Sie gehört schon seit vielen Jahren zur Limburger Vorweihnachtszeit dazu - die traditionelle Martinsaktion der Marienschule. Mehr als eine halbe Million Euro wurde durch die Spendensammlung in den vergangenen Jahren eingenommen, mit dem die Schulgemeinde soziale Projekte unterstützte. Trotz der Corona-Pandemie soll die 49. Martinsaktion nicht ausfallen, sondern in anderer Form stattfinden.


Katherine Kindergarten GrundschuleDer Katherine Kindergarten und die zugehörige Grundschule in Yercaud, Indien.

Auch in dieser Zeit kann sich engagiert und anderen geholfen werden. Deshalb haben sich alle Klassen der Marienschule ein eigenes Projekt überlegt, wie sie etwas Gutes tun und Freude schenken können. So wurden liebevoll gestaltete Adventskalender, Basteleien, Grußkarten und vieles mehr verschenkt und bestimmt in viele Gesichter ein Lächeln gezaubert.
Neben den guten Taten möchte die Marienschule auch in diesem Jahr ein Projekt der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Yercaud, im Süden von Indien, finanziell unterstützen. In der indischen Region möchten die Schwestern unter den Kaffeebauern ein Bewusstsein für die Bedeutung von Bildung, Hygiene, Gleichberechtigung der Geschlechter und natürliche Familienplanung, schaffen. Es sollen Bildungsmöglichkeiten für Kinder durch die Leitung von Kindergarten- und Vorschulklassen sowie die Bereitstellung von Abendunterricht erweitert werden.
Der Katherine Kindergarten und die zugehörige Grundschule verfolgen bereits diese Ziele, benötigen aber finanzielle Unterstützung. Um 22 Kindergarten- und 28 Schulkinder für ein Jahr zu betreuen und zu unterrichten, werden dort umgerechnet ca. 11.000€ benötigt. Deshalb geht der komplette Erlös der Martinsaktion 2020 an dieses Projekt, sodass vielen Kindern eine hoffnungsvollere Zukunft ermöglicht werden kann.
Aufgrund der besonderen Umstände kann die Marienschule in diesem Jahr leider keinen Verkaufstand zur Spendensammlung betreiben. Die Spenden können entweder in der Schule abgegeben oder auf das folgende Spendenkonto überwiesen werden: Generalat der Arme Dienstmägde Jesu Christi; Westerwald Bank eG; IBAN: DE81573918000015570016; BIC: GENODE51WW1; Verwendungszweck „Martinsspende für Yercaud“.


An der Marienschule werden Gymnasiallehrkräfte mit den folgenden Fächern gesucht:

  • Mathe
  • Physik
  • Sport

Wenn Sie in einem der oben genannten Fächer das Erste und Zweite Staatsexamen (L3, entspricht Sekundarstufe I und II) absolviert haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

Ihre Ansprechpartnerin:

Nicole Scharbach
Stellv. Schulleiterin
06431/201-250
scharbach.n@marienschule-limburg.de

 


Im Deutschunterricht hat die Klasse 9c gemeinsam mit ihrem Lehrer Bastian Hoffmann Fred von Hoerschelmanns „Das Schiff Esperanza“ gelesen. Zentrales Thema in dem Drama ist die Flucht in ein besseres Leben. Um eine Verbindung zu den Menschen zu schaffen, die auch heute vor Krieg, Gewalt und Armut fliehen, hat der 23-jährige Ezedin den Marienschülerinnen von seinem Leben und seiner Flucht aus Eritrea berichtet.

Flucht Eritrea 2020
Es herrschte eine gespannte Stille in der Aula der Marienschule, als Ezedin den Schülerinnen der 9c von seiner Flucht aus Eritrea berichtete. Er absolviert heute eine Ausbildung zum Informatiker in Frankfurt und hat sich gemeinsam mit Sonja Peichl vom Helferkreis Flüchtlingshilfe aus Elz Zeit genommen, um den Schülerinnen einen Einblick in seine Lebensgeschichte zu geben.

