Im Rahmen der Projektwoche des Gymnasiums ist ein toller Imagefilm entstanden.

Unter der Leitung von Herrn Nahm und Herrn Jentzsch waren folgende Schülerinnen und Schüler an der Produktion beteiligt: Jolene Gabb, Leonhard Höhler, Tamara Mai, Kai Müller, Ronja Schönborn und Peter Seubert.

Hier geht's zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=VJBqRFy-wko


Als eines der bekanntesten Stücke Dürrenmatts ist die Tragikomödie „Die Physiker“ um den Kernphysiker Johann Willhelm Möbius in den 57 Jahren, die seit ihrer Uraufführung vergangen sind, unzählige Male Thema im Deutschunterricht der ganzen Republik gewesen. Die meisten erinnern sich mit einem leisen Stöhnen daran - dass der Stoff, den Dürrenmatt behandelt aber durchaus spannend und vor allen Dingen aktueller denn je ist, hat nun die Theater-AG der Marienschule gezeigt. Sie führte das Drama in zwei Akten dreimal auf und die elf Schauspielerinnen und Schauspieler unter der Regie von Cara Basquitt schafften es jedes Mal, das Publikum mit seiner bizarr-komischen Darbietung in ihren Bann zu schlagen.

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Oft geht es bei Dürrenmatt um die Moral, meist verpackt als Kriminalstück. Am Ende steht meist ein tragisches Ende, das die Lösung des Problems im letzten Moment zunichtemacht.

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Der Kriminalfall, das sind bei den Physikern drei Morde, verübt von den verrückten Physikern Herbert Georg Beutler, Ernst Heinrich Ernesti und Johann Willhelm Möbius, die ihre Krankenschwestern ermorden. Sie alle tun nur so, als seien sie verrückt, mit unterschiedlichen Zielen, aber der gleichen Motivation vor Augen: die von Möbius gefundene Weltformel. Was macht man, wenn man den Schlüssel zu allem gefunden hat? Das ist die Frage der Moral. Während Ernesti und Beutler, die in Wahrheit Eisler und Kilton heißen, Geheimagenten sind, die Möbius mitsamt seiner Formel für ihre jeweilige Landesverteidigung gewinnen wollen, ist eben jener in der Anstalt, um sicherzustellen, dass sein Wissen auf ewig geheim bleibt. Nach endlosen Diskussionen über die Pflicht der Physiker lassen sich Eisler und Kilton überzeugen, dass es das Beste ist, in der Anstalt zu bleiben. Die Menschheit scheint gerettet zu sein, die Antwort gefunden - bis sich auf den letzten Metern die Leiterin der Anstalt, Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd enthüllt. In Wahrheit ist sie die Verrückte - sie glaubt an den König Salomo, der sie als Herrscherin der Welt außerwählt hat. Sie hat ihre Machtposition gegenüber Möbius missbraucht, seine Formel kopiert und macht sie nun zu Geld. Und so tritt ein, was die drei Physiker eigentlich vermeiden wollten: Die Formel fällt in die falschen Hände, wird benutzt, mit Füßen getreten und wird schlussendlich zum Untergang der Menschheit führen. Am Ende stehen drei Physiker auf der Bühne, die resigniert und gebrochen der Wahrheit ins Auge blicken: Sie können ihr Wissen nicht für sich behalten. Egal wie fatal es auch sein mag - „was alle etwas angeht, müssen auch alle lösen“, wie es Dürrenmatt in seinen Anmerkungen zum Stück schreibt.

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Der Fall der drei Physiker, die gleichzeitig für den König Salomo, Isaac Newton und Albert Einstein stehen, ist eine bittersüße Ironie, die die Theater-AG der Marienschule mit Bravour auf die Bühne bringt. Zwischen Eierkartons, die an den Wänden kleben, von der Decke baumeln und in einem mit Süßigkeiten gefüllten Einkaufswagen liegen, der bunt gemischten Bestuhlung und unter den Augen der schaurigen Ahnen der Fräulein Doktor entfaltet sich haltlos das Chaos und der Wahnsinn. Leichen werden in der Getränkeablage abtransportiert, Möbius (gespielt von Berenike Zilling) wirft mit Stühlen und Eierkartons. Seine Frau (Laura Schrörs) und ihr neuer Ehemann (Johannes Brokamp) bangen um ihr Leben, dem Wahn des Irren ausgesetzt, und müssen von der Oberschwester Martha Boll (Frederike Schulz) gerettet werden. Ihre Kinder (Lilith Schetelin, Selina Schaub, Sophie Feldewert) spielen Flöte. Das Fräulein Doktor (Emily Elßner) läuft wie auf einem Catwalk, Newton (Mia Hüttenschmidt) und Einstein (Theresa Oster) springen immer wieder wild über die Bühne. Und mittendrin kämpft sich Inspektor Voß (Ronja Schönborn) durch all das Chaos. Da kann man ihm es schon verzeihen, wenn er mit der Chefärztin auch mal die ein oder andere Zigarette isst.

