Inga Gensior hat es geschafft: Sie wurde Siegerin in der bundesweiten Schüleraktion „Chef für einen Tag“ – und übernimmt im Herbst einen Tag lang den Chefsessel von Richard Jager, CEO des Personaldienstleisters Randstad.

Bild3 CH1T Marienschule Gensior Kettner Business Simulation CHE7619Inga Gensior (links) überzeugte im Finale durch gute Ideen, Überzeugungskraft und ausgeprägtes Führungsverhalten. Im Herbst wird sie Chefin für einen Tag bei der Randstad Gruppe Deutschland. Aus der Marienschule Limburg war u.a. Jill Rasch in die Finalrunde eingezogen. Foto: Andreas Oertzen

60 Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren waren am vergangenen Wochenende aus dem ganzen Bundesgebiet zum Auswahlverfahren im Rahmen der Schüleraktion „Chef für einen Tag“ ins nordhessische Konferenzhotel Kloster Haydau angereist, darunter 22 Schüler der Marienschule Limburg. In einem professionellen Executive Assessment mit anspruchsvollen Tests, einer Business-Simulation und Einzelinterviews qualifizierten sich schließlich vier Schüler zum Chef oder zur Chefin für einen Tag. Eine von ihnen: Inga Gensior von der Limburger Marienschule.

Bild2 CH1T Marienschule Finalisten CHE3177Inga Gensior (Mitte) wird Chefin für einen Tag bei der Randstad Gruppe Deutschland. Finalistin im bundesweiten Wettbewerb „Chef für einen Tag“ war u. a. Jill Rasch (2.v.l.). Helene Schmidt (l.), Pressesprecherin bei Randstad, und Daniel Laukner (r.), Fachlehrer Politik und Wirtschaft an der Marienschule, beglückwünschten die drei Schüler zu ihrem Erfolg. Foto: Andreas Oertzen

„Ich hätte nicht gedacht, dass ich bis hierher komme“. Die Überraschung stand der 15-Jährigen ins Gesicht geschrieben, als die erfuhr, dass sie es bis in die Finalistenrunde geschafft hatte. Dort war die anspruchsvolle Aufgabe für die verbliebenen 12 Schüler, unter ihnen auch Jakob Kettner und Jill Rasch von der Marienschule, in einer Business Simulation ein in die roten Zahlen gerutschtes Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen. „Bei dieser Übung geht es nicht nur um harte Fakten, sondern auch um Kooperations- und Entscheidungsfähigkeit, Konfliktmanagement, Kommunikations-, Führungs- und Problemlösungsverhalten“, erklärte Klaus Hansen, CEO der Personalberatung Odgers Berndtson, den Schülern. Sein Unternehmen führte das Auswahlverfahren durch.

Bild1 CH1T MarienschuleFinalisten CHE3166Der gesamt Leistungskurs Politik und Wirtschaft von Lehrer Daniel Laukner nahm im nordhessischen Kloster Haydau am Auswahlverfahren zur Aktion „Chef für einen Tag“ teil. Die Finalisten (vorne mit Urkunde v.l.v.n.r.) : Jill Rasch und Siegerin Inga Gensior. Foto: Andreas Oertzen

Inga Gensior überzeugte auch in dieser Prüfungssituation mit guten Ideen und ausgeprägtem Führungsverhalten. Nach dem abschließenden Einzelinterview mit den Personalberatern stand fest: Sie wird als junges Managementtalent im Herbst den CEO der Randstad Gruppe Deutschland, Richard Jager, einen ganzen Tag lang bei all seinen Aufgaben begleiten und miterleben, wie Deutschlands größter Personaldienstleister arbeitet.

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Ergänzt wurde das „Casting“-Event durch eine Chefakademie. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler in Vorträgen Themen und Arbeitsweisen von Unternehmen und Organisationen kennen, brachten in Fachforen und einer Podiumsdiskussion ihre Ideen ein und informierten sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Studiengänge.

