Sie gehört schon fast zur Limburger Vorweihnachtszeit dazu - die Martinsaktion der Limburger Marienschule. Kuchen, Gebäck, Selbstgemachtes, heiße Getränke und dazu fröhlichen Gesang findet man an den Ständen der Schülerinnen und Schüler in der Innenstadt vor. Mehr als eine halbe Million Euro wurde durch diese Aktion in den vergangenen Schuljahren eingenommen. Letztes Jahr ging der Spendenerlös zur Hälfte an das Hilfsprojekt der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Mitunguu, Kenia, sowie an die Organisation „Health for Uganda/Africa e. V.“. Eine Spende, die auf jeden Fall sinnvoll ist und dort auch dieses Jahr wieder benötigt wird.

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Somit heißt es auch im Schuljahr 2018/19 wieder: Kaffeekannen füllen, Plätzchen backen, warm einpacken und ab in die Fußgängerzone. Engagiert bereiten sich die Schülerinnen und Schüler wieder auf die 47. Martinsspendenaktion vor, die Ende Oktober startet. Freitagsnachmittags und samstags sind dir mehr als 1.000 Marienschülerinnen und –schüler zwischen evangelischer Kirche und Karstadt sowie in der Altstadt anzutreffen.
Mit liebevoll gebackenen Zimtsternen, selbst gebastelten Karten und Dekoartikeln sowie tollen Kuchen und heißem Kakao soll dort wieder auf die Weihnachtszeit eingestimmt werden. Der Erlös dieser Weihnachtsvorboten geht zur Hälfte an die Dernbacher Schwestern nach Kenia. Viele Kinder in Mitunguu können nämlich aufgrund der schlechten Infrastruktur nur höhere Schulen besuchen, wenn sie in einem Internat leben. Wegen des Platzmangels muss die dortige St. Francis School viele Schüler, aber insbesondere Mädchen, ablehnen. Deswegen planen die Dernbacher Schwestern dort ein neues Mädcheninternat zu bauen, um diesen Mädchen den Traum von höherer Schulbildung zu verwirklichen.
Mit der anderen Hälfte des Erlöses werden die Organisationen „Health for Uganda/Africa e. V.“, welche für eine verbesserte Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung vor Ort sorgt, und „MYO - Mondesa Youth Opportunities“ unterstützt werden. Diese Organisation setzt sich für die Erneuerung von Schulen in Swakopmund in Namibia ein. Hier werden die hart arbeitenden Schüler in Containern unterrichtet, deren Dächer so undicht sind, dass es durchregnet. Zu beiden Organisationen halten ehemalige Marienschülerinnen enge Kontakte, so dass garantiert ist, dass die Spendengelder vor Ort zu 100 Prozent ankommen.

In der schönsten Zeit des Jahres gibt es also kleine Geschenke zu erstehen, während man mit der Spende den Kindern in Afrika das wohl größte Geschenk bescheren kann: Ein Gewinn für alle also und damit startet die Marienschule motiviert in die Martinsspendenaktion 2018 und hofft auf die Unterstützung der Passanten.

(Bericht: Ilona Kalte)