Zehn Klassen und Kurse der Limburger Marienschule haben einen Blick in die Zukunft gewagt. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, im InnoTruck der Bundesregierung zu forschen, virtuell durch das Innere einer Zelle zu reisen oder eine Solarzelle herzustellen. Auf Einladung der Fachschaften Biologie und Chemie war der Truck zwei Tage lang in Limburg zu Gast.

Innotruck c
Für die Marienschüler, aber auch zahlreiche Passanten, die ebenfalls zu einem Besuch eingeladen waren, eröffnete die Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ungeahnte Möglichkeiten: Die Besucher konnten in dem auf Universitätsniveau ausgestatteten doppelstöckigen Ausstellungsfahrzeug wissenschaftlich experimentieren, technische Neuheiten entdecken und mit Hilfe einer Virtual Reality Brille beispielsweise die Tiefen der Ozeane untersuchen.
Die Entwickler des InnoTrucks haben sich als Ziel gesetzt, die Besucher über Forschungsneuheiten, Technologie von morgen und deren Anwendung bis hin zu den damit verknüpften Berufsbildern zu informieren, erläuterte Dr. Markus Döring, einer der Truck-Wissenschaftler, einen zentralen Hintergrund der Initiative.

Innotruck b
Die sehr interessierten Schülerinnen und Schüler hatten nach einer kleinen Einführung durch die Experten die Möglichkeit, verschiedene wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Das sorgte nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch Chemielehrerin Martina Pascoe für Begeisterung: „Innerhalb einer halben Stunde hat mein Kurs eine Solarzelle gebaut und diese bei idealen Wetterbedingungen im Freien testen können – näher dran sein kann man nicht an naturwissenschaftlichem Arbeiten.“
Das unterstrich auch der stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl, der zusammen mit dem Ersten Stadtrat Michael Stanke zur Programmeröffnung gekommen war. „Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler fit machen für die Welt von morgen. Da ist es auch wichtig, einen Einblick in aktuelle Forschungsschwerpunkte zu bekommen und sich von den Möglichkeiten der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) begeistern zu lassen.“ Begeistert waren die Marienschüler, aber auch Fredl und Stanke, ebenfalls von den Ausflügen in die virtuellen Welten:
„Das ist eine ganz tolle Sache!“, äußerte sich der Erste Stadtrat nach seinem virtuellen Eintauchen in die Unterwasserwelt und betonte, dass durch solche Projekte viel mehr Schülerinnen und Schüler aktiv für die MINT-Fächer gewonnen und motiviert werden könnten.

Innotruck a
In den kommenden Monaten wird der InnoTruck bundesweit 80 Standorte anfahren. Dass er auch dort gut ankommen wird, ist sich Biologielehrerin Martina Fredl, die den Truck nach Limburg geholt hatte, sicher: „Unsere Schülerinnen und Schüler waren fasziniert von der Ausstattung des Trucks und dessen Möglichkeiten. So bestand dort beispielsweise die Möglichkeit, mit einem Elektronenmikroskop zu arbeiten oder virtuell durch eine Zelle zu reisen, was beides in der Schule nicht möglich ist.“ Besser könne man Schülerinnen und Schüler sowie andere Interessierte kaum für technisch-wissenschaftliche Innovationen begeistern, so die Marienschullehrerin.

Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Maria Förger, Fotos: FD / GB)