Am Mittwoch, den 28. November 2018, waren die Lesescouts bei der Buchhandlung Schäfer in Limburg zu Besuch.

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Frau Schäfer nahm sich die Zeit, den Mädchen und Jungen einige Neuerscheinungen vorzustellen.

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Anschließend konnten die Lesescouts vom Etat, den der Förderverein der Schülerbücherei jährlich zur Verfügung stellt, und den Spenden vom Bücherflohmarkt am Tag der offenen Tür eine ganze Anzahl interessanter und aktueller Bücher aussuchen und kaufen.

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Wir freuen uns, Euch noch vor den Weihnachtsferien eine Menge neuen Lesestoff zur Verfügung zu stellen. Kommt vorbei und schaut Euch um!

(Text und Fotos: Britta Rosbach)

Nach 19 Jahren an der Marienschule haben Schulträger, Schulleitung und schulische Gremien Dirk Fredl im Kreis seiner engsten Mitarbeiter verabschiedet. Der bisherige stellvertretende Schulleiter wechselt zum 1. Januar 2019 ans Staatliche Schulamt nach Weilburg, wo er als schulfachlicher Dezernent unter anderem für die Schulaufsicht der Gymnasien zuständig sein wird. Die St. Hildegard-Schulgesellschaft als Trägerin der Marienschule wird die Stellvertreterstelle zum 1. August 2019 neu ausschreiben, bis dahin übernimmt Studienleiter Philipp Naumann kommissarisch die Aufgaben.

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Ralf Machnik, Pädagogischer Leiter der St. Hildegard Schulgesellschaft, würdigte die Leistungen des Studiendirektors, der nicht nur ein hervorragender Lehrer, sondern auch eine sehr engagierte Führungspersönlichkeit gewesen sei: „Dirk Fredl hat durch Strategie, Überzeugungskraft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Überblick, Tatkraft und einer großartigen Vernetzung stets die Marienschule positiv vertreten.“ Der pädagogische Leiter erinnerte auch an mehr als 30 Podiumsdiskussionen mit Spitzenvertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die Fredl organisiert habe. Man könne dem Staatlichen Schulamt zum Gewinn einer sehr geschätzten Persönlichkeit nur gratulieren, so Machnik.

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Geschäftsführer Stephan Behr dankte dem stellvertretenden Schulleiter für seine vielen Verdienste und Anstrengungen und ergänzte, dass es an der Marienschule viele Dinge gebe, die an den Studiendirektor erinnerten – insbesondere hinsichtlich der von ihm initiierten Bauprojekte. 19 Jahre habe Dirk Fredl als Deutsch- und Politiklehrer an der Schule unterrichtet, 12 Jahre sei er in unterschiedlichen Leitungsfunktionen tätig gewesen, unter anderem als Oberstufenleiter und als kommissarischer Schulleiter. Schulleiterin Dr. Henrike Zilling verabschiedete ihren Stellvertreter in Gedichtform. In einem „Elfchen“ hatte sie die Eigenschaften und Fähigkeiten des „Schulmanagers der Extraklasse“ aufbereitet und dankte Fredl damit für die vergangenen Dienstjahre, in denen sie exzellent zusammengearbeitet hätten. Zu den Laudatoren gehörten ebenfalls die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Maria Möller, sowie die Schulelternbeiratsvorsitzende Dr. Adelheid Rauch. Begonnen hatte die Verabschiedungsfeier mit Liedern, die der Unter- und Mittelstufenchor unter Leitung von Carola Opitz in der Kapelle der Marienschule vortrug.

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Dort verabschiedete sich auch Dirk Fredl von seinen engsten Mitarbeitern, deren tatkräftige Unterstützung und freundschaftliche Begleitung er als einen Höhepunkt seiner Arbeit an der Limburger Marienschule bezeichnete. Vom ganzen Kollegium und allen Mitarbeitern der Marienschule wird sich der scheidende Stellvertreter auf eigenen Wunsch im Rahmen des traditionellen vorweihnachtlichen Beisammenseins verabschieden.


Über die Verabschiedungsfeier berichtet ausführlich Franziska Seitz:

Am 3. Dezember 2018 haben die St. Hildegard-Schulgesellschaft und die Schulleitung den langjährigen stellvertretenden Schulleiter der Limburger Marienschule verabschiedet. Viele Kollegen und Mitarbeiter dankten ihm zu diesem Anlass herzlich und wünschten Ihm viel Erfolg auf seinem neuen Berufsweg. Dirk Fredl wird ab Januar 2019 unter anderem die gymnasiale Schulaufsicht im Staatlichen Schulamt in Weilburg übernehmen.