(Bericht: Susanne Theisen-Canibol, Projektleiterin der Aktion CHEF FÜR 1 TAG)


Über das Wochenende im Hotel Kloster Haydau berichtet Franziska Seitz:

Der Politik und Wirtschafts-Leistungskurs der Marienschule Limburg hat erfolgreich an dem Projekt „Chef für 1 Tag“ von focus money teilgenommen und verbrachte nun vom 15. - 16. September 2018 ein Wochenende im Konferenzhotel Kloster Haydau in Nordhessen. Dort erwartete die Jugendlichen ein ausgewogenes Programm zu Studien- und Berufswahl sowie ein umfangreiches Chef-Casting. Höhepunkt des Wochenendes war der Gala-Abend am Samstagabend.

Angefangen hatte das Projekt des Oberstufenkurses schon im vergangenen Schuljahr unter der Leitung von Dirk Fredl, als die Schülerinnen und Schüler erfolgreich eine Bewerbung mit Video einreichten. Dieses überzeugte die Juroren, sodass der Kurs letztlich zu dem besagten Chef-Wochenende eingeladen wurde. Dieses begann am Samstag, den 15. September 2018, schon früh, denn der Bus nach Morschen fuhr schon um 8:30 Uhr ab. Nachdem allerdings die teilweise beschwerliche Busfahrt mit mehreren Umleitungen endete, waren die Jugendlichen voller Erwartungen auf die kommenden beiden Tage. So wurden zunächst die Zimmer des 4-Sterne-Hotels bezogen, um anschließend zusammen zu Mittag zu essen. Daraufhin ging es auch schon los. Die Schülerinnen und Schüler der Marienschule trafen auf insgesamt ungefähr 100 weitere Schüler von verschiedenen Schulen, die ebenfalls erfolgreiche Bewerbungen eingesendet hatten. Alle Jugendlichen wurden zunächst von der Organisatorin der Aktion, Susanne Theißen-Canibol, begrüßt. Anschließend gab sie das Wort an Klaus Hansen ab, welcher als Managing Partner von Odgers Berndtson zusammen mit vier Kollegen angereist war. Das Unternehmen, welches normalerweise in der internationalen Personalberatung tätig ist, war als Partner der Aktion vertreten, um die Sieger der jeweiligen Oberstufenkurse zu bestimmen. Dazu stellte Klaus Hansen die Kriterien vor, welche letztendlich die Entscheidung beeinflussten. In Vorarbeit für das Wochenende hatten die Schülerinnen und Schüler schon einen Test für einen Leistungsmotivationsindex absolviert sowie einen Lebenslauf eingeschickt, welche als Bewertungskriterien galten. Weiterhin wurde im Anschluss an die Begrüßungsworte ein Intelligenztest geschrieben. Dieser stellte auch einige anwesende Lehrer vor eine umfassende Herausforderung. Im Anschluss an diesen Test folgte ein Vortrag über Karriereplanung in Bezug auf berufliche sowie persönliche Ambitionen. Dabei fiel nicht selten das Wort „Work-Life-Balance“, welches in den folgenden Tagen zu einem Insider werden sollte. Nach dieser umfassenden Präsentation wurden einige Personen vorgestellt, die die Aktion „Chef für 1 Tag“ in den vergangenen Jahren gewonnen hatten und somit Chef für einen Tag in einem Unternehmen wurden. Sie erzählten von ihren Erfahrungen und ihrer aktuellen Berufslaufbahn. Danach stellten sich die Unternehmen vor, welche den Chefposten für einen Tag zu vergeben hatten. Vertreten waren in diesem Jahr die WWU Münster, die SOS-Kinderdörfer weltweit, die Signal Iduna Gruppe sowie randstad Deutschland. Bei zuletzt genanntem Unternehmen hatte sich der Kurs der Marienschule beworben, um den dortigen Vorstand für einen Tag abzulösen. Als letzten Vortrag an diesem Tag wurde das Thema „Studium und Karriere - wie geht das?“ angesprochen. Der Leiter des Career Service der Universität Münster, Andreas Eimer, stellte verschiedene Studiengänge sowie anschließende Berufsmöglichkeiten vor und sprach über deren unterschiedliche Möglichkeiten. Weiterhin gab es an diesem Samstag in kurzen Pausen immer wieder die Möglichkeit sich an verschiedenen Infoständen zu den vertretenden Unternehmen zu informieren sowie über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten zu fragen. Nach diesem sehr informativen, allerdings auch anstrengenden Teil des Samstagmittags, hatten die Teilnehmer Zeit zur freien Verfügung. Diese Zeit wurde genutzt, um sich für den anschließenden Cocktailempfang herzurichten, bevor die Abendgala begann. Dieser Abend stand unter dem Motto „Entdeckungen“ und bot den Jugendlichen die Möglichkeit zusammen mit Firmenvertretern, Lehrern und unbekannten Schülern an einem Tisch zu sitzen und den Abend zu genießen. Dazu gab es ein delikates 3-Gänge-Menü, welches für die meisten Schüler einige unbekannte Speisen bereitstellte. Trotzdem war dieser Abend ein großes Highlight, welches die Teilnehmer so schnell wohl nicht mehr vergessen werden.

