Für ihr Engagement im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld und bei der Digitalisierung ist die Limburger Marienschule im Hessischen Landtag gleich zweifach ausgezeichnet worden: Das Gymnasium wurde bei einer Feierstunde unter Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Lorz sowohl als „MINT-freundliche Schule“ als auch als „Digitale Schule“ geehrt. Somit haben naturwissenschaftlich bzw. technisch interessierte Schülerinnen und Schüler ab sofort noch mehr Möglichkeiten, ihre Interessen in diesen Bereichen zu vertiefen, aber auch alle anderen profitieren von den entsprechenden Programmen der Privatschule.

Auszeichnung2018
„Die Auszeichnung als MINT-freundliche Schule ist einerseits eine Anerkennung unserer intensiven und vielfältigen Arbeit in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, erläuterte die zuständige Fachbereichsleiterin Simone Jung. Andererseits biete sie die Chance, diesen zukunftsorientierten Schwerpunkt weiter auszubauen und entsprechende Kontakte zu knüpfen: „Wir haben so noch mehr Möglichkeiten auf Kooperationen mit Universitäten und deren Professoren, was für unsere Schülerinnen und Schüler exzellente Kontaktmöglichkeiten bedeutet“, sagte Jung. Bereits heute belegten Marienschüler bei landes- und bundesweiten naturwissenschaftlichen Wettbewerben immer wieder erste Plätze. „Diese Begeisterung wollen wir nutzen und die Talente und Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler durch die Unterstützung, die wir ab sofort erhalten, noch besser fördern als bisher“, so die Fachbereichsleiterin.

Logo MINT freundliche Schule
Das Konzept der Marienschule war bei der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ auf Begeisterung gestoßen – wie auch die Aktivitäten, mit denen das Gymnasium auf die voranschreitende Digitalisierung reagiert, um Schülerinnen und Schüler auf zukünftige Anforderungen im privaten und beruflichen Leben vorzubereiten. „Dabei geht es in der digitalen Bildung einerseits um die Grundlagen der digitalisierten Welt und den Erwerb der damit zusammenhängenden notwendigen Fähigkeiten, andererseits jedoch auch um die Unterrichtsgestaltung mithilfe moderner Technologien“, erläuterte der zuständige Koordinator Matthias Werner. Die Marienschule habe sich in den vergangenen Jahren intensiv mit inhaltlichen sowie technischen Fragen auseinandergesetzt, die das Thema Digitalisierung betreffen. So gebe es mittlerweile ein eigenes Bildungsinternet für die Schülerinnen und Schüler, Bildschirme in allen Klassenräumen sowie zwei neue Computerräume. „Diese Neuerungen werden natürlich auch in den Unterricht integriert, sodass die Jugendlichen beispielsweise hervorragende Präsentationsmöglichkeiten haben und nicht nur das Präsentieren, sondern auch viele weitere Kompetenzen, die in der Arbeitswelt von Morgen gefragt werden, lernen“, sagte Werner.

Logo Digitale Schule
Die in der Marienschule geschaffenen Voraussetzungen für das Erlernen solcher Kompetenzen sei ein zentraler Punkt, der zu der Auszeichnung der Schule geführt habe, erklärte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling: „Da vor allem Roboter in der Industrie 4.0 vertreten sein werden, beschäftigt sich die Marienschule schon in der Mittelstufe mit dem Programmieren. So gibt es das Projekt ´Roberta´, bei welchem Lego-Roboter programmiert werden.“ Dieses Fach setze sich anschließend als Informatik-Unterricht in der Oberstufe fort. Aber bereits in der fünften Jahrgangsstufe würden die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen wie das Zehn-Finger-Schreiben oder den Umgang mit Office-Programmen erwerben, so Zilling. „Für das richtige Verhalten im Internet haben wir schließlich ´Digitalen Helden´ ausgebildet, welche vor allem jüngeren Schülern den Umgang in sozialen Netzwerken erklären.“ Auf allen Ebenen habe die Marienschule viel für die Digitalisierung und die Thematisierung deren Chancen und Herausforderungen getan, was von den Experten überprüft und bestätigt worden sei, bilanzierte die Schulleiterin erfreut.

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ zeigte sich begeistert von dem Projekt des Limburger Gymnasiums. So sei die Auszeichnung ein wichtiges Zeichen, um die Schule auch bei diesem komplexen Thema zu unterstützen. Das Projekt zeige einen Zielrahmen und die Leitplanken für den Weg der Digitalisierung auf. Damit sei die Auszeichnung ein wichtiger Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule, wobei die ausgezeichneten Schulen schon jetzt Vorreiter seien.

INFO: Insgesamt 37 hessischen Schulen sind in Wiesbaden als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Davon erhielten 19 Schulen zum ersten Mal die Auszeichnung, darunter die Marienschule. 18 weitere Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut geehrt. Darüber hinaus wurden 10 hessische Schulen als „Digitale Schule“ ausgezeichnet, darunter die Marienschule.

(Bericht: Franziska Seitz/ Johanna Juncker)