Zum Auftakt der Veranstaltung eröffnete der Unter- und Mittelstufenchor unter der Leitung von Carola Opitz einen kleinen Festakt in der Kapelle der Marienschule. Schon die Gesangsbeiträge verdeutlichten den Anlass der Zusammenkunft. So begeisterte schon die erste Darbietung des Chores mit „Möge die Straße uns zusammenführen“ die Gäste.

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Anschließend begrüßte auch der Geschäftsführer der St. Hildegard Schulgesellschaft, Stephan Behr, die Anwesenden. Er begann mit einem besinnlichen Text, der auf die Wichtigkeit der Individualität hinwies. So habe auch Dirk Fredl seine individuelle Entscheidung getroffen und sei dem Ruf gefolgt, eine Bewerbung für das staatliche Schulamt zu schreiben. Zwar trennten sich nun die gemeinsamen Wege, nichtsdestotrotz, gebe es immer Dinge, die an den scheidenden stellvertretenden Schulleiter erinnerten. So sei er ihm sehr dankbar für die vielen initiierten Bauprojekte, die Dirk Fredl eingeleitet habe. Stephan Behr dankte ihm vielmals für seine vielen Verdienste und Anstrengungen und überrichte ihm als Andenken eine große Luftaufnahme Limburgs mit Abbildungen von Dom und Marienschule.

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Daraufhin übernahm Dirk Fredl selbst das Wort. So begann er zunächst von seiner Zeit als Tilemannschüler zu berichten. Er selbst habe als damaliger Schulsprecher einige Vorurteile gegenüber der Marienschule gehabt. Ähnlich sei es auch gewesen, als er 1999 nach seinem Studium in Gießen sein Referendariat in Deutsch sowie Politik und Wirtschaft habe beginnen sollen. Ihm sei schnell klar gewesen: „Überall, nur nicht an der Marienschule!“ Doch es sollte anders kommen. So wurde Dirk Fredl am 1. November 1999 noch von der damaligen Schulleiterin Schwester Christiane begrüßt, die sein verzerrtes Meinungsbild sofort ändern konnte. Dirk Fredl lernte die Marienschule, die Kollegen und Schüler schnell kennen und war begeistert.

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Dies wurde auch in seinen anschließenden Dienstjahren deutlich. So war Dirk Fredl schon vor seiner Tätigkeit als stellvertretender Schulleiter als Vertrauenslehrer und Oberstufenleiter tätig. Auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat er über 16 Jahre hinweg durchgehend geleitet. Darüber hinaus war er neben seiner Tätigkeit als Lehrer nicht nur an der Marienschule, sondern auch im Hessischen Kultusministerium sowie im Staatlichen Schulamt in Weilburg für die Pressearbeit zuständig. Nach so vielen Jahren an der Marienschule habe er als Lehrer so einiges erlebt und als Schulleitungsmitglied viele Projekte anstoßen können. So war er nicht nur der Initiator für eine neue Sporthalle, einen Kunstrasenplatz, ein LAN-Netzwerk sowie für eine neue Ausstattung im Gartenhaus, er hat ebenfalls viele Projekte wie die Präsentationswoche oder den Kurs „Basics in Business“ an der Marienschule eingeführt und etabliert. Weiterhin hat er über 30 Podiumsdiskussionen zusammen mit seinen Politik und Wirtschafts-Kursen gestaltet. Neben Politikern wie dem hessischen Kultusminister Ralph Alexander Lorz, Unionsfraktionschef Volker Kauder oder Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, waren auch der heutige Vize-Kanzler Olaf Scholz, der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch oder der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert in der Marienschule. Weiterhin habe er im Gegenzug zusammen mit seinen Kursen Volker Kauder sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin besucht. Doch alle diese Projekte sind nur symbolhaft für das großartige Engagement von Dirk Fredl, welcher die Marienschule nun für 19 Jahre stark geprägt hat. Er selbst dankte allerdings vor allem den Menschen, welche ihn seit vielen Jahren auf seinem Weg begleiteten.

