Wenn an der Marienschule eine Exkursion geplant wird, dann ist dies meist mit einer Fahrt ins Rhein-Main Gebiet oder in andere nahe gelegene Stadt verbunden. Insbesondere in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik bietet unsere Gegend nur wenige Firmen, deren Produktion oder Organisation so mit dem Unterricht verknüpft werden können, dass eine sinnvolle Einbettung der Erfahrungen aus dem Besuch in die Unterrichtsinhalte möglich ist.
Der Bereich „Informatik und Robotik“ stellt jedoch eine Ausnahme dar, weil die seit 1999 in Limburg ansässige und weltweit agierende Ingenieurgesellschaft für Automatisierungs- und Steuerungstechnik „Naura Automation“ im Großen das realisiert, was in unserem Informatikunterricht anhand der Programmierung und Steuerung unserer Miniroboter gelernt und praktisch ausprobiert wird.
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Kürzlich bot nun unserer Informatik AG "Roberta Club" die Gelegenheit, die Limburger Firma "Naura Automation" zu besuchen. Der Kontakt wurde von Dr. Frank Bäumlisberger hergestellt, der die beiden Firmeninhaber Andreas Nauheim und Klaus Ranglak schon seit Kinderzeiten kennt und, nach Aussage von Herrn Ranglak, schon im Sandkasten mit ihnen gespielt hatte. Anlass des Besuches war die Besichtigung des kleinen Industrieroboters "Laura".
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Im Gegensatz zur Anwendung in einem laufenden Produktionsprozess, die meist so komplex ist, dass sie nur von Spezialisten überblickt werden kann, erlaubte dieser isoliert aufgestellte Roboter unseren Schülerinnen einen Einblick in dessen Funktion und Programmierung.
Die Programmierung von Laura wurde von einer irischen Firma in Auftrag gegeben, deren Inhaber Michael Rowland ebenfalls anwesend war und – natürlich in englischer Sprache – Erläuterungen zum Einsatz dieses Industrieroboters gab.
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„Laura“ ist Bestandteil einer Anlage zur Herstellung von Kontaktlinsen. Die Kontaktlinsen werden mithilfe einer Spritzgussmaschine in Formen gegossen, wobei die Vorderseite der Kontaktlinsenschale entsteht. Der Roboter übernimmt nun die Form mit den halbfertigen Kontaktlinsen aus der Spritzgussmaschine und übergibt sie in ein laufendes Bandsystem zur Weiterverarbeitung. Den Schülerinnen wurde dabei bewusst, welche umfangreichen Steuerungs- und Programmierschritte diese einfache Aufgabe erfordert und, dass die Automatisierung dieses Vorgangs erst eine kostengünstige Produktion von Kontaktlinsen ermöglicht.
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Die Schülerinnen hatten eine unserer Robertas mitgebracht, jedoch konnte ihr Roboter „Bäumli“ leider nicht mit „Laura“ kommunizieren, aber „Laura“ war in der Lage ihn zu balancieren.
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Andreas Nauheim informierte unsere Schülerinnen zusätzlich über andere, von „Naura“ konzipierte Anlagensteuerungen und zeigte damit eindrucksvoll, wie universell und wichtig der Einsatz von Robotern und ihrer Steuerung ist. Die Ingenieurgesellschaft „Naura“ arbeitet in den Bereichen Fertigungs- und Verpackungsindustrie, Verkettungs- und Roboterautomation, Sondermaschinenbau, Lebensmittelindustrie, Raffinerien, Bergbau, Abwassertechnik, chemische Industrie, Werkzeugmaschinenbau, Steuerung von Solarenergieanlagen sowie Hochtemperatur- und Sondermüllverbrennungsanlagen.
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Die Firmeninhaber von „Naura“ - Andreas Nauheim und Klaus Ranglak - haben die Anschaffung unserer Robertas finanziell gefördert. Es ist großartig, dass sie darüber hinaus unser „Roberta“ Projekt auch inhaltlich unterstützen, indem sie unseren Schülerinnen einen Einblick, in ihre Arbeit gewähren.
(Dr. Hans Paul Breunig)

Am Dienstag, den 19. März brachen wir - zehn MarienschülerInnen der Klassen SO 1-3 (SchülerInnen der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz im zweiten Ausbildungsjahr mit sozialpflegerischen Schwerpunkt) - mit unserer Lehrerin Frau Bürgermeister ins Familienferiendorf Hübingen auf.

Wir trafen uns dort mit einer Gruppe Senioren der Stiftung Scheuern, die mit ihrer Seelsorgerin Frau Pfarrerin Beiner angereist waren, zu partnerschaftlichen Exerzitien.

Unter der Leitung von Herrn Straub – Referat Seelsorge für Menschen mit Behinderung des Bistum Limburgs – kam es überraschend schnell zu einem offenen und herzlichen Miteinander und jede bzw. jeder von uns fand eine Partnerin oder einen Partner mit der oder dem sie die nächsten zwei Tage intensiv in den Austausch gehen sollte. Darüber hinaus bildeten wir mehrer Kleingruppen in denen wir als Nachbarschaften mehrere Ferienhäuser der Anlage in Hübingen bezogen.

Nachdem wir in den Arbeitseinheiten am ersten Tag viel darüber erfuhren wie unsere Partner in ihrem Umfeld leben und was ihnen wichtig ist in der Gestaltung ihrer häuslichen Umgebung, bzw. wir über unser Leben berichtet haben, ließen wir den Abend in lockerer Runde im Kaminzimmer ausklingen.

Bei Snacks und Getränken, die zuvor in den Nachbarschaften selbst hergestellt worden waren, stieg die Stimmung schnell an.

Mit Spielen und Gesang wurde der Abend zu einer runden Sache.

Am Mittwoch vertieften wir die Bekanntschaft und knüpften dabei Freundschaftsbändchen, die jeder von uns als Erinnerung mit nach Hause nehmen durfte.

Den Abschluss bildete, ein von Herrn Straub und Frau Pfarrerin Beiner gestalteter, ökumenischer Gottesdienst. Zum Abschied gaben sich die PartnerInnen gegenseitig gute Wünsche mit auf dem Weg, was durch einen Segen vertieft wurde.

Für einige war es der erste intensive Kontakt mit Menschen mit Behinderung, für andere bestätigte sich, dass die angestrebte Ausbildung zur HeilerziehungspflegerIn der richtige Weg ist, für alle war es eine lohnende Erfahrung.

Autoren: Jeswin Ayyamalayil, Ann-Sofie Becher, Lea Beiderbeck, Tessa Chettikattu, Julia Enk, Fabian Gielsdorf, Luisa Minor, Annika Müller, Daniel Nispel, Theresa Wolf,

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst kamen die Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Sozialpädagogik sowie der Fachschule für Sozialwirtschaft gemeinsam mit ihren Familien, Angehörigen und Lehrkräften in der Aula der Limburger Marienschule zu einem Festakt zusammen.

Dort richtete zunächst Schulleiterin Dr. Henrike Maria Zilling das Wort an die Anwesenden. Erfreut wurde aufgenommen, dass sie sich bei den Studierenden für die eindrucksvollen Prüfungen mit Berichten aus den Berufspraktika bedankte, die ihr vertiefte Einblicke in deren zukünftige berufliche Zusammenhänge eröffnet hätten.

Nachdem die Studierenden selbst mittels Foto-Präsentationen auf die gemeinsame Zeit zurückgeblickt hatten, richtete Birgit Reis, Abteilungsleiterin der beruflichen Schulen, den Blick nach vorn. So forderte sie die Erzieher und Heilerziehungspfleger auf: „Erheben Sie Ihren Blick, üben Sie nun den aufrechten Gang und bringen Sie sich mit dem, was Sie hier bei uns mitnehmen konnten, in die Praxis ein. Seien Sie sich Ihres eigenen Wertes bewusst und vertreten Sie selbstbewusst und kompetent  Ihren Platz in der Gesellschaft.“

An die Übergabe der Zeugnisse durch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling sowie die von Schwester Christiane im Namen des Vereins der Freunde und Förderer der Marienschule vorgenommenen Auszeichnungen schloss sich gemäß dem Motto der Veranstaltung Udo Lindenbergs Song ‚Hinterm Horizont geht’s weiter‘ an, der den gemeinsamen Ausklang des Festaktes markierte. (Ke)

  • Erzieher und HEP 13 HP III    Erzieher und HEP 13 HP IV 

Nachfolgend aufgeführte Studierende haben die Fachschule für Sozialpädagogik besucht und am 03.09.2013 ihre methodische Prüfung erfolgreich abgelegt. Sie dürfen nun die Berufsbezeichnung ‚Staatlich anerkannte Erzieherin/Staatlich anerkannter Erzieher‘ führen.

Klasse FO3 – Klassenleitung Frau Elisabeth Koop

Ina Acker, Montabaur; Alisa Arendt, Limburg-Staffel; Kristin Beysel, Diez; Ulrike Büdenbender, Hofheim am Taunus; Carina Diefenbach, Hadamar-Niederzeuzheim; Lisa Dills, Norken; Regina Günther, Dernbach; Julia Herborn, Obererbach; Ann Christin Jung, Oberelbert; Mandy Klose, Montabaur; Mariella Köhlert, Wiesbaden; Simone Kollang, Wiesbaden; Eva-Maria Kremer, Selters-Niederselters; Julia Krumm, Nomborn; Sarah Lauda, Neustadt/ Westerwald; Sarah Maier, Reckenroth; Annika Ortner, Aarbergen; Viviane-Julienne Petri, Dornburg; Sarah Quirmbach, Nentershausen; Larissa Schlegel, Elz; Lisa Schmitt, Fachbach; Kim Senger, Wiesbaden;  Michael Skotzke, Stebach;  Tobias Steffens, Lahnstein

In der Fachschule für Sozialwirtschaft – Schwerpunkt Heilerziehungspflege werden nach bestandener fachpraktischer Prüfung am 03.09.2013 folgende staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerinnen u. Heilerziehungspfleger verabschiedet:

Klasse HEP3 – Klassenleitung Herr Detlef Kraut

Anna Bicking, Kölbingen; Tanja Brodmann, Elz; Christian Eckardt, Beselich-Obertiefenbach; Sandra Galuschka, Selters-Niederselters; Myriam Mathilde Sophie Hagen, Limburg a. d. Lahn; Melina Schmidt, Weinbach-Elkershausen; Lina Walter, Heiligenroth; Patrick Zoth, Löhnberg-Niedershausen

Für besondere Leistungen wurden geehrt:

FO3:

Kristin Beysel (1,1)

Mariella Köhlert (1,2)

Viviane-Julienne Petri (1,2)

HEP:

Christian Eckardt (1,3)

Der berufliche Schulzweig der Marienschule war auch in diesem Jahr wieder auf dem Eppenau-Fest der Lebenshilfe Limburg vertreten. Kinderschminken stand auf dem Programm. Die SU1 (Sozialassistenz) bemalten Kinder „groß und klein“. Natürlich wurde vorher ein wenig ausprobiert und geübt, damit auch jede Maske gelang. Zusammen mit Frau Gugler und Frau Arnolds wurde es ein schöner Tag mit vielen bunten Gesichtern.

Eppenau Fest1

Regina Horn verwandelt ihren Bruder Michael in einen Löwen.

Egal ob Prinzessin oder Schmetterling, der Fantasie wurde keine Grenzen gesetzt.

Eppenau Fest2

Eppenau Fest3

Alisa Penner (SU1)

Absolventinnen der Fachschule für Sozialwirtschaft - Heilerziehungspflege zu ihrem Berufsverständnis und ihrer Ausbildung an der Marienschule.

Oft werden wir gefragt, was eigentlich das Wort „Heil“ im Wort Heilerziehungspflege bedeutet.
Unserer Meinung nach wird dies fachlich nur unzulänglich deutlich. Deshalb wollen wir aufgrund unserer eigenen Erfahrungen hierauf noch differenziertere Antworten geben.
Wir heilen keine Krankheiten und wir heilen auch keine Behinderungen, was Ärzte oder Gesundheits- und KrankenpflegerInnen vielleicht tun. Wir arbeiten an Beziehungen, fördern das Vertrauen der Menschen mit Behinderung ins Leben und in sich selbst.
Wir fördern die lebenspraktischen Fähigkeiten unserer Klienten und unterstützen sie, ihren Alltag selbst bestimmt zu gestalten.
In all dem übernehmen wir aber keine bevormundende Rolle, sondern sind Berater, Assistenten, Begleiter …

Um dies alles in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung aber effektiv anwenden zu können, braucht es eine gute Ausbildung.
Wir haben die Ausbildung an der Marienschule zur Heilerziehungspflegerin als sehr positiv erlebt.


Die Ausbildung ist:

– praxisnah
– abwechslungsreich
– Klassengemeinschaft fördernd
– fundiert
– mit einigen Praktika verbunden

Erika Ballach, Elisabeth Friedrich (Absolventinnen der Fachschule für Sozialwirtschaft – Heilerziehungspflege)