Vor sieben Jahren ist Ezedin nach einem beschwerlichen und gefährlichen Weg in Deutschland angekommen. Gemeinsam mit seiner Mutter und seinen drei kleinen Schwestern hat er sich 2013 auf den Weg gemacht, um Eritrea zu verlassen. Gründe für die Flucht der Familie seien vor allem die politisch-wirtschaftliche und soziale Situation in ihrem Heimatland gewesen. Kurz bevor die Lage dort eskalierte, flohen sie auf der Suche nach einem besseren Leben ohne Krieg und Gewalt. „Wir sind zwölf Tage mit 28 Menschen zusammen auf einem völlig überladenen Jeep durch die Wüste im Sudan gefahren.“, so Ezedin. „Ich hatte Angst zu sterben aber gleichzeitig auch die Hoffnung auf ein besseres Leben.“ Er erzählt vom furchtbarem Durst bei über 50°C, dem hohen Preis für den Transport seiner Familie und dem Tod von drei Menschen während der Fahrt durch die Sahara, die von den Schleppern einfach zurückgelassen. „Als wir in Libyen angekommen sind, wurden wir ausgeraubt und mehrere Tage in einer kleinen Wohnung festgehalten, dann ging es weiter nach Bengasi.“ Von dort wurde die Familie in einem völlig überladenen Boot zusammen mit 180 weiteren Menschen nach Italien gebracht. Während der gefährlichen Fahrt über das Mittelmeer sei seine Angst am größten gewesen. „Als einziger Mann der Familie hatte ich die Verantwortung für meine Mutter und meine kleinen Geschwister und wollte ihnen Sicherheit geben.“ In Italien angekommen flüchtete die Familie nach Deutschland und strandete am Frankfurter Hauptbahnhof, ohne zu wissen, wo sie sich überhaupt waren. Kurze Zeit später kam Ezedin mit seiner Familie in Weilburg an, besuchte die Schule und machte dort nach nur einem halben Jahr seinen Schulabschluss. „Ohne die Hilfe vieler Ehrenamtlicher in Deutschland hätte ich das neue Leben in der fremden Kultur nicht geschafft.“ Nach vielen Fragen, die Ezedin beantwortete, ermutigte Sonja Peichl die Schülerinnen, jeden ganz im christlichen Sinne als „Mensch“ zu behandeln und dort zu helfen, wo Not am Mann ist.

Bastian Hoffmann zeigte sich abschließend sehr zufrieden mit dem Projekt. „Literatur bekommt immer dann eine besondere Bedeutung, wenn bei Schülerinnen und Schülern durch aktuelle Bezüge Interesse geweckt wird. Durch das Gespräch mit Ezedin wurde das Fluchtmotiv aus dem Drama in die Gegenwart und damit auch in die Erfahrungswelt der Schülerinnen geholt. So kann eine wirklich vertiefte Auseinandersetzung mit dem Text und den enthaltenen Motiven erfolgen.“

(Text: Melania Egiazarjan und Kira Meilinger | HF)


Nach fast vierzehn Jahren gibt es nun in der Arbeitsbibliothek und der Schülerbücherei der Marienschule eine personelle Veränderung.


Rosbach 2020Kaiser 2020 1
Meine Kollegin Anja Kaiser hat vor den Sommerferien ihren Arbeitsplatz innerhalb der Marienschule gewechselt und arbeitet nun an der Seite von Frau Foitzik und Frau Simon im Sekretariat.
Ich dagegen werde die Marienschule zum 1. Okober 2020 verlassen.

Nachdem wir beide Anfang 2007 als Unterstützung für Frau Zimmer in der Arbeitsbibliothek unseren Dienst begannen, hat sich viel verändert: die Bibliothek beteiligt sich seitdem am Tag der offenen Tür, wechselte ihren Standort – vom heutigen ins damalige Lehrerzimmer – , die Schülerbücherei kam hinzu, 2016 finanzierte der Förderverein eine neue Einrichtung, Bibliotheksführungen für die 5. Klassen werden durchgeführt und Lesescouts beteiligen sich fleißig daran, Schülerinnen und Schüler für das Lesen zu begeistern, um nur einige Aktivitäten zu nennen.

