Was unterscheidet Salafismus vom Islamismus? Wie gelingt es Rechtsextremisten und Salafisten, junge Menschen in ihren Bann zu ziehen? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen der Flüchtlingskrise und den Aktivitäten rechtsextremistischer Parteien? Diesen Fragen sind die Schülerinnen der Politik- und Wirtschafts-Leistungskurse von Dirk Fredl und Reinhard Groß im Rahmen eines Projekttages nachgegangen. Mit dabei neben den knapp 30 Schülerinnen und den beiden Lehrern: Zwei Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes, die gemeinsam mit den Kursen ein Projekt für den diesjährigen Hessentag vorbereiten wollten. Ziel ist es, durch ein von den Schülerinnen für den Hessentag ausgearbeitetes Bühnenprogramm die Veranstaltungsbesucher aufzuklären.

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Um die Ausarbeitung dieses Programms drehte sich der gemeinsame Projekttag am 02. Mai 2016. Zur entsprechenden Vorbereitung auf die Themen sollten sich die Schülerinnen schon vorab mit ausgeteiltem Infomaterial auseinandersetzen. Zur Ergänzung an diese Informationen startete der Tag mit zwei übersichtlichen Präsentationen zu den einzelnen Themen. Zu Beginn referierte Hella Schmidt, eine Islamwissenschaftlerin, die beim Hessischen Verfassungsschutz tätig ist, detailliert über die Problematik des Salafismus.

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Daraufhin folgte die ebenfalls differenzierte Präsentation ihres Kollegen Sven Daniel, der für das Thema Rechtsextremismus zuständig ist. Nachdem die Schülerinnen nun genug Input erhalten hatten, ging es weiter mit der Aufteilung beider Themen. In jedem Kurs sollte sich mindestens eine Gruppe mit einem der beiden Themen auseinandersetzen, wobei die Gruppengröße je drei bis fünf Personen pro Gruppe entsprach.

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Aufgabe der Gruppen war nun die Erarbeitung eines kurzen, themenbezogenen Bühnenprogramms, um auf dem Hessentag Aufklärungsarbeit leisten zu können. Was Kreativität und die Ausgestaltung anging, wurden den Schülerinnen keine Grenzen gesetzt. Auch Zeit zur genauen Ausarbeitung hatten sie zu genüge.

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Während der Arbeitsphase konnten sich die Schülerinnen jederzeit Fragen von den Gästen des Verfassungsschutzes und ihren Lehrern beantworten lassen. Nach Abschluss dieser Gruppenphase trafen sich alle Teilnehmerinnen, um gemeinsam mit Hella Schmidt, Sven Daniel, Dirk Fredl und Reinhard Groß die Ergebnisse auszutauschen. Jede Gruppe sollte nun das eigene Programm mit eigenen Worten beschreiben und die anderen hatten die Möglichkeit, entsprechendes Feedback zu geben, da noch genügend Zeit zur Optimierung der Programme bestand.

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Mit dem Ergebnis waren nicht nur die Gruppen und Lehrer zufrieden, sondern auch die Gäste des Verfassungsschutzes schienen von vielen Ideen sehr überzeugt. Am Ende des Tages waren drei sehenswerte Präsentationen zum Thema Rechtsextremismus und vier zum Thema Salafismus entstanden, die am 23. Mai 2016, von 11 bis 12 Uhr sowie am 26. Mai 2016 von 14 Uhr bis 15 Uhr auf der Landesbühne des Hessentags in Herborn aufgeführt werden.

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Zusammengefasst war das für beide Kurse ein wirklich informativer Tag, der ihnen komplexe und aktuelle Themen nochmal ein großes Stück näher bringen konnte. (Bericht: Anna Langensiepen, Fotos: Maria Möller; Fd)

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