guten Ausbildung. Dr. Henrike Maria Zilling, Schulleiterin der Marienschule Limburg: „Unsere Schule hält ein breites Ausbildungsangebot für junge Menschen bereit, die später als Erzieherin oder Erzieher oder in der Heilerziehungspflege arbeiten möchten. Der in diesem Jahr komplett online durchgeführte Infotag hat einen Einblick in unsere beruflichen Schulzweige ermöglicht, der mit persönlichen Gesprächen und weiteren Beratungsangeboten vertieft werden kann.“

Ein mittlerer Bildungsabschluss ist Aufnahmekriterium an der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz, an der die Ausbildung zum staatlich anerkannten Sozialassistenten angeboten wird. „Der Sozialassistent ist gewissermaßen das Fundament für unterschiedliche sozialpädagogische und -pflegerische Berufe sowie den Besuch verschiedener Fachschulen, sodass eine Erzieher- oder eine Heilerziehungspflege-Ausbildung daran angeknüpft werden kann.", erklärt die Schulleiterin. An der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz steht der Unterricht in den sozialpädagogischen und sozialpflegerischen Fächern im Vordergrund. Hier werden viele praktische Kompetenzen wie die Lagerung und Mobilisation in der Pflege, Grundlagen der Ernährung in der Ernährungslehre oder das Herstellen von Figuren und Kulissen sowie die Durchführung eines Schattenspiels im Musischen Gestalten vermittelt. Erste praktische Erfahrungen sammeln die Schülerinnen und Schüler bei zahlreichen Berufspraktika in verschiedenen Einrichtungen. Außerdem bietet die Ausbildung die Möglichkeit, nach einem weiteren halben Praxisjahr den schulischen Teil der Fachhochschulreife zu erlangen und somit studieren zu können.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir an der Marienschule zwei vergütete Ausbildungsgänge für angehende Erzieherinnen und Erzieher anbieten können: Einerseits die berufsbegleitende Teilzeitausbildung (Kurzform BgT), die einen Quereinstieg in den Erzieherberuf ermöglicht.“ erklärt Birgit Reis, Abteilungsleiterin der beruflichen Schulen, „Andererseits die sogenannte praxisintegrierte vergütete Ausbildung zur Staatlich anerkannten Erzieherin beziehungsweise zum Staatlich anerkannten Erzieher (Kurzform PivA), die eine dreijährige Ausbildung in Kooperation von Schule und Kindertagesstätten darstellt. Das Land Hessen unterstützt die Bezahlung der angehenden Erzieherinnen und Erzieher mit einem Förderprogramm für die von den Einrichtungen gezahlte Vergütung. Somit verdienen die künftigen Erzieherinnen und Erzieher in beiden Ausbildungsgängen ab dem ersten Tag der schulischen Ausbildung Geld.“

Weitere Informationen zu allen Ausbildungsmöglichkeiten sind auf der Homepage der Marienschule unter www.marienschule-limburg.de zu finden. Aufnahme- und Beratungsgespräche können ab sofort telefonisch unter 06431/201-250 vereinbart werden.