Die vergangenen Jahre haben viel Freude bereitet! Nun übergeben wir „unsere“ Arbeitsbibliothek und Schülerbücherei der Marienschule an Theresa Walderdorff und wünschen ihr ebenso viel Freude an der Arbeit dort.

Alles Gute für Sie, liebe Frau Walderdorff! Der Lehrerschaft danken wir für die Zusammenarbeit! Liebe Schülerinnen und Schüler: macht’s gut und bleibt der Bibliothek treu!

(Text: Britta Rosbach)


Walderdorff 2020 neu

Frau Rosbach hat über viele Jahre eine besondere Schulbibliothek aufgebaut. Ich freue mich sehr diese schöne Aufgabe an der Marienschule zu übernehmen und Euch persönlich kennen zu lernen, wenn Ihr in den Pausen, den Freistunden oder nach der Schule hier in der Bibliothek vorbeikommt!

Gerne helfe ich geeignete Literatur für eure Referate, Präsentationen und Hausaufgaben zu finden und stelle euch die neuesten Kinder – und Jugendbücher vor.


Am 23.09.2020 haben Frau Rosbach und ich die Buchhandlung Schäfer besucht und wir haben für Euch neuen Lesestoff ausgesucht.

Lesestoff 2020
Damit für jeden von Euch passende Lektüre auf Lager ist, haben wir ein breites Spektrum an Literatur für die jüngeren und älteren Leser zusammengestellt, sowie verschiedenste Themen abgedeckt. Monja Schäfer, die Inhaberin der Buchhandlung beriet uns bei der Auswahl und wir konnten einige Bücher aus Eurer Wunschliste einkaufen. Zudem wurde die Freizeitliteratur für die Oberstufe aufgestockt.

Unser Dank geht an den Förderverein, der uns durch die großzügige Unterstützung diese Neuanschaffungen wieder ermöglicht hat.

Ich freue mich auf Euer Kommen!

Eure / Ihre
Theresa Walderdorff


Zeitlicher Rahmen: dienstags, 7./8. Stunde; zwei Probewochenenden und Aufführungen gegen Ende des Schuljahres
Start: 20. Oktober 2020
Ort: Aula, bei gutem Wetter ggf. draußen
Teilnehmer*innen: Klasse 8 – Q3 (max. 15 Teilnehmer*innen)

In diesem Schuljahr wird die Theater-AG im Rahmen einer Theaterwerkstatt stattfinden. Gemeinsam entwickelt die Gruppe unter Leitung der Theaterpädagogin Cara Basquitt ein eigenes Stück, das – sollte es die Corona-Pandemie zulassen – am Ende des Schuljahres aufgeführt werden wird. Wann, wo und wie bleibt erst einmal völlig offen.

Die Theaterwerkstatt ist flexibel und passt sich der aktuellen Situation an. Vielleicht bedeutet dies, dass es im nächsten Jahr keine klassischen Aufführungen in der Aula, sondern ein Stationentheater im Garten geben wird… oder eine Inszenierung per Live-Stream… Wir lassen uns überraschen.

Theaterspielen kontaktfrei und mit zwei Meter Abstand? Die Theater-AG stellt sich der Herausforderung und macht dabei die aktuelle Situation zum Gegenstand ihres Stückes. Wie kann man aus der Ferne Nähe zeigen? Gibt es einen Unterschied zwischen physischer und sozialer Distanz? Was machen diese besonderen Zeiten mit uns und der Gesellschaft, in der wir leben? Was sind meine Wünsche für die Zukunft? Mit diesen und noch vielen weiteren Fragen wird sich die Theater-AG künstlerisch auseinandersetzen.

Die Theater-AG findet nach den aktuell gültigen Abstands- und Hygieneregeln statt.

Anmeldungen mit Angabe des Vor- und Nachnamens sowie der Klassenstufe bzw. der Kursnummer bitte bis spätestens 19. Oktober 2020 an: theater@marienschule-limburg.de