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Nach den Worten von Dirk Fredl ging es anschließend für die Gäste weiter zu einem Sektempfang im Domhotel. Dort begann der pädagogische Leiter der Schulgesellschaft, Ralf Machnik, mit einer Danksagung an den scheidenden Mitarbeiter, der der Marienschule als Oberstufenleiter, kommissarischer Schulleiter und Stellvertreter gedient hatte. Er erläuterte den Werdegang von Dirk Fredl und dankte Ihm ebenfalls für die vielen geleiteten und angestoßenen Projekte, die die Marienschule sehr bereichert hätten. So sei Dirk Fredl nicht nur ein hervorragender Lehrer, Schulleiter und Journalist gewesen, sondern auch eine engagierte Führungspersönlichkeit. Er habe stets durch Strategie, Überzeugungskraft, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein, aber auch mit Überblick, Tatenkraft und einer großartigen Vernetzung die Marienschule vertreten. Herr Machnik gratulierte somit dem Schulamt in Weilburg zum Gewinn einer sehr geschätzten Persönlichkeit und wünschte auch Dirk Fredl persönlich alles Gute.

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Anschließend ergriff Schulleiterin Dr. Henrike Zilling das Wort. Sie verabschiedete ihren Stellvertreter mit einem „Elfchen“, einer Gedichtform, die den Deutschlehrer sichtlich erstaunte und erheiterte. In diesem Gedicht stellte die Schulleiterin die Eigenschaften und Fähigkeiten des Kollegen ausführlich dar und dankte ihm für die vergangenen Dienstjahre, die sie zusammen gearbeitet haben. So gab es neben einigen Diskussionen umso mehr Momente, in denen man zusammen gelacht habe. Auch sie überreichte ihrem Kollegen zusammen mit einigen Lehrkräften ein Geschenk, um die Versorgung des stellvertretenden Schulleiters in seinem neuen Büro sicherzustellen.
Daran anschließend bedankte sich ebenfalls Maria Möller als Vorsitzende der Mitarbeitervertretung mit passenden Goethe-Zitaten von ihrem langjährigen Vorgesetzten, mit dem sie 19 Jahre lang zusammengearbeitet hat.
Die abschließende Rede an diesem Nachmittag kam von der Schulelternbeiratvorsitzenden Dr. Adelheid Rauch. Sie begann ihre Rede passen mit einem bekannten Zitat von Albert Einstein, der einst behauptete, dass Abschiede Tore in neue Welten seien. So resümierte auch sie zunächst die vergangenen Jahre und sagte, dass sie sich eine Marienschule ohne Dirk Fredl gar nicht vorstellen könne. Sie gab aber auch einen Ausblick auf die neuen Tätigkeiten des stellvertretenden Schulleiters und nahm Bezug auf das hessische Schulgesetz. So gesehen, habe er sich einen guten Job ausgesucht, da dieser im Gegensatz zu einem Schulleiter zumindest vom Wortlaut des Gesetzes weniger Aufgaben mit sich bringen würde. Diese Bemerkung sorgte für mancherlei Lacher bei den Gästen. Trotzdem sei sie sich sicher, dass Dirk Fredl seine Aufgaben in der Qualitätsentwicklung der Schulen sehr ernst und leistungsorientiert angehen werde, da er auch stet für die Marienschule sein Bestes gab, so Dr. Rauch.

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Nach dieser abschließenden Rede kam es anschließend zur Verköstigung der Gäste, wobei ebenfalls Gelegenheit war, noch einmal vergangene Geschichten zu erzählen und über die Zukunft zu sprechen.

Weitere Bilder der Verabschiedung finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Franziska Seitz, Fotos: MM/NH)

Am vergangenen Freitag besuchte der Kardinal und Weihbischof von El Salvador, Jose Gregoria Rosa Chavez, die Marienschule in Limburg. Im Rahmen der Aktion „Adveniat“, die seit mehr als 50 Jahren in der Weihnachtszeit Spenden für lateinamerikanische Länder sammelt und mit Gästen aus diesen Ländern verschiedene Institutionen besucht, war Kardinal Chavez, der ein Weggefährte Oskar Romeros war, zu Gast in Limburg.

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Oskar Romero wurde als der erste Heilige El Salvadors im Oktober diesen Jahres gemeinsam mit der Ordensgründerin Katharina Kaspar heiliggesprochen. Da über den Propheten und Unterstützer der Armen in Deutschland jedoch wenig bekannt ist, nutzte Kardinal Chavez die Gelegenheit, den Schülerinnen und Schülern über Romero zu berichten, dessen Lebensinhalt darin bestand, sich um die Armen und Hilfsbedürftigen zu kümmern. Kardinal Rose Chavez habe es sich als Lebensaufgabe auferlegt, diesen Weg fortzusetzen.

