Was tun, wenn es brennt? Diese Frage können nun einige Lehrer und die Hausmeister der Marienschule beantworten, nachdem sie am Nachmittag des 21. August an einer Brandschutzunterweisung der Firma Jungels teilgenommen haben.

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Eine solche Brandschutzunterweisung ist laut Arbeitsschutzgesetz Pflicht - und das zu Recht. Gerade im naturwissenschaftlichen Lehrbereich oder der Technik einer Schule kann es nur allzu leicht zu Bränden kommen. Damit dann in solchen Fällen klar ist, was zu tun ist, um Schlimmeres zu verhindern oder wie man dem auch vorbeugen kann, wurden die Anwesenden in einer zweistündigen Veranstaltung in einem Theorie- und einem anschließenden Praxisteil umfassend darauf vorbereitet. Geleitet wurde die Unterweisung vom freiwilligen Feuerwehrmann und Jungels-Angestellten Geza Grün, der angefangen mit Brandverhütung, über Brand- & Rauchausbreitung bis hin zu Flucht- & Rettungswegen, Wandhydranten und dem richtigen Absetzen eines Notrufs eine zwar umfangreiche, aber dennoch zielgerichtete und auf das Wesentliche konzentrierte Einführung in das Thema Brandschutz gab.

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Im Theorieteil lernten die Lehrer auch viel zur Ausstattung der Marienschule in Bezug auf Brandschutz. Sollte trotz der Einweisung in das Thema Brandschutz ein Feuer ausbrechen, gibt es zum Beispiel Türen im Haupthaus, die Rauchschutzabschlüsse besitzen, die bei aufziehendem Rauch verhindern, dass dieser weiter in das Schulgebäude eindringen kann. Daher ist es auch wichtig, dass diese Türen niemals mit Tischen oder anderen Keilen blockiert werden. Auch zum Thema Fluchtwege gab es einige Informationen; Parken auf dem Schulhof in nicht gekennzeichneten Flächen zum Beispiel ist nicht in Ordnung, darin stimmen der Stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl und Geza Grün überein. Schließlich muss im Ernstfall die Feuerwehr genug Platz für Drehleiter und Löschkolonne haben. Des Weiteren müssen Ausweisschilder an den Türen und im Haus, die einen Fluchtweg oder eine Wegbeschreibung für den Brandfall beinhalten, ausgetauscht werden, wenn sie kaputt sind. Und auch zu den Druckknopfmeldern, die an verschiedenen Stellen im Haus hängen, gab es eine Einweisung. So unterscheidet man hier zunächst zwischen dem wirklichen roten Druckknopfmelder, der bei Betätigung einen Notruf absetzt (sollte dieser übrigens aus Versehen betätigt werden, so solle man einfach abwarten, denn die Feuerwehr komme so oder so, erklärt Geza Grün) und den einfachen blauen Hausmeldern, die bloß ein Signal für das jeweilige Gebäude abgeben. Für die direkte Brandbekämpfung gibt es - natürlich - Feuerlöscher. Auch diese wurden in der Theorie behandelt, zusammen mit den fünf verschiedenen Brandklassen, wobei F für Fettbrände als solche erst kürzlich neu hinzugefügt wurde. Doch natürlich war das wahre Highlight des Nachmittags der praktische Teil auf dem Schulhof, der um circa 15 Uhr begann.

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Von den vorübergehenden Schülern neugierig begutachtet, mussten alle Lehrer einen kleinen, künstlich erzeugten Brand löschen - jeweils einmal mit einem Wasserstoff- und mit einem Co2-Löscher. Was sich schwer anhört, ist in Wahrheit ganz simpel - einfach dem Gerät einen kräftigen Klaps geben oder den Sicherungsstift ziehen oder ihn auf die angegebene Art und Weise entsichern, und dann kann der Spaß auch schon losgehen. Dabei kam es dennoch zu ein paar Missgeschicken, wie einem sich selbstständig machenden Co2-Feuerlöscher, der unerwartet beim Öffnen losging und den Schuh des Leiters erwischte. Deutschlehrerin Maria Möller probierte sich außerdem mit einem sogenannten Feuerspray, das zwar auch nicht schlecht funktionierte, die Feuerlöscher hatten jedoch definitiv die Nase vorn. Doch auch wenn ein solcher Feuerlöscher oder eine Branddecke oder sonst irgendetwas zum Löschen in der Nähe ist, sollte man immer als erstes einen Notruf absetzen. Dabei gelten die allgemein bekannten W-Fragen - wo, was, wie viele, welche Verletzungen, und zum Schluss Warten auf Rückfragen! - wobei letzteres hierbei wohl am wichtigsten ist. Die goldene Regel des Notrufabsetzens also - immer den Leitstellenmitarbeiter am anderen Ende der Leitung auflegen lassen, denn so ist garantiert sichergestellt, dass dieser alle benötigten Information erhält.

