Nach 19 Jahren an der Marienschule haben Schulträger, Schulleitung und schulische Gremien Dirk Fredl im Kreis seiner engsten Mitarbeiter verabschiedet. Der bisherige stellvertretende Schulleiter wechselt zum 1. Januar 2019 ans Staatliche Schulamt nach Weilburg, wo er als schulfachlicher Dezernent unter anderem für die Schulaufsicht der Gymnasien zuständig sein wird. Die St. Hildegard-Schulgesellschaft als Trägerin der Marienschule wird die Stellvertreterstelle zum 1. August 2019 neu ausschreiben, bis dahin übernimmt Studienleiter Philipp Naumann kommissarisch die Aufgaben.

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Ralf Machnik, Pädagogischer Leiter der St. Hildegard Schulgesellschaft, würdigte die Leistungen des Studiendirektors, der nicht nur ein hervorragender Lehrer, sondern auch eine sehr engagierte Führungspersönlichkeit gewesen sei: „Dirk Fredl hat durch Strategie, Überzeugungskraft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Überblick, Tatkraft und einer großartigen Vernetzung stets die Marienschule positiv vertreten.“ Der pädagogische Leiter erinnerte auch an mehr als 30 Podiumsdiskussionen mit Spitzenvertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Fredl organisiert habe. Man könne dem Staatlichen Schulamt zum Gewinn einer sehr geschätzten Persönlichkeit nur gratulieren, so Machnik.

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Geschäftsführer Stephan Behr dankte dem stellvertretenden Schulleiter für seine vielen Verdienste und Anstrengungen und ergänzte, dass es an der Marienschule viele Dinge gebe, die an den Studiendirektor erinnerten – insbesondere hinsichtlich der von ihm initiierten Bauprojekte. 19 Jahre habe Dirk Fredl als Deutsch- und Politiklehrer an der Schule unterrichtet, 12 Jahre sei er in unterschiedlichen Leitungsfunktionen tätig gewesen, unter anderem als Oberstufenleiter und als kommissarischer Schulleiter. Schulleiterin Dr. Henrike Zilling verabschiedete ihren Stellvertreter in Gedichtform. In einem „Elfchen“ hatte sie die Eigenschaften und Fähigkeiten des „Schulmanagers der Extraklasse“ aufbereitet und dankte Fredl damit für die vergangenen Dienstjahre, in denen sie exzellent zusammengearbeitet hätten. Zu den Laudatoren gehörten ebenfalls die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Maria Möller, sowie die Schulelternbeiratsvorsitzende Dr. Adelheid Rauch. Begonnen hatte die Verabschiedungsfeier mit Liedern, die der Unter- und Mittelstufenchor unter Leitung von Carola Opitz in der Kapelle der Marienschule vortrug.

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Dort verabschiedete sich auch Dirk Fredl von seinen engsten Mitarbeitern, deren tatkräftige Unterstützung und freundschaftliche Begleitung er als einen Höhepunkt seiner Arbeit an der Limburger Marienschule bezeichnete. Vom ganzen Kollegium und allen Mitarbeitern der Marienschule wird sich der scheidende Stellvertreter auf eigenen Wunsch im Rahmen des traditionellen vorweihnachtlichen Beisammenseins verabschieden.


Über die Verabschiedungsfeier berichtet ausführlich Franziska Seitz:

Am 3. Dezember 2018 haben die St. Hildegard-Schulgesellschaft und die Schulleitung den langjährigen stellvertretenden Schulleiter der Limburger Marienschule verabschiedet. Viele Kollegen und Mitarbeiter dankten ihm zu diesem Anlass herzlich und wünschten Ihm viel Erfolg auf seinem neuen Berufsweg. Dirk Fredl wird ab Januar 2019 unter anderem die gymnasiale Schulaufsicht im Staatlichen Schulamt in Weilburg übernehmen.


Zum Auftakt der Veranstaltung eröffnete der Unter- und Mittelstufenchor unter der Leitung von Carola Opitz einen kleinen Festakt in der Kapelle der Marienschule. Schon die Gesangsbeiträge verdeutlichten den Anlass der Zusammenkunft. So begeisterte schon die erste Darbietung des Chores mit „Möge die Straße uns zusammenführen“ die Gäste.

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Anschließend begrüßte auch der Geschäftsführer der St. Hildegard Schulgesellschaft, Stephan Behr, die Anwesenden. Er begann mit einem besinnlichen Text, der auf die Wichtigkeit der Individualität hinwies. So habe auch Dirk Fredl seine individuelle Entscheidung getroffen und sei dem Ruf gefolgt, eine Bewerbung für das staatliche Schulamt zu schreiben. Zwar trennten sich nun die gemeinsamen Wege, nichtsdestotrotz, gebe es immer Dinge, die an den scheidenden stellvertretenden Schulleiter erinnerten. So sei er ihm sehr dankbar für die vielen initiierten Bauprojekte, die Dirk Fredl eingeleitet habe. Stephan Behr dankte ihm vielmals für seine vielen Verdienste und Anstrengungen und überrichte ihm als Andenken eine große Luftaufnahme Limburgs mit Abbildungen von Dom und Marienschule.

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Daraufhin übernahm Dirk Fredl selbst das Wort. So begann er zunächst von seiner Zeit als Tilemannschüler zu berichten. Er selbst habe als damaliger Schulsprecher einige Vorurteile gegenüber der Marienschule gehabt. Ähnlich sei es auch gewesen, als er 1999 nach seinem Studium in Gießen sein Referendariat in Deutsch sowie Politik und Wirtschaft habe beginnen sollen. Ihm sei schnell klar gewesen: „Überall, nur nicht an der Marienschule!“ Doch es sollte anders kommen. So wurde Dirk Fredl am 1. November 1999 noch von der damaligen Schulleiterin Schwester Christiane begrüßt, die sein verzerrtes Meinungsbild sofort ändern konnte. Dirk Fredl lernte die Marienschule, die Kollegen und Schüler schnell kennen und war begeistert.

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Dies wurde auch in seinen anschließenden Dienstjahren deutlich. So war Dirk Fredl schon vor seiner Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter als Vertrauenslehrer und Oberstufenleiter tätig. Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat er über 16 Jahre hinweg durchgehend geleitet. Darüber hinaus war er neben seiner Tätigkeit als Lehrer nicht nur an der Marienschule, sondern auch im Hessischen Kultusministerium sowie im Staatlichen Schulamt in Weilburg für die Pressearbeit zuständig. Nach so vielen Jahren an der Marienschule habe er als Lehrer so einiges erlebt und als Schulleitungsmitglied viele Projekte anstoßen können. So war er nicht nur der Initiator für eine neue Sporthalle, einen Kunstrasenplatz, ein LAN-Netzwerk sowie für eine neue Ausstattung im Gartenhaus, er hat ebenfalls viele Projekte wie die Präsentationswoche oder den Kurs „Basics in Business“ an der Marienschule eingeführt und etabliert. Weiterhin hat er über 30 Podiumsdiskussionen zusammen mit seinen Politik und Wirtschafts-Kursen gestaltet. Neben Politikern wie dem hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz, Unionsfraktionschef Volker Kauder oder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, waren auch der heutige Vize-Kanzler Olaf Scholz, der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch oder der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert in der Marienschule. Weiterhin habe er im Gegenzug zusammen mit seinen Kursen Volker Kauder sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besucht. Doch alle diese Projekte sind nur symbolhaft für das großartige Engagement von Dirk Fredl, welcher die Marienschule nun für 19 Jahre stark geprägt hat. Er selbst dankte allerdings vor allem den Menschen, welche ihn seit vielen Jahren auf seinem Weg begleiteten.

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Nach den Worten von Dirk Fredl ging es anschließend für die Gäste weiter zu einem Sektempfang im Domhotel. Dort begann der pädagogische Leiter der Schulgesellschaft, Ralf Machnik, mit einer Danksagung an den scheidenden Mitarbeiter, der der Marienschule als Oberstufenleiter, kommissarischer Schulleiter und Stellvertreter gedient hatte. Er erläuterte den Werdegang von Dirk Fredl und dankte Ihm ebenfalls für die vielen geleiteten und angestoßenen Projekte, die die Marienschule sehr bereichert hätten. So sei Dirk Fredl nicht nur ein hervorragender Lehrer, Schulleiter und Journalist gewesen, sondern auch eine engagierte Führungspersönlichkeit. Er habe stets durch Strategie, Überzeugungskraft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Überblick, Tatenkraft und einer großartigen Vernetzung die Marienschule vertreten. Herr Machnik gratulierte somit dem Schulamt in Weilburg zum Gewinn einer sehr geschätzten Persönlichkeit und wünschte auch Dirk Fredl persönlich alles Gute.

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Anschließend ergriff Schulleiterin Dr. Henrike Zilling das Wort. Sie verabschiedete ihren Stellvertreter mit einem „Elfchen“, einer Gedichtform, die den Deutschlehrer sichtlich erstaunte und erheiterte. In diesem Gedicht stellte die Schulleiterin die Eigenschaften und Fähigkeiten des Kollegen ausführlich dar und dankte ihm für die vergangenen Dienstjahre, die sie zusammen gearbeitet haben. So gab es neben einigen Diskussionen umso mehr Momente, in denen man zusammen gelacht habe. Auch sie überreichte ihrem Kollegen zusammen mit einigen Lehrkräften ein Geschenk, um die Versorgung des stellvertretenden Schulleiters in seinem neuen Büro sicherzustellen.
Daran anschließend bedankte sich ebenfalls Maria Möller als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung mit passenden Goethe-Zitaten von ihrem langjährigen Vorgesetzten, mit dem sie 19 Jahre lang zusammengearbeitet hat.
Die abschließende Rede an diesem Nachmittag kam von der Schulelternbeiratvorsitzenden Dr. Adelheid Rauch. Sie begann ihre Rede passen mit einem bekannten Zitat von Albert Einstein, der einst behauptete, dass Abschiede Tore in neue Welten seien. So resümierte auch sie zunächst die vergangenen Jahre und sagte, dass sie sich eine Marienschule ohne Dirk Fredl gar nicht vorstellen könne. Sie gab aber auch einen Ausblick auf die neuen Tätigkeiten des stellvertretenden Schulleiters und nahm Bezug auf das hessische Schulgesetz. So gesehen, habe er sich einen guten Job ausgesucht, da dieser im Gegensatz zu einem Schulleiter zumindest vom Wortlaut des Gesetzes weniger Aufgaben mit sich bringen würde. Diese Bemerkung sorgte für mancherlei Lacher bei den Gästen. Trotzdem sei sie sich sicher, dass Dirk Fredl seine Aufgaben in der Qualitätsentwicklung der Schulen sehr ernst und leistungsorientiert angehen werde, da er auch stet für die Marienschule sein Bestes gab, so Dr. Rauch.

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Nach dieser abschließenden Rede kam es anschließend zur Verköstigung der Gäste, wobei ebenfalls Gelegenheit war, noch einmal vergangene Geschichten zu erzählen und über die Zukunft zu sprechen.

Weitere Bilder der Verabschiedung finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Franziska Seitz, Fotos: MM/NH)