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Besonders sei Romero auf Familien eingegangen, die Kinder im Bürgerkrieg El Salvadors verloren oder vermisste Kinder haben. Da er immer wieder auf die bestehenden sozialen Probleme dieses Landes aufmerksam gemacht habe, sei er von der Regierung, die diese Missstände verleugne, sehr verhasst gewesen. Somit sei es ein noch viel größerer Erfolg, dass dieser Prophet nun als Heiliger bezeichnet werde. In der problematischen politischen Situation dieses Landes habe Romero einen „Hirten“ für die Menschen dargestellt und sei der Hoffnungsträger der Armen gewesen, dessen Ziel die Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung gewesen sei.

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Auf Nachfragen der interessierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, berichtete Kardinal Chavez sehr ausführlich über die Problematik der kriminellen Jugendbanden in El Salvador. Im Religionsunterricht hatte sich die Klasse 9f schon ausführlich mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Der Kardinal berichtete von egoistisch lebenden Jugendlichen, die schon früh in Kontakt mit Jugendbanden kommen würden. Diese Entwicklung sei durch die immer stärker werdende Kluft von Arm und Reich in El Salvador begründet.

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Chavez plädierte für eine bessere Schulbildung, um Jugendlichen eine aussichtsreichere Zukunft zu ermöglichen und dadurch schon den Eintritt in die gefährlichen Jugendbanden präventiv verhindern zu können. „Für diese Zukunft habe Romero den Grundstein gelegt, den wir nun fortführen müssen“, so Chavez. Zum Ende der Veranstaltung ging der Kardinal auf die Rolle des Heiligen als Prophet ein. Ein Prophet könne die Meinung der Gesellschaft positiv beeinflussen und würde den Willen Gottes als Botschafter kommunizieren. Er forderte die anwesende Schülerschaft dazu auf, selbst zu „Gottes Händen“ zu werden und prophetisches Denken zu vermitteln, um die Situation unserer Gesellschaft ins Positive zu verändern.

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Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert über den Besuch des Kardinal Chavez‘ und seine Berichte über Oskar Romero. „Ich werde bei der Weihnachtskollekte Geld für die lateinamerikanischen Länder spenden, damit sich die Lebensumstände, wie die in El Salvador verbessern“, so eine Schülerin.

(Bericht: Maria Förger, Fotos: MM)

Beim Heilerziehungspflegetag für die beruflichen Klassen der Marienschule stellten VertreterInnen aus der Praxis ihre Arbeitsfelder vor.

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Diese waren vielfältig: Die Arbeit mit Kindern in der Integrativen Kita Altendiez sowie Kindern und Jugendlichen in der Förderschule in Wirges war vertreten. Auch die Tätigkeit in Wohnheimen für Erwachsene mit geistiger Beeinträchtigung wie dem Alfred-Delp-Haus in Oberursel oder der Lebenshilfe Limburg/Diez wurde vorgestellt. Das Konrad-von-Preysing-Haus in Frankfurt bietet darüber hinaus auch eine Betreuung in selbst gemieteten Wohnungen an. Ein weiterer Bereich waren die begleitenden psychiatrischen Dienste von Vitos Weil Lahn in Hadamarfür Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen. Herr Schneider vom Reha-Team Aartal stellte medizinische Hilfsmittel wie Rollstühle vor, die man auch ausprobieren konnte.

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Gemeinsam war den ReferentInnen die Begeisterung für ihren Beruf, die Freude an dieser abwechslungsreichen Arbeit in den unterschiedlichsten Arbeitsgebieten mit Jung und Alt und den bereichernden menschlichen Begegnungen, die sie ermöglicht. Wie Frau Callies formulierte, die übrigens ihre Ausbildung zur Sozialassistentin und zur Erzieherin an der Marienschule absolvierte: „In den letzten 18 Jahren hat es keinen Tag gegeben, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen wäre.“

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Auch die Arbeit mit Angehörigen als rechtliche Betreuer, z.B. in Angehörigenbeiräten, gehört in Caritaseinrichtungen dazu, wie Frau Rössel-Drath, die Moderatorin des Tages vom Diözesancaritasverband Limburg, betonte.

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Belastungen entstehen allerdings durch Personalknappheit. Heilerziehungspfleger werden also dringend gebraucht.

(Bericht: KD, Fotos: MM)

Für ihr Engagement im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld und bei der Digitalisierung ist die Limburger Marienschule im Hessischen Landtag gleich zweifach ausgezeichnet worden: Das Gymnasium wurde bei einer Feierstunde unter Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Lorz sowohl als „MINT-freundliche Schule“ als auch als „Digitale Schule“ geehrt. Somit haben naturwissenschaftlich bzw. technisch interessierte Schülerinnen und Schüler ab sofort noch mehr Möglichkeiten, ihre Interessen in diesen Bereichen zu vertiefen, aber auch alle anderen profitieren von den entsprechenden Programmen der Privatschule.