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Trotz eines anstrengenden Vormittags voll mit Unterricht und Arbeiten im Haus bewirkte das Thema die Konzentration der Anwesenden auf den Vortrag Grüns, da es ein Thema von großer Wichtigkeit ist, vor allen Dingen in einer Schule voller Jugendlicher. „Man kann jetzt ohne Angst an die Flammen rangehen. Ich hoffe dennoch, dass ich niemals in eine solche Situation komme und rate allen, bewusst mit Feuer umzugehen“, sagt Chemie- und Mathematiklehrerin Larissa Orgis als Fazit der Veranstaltung. Und auch Andrea Bontjer, Lehrerin für Biologie und Chemie, sagt: „Ich fühle mich jetzt sicherer im Umgang mit Feuerlöschern.“

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Eine durchaus gelungene Veranstaltung also, bei der am Ende sogar für die umstehenden Schüler beim Praxisteil noch etwas zu grinsen blieb.

(Bericht: Emily Elßner, Fotos: FD/MM)

Am 15. August 2018 besuchte Richard Jager, CEO der Firma Randstad, die Limburger Marienschule und stellte sich in einer Diskussionsrunde den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Politik und Wirtschaft unter der Leitung von Daniel Laukner.

Diese Möglichkeit ergab sich im Rahmen des Wettbewerbs“ Chef für 1-Tag“, an dem der Politik- und Wirtschaftsleistungskurs der Q1 bereits im letzten Jahr teilgenommen hatte und sich als Wettbewerbssieger durchsetzen konnte.

„Der Chef eines der größten deutschen Dienstleistungsunternehmen? Der muss ja unglaublich streng und verklemmt sein!“, vermuteten die Schüler und Schülerinnen der Marienschule! Doch genau von dem Gegenteil konnte Richard Jager die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses überzeugen. Er schaffte dies, indem er ihnen unter anderem das „Du“ anbot, sein Jacket sofort ablegte, als die Diskussionsrunde begann und immer wieder Distanz abbaute, indem er private Einblicke in sein Leben bot.

Die Runde wurde durch die beiden Moderatorinnen Chiara Neukirch und Laura Eckholz geleitet, welche mit Hilfe ihrer Klassenkameraden durch die Themengebiete führten.

Einen Schwerpunkt legten die beiden Schülerinnen auf der besonders in Deutschland oft stark kritisierten Zeitarbeit. Herr Jager versicherte, dass sich unter seinen 60.000 externen Mitarbeitern größtenteils“ glückliche Mitarbeiter“ befinden würden und er definitiv keinen „Sklavenbetrieb“ leiten würde. Des Weiteren sprach der Niederländer sich für einen verbesserten Ruf der Zeitarbeit aus, denn besonders in Deutschland hätte die Zeitarbeit einen vergleichsweise schlechten Leumund.

Die Frage nach seinem Führungsstil stieß bei Richard Jager auf ziemlich große Resonanz. Er berichtete von regelmäßigem, respektvollem Kontakt bzw. transparentem Austausch, besonders auch zu seinen externen Mitarbeitern, einem freundlichen Umgangston und klaren Grenzen gegenüber rassistischen oder sexistischen Aussagen oder extremen Forderungen von Kunden. In diesem Kontext wurde auch klar, dass der CEO alle Fähigkeiten eines Menschen in seinem Beruf wertschätzt und die klassische Geschlechter- und Rollenverteilungen für ihn keine Rolle spielen. „Für ihn liege die Zukunft der Arbeit in Online-Meetings und der Vernetzung von Tätigkeiten von allen Plätzen der Welt aus.“, so Jager.

Gegen Ende erläuterte der Randstad-Chef seinen eigenen Werdegang. Er hat bereits in den Niederlanden und der Schweiz für Randstad gearbeitet und ist nun nach Deutschland gekommen. Über all die Jahre habe er als Hauptambition immer die Freude an seiner Arbeit gehabt, das Verdienen von Geld habe für ihn immer eine untergeordnete Rolle gespielt. „Man soll bei all dem Geld und der Verantwortung immer sich selbst treu bleiben.“

Richard Jager bedankte sich am Ende für die lebhafte Diskussionsrunde und lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre spannenden und kritisch formulierten Fragen. Wie begeistert er war, ist im offiziellen Video von "Chef für 1 Tag" zu sehen.