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Unterstrichen sind die vollkommen überzogenen, mit Herzblut gespielten Rollen durch Maske und Kostüm. Die Physiker und die Chefärztin sind komplett weiß im Gesicht, Frau Roses Make-Up ist wie vom Weinen total verwischt, die Buben performen in Kniebundhosen. Es ist ein wilder Strudel zwischen modern und damals, Faltenröcken und Fast Food, weißen Perücken und Brausepulver aus dem Einkaufswagen. Dürrenmatts Text wird im Original gespielt und es zeigt sich, dass er auch heute noch große Wirkung auf die Zuschauer hat. Und das Publikum lässt sich mitreißen und lacht, bangt, erschrickt und weint mit dem Schauspielern.

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Nach drei erfolgreichen Aufführungen sind sich alle einig: trotz des Stigmas des Schultheaters hat die Theater-AG der Marienschule erneut bewiesen, zu was sie fähig ist. Mit der Hilfe von Cara Basquitt haben sie eine beeindruckende Inszenierung der „Physiker“ auf die Beine gestellt, die meisterlich gespielt ist und künstlerisch auf ganzer Linie überzeugt. Hätte Dürrenmatt das Stück sehen können - er wäre sicherlich Stolz gewesen.

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Emily Elßner, Fotos: Cara Basquitt)

Am Donnerstag, dem 13. Juni 2019, hat sich der Leistungskurs Politik und Wirtschaft der Q2 zusammen mit seinem Tutor Herrn Laukner auf eine Erkundungstour des Euros begeben. Zunächst beschäftigten sie sich in der Europäischen Zentralbank mit der Entstehung des Euroraums und der damit verbundenen Preisstabilität, den Folgen einer Inflation und den Gründen, weshalb in Großbritannien oder auch beispielsweise in Polen noch nicht mit dem Euro bezahlt wird.

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Nach einer interessanten Führung bekam der Kurs in der deutschen Bundesbank einen Vortrag zum Thema „Preisstabilität: Wie erreicht man sie und warum ist sie wichtig?“. Dieser vertiefte die zuvor besprochene Themen des Unterrichts erheblich: Die Schülerinnen und Schüler begannen, theoretisches Wissen mit Praktischem zu verbinden.

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Im anschließenden Besuch des Geldmuseums bekamen sie viele interessante Eindrücke rund um die Geschichte der Währung, die Inflation, den HIVP (Harmonisierter Index der Verbraucherpreise), aber auch Infos zur Entstehung der Scheine, mit denen wir heute Handel betreiben. Dabei ging es nicht nur darum, wie man gefälschte Papiere erkennt, sondern auch wie der Geldkreislauf funktioniert und wie schwer tatsächlich 440.000€ wertes Gold ist – all dies lernten die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem PoWi-Lehrer aus erster Hand in der „Stadt der Banken“ Frankfurt am Main.

(Bericht: Lilly Schlosser)

Die beachtliche Summe von insgesamt 20.753 Euro haben Schülervertretung und Schulleitung der Limburger Marienschule an drei soziale Einrichtungen übergeben, um anderen Menschen zu helfen und ihnen dadurch eine bessere Zukunftsperspektive zu ermöglichen. Die Organisationen „Health for Uganda/Africa e.V.“ und „Mondesa Youth Opportunities“ dürfen sich jeweils über 5118€ aus dem Erlös der diesjährigen Martinsspende des Gymnasiums freuen. 10.377 Euro kommen den Armen Dienstmägden Jesu Christi und den von ihnen unterstützten sozialen Projekten zugute.