Der darauffolgende Tag begann zunächst mit einem ausgewogenen Frühstück, bevor die Schüler wieder die Seminarräume aufsuchten. Dort wurden am Morgen zunächst die drei Sieger der jeweiligen Kurse benannt. Für die Marienschule Limburg waren dies: Inga Gensior, Jakob Kettner sowie Jill Rasch. Diese drei bewältigten daraufhin zusammen mit anderen Finalisten eine zweistündige Business-Simulation, welche von den Personalberatern von Odgers Berndtson beobachtet wurde. Die beiden Besten der jeweiligen Kurse hatten im Anschluss an diese Simulation zusätzlich noch ein Einzelinterview mit den Vertretern von Odgers Berndtson. Während diesen zwei Stunden hatten die restlichen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit sich in diverse Workshops einzuschreiben. Ein Workshop beschäftigte sich dabei mit neuen Medien in der Arbeitswelt, während sich ein anderer mit der Organisation zwischen Privatleben und Beruf auseinandersetzte. Ein dritter Workshop thematisierte, wie man jüngere Generationen für eine Organisation wie SOS-Kinderdörfer begeistern könnte. Die Ergebnisse aller Fachforen wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Bevor letztendlich die Sieger der Schulen bekanntgegeben wurden, gab es erneut eine kurze Vortragsreihe. Zu Beginn hielt der Vorstandsvorsitzende der SOS-Kinderdörfer weltweit, Dr. Wilfried Vyslozil, einen Vortrag über Kinderrechte. Sehr mitreißend war dabei ein Telefonat mit einer Leiterin eines SOS-Kinderdorfs in Damaskus in Syrien. Auf Englisch konnten die Jugendlichen den Erzählungen der Leiterin zuhören und Fragen an diese stellen. Im Anschluss an diesen Vortrag, stellte ein ehemaliger Sieger der Aktion sein eigenes Start-up vor und berichtete über wichtige Schritte, um ein eigenes Unternehmen zu gründen. Weiterhin gab es am Sonntag eine Podiumsdiskussion mit Unternehmensvertreter, Personalberatern, Lehrern sowie Schülern. Hier wurden Themen behandelt wie Anforderungen an die Schüler in der späteren Berufswelt, die Vorbereitung der Schüler auf das Berufsleben sowie Anforderungen der Arbeitnehmer an ihre Arbeitgeber. Deutlich wurde in den jeweiligen Gesprächsrunden, dass die Vorbereitungen der Schüler auf ein anschließendes Berufsleben oftmals unzureichend sind. So beklagte eine Lehrerin, dass die Zeit im Lehrplan oftmals nicht ausreiche, um Praxisbezüge durchzuführen. Die Politiklehrerin der Marienschule Limburg, Carina Menche, berichtete im Zuge dessen von dem Projekt „Basics in Business“, welches die Schule schon seit einigen Jahren durchführe. So gäbe es mehrere Kooperationen mit diversen lokalen Unternehmen, um theoretische Inhalte auch in der Praxis zu zeigen. Ein anderer Lehrer berichtete weiterhin, dass für ihn die Teilnahme an Wettbewerben oder Praktika sehr erfolgreich seien. Nach dieser interessanten Podiumsdiskussion folgte anschießend die Bekanntgabe der Sieger aus den einzelnen Oberstufenkursen. Für die Marienschule Limburg ist dies Inga Gensior. Sie wird in einigen Wochen „Chef für 1 Tag“ bei randstad Deutschland sein und den dortigen Geschäftsführer Richard Jager einen Tag lang begleiten. Im Anschluss an die Bekanntgabe folgte ein Fototermin für Kurse und Sieger. Abschließend wurden die Schülerinnen und Schüler, Lehrer sowie Unternehmensvertreter von der Organisatorin Susanne Theißen-Canibol verabschiedet. Nach diesem erlebnisreichen Wochenende machte sich der Oberstufenkurs unter der Leitung von Daniel Laukner und unter der Begleitung von Carina Menche zurück auf den Weg nach Limburg, wo sie am späten Abend ankamen.

