Zeugnistag für Lehrkräfte
Schülerschaft, Eltern und Mitarbeiter bewerten Arbeit der Marienschule

98 Prozent der Eltern haben einen guten oder sehr guten Eindruck von den Lehrkräften, dem Bildungsangebot und dem Schulprogramm der Marienschule. Das ist eines der Ergebnisse einer erstmals durchgeführten umfassenden Schuluntersuchung, der sich die Limburger Privatschule in den vergangenen Monaten gestellt hat. Das IFAK-Institut für Markt- und Sozialforschung in Taunusstein hatte im Auftrag der St. Hildegard Schulgesellschaft alle Eltern, die Schülerschaft, das Lehrerkollegium sowie die Mitarbeiter im Hinblick auf zentrale Aspekte des Schullebens befragt. Je nach interviewter Gruppe betrug die Rücklaufquote der Umfragebögen zwischen 80 und 100 Prozent, so dass von belastbaren Ergebnissen ausgegangen werden kann. Ergebnisse, die für die Schule in der Summe sehr erfreulich sind, wie der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl bei der Vorstellung der Evaluation betonte: „In weit mehr als 80 Prozent der befragten Aspekte erhielten wir eine positive Rückmeldung, worüber wir uns sehr gefreut haben. Umso mehr werden wir uns bei der internen Analyse den wenigen Aspekten widmen, bei denen die Umfrage Entwicklungspotential spiegelt“, so der Studiendirektor.

Rund 200 Fragen hatte das IFAK-Institut anonym und schriftlich an die verschiedenen Gruppierungen der Schule gestellt – und differenziert ausgewertet. Während die Rückmeldungen der Schülerschaft zur individuellen Arbeit der Lehrkräfte ausschließlich den jeweiligen Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung gestellt worden sind, liegen der Schulleitung die Antworten zu den Gesamteindrücken in Bezug auf verschiedene Kriterien vor – und zwar sowohl aus Sicht des Kollegiums, der Mitarbeiterschaft, der Eltern sowie der Schülerinnen, Schüler und Studierenden.

In der Rubrik „Soziale und fachliche Kompetenz der Lehrkräfte“ loben die Eltern die Marienschule beispielsweise für die Qualität der Bildung und Wissensvermittlung, die Betreuung und Erziehung sowie die christliche Glaubensbildung. In weiten Teilen sehr gut schneiden die Lehrkräfte bei den fachlichen Kompetenzen in der Elternbewertung ab: Hier reicht das zustimmende Spektrum von 72 bis 97 Prozent. Optimiert werden kann demzufolge noch die Begründung der Notengebung, wohingegen beispielsweise die gute Vorbereitung oder das Fachwissen nicht in Frage gestellt werden.

Ein anderer Schwerpunkt der Evaluation war der Aspekt „Unterricht, Integration und Klassengemeinschaft“, zu dem Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft befragt wurden. Erfreulich ist, dass das Thema Mobbing an der Marienschule offensichtlich keine zentrale Rolle spielt. Nur ganz wenige Schülerinnen und Schüler (weniger als 1 Prozent) geben an, unter Mobbing zu leiden bzw. darunter gelitten zu haben. „Aber auch um diese wenigen Schülerinnen und Schüler werden wir uns zukünftig noch intensiver kümmern, um hier möglichst gar keinen Leidensdruck entstehen zu lassen“, sagte Dirk Fredl. Für die große Masse der Schülerschaft, aber auch der Eltern, ist das jedoch erfreulicherweise kein Thema. Hier geben 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, sie seien gut oder sehr gut in die Klasse integriert, von den Eltern haben sogar 96 Prozent den Eindruck, ihr Kind sei gut integriert. Als verbesserungsbedürftig wird hingegen die technische Ausstattung angesehen: Hier ergeht in der Umfrage eine Bitte an den Schulträger, in diesem Bereich größere Investitionen vorzunehmen. Ebenfalls leicht optimiert werden kann noch das Vertretungskonzept der Schule, wie das Ergebnis der Schüler- und Elternbefragung zeigt. Unabhängig davon, dass die Marienschule sehr frühzeitig Dauervertretungen im Krankheitsfall einrichtet, gibt es hier insbesondere bei kurzfristigen Ausfällen noch Entwicklungsmöglichkeiten.

Sehr positiv ist die Rückmeldung hinsichtlich der Unterrichtsqualität: 95 Prozent der Schülerschaft sagen, die Qualität des Unterrichts sei gut. Geschätzt wird auch die große Vielfalt im Bereich der Arbeitsgemeinschaften oder der kulturellen Aktionen, aber auch die Angebote der Schulseelsorge und Schulpsychologie, die von 97 Prozent der Eltern als gelungen angesehen werden. Auf ähnlich hohe Zufriedenheitswerte kommen die AG-Angebote bei Schülerinnen und Schülern (87%) und Eltern (90%). Auch die große Bandbreite der Präventionsarbeit wird von den Befragten gelobt.

Sehr positiv bewerten die Eltern die Kommunikation in der Schulgemeinde. 93 Prozent der Befragten sagen, dass Eltern und Lehrkräfte einander mit Respekt begegnen. 97 Prozent der Eltern bewerten die Öffentlichkeitsarbeit der Schule als gelungen, auch die Kompetenz des kommissarischen Schulleiters wird von rund 90 Prozent der Eltern und 99 Prozent der Kolleginnen und Kollegen als hoch eingeschätzt.

Ralf Machnik, der pädagogische Leiter der St. Hildegard Schulgesellschaft, zeigte sich sehr erfreut über die Ergebnisse: „Die Marienschule hat ein außerordentlich gutes Zeugnis bekommen. Mein Dank gilt daher dem Kollegium, den Mitarbeitern und der Schulleitung für die großartige Arbeit, die hier täglich geleistet wird.“ Die St. Hildegard Schulgesellschaft werde selbstverständlich in den Bereichen, in denen noch Optimierungsbedarf bestehe, helfend zur Seite stehen. „In den schulischen Gremien stehen in den nächsten Wochen Detailanalysen an. Anschließend werden Konzepte entwickelt, bei deren Umsetzung wir die Schule auch gerne unterstützen.“ Stephan Behr, der Geschäftsführer der Schulgesellschaft, bezeichnete die Evaluation als gelungenes Instrument, schulische Entwicklungsprozesse zu begleiten und zu fördern und allen schulischen Gremien einen Einblick in die derzeitige Schulsituation zu verschaffen.