(Bericht: Maria Förger)

Ist der Hummer wirklich von Natur aus rot? Diese Frage wurde bspw. vom Dekan für Chemie und Physik der Fresenius Hochschule Prof. Dr. Daubenfeld im Rahmen der Vortragsreihe „Meet the Prof“ am 4.6.2018 den Biologie- und Chemie-Leistungskursen der E2 sowie der Q2 beantwortet.

An diesem Montag fanden sich deswegen diese Kurse mit ihren Fachlehrerinnen Frau Jung, Frau Bontjer, Frau Wagner und Frau Fischer im Musikraum der Marienschule ein und beobachteten, wie der Professor das Pult in einen gut gedeckten Tisch verwandelte - von Hummer bis Margarine war alles dabei. Es ging augenscheinlich um Lebensmittel - von Kohlenhydraten bis Proteinen. Anschließend begann die Präsentation, die Prof. Dr. Daubenfeld anschaulich mit einer PowerPoint-Präsentation sowie vielen Requisiten und Fachliteratur zum Selbstlesen unterstützte.

In diesem Vortrag beantwortete er die Fragen, die er vorher von den Schülerinnen und Schülern rund um das Thema Lebensmittel und Ernährung eingereicht bekommen hatte. Aber auch die Schülerinnen und Schüler wurden durch Fragen, die bezüglich dieser Themen ihr Fachwissen prüften, interaktiv einbezogen, was das Ganze spannend gestaltete. Es ging um die Verarbeitung von Kohlenhydraten und deren Energie gewinnenden Abbau sowie Ernährungsverhalten und Nahrungsergänzungsmittel. Aber auch anschauliche und bekannte Mythen wie die Wirksamkeit von Knoblauchsaft wurden geklärt. Durch den interessanten Vortrag wurde bei den Schülern der Wissensdrang bezüglich der MINT-Fächer gesteigert und Herr Daubenfeld ermutigte sie dazu, diese weiter zu verfolgen. Er erklärte durch seinen anekdotenreichen Vortrag, dass man in den MINT-Fächern keine Angst haben bräuchte und man „sich von langen Chemieformeln nicht abschrecken lassen“ solle.

Am Ende wurde die Frage, ob der Hummer von Natur aus rot sei mit einem klaren Nein beantwortet. Der Hummer ist lebendig grau-blau und wird erst durch das Kochen rot, da hierdurch Proteine des Hummers denaturiert werden, was die rote Färbung verursacht. Insgesamt war es ein sehr gelungener Morgen, an dem viele Fragen beantwortet wurden und das Fachwissen bezüglich Lebensmittel und Ernährung eindeutig bereichert wurde.

(Bericht: Ilona Kalte)

Rund 300 Schülerinnen und Schüler der Marienschule erlebten im Cineplex Limburg eine Sondervorstellung des gefeierten Films von Wim Wenders mit und über Papst Franziskus.

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Die ungewöhnliche Aufnahmetechnik vermittelte den Zuschauern den Eindruck, als ob Franziskus zu ihnen spräche. Die charismatische Wirkung dieses Papstes übertrug sich über den Film selbst in den Kinosaal nach Limburg. Als sehr berührend empfanden die meisten jugendlichen Zuschauer einzelne Filmsequenzen, so z.B. als in Gegenwart des Papstes Flüchtlinge, tot und lebendig, aus dem Mittelmeer geborgen wurde, die Fußwaschung an Gefängnisinsassen oder seine immer sehr persönlichen Begegnungen mit Opfern von Wetterkatastrophen und Kriegen.

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Am Ende des Films brandete Beifall bei den 13-18 jährigen auf. Ein Besuch, der sich gelohnt hat!

(CMR)

Einmal Chef sein! Das ist sicherlich etwas, was sich jeder schon einmal gewünscht hat. Doch wie verhält sich ein Chef überhaupt? Welche Aufgaben gibt es zu bewältigen? Und bleibt überhaupt noch Zeit für Familie und Freizeit? Diese und viele weitere Fragen stellten sich die 21 Schülerinnen und Schüler des Politik- und Wirtschaftsleistungskurses der Q1 unter der Leitung von Daniel Laukner. Im Rahmen der Initiative ,,Chef für 1 Tag“, die bereits zum 14. Mal stattfindet, haben sie die Möglichkeit, zu erfahren, welche Fähigkeiten benötigt werden, um ein großes Unternehmen zu leiten, und wie viel Führungspotential bereits heute in ihnen steckt. Um dies herauszufinden, wird der Randstad-CEO Richard Jager einen Tag lang symbolisch seinen Chefposten an ein junges Managementtalent des Kurses abgeben.