Das Wochenende war für alle ein einmaliges Erlebnis mit vielen neuen Eindrücken und Informationen. Als Abschluss der Aktion erwartet den Kurs nun noch ein Besuch am randstad-Standort in Eschborn, wo sie Richard Jager in Empfang nehmen wird.

(Bericht: Franziska Seitz)

„Prüfen, Rufen, Drücken“: drei wichtige Schritte, die bei einer Reanimation beachtet werden müssen. Was das genau bedeutet, lernten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben und acht im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“.

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Unter dem Motto „100 Pro Reanimation“ wurden ihnen die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Massage sowohl auf theoretische, als auch auf praktische Weise an speziellen Puppen, nähergebracht. Die Initiative der Fachgesellschaft für Anästhesie soll Laien in die Praxis der Wiederbelebung einführen, denn pro Jahr erleiden 1,5 Millionen Menschen einen Herzstillstand, welcher ohne schnelle Hilfe zum Tod führt, so PD Dr. med. Michael Fries, Chefarzt der Anästhesie des Limburger St. Vincenz- Krankenhauses. Somit war es ihm eine „Herzensangelegenheit“ zusammen mit den Schulsanitätern und dem ehemaligen Mitarbeiter des DRKs, Horst Weigel, den Schülern die Wiederbelebung etwas näher zu bringen.

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Zuerst muss geprüft werden, ob der Betroffene noch atmet; ist dies nicht der Fall, muss schleunigst der Notruf 112 gewählt und mit der Herzmassage begonnen werden. „Gedrückt wird in der Mitte des Brustkorbs, etwa zwischen den Brustwarzen“, so Dr. Fries. Dabei werden die Arme durchgestreckt und die Schultern befinden sich über dem Druckpunkt. Es sei besonders wichtig, mindestens fünf Zentimeter tief zu drücken. „Drücken, Drücken, Drücken“, betonte der Leiter der Schulsanitäter, Detlef Kraut. Man könne nichts falsch machen, ermutigte er die Schüler, das schlimmste sei es, nichts zu tun. Die bei der Reanimation möglicherweise gebrochenen Rippen zeigen lediglich, dass man alles richtig mache. Dies bestätigte auch die Schulsanitäterin Ilona Kalte: „Ihr verletzt die Person mehr, wenn ihr gar nichts tut“. Gedrückt werden sollte im Rhythmus einer 100er Frequenz; dazu könne man sich perfekt an dem Lied „Stayin´ alive“ von den Bee Gees orientieren.

