Am 3. September 2019 besuchten der Politik sowie der Geschichte Leistungskurs der Q3 zusammen mit den Lehrkräften Michael Emmerich und Laura Hofmann den ehemaligen Regierungssitz in Bonn. An diesem Tag stand die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik im Vordergrund. So wurde zunächst das Verteidigungsministerium auf der Hardthöhe und anschließend der ehemalige Regierungsbunker in Ahrweiler besucht.

Los ging es am Dienstag an der Marienschule in Limburg, denn zu gegebenem Anlass wurden die Schülerinnen und Schüler von einem Bus der Bundeswehr an der Schule abgeholt. So ging es weiter Richtung Bonn, wo die Gruppe von zwei Offizieren in Empfang genommen wurde. Zu Beginn stand zunächst ein sicherheitspolitischer Vortrag durch den Hauptmann Jens Mattheis auf dem Programm. Zusammen mit den Schülern thematisierte er sicherheitspolitische Herausforderungen für Deutschland und die ganze Welt. Weiterhin erklärte er die gesetzlichen Grundlagen der deutschen Außenpolitik und ging auf internationale Zusammenarbeiten der Bundesrepublik ein. Ein entscheidender Punkt des Vortrags war aber sicherlich die Rolle und Stellung der Bundeswehr. So wurden den Schülerinnen und Schülern zunächst die Aufgaben der Bundeswehr erklärt, um anschließend verschiedene Auslandseinsätze zu diskutieren. Dabei stand neben dem Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan auch der aktuell pausierte Mittelmeer-Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen zur Diskussion. Durch Bild- und Videoaufnahmen wurde den Schülerinnen und Schülern die Lage der dort lebenden Menschen sowie die Sicherheitslage der deutschen Soldaten in Auslandseinsätzen nähergebracht.

Nach dieser ausführlichen und interessanten Präsentation durch den Hauptmann Jens Mattheis ging es für die Gruppe weiter zum Mittagessen in die Kantine der Kaserne bevor nochmals eine kleine Busfahrt zum Regierungsbunker in Ahrweiler bevorstand. Dort erwartete die Gruppe schließlich eine Führung durch den ehemaligen Atombunker der Bundesregierung. Den Schülerinnen und Schülern wurde durch diese Führung die Situation zu Zeiten des Kalten Krieges dargestellt. So habe es für Deutschland Ende der 50er- Jahre die Notwendigkeit gegeben einen Atombunker in Regierungsnähe zu bauen, um vor einem möglichen Atomkrieg geschützt zu sein. Dabei hätten im Verteidigungsfall 3.000 Menschen Platz in diesem Bunker gefunden, um über einen beschränkten Zeitraum den Staatsapparat instand zu halten. Diese Dimensionen des Regierungsbunkers waren für die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckend, da man als heutige Jugendliche nicht mehr die Zeiten des Kalten Krieges miterlebt hat und durch diese Führung besser nachempfinden konnte.

(Bericht: Franziska Seitz)