Miss Dooley ist seit etwa zwei Monaten an unserer Schule beschäftigt. Sie begleitet die Lehrer in den Unterricht oder hält einige Stunden selbst. Als Fremdsprachenassistentin versucht sie, Schwierigkeiten mit der englischen Sprache zu überbrücken und  Wege zur Verbesserung aufzuzeigen. Im Interview spricht sie über ihr bisheriges Leben, ihre Ziele und Wünsche sowie über ihren Eindruck von der Marienschule.

Niamh Dooley HP

Guten Tag Frau Dooley, schön dass Sie es einrichten konnten. Zu allererst würde ich Sie bitten, sich kurz vorzustellen.

Mein Name ist Niamh Dooley, ich komme aus Tullamore in Irland, das etwa halb so groß ist wie Limburg. Ich habe zwei ältere Brüder und eine jüngere Schwester. Mein Vater arbeitet als Schmied und meine Mutter ist Hausfrau. Meine Schulzeit verbrachte ich auf einer Schule, die gewisse Ähnlichkeiten mit der Marienschule hat, auch meine Schule wurde damals von Nonnen geleitet, allerdings ist sie mit 600 Schülern um einiges kleiner. Dort musste ich die grundlegenden Fächer Mathe, Englisch und Irisch belegen und wählte außerdem Kunst, Physik, Business und Geographie. Dann ging ich auf die National University of Ireland in Maynooth und studierte zwei Jahre lang Finanzen, Wirtschaftslehre und Germanistik. Nun bin ich hier an der Marienschule, was mein Praktikum darstellt. Ich unterrichte seit Anfang September bis und werde es bis Ende Mai 2014 tun. Wenn ich mein Jahr hier absolviert habe, gehe ich zurück nach Irland und studiere noch ein Jahr, damit ich hoffentlich meinen Bachelor bekomme. Wenn ich möchte, kann ich Lehrerin werden, dafür müsste ich noch ein weiteres Jahr studieren und könnte dann auf dem Level eines Gymnasiums unterrichten.

Warum kamen Sie ausgerechnet an die Marienschule?

Meine Organisation, die meinen Aufenthalt geplant hat, beschäftigt momentan etwa 120 Fremdsprachenassistenten in Deutschland. Alle werden an verschiedenen  Orten eingesetzt und ich nun mal in Limburg. Ich habe mich nicht direkt für die Marienschule entschieden, aber dafür,  nach Deutschland zu kommen. Es war mir auch nicht so wichtig, wo ich genau hinkomme, ich wollte Deutschland erleben, so wie es wirklich ist. Ich möchte die deutsche Kultur kennenlernen, seltsames deutsches Essen probieren und das deutsche Schulsystem verstehen. Das Schulsystem hier ist wirklich verwirrend, es ist sehr unterschiedlich zu  dem in Irland. Des Weiteren möchte ich meine Deutschkenntnisse verbessern, sodass ich am Ende die Sprache fließend beherrsche. Leider mache ich noch immer viele grammatikalische Fehler.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Deutschland und an der Marienschule und welche Unterschiede können Sie im Vergleich zu Ihrer Schule und Ihrer Heimat erkennen?

Die Schule ist im Vergleich zu meiner ist sehr unterschiedlich. Zwar sind beide katholische Institutionen, aber die Lehrer und die Schüler sind ganz anders. Die Schüler zum Beispiel können sich viel besser benehmen und sind sehr viel verantwortungsbewusster. Wenn ein Lehrer hier seiner Klasse eine Frage stellt, schießen alle Hände nach oben, um sie zu beantworten. Wenn in Irland ein Lehrer seiner Klasse eine Frage stellt, interessiert sich niemand wirklich dafür. Die Schüler in Deutschland wollen lernen und das merkt man ihnen an.

Die Lehrer an der Marienschule sind sehr freundlich, jeder hat mir dabei geholfen, mich zu integrieren. Die Einrichtung der Schule gefällt mir besonders gut, wir haben beispielsweise keine Mensa, in der warme Gerichte serviert werden. Alles erscheint hier ein bisschen größer und besser.

Deutschland an sich wirkt auf mich wie ein Märchen, die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern fasziniert mich. Das Klima hier ist auch unglaublich verschieden, das Wetter in Tullamore ist nämlich ziemlich nass, mir machte das aufgrund meines Asthmas ziemlich zu schaffen, ich konnte häufig nicht gut Luft holen und fühlte mich schlecht. Seitdem ich hier bin, ist mein Asthma verschwunden, weil es hier um einiges trockener ist.

Die Züge sind meistens pünktlich, die Menschen fahren hier wie Verrückte, ich fuhr auf der Autobahn und war total überrascht über die hohen Geschwindigkeiten. Das Essen hier ist seltsam, ich war mit einem Freund in Frankfurt und wir aßen Eier mit grüner Soße, Handkäse mit Musik und Fleischkäse. Wir haben vieles ausprobiert und es war wirklich lecker, aber auch sehr komisch.

Die deutschen Bürger scheinen außerdem sehr viel entspannter zu sein, vielleicht nur die Limburger, aber niemand hier wirkt gehetzt.

Was sind Ihre Ziele für Ihre Zeit in Deutschland?

Ich möchte mein Deutsch verbessern, möchte lernen, wie man ein guter Lehrer ist und wie man verschiedene Altersgruppen am besten unterrichtet. Ich möchte hier Englisch unterrichten und den deutschen Lebensstil kennenlernen und dabei eine Menge Spaß haben.

Was sind Ihre Wünsche für Ihre Zeit nach dem Praktikum?

Ich möchte meinen Abschluss machen, sodass ich den Bachelor of Art erwerben kann. Danach möchte ich Lehrerin für Wirtschaftslehre und Deutsch an einem Gymnasium in Irland  werden.

Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Kim Haney (Ke)

Die Mädchen-Tennismannschaft der Marienschule Limburg bei Regionalentscheid "Jugend trainiert für Olympia" erfolgreich.

Tennis

Nach ihrem Sieg beim Kreisentscheid in Hadamar wussten die Tennisspielerinnen der Marienschule auch beim Regionalentscheid in Wetzlar zu überzeugen.
Durch Siege gegen Herborn und Lauterbach qualifizierten sie sich für das Landesfinale in Offenbach im nächsten Jahr.
Für die Marienschule spielten (v.l.n.r.): Frederike Schmitz, Melia Oesterling, Sophie Weil, Nicole Oppitz, Elaine Breiter und Lisa Scherf.

(S. Mädrich)

Kreisentscheid Jungen WK IV (Jahrgänge 2002-2004)

Das Jungenteam der Marienschule erreicht einen hochverdienten 5. Platz!
2013Fussball
 
Hintere Reihe stehend: Philipp Rauch, Lenny Ax, Julian Hude, Calvin Schütz, Tobias Jung, Samuel Waibel.
Vordere Reihe kniend: Johann Geiberger, Vincent Supf, Leonardo Weiß, Johannes Brühl
 

Unsere jüngsten Schüler an der Marienschule haben sich bei ihrem ersten Turnier als sehr vielversprechende Fußballtalente mit großen Kämpferherzen präsentiert und als eine der jüngsten von zehn Mannschaften einen wirklichen guten 5. Platz belegt. Dabei erreichten sie gegen das starke Team des Gymnasiums Philippinum Weilburg ein Unentschieden (0:0), gewannen gegen die Sankt Blasius Schule Frickhofen mit 3:0 (Torschützen: Leonardo Weiß 2x, Samuel Waibel 1x) und mussten sich in dieser Gruppe lediglich der Gesamtschule Weilmünster geschlagen geben, die letztendlich auch das Turnier gewann. Nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses verpasste die Mannschaft der Marienschule das Spiel um Platz drei.

Doch die Zukunft gehört euch, Jungs! Super gekämpft! Super gespielt! Ein tolles Team! Im nächsten Jahr packen wir es wieder an!

(Birgid Sagmeister)

1700 Unterschriften gegen die geplante Verkehrsführung

Stadtverordnetenversammlung kippt Entscheidung - „Engagement lohnt sich!“

Es ist wieder alles offen, das Projekt „auf Null“, wie Stadtverordnetenvorsteher Rolf Dettmann gegenüber den Vertretern der Schulgemeinde der Marienschule erläuterte. Die intensiven Diskussionen, der Protest und die Sammlung von mehr als 1.700 Unterschriften gegen die geplante Verkehrsregelung haben sich gelohnt: Die Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, das Thema Grabenstraße/ Graupfortstraße neu zu diskutieren – unter intensivem Einbezug der Bevölkerung und somit auch der Marienschule.

7.30 Uhr-Schulbeginn.

Vor der Marienschule herrscht Chaos. Hupende Autos, ungeduldige Autofahrer und hektische Schüler und Schülerinnen, die versuchen, sich einen Weg zur Schule zu bahnen.

Diese Situation in der Graupfortstraße ist alltäglich und gefährlich, doch was wäre, wenn diese Straße sogar in beide Richtungen befahren werden würde?

Über diese Frage hatte die Stadtverordnetenversammlung im September abgestimmt. Mit einer knappen Mehrheit wurde diese neue Regelung zunächst beschlossen – mehr oder weniger zufällig, denn zehn Stadtverordnete fehlten an diesem Abend. Dieses Ergebnis stieß auf großen Widerspruch, sowohl innerhalb der Marienschule als auch bei Limburger Bürgern.

Daraufhin ergriff die Schulgemeinde die Initiative, indem sie Gespräche mit den Parteien führte, Unterschriften sammelte und den Verkehr zählte. So kamen über 1700 Unterschriften zusammen. Außerdem wurde ermittelt, dass in vier Stunden knapp 3000 Fahrzeuge die Graupfortstraße und die Grabenstraße zu den Hauptverkehrszeiten belasten. Darüber hinaus hat sich die Klasse 6b von Birgid Sagmeister Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrslage vor der Schule überlegt.

Aufgrund der intensiven Gespräche mit den Parteien, den kritischen Rückmeldungen aus der Bevölkerung, vor allem aber wegen des Widerspruchs des Bürgermeisters, kamen die Limburger Politiker zu dem Entschluss, das Projekt „auf Null“ zu setzen, so Stadtverordnetenvorsteher Rolf Dettmann.

Am Nachmittag des 7. Oktober trafen sich Schulleiterin Dr. Henrike Zilling, ihr Stellvertreter Dirk Fredl, der Schulelternbeiratsvorsitzender Friedemann Kühn, dessen Stellvertreterin Kristina Wollmann, das Schulsprecher-Team und Frederike Hermann aus der 6b mit Bürgermeister Martin Richard und dem Stadtverordnetenvorsteher Rolf Dettmann, um die gesammelten 1.700 Unterschriften zu übergeben. Bürgermeister und Stadtverordnetenvorsteher bedankten sich für den Einsatz der Marienschule und betonten, wie wichtig es sei, dass sich die Schulgemeinde für ihre Ziele stark mache, denn Engagement lohne sich, so Rolf Dettmann.

Unterschriftenuebergabe

Außerdem äußerte die Schulleitung die Bitte, Tempo-30-Verkehrsschilder aufzustellen. Auch auf diese Bitte ging der Bürgermeister ein, der versprach, diese schnellstmöglich aufstellen zu lassen. Dettmann regte zudem Geschwindigkeitskontrollen vor der Schule an.

Am Abend hatte dann die Stadtverordnetenversammlung endgültig über das Projekt zu entscheiden. Nachdem Dettmann von der Unterschriftenübergabe berichtet hatte, stimmten – mit einer Ausnahme – alle Stadtverordneten dafür, die geplante Regelung mit Gegenverkehr zu stoppen und die Beratungen neu zu beginnen. Deshalb wird am 19. November in der Limburger Stadthalle eine Bürgerversammlung stattfinden, zu der alle Interessierten willkommen sind und die die Schulgemeinde kritisch begleiten wird.

Über die Unterschriftenübergabe berichtet auch die Stadt Limburg unter http://www.limburg.de/index.php?object=tx|2212.1&ModID=7&FID=2212.1703.1&NavID=2212.58&La=1.

(Anna Feller, Lea Velthuysen, Foto: Stadt Limburg; Fd)

Schauspieler Tino Leo inszeniert die Nibelungensage für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I

Ein Klassiker wie das Nibelungenlied ist für Kinder und Jugendliche oft schwer verständlich und lässt sich schlecht lesen und verstehen. Um bei ihnen den Spaß und die Neugier an solchen Werken zu wecken, bietet Schauspieler Tino Leo das Ein-Personen-Stück „Die Nibelungensage in 45 Minuten“ an. Dabei wechselt er von Rolle zu Rolle, während er die verschiedenen Figuren auf große weiße Blätter hinter sich zeichnet, damit der Zuschauer den Handlungssträngen sowie den verschiedenen Eigenschaften der Charaktere folgen kann. Entstanden ist ein Stück, das leicht verständlich und unterhaltsam ist und in modifizierter Form gleichzeitig die Hauptinhalte des Klassikers wiedergibt. In den Genuss dieser interessanten Aufbereitung des mittelalterlichen Stoffes kamen in der vergangenen Woche auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I in der Aula der Marienschule.

Aufgezogen wie eine TV-Show geben Moderatoren und Reporter das Leben von Siegfried, dem Helden des Stückes, wieder. Siegfried ist zu Beginn ein verwöhntes und freches Kind, dessen Vater von ihm verlangt, er solle etwas Nützliches aus seinem Leben machen und ihn deshalb in die Lehre zu einem Schmied schickt. Dieser möchte den faulen Jungen allerdings so schnell wie möglich loswerden und schenkt ihm sein eigenes Schwert, damit er Drachen bekämpfen kann. Siegfried kann es nicht abwarten, sich mit dem Ungeheuer zu duellieren. Und tatsächlich kann er das Monster bezwingen und es erlegen. Da Drachenblut unverwundbar macht, badet er darin – allerdings ohne das Blatt, das auf seinen Rücken geweht ist, zu entfernen.

Nach dem Bad bricht Siegfried auf ins Nibelungenland, in dem er auf die Brüder Nibelung und Schibelung trifft, die sich um das Erbe des Nibelungenschatzes streiten. Drachenbezwinger Siegfried möchte den Schatz gerecht unter den beiden aufteilen, doch die Brüder sind unzufrieden und bringen sich gegenseitig im Kampf um. Damit wird Siegfried zum König von Nibelungenland und der Zwerg Alberich, der davon ausgeht, Siegfried würde ihn töten, schenkt ihm zum Dank für seine Verschonung eine Tarnkappe.

Nachdem der Held nun reich und unbesiegbar ist, möchte er die schöne Prinzessin Kriemhild von Burgundenland heiraten. Ihr Bruder Günther möchte Brunhild, eine kämpferische Schönheit heiraten. Siegfried willigt ein, Günther zu helfen, sie zu erobern, wenn er dafür Kriemhild heiraten darf.

Um Brunhild zu erobern, muss man sie in einem sportlichen Wettkampf schlagen, der durch Speerwerfen und Weitsprung entschieden wird. Da Siegfried die Tarnkappe besitzt, manipuliert er unsichtbar den Wettbewerb, so dass Brunhild Günther nun zum Mann nehmen muss.

Sieben Jahre vergehen, in denen Kriemhild und Siegfried glücklich im Nibelungenland leben und eine Familie gründen. Brunhild hingegen ist sehr unglücklich in ihrer Ehe und ihr kommt die Idee, Siegfried und seine Familie einzuladen. Kriemhild und Brunhild fangen allerdings an zu streiten, wobei sich Kriemhild verplappert und der anderen Frau den Ring und Gürtel zeigt, den sie damals bei einem Kampf mit ihrem Ehemann verloren hat. Brunhild wird misstrauisch und kommt dahinter, was damals wirklich passierte. Da sie auf Rache sinnt, möchte sie Siegfried töten und bittet Hagen, einen Freund von ihr, um Hilfe. Dieser bringt Siegfrieds Gattin durch eine List dazu, ihm zu  verraten, an welcher Stelle er verwundbar ist.

Hagen stellt Siegfried daraufhin eine Falle und simuliert einen Krieg, in dem er kämpfen muss. Nach dem Kampf veranstalten einige Männer einen Wettkampf und als der Held als erstes das Ziel erreicht, sticht Hagen ihm ein Messer in den Rücken. Siegfried ist tot und Brunhild hat ihr Ziel erreicht, doch nun sinnt auch Kriemhild auf Rache.

An dieser Stelle friert das Bühnenbild ein und das Stück ist vorbei. Das offene Ende soll „Appetit auf mehr machen“ und zum Nachdenken anregen. Die jugendlichen Zuschauer nutzten die sich bietende Möglichkeit, mit dem Schauspieler zu diskutieren sowie Fragen zu stellen oder Kritik zu äußern. Tino Leo spielt das Stück schon seit Sommer 2011 und hatte bisher etwa 80 bis 100 Auftritte. Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich neben dem Nibelungenstoff auch für sein Leben als Schauspieler und seine bisherige Karriere. Umgekehrt zeigte auch Leo sich interessiert an der ehrlichen Meinung der anwesenden Schülerinnen und Schüler.Hier zeigte sich, dass die Inszenierung die Neugier vieler Schüler geweckt hatte und Tino Leo dadurch sein Ziel, das Interesse der Schüler für den mittelalterlichen Stoff zu steigern, in jedem Falle erreicht hat.   (Kim Haney /Ke)

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