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Die ehemalige Marienschülerin Catarina Baggio stellte die gemeinnützige Organisation „Mondesa Youth Opportunities“ vor. In dieser Nachmittagsschule in Namibia findet der Unterricht in Containern statt, die jedoch teilweise stark verrostet sind und Löcher in den Decken aufweisen. Mit dem Spendengeld sollen diese Löcher geschlossen und unter anderem ein neuer Kopierer angeschafft werden, der einem Wasserschaden zum Opfer fiel. „Der durchschnittliche Haushalt in Namibia hat nur ein Buch“, betonte Catarina. Da die vorhandenen Schulbücher sehr alt sind, werden Kopien aus anderen Büchern benötigt, weshalb ein neuer Kopierer von großer Bedeutung ist.

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Theresa Legner und Sophie Rohletter, ebenfalls ehemalige Marienschülerinnen, präsentierten die Organisation „Health for Uganda/Africa e.V.“, die Projekte rund um das Thema Gesundheit, Landwirtschaft, Ernährung, sowie Wasser- und Energieversorgung in Uganda unterstützt Anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der Organisation erschienen sie in Begleitung von Noah und dem Kinderarzt Dunkin aus Uganda. Durch die Spenden des letzten Jahres konnten beispielsweise ein Brunnen im Dorf Nanzirugadde gebaut werden, der eine Wasserversorgung mit sauberem Wasser ermöglicht, und ein Servicegebäude mit einer unabhängigen Stromversorgung errichtet werden. Für das Jahr 2019 sind eine Erweiterung der Wasserversorgung und Verbesserungen in den Bereichen der sanitären Situation, Ernährung und Hygiene geplant. Darüber hinaus finanziert die Organisation die Behandlung kranker Kinder im 15 Kilometer entfernten Krankenhaus von Ishaka. „Bevor wir Health for Uganda hatten, waren wir eine hoffnungslose Gesellschaft“, verdeutlicht der Kinderarzt Dunkin, der im Krankenhaus von Ishaka arbeitet. „Mir fehlen die Worte, um der Marienschule für ihre großzügigen Spenden zu danken.“

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Schulleiterin Dr. Henrike Zilling lobte das jährliche Engagement der Schulgemeinde im Rahmen der Martinsspende und betonte: „Es ist für alle Beteiligten immer wieder ein tolles Gefühl, wenn man weiß, dass mit unserem Einsatz Menschen in Notlagen geholfen werden kann.“

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(Bericht: Lorena Fladenhofer, Fotos: MM)

Die Limburger Marienschule hat ihren ersten gemischten Jahrgang verabschiedet: Schulleiterin Dr. Henrike Zilling sprach in ihrer Abschiedsrede von 81 klugen und selbstständigen jungen Persönlichkeiten, die ihr Abitur absolviert hätten – und das nicht ohne Grund: Ein Drittel der Schülerinnen und Schüler hat eine Eins vor dem Komma, der Notendurchschnitt des Jahrgangs liegt bei 2,1.

Abitur2019
Die Schulleiterin würdigte zusammen mit Oberstufenleiter Philipp Naumann und Fachbereichsleiterin Meike Lang Abiturienten, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet hatten. Gleich zwei Schüler und eine Schülerin haben in diesem Jahr die Traumnote 1,0 erzielt: Carsten Becker, Carla Collée und Jan Frohn.
Für Letzteren sollte es nicht die einzige Ehrung bleiben: So wurde Jahn Frohn nicht nur als Jahrgangsbester geehrt, sondern erhielt auch eine Auszeichnung für herausragende Leistungen im Fach Mathematik. Hervorragende Leistungen in den Naturwissenschaften hatten auch Carsten Becker, Paula Köberle, Sarah Wüst und Emily Zsembera erzielt, die hierfür mit Buchpreisen und Abonnements von Fachzeitschriften ausgezeichnet wurden. Darüber hinaus sind mit Finja Ackermann für besondere Leistungen im Fach Geschichte und Julian Ramscheid für besondere Leistungen im Fach Informatik zwei weitere Abiturienten geehrt worden.

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Begonnen hatte der Tag mit einem Festgottesdienst im Limburger Dom, der von den Schülerinnen des Leistungskurses Katholische Religion vorbereitet und von Pfarrerin Petra Denzer und Kaplan Daniel Engels zelebriert wurde.