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„Die Auszeichnung als MINT-freundliche Schule ist einerseits eine Anerkennung unserer intensiven und vielfältigen Arbeit in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, erläuterte die zuständige Fachbereichsleiterin Simone Jung. Andererseits biete sie die Chance, diesen zukunftsorientierten Schwerpunkt weiter auszubauen und entsprechende Kontakte zu knüpfen: „Wir haben so noch mehr Möglichkeiten auf Kooperationen mit Universitäten und deren Professoren, was für unsere Schülerinnen und Schüler exzellente Kontaktmöglichkeiten bedeutet“, sagte Jung. Bereits heute belegten Marienschüler bei landes- und bundesweiten naturwissenschaftlichen Wettbewerben immer wieder erste Plätze. „Diese Begeisterung wollen wir nutzen und die Talente und Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler durch die Unterstützung, die wir ab sofort erhalten, noch besser fördern als bisher“, so die Fachbereichsleiterin.

Logo MINT freundliche Schule
Das Konzept der Marienschule war bei der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ auf Begeisterung gestoßen – wie auch die Aktivitäten, mit denen das Gymnasium auf die voranschreitende Digitalisierung reagiert, um Schülerinnen und Schüler auf zukünftige Anforderungen im privaten und beruflichen Leben vorzubereiten. „Dabei geht es in der digitalen Bildung einerseits um die Grundlagen der digitalisierten Welt und den Erwerb der damit zusammenhängenden notwendigen Fähigkeiten, andererseits jedoch auch um die Unterrichtsgestaltung mithilfe moderner Technologien“, erläuterte der zuständige Koordinator Matthias Werner. Die Marienschule habe sich in den vergangenen Jahren intensiv mit inhaltlichen sowie technischen Fragen auseinandergesetzt, die das Thema Digitalisierung betreffen. So gebe es mittlerweile ein eigenes Bildungsinternet für die Schülerinnen und Schüler, Bildschirme in allen Klassenräumen sowie zwei neue Computerräume. „Diese Neuerungen werden natürlich auch in den Unterricht integriert, sodass die Jugendlichen beispielsweise hervorragende Präsentationsmöglichkeiten haben und nicht nur das Präsentieren, sondern auch viele weitere Kompetenzen, die in der Arbeitswelt von Morgen gefragt werden, lernen“, sagte Werner.

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Die in der Marienschule geschaffenen Voraussetzungen für das Erlernen solcher Kompetenzen sei ein zentraler Punkt, der zu der Auszeichnung der Schule geführt habe, erklärte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling: „Da vor allem Roboter in der Industrie 4.0 vertreten sein werden, beschäftigt sich die Marienschule schon in der Mittelstufe mit dem Programmieren. So gibt es das Projekt ´Roberta´, bei welchem Lego-Roboter programmiert werden.“ Dieses Fach setze sich anschließend als Informatik-Unterricht in der Oberstufe fort. Aber bereits in der fünften Jahrgangsstufe würden die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen wie das Zehn-Finger-Schreiben oder den Umgang mit Office-Programmen erwerben, so Zilling. „Für das richtige Verhalten im Internet haben wir schließlich ´Digitalen Helden´ ausgebildet, welche vor allem jüngeren Schülern den Umgang in sozialen Netzwerken erklären.“ Auf allen Ebenen habe die Marienschule viel für die Digitalisierung und die Thematisierung deren Chancen und Herausforderungen getan, was von den Experten überprüft und bestätigt worden sei, bilanzierte die Schulleiterin erfreut.

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ zeigte sich begeistert von dem Projekt des Limburger Gymnasiums. So sei die Auszeichnung ein wichtiges Zeichen, um die Schule auch bei diesem komplexen Thema zu unterstützen. Das Projekt zeige einen Zielrahmen und die Leitplanken für den Weg der Digitalisierung auf. Damit sei die Auszeichnung ein wichtiger Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule, wobei die ausgezeichneten Schulen schon jetzt Vorreiter seien.

INFO: Insgesamt 37 hessischen Schulen sind in Wiesbaden als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Davon erhielten 19 Schulen zum ersten Mal die Auszeichnung, darunter die Marienschule. 18 weitere Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut geehrt. Darüber hinaus wurden 10 hessische Schulen als „Digitale Schule“ ausgezeichnet, darunter die Marienschule.

(Bericht: Franziska Seitz/ Johanna Juncker)