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Die Randstad Gruppe Deutschland ist mit rund 59.500 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in 300 Städten der führende Personaldienstleister Deutschlands. Seit Januar 2018 wird Randstad Deutschland von Richard Jager geleitet. Der studierte Ökonom arbeitete zuvor für Randstad sowohl in Holland, als auch in der Schweiz. Mit dem Konzept „Human Forward“ setzt der Personaldienstleister die Digitalisierung, intelligente Technologie, persönliche Nähe und Beratung in den Mittelpunkt.
Bereits am Mittwoch, den 15. August 2018, besuchte Herr Jager die Schülerinnen und Schüler in Limburg, um mit ihnen ins offene Gespräch zu kommen und über verschiedene Themen zu diskutieren. Zuvor setzten sie sich gegen vier weitere Schulen in Hessen durch und überzeugten mit ihrem Bewerbungsvideo (https://www.youtube.com/watch?v=1F6w9fVJ7hA), das sich speziell mit der Frage beschäftigte, was einen guten Chef eigentlich ausmacht. Zusätzlich betonten sie ihre Stärken und Kompetenzen.
Bevor Herr Jager sich den vielen Fragen des Kurses stellte, fand ein kurzes Pressegespräch mit Vertretern der regionalen Zeitungen statt. Bereits hier herrschte eine lockere und offene Atmosphäre. Noch vor Beginn des Pressegesprächs erzählte Herr Jager von seinem Urlaub in Spanien und kam mit einigen Schülern des Kurses über die Dreharbeiten des Bewerbungsvideos ins Gespräch. Er selbst ging in Holland zur Schule und verriet, dass er nie ein großer Fan von Sprachen war.

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Das Pressegespräch startete mit einem Statement der Schulleiterin Dr. Henrike Zilling. Sie sei stolz, dass ein Kurs der Schule wieder einmal die tolle Aktion gewann und blickte dem Tag positiv entgegen, da der Kurs bereits bei einigen Podiumsdiskussionen eine intensive Vorbereitung und gute Leistungen bewiesen hat. Auch die Projektleiterin von „Chef für 1 Tag“, Susanne Theißen-Canibol, freute sich, wieder an der Marienschule zu sein und betonte dabei das Engagement und die tolle Atmosphäre der Schule. Ebenfalls hob sie hervor, dass die Schüler meist „kluge, direkte und offene Fragen stellen, die Journalisten gar nicht einfallen“.
Stellvertretend für den Kurs waren Tamara May, Frederike Herrmann und Jannis Goldberg anwesend. „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir ausgewählt wurden“, versicherte Tamara, „nun freuen wir uns auf viele neue Erfahrungen und Einblicke in die Berufswelt“. Frederike betonte zudem, dass die Aktion den Zusammenhalt im Kurs enorm gestärkt habe.
Der ehemalige Lehrer des Kurses, Dirk Fredl, berichtete aus vorherigen Runden der Aktion, dass man viele wertvolle Erfahrungen über den Unterricht hinaus mitnehme, denn „so praxisnah ist der Unterricht nicht möglich“. Außerdem halte er solch ein projektorientiertes Arbeiten enorm wichtig. Auch Daniel Laukner ist zuversichtlich, dass es ein unvergessliches Erlebnis wird und dankte für die gute Vorbereitung und Organisation des „ganz ganz tollen Projekts“.
Auch Richard Jager freute sich auf das Kennenlernen mit den Schülern, eine angeregte Diskussionsrunde und darauf, einen Tag lang seinen Chefsessel teilen zu können.

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Im nächsten Schritt müssen die Schüler in einem Online-Test des Personalberaters Odgers Berndtson ihre Cheffähigkeiten und ihr Urteilsvermögen unter Beweis stellen. Ebenfalls gilt es, sich in einem Lebenslauf von den anderen zu unterscheiden und zu zeigen, wo man bereits Verantwortung übernimmt. Im September findet dann ein Casting-Wochenende im Luxushotel Kloster Haydau statt. Dort nimmt der Kurs an Workshops teil, in denen das unternehmerische Verständnis in die Praxis umgesetzt werden muss. Anschließend wird dann eine Person ausgewählt, die schlussendlich Chef für einen Tag bei Randstad sein wird.

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Alle sind sich sicher, dass die Aktion eine enorme Bereicherung darstellt und der Selbstreflexion in Bezug auf die eigenen Fähigkeiten dient. Natürlich sind alle auf die neuen Erfahrungen gespannt, die sie während des Casting-Wochenendes machen werden, ganz nach Richard Jagers Motto: „Man sollte immer neugierig bleiben und nie aufhören, Neues auszuprobieren“.

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Lorena Fladenhofer, Fotos: MM)