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Dass allein durch solch eine Aktion Leben gerettet werden kann, wurde erst kürzlich von einem Schüler bewiesen, der seinem Opa nach einem Herzinfarkt durch die Reanimation das Leben rettete. Detlef Kraut erzählte auch von Untersuchungen, die zeigten, dass bereits ein Sechstklässler einem Erwachsenem das Leben retten kann. Horst Weigel betonte, dass er den Schülern auf jeden Fall die Angst nehmen wolle, denn vielen sei „das Gefühl, jemandem die Rippen zu brechen“ unangenehm, oder gar angsteinflößend. Da Deutschland an letzter Stelle steht, was Hilfe leisten betrifft, betonte Dr. Fries noch einmal ausdrücklich: „Nicht gaffen, sondern handeln, denn Reanimation ist einfach“!

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Auch die Schüler berichteten, dass sie sich durch solche Aktionen sicherer fühlen bezüglich der Wiederbelebung und im Ernstfall auch eingreifen werden. Besonders beeindruckend war die Erkenntnis, dass sie innerhalb zwei Schulstunden die erfolgreichste Methode der Medizin, die Herz- Lungen- Massage, erlernten und nun echte Lebensretter sein können.

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Lorena Fladenhofer, Fotos: MM)

Die 16-jährige Marienschülerin Lotte Koenen gehört zu Deutschlands besten Präsentatoren. Beim Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ in Berlin wurde sie als eine von sechs Preisträgerinnen ausgezeichnet. Damit hatte sie sich gegen bundesweit rund 2.300 Mitbewerber durchgesetzt. Zuvor hatte sie an einem Präsentationstraining in Göttingen teilgenommen, bei dem es galt, Präsentationskompetenzen zu schulen.

JP Koenen
Begonnen hatte alles im Frühjahr, als Lotte Koenen ein Erklärvideo zum Thema „Warum klebt Kleber nicht in der Tube?“ an „Jugend präsentiert“ schickte. Dieses Video brachte sie ins Regionalfinale nach Dreieich, wo sie sich mit Schüler aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland messen lassen musste. Dies bewältigte Lotte Koenen mit Erfolg und qualifizierte sich nicht nur für das Bundesfinale in Berlin, sondern auch für ein lehrreiches dreitägiges Präsentationstraining in Göttingen. Hier konnte sie ihre Kompetenzen erweitern und gute Impulse für das Finale in Berlin mitnehmen, das Mitte September stattfand.

Während am Anreisetag ein gegenseitiges Kennenlernen und eine gemeinsame Schiffstour durch die Hauptstadt auf dem Programm standen, ging es am Samstag bei einer Vorrunde in die Vollen: Rund 90 Präsentationen wurden sowohl analog als auch digital präsentiert. Die insgesamt 80 Jury-Mitglieder hatten schließlich die Qual der Wahl und mussten sich für die sechs besten Präsentationen entscheiden - darunter auch die von Lotte Koenen: „Ich war in dem Moment der Verkündung so aufgeregt und habe mich riesig gefreut, als auch mein Name unter den sechs Besten fiel!“ Schließlich durfte Lotte Koenen am Sonntag, dem Tag der großen Entscheidung, ihre Präsentation „Können wir ein Papier bis zum Mond falten?“ nochmals vor rund 450 Zuschauern bei einer öffentlichen Veranstaltung im „Kino-International“ in Berlin vorstellen. Dafür gab es für die Marienschülerin, aber auch die anderen fünf Gewinner viel Lob von der Jury, da sie es hervorragend geschafft hätten, komplexe naturwissenschaftliche Themen für das Publikum verständlich und informativ aufzubereiten und zu präsentieren. „Es ist immer wieder beeindruckend, wie es diese jungen Menschen schaffen, einen ganzen Saal für sich einzunehmen. Wer es bis hier geschafft hat, darf sich mