„Willkommen zurück!“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins der Marienschule am vergangenen Samstag, den 22. September 2018, seine Rede anlässlich des Ehemaligentags der Marienschule Limburg. Zu diesem Anlass kamen an diesem Nachmittag weit mehr als 300 Absolventen der Schule, um sich an vergangene Zeiten zu erinnern und zu schauen, was aus der Schule in der Zwischenzeit geworden ist. Die Anwesenden kamen aus dem In- und Ausland. So waren auch Wege von Berlin, München, Oslo, Rotterdam oder Barcelona nicht zu weit.

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Eröffnet wurde der Nachmittag wie jedes Jahr zunächst mit einem Gottesdienst in der Kapelle der Marienschule. Zusammen mit Kaplan Daniel Engels und unter der musikalischen Begleitung von Musiklehrer Christoph Pabst, feierten die ehemaligen Absolventen der Marienschule einen Eröffnungsgottesdienst. Die Feier stand ganz unter dem Motto der Schulgründerin Maria Katharina Kaspers. So sprach Kaplan Daniel Engels, dass der Charakter und die Institutionen von Maria Katharina Kasper auch heute noch Vorbild für uns seien. So sei es umso erfreulicher, dass Maria Katharina Kasper im Oktober heiliggesprochen wird.
Anschließend wurden die ehemaligen Schülerinnen in der Aula von der Bläserklasse unter Leitung von Christoph Pabst empfangen. Nach deren erfolgreicher Darbietung übernahm die Schulleiterin Henrike Zilling das Wort. Sie begrüßte zunächst alle Anwesenden und berichtete anschließend über Aktuelles aus der Marienschule. So sprach sie Aspekte wie den momentanen Brandschutzausbau, die Digitalisierungsarbeit sowie die Schulentwicklung an. Sie berichtete den Anwesenden über die Jungenarbeit an der Marienschule und gleichzeitig ging sie auf die Modernisierung der Schule ein.

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Im Anschluss an die Begrüßungsworte der Schulleiterin hieß auch der Vorsitzende des Fördervereins der Marienschule, Thorsten Daubenfeld, alle Anwesenden herzlichst Willkommen. Er ging auf die Arbeit des Fördervereins der Marienschule näher ein und berichtete von unterstützten Projekten. Danach gab er das Wort an Lieselotte Hof ab. Diese hatte vor 70 Jahren, im Jahr 1948, ihr Abitur an der Marienschule Limburg absolviert und erzählte nun von ihrer Schulzeit am Mädchengymnasium. Mit ihrer offenen Art konnte sie schnell die Aufmerksamkeit des Publikums erreichen. Lieselotte Hof berichtete von der Schulzeit unter Adolf Hitler und der sich ändernden Schulkultur. Unter anderem erzählte sie von einer Zeit, in der die Marienschule eine staatliche Schule war und Ordensschwestern nicht unterrichten durften. Weiterhin hörte das Publikum aufmerksam zu, als die Jubilarin von ihrer Schulzeit während des zweiten Weltkriegs erzählte. So sei der Schulalltag zunehmend schwerer geworden. Erst nach der Befreiung durch die Alliierten habe sich der Schulalltag wieder normalisiert und die Marienschule hätte zu alter Tradition zurückkehren können. Gen Ende ihrer Rede berichtete Lieselotte Hof von mehreren Ordensschwestern, welche nach der Kriegszeit wieder unterrichten durften. Viele Schwestern hätten ihre Zeit in der Oberstufe sehr bereichert. So gab es bei einigen Namen immer wieder zustimmendes Nicken im Publikum. Abschließend erklärte die ehemalige Marienschülerin, dass die Schule sie sehr geprägt habe und auch ihre Töchter die Schule besucht hätten. So sagte Lieselotte Hof: „Die Marienschule war schon immer meine Schule!“

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Im Anschluss an diese mitreißende Rede folgten die Ehrungen der Abiturjahrgänge durch Professor Daubenfeld. Die Ehrung begann zunächst mit den Absolventen von 1993, welche seit nun mehr 25 Jahren ihren Abschluss haben. Anschließend wurden die Jahrgänge 1968, 1963, 1958, 1953 sowie Lieselotte Hof als Einzige des Jahrgangs 1948 geehrt. Dabei wurden jeweils Abiturienten sowie Absolventen des Kindergartenseminars und der Handels- sowie Hauswirtschaftsschule nach vorne gebeten.

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Nach diesem offiziellen Teil in der Aula verteilten sich die Absolventen in verschiedene Klassenräume. Dabei bestand die Möglichkeit gemeinsam bei Kaffee und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen und über vergangene Kursfahrten, Schulausflüge oder Lehrer zu reden. Der Erlös des Verkaufs kommt auch in diesem Jahr wieder der Martinsspende zugute, die unter anderem Projekte der Dernbacher Schwestern unterstützt.

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(Bericht: Franziska Seitz, Fotos: MM)