Folgende Abiturientinnen und Abiturienten haben sich schließlich mit einem rauschenden Abiball von der Marienschule verabschiedet:

Tutorengruppe Andrea Bontjer
Laura Deuster, Villmar-Falkenbach; Hannah Graichen, Nomborn; Tamara Lenfers, Limburg-Eschhofen; Julia Lotz, Eppenrod; Jana Niegemann, Elz; Nicole Oppitz, Steinefrenz; Sarah Wüst, Limburg

Abi2019 BJTutorengruppe Meike Lang
Hanna Bartsch, Katzenelnbogen; Carla Collée, Limburg; Sabrina Deifel, Diez; Moira Gerber, Limburg-Dietkirchen; Leah Haase, Waldbrunn-Hausen; Lena Kaiser, Limburg-Eschhofen; Jennifer Knögel, Runkel-Eschenau; Marie Kuhmann, Runkel-Wirbelau; Noemi Ludwig, Limburg; Jonas Mester, Limburg; Nelly Meurer, Fachingen; Lea Rörig, Görgeshausen; Lena Schröder, Limburg-Linter; Moritz Schwind, Limburg; Jasmin Wengenroth, Runkel-Schadeck

Abi2019 LA
Tutorengruppe Daniel Laukner
Johanna Bardenheier, Limburg-Dietkirchen; Lena Bettini, Limburg-Dietkirchen; Jill Brethouwer, Limburg; Franziska Falk, Limburg-Lindenholzhausen; Viola Gräf, Beselich-Obertiefenbach; Lilli Oesterling, Weinbach-Gräveneck; Merle Orgler, Brechen-Niederbrechen; Angelina Ratschker, Brechen-Niederbrechen; Moritz Rompel, Holzheim; Hannah Roth, Görgeshausen; Miriam Rudloff, Limburg; Fenja Sander, Limburg-Dietkirchen; Maximilian Schultheis, Elsoff; Jonathan Waibel, Beselich-Obertiefenbach; Franka Wolf, Limburg-Dietkirchen

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Tutorengruppe Benjamin Nahm
Jan Andersson, Limburg; Lasse Behrens, Limburg; Sophie-Isabell Bianco, Altendiez; Niklas Böhme, Limburg; Thales Boutroumlis, Diez; Annika Eufinger, Limburg; Jan Frohn, Limburg; Miranda Frölich, Diez; Sophia Hildebrandt, Limburg; Emma, Limburg; Ole Schön, Villmar; Juliana Stock, Hünfelden-Mensfelden; Tabea Wahl, Elz; Emily Zsembera, Limburg-Staffel

Abi2019 NH
Tutorengruppe Larissa Orgis
Marius Bajorski, Niederneisen; Carsten Becker, Limburg; Lea Bittner, Runkel-Schadeck; Maren Blees, Elz; Paula Böhme, Limburg; Emilia-Sophie Cremer, Limburg-Lindenholzhausen; Charlotte Fischer, Hadamar; Leon Günther, Villmar; Helen Hoffmann, Limburg-Dietkirchen; Tim Kiesewetter, Limburg; Paula Köberle, Limburg-Eschhofen; Lea Kühmichel, Limburg; Tobias Laßmann, Limburg-Lindenholzhausen; Lea Mintgen, Beselich-Obertiefenbach; Monique Müller, Hünfelden-Nauheim; Julian Ramscheid, Limburg-Linter; Carla Scharbach, Elz; Emilie Schlicht, Mengerskirchen-Winkels; Emma Schmidt, Balduinstein; AliciaTriesch, Waldbrunn-Hausen; Robin Wirth, Limburg-Ahlbach

Abi2019 OG
Tutorengruppe Nicole Scharbach
Finja Ackermann, Runkel-Steeden; Sofia Bonk, Hadamar-Oberweyer; Leonie Lamster, Villmar-Aumenau; David Schumacher, Villmar; Juliana Sequeira Heinbücher, Gückingen; Luca Starker, Limburg-Eschhofen; Till Sturm, Balduinstein; Lara Theofel, Hadamar-Oberweyer; Sophie Tippel, Elz

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Text: GB/NM, Fotos: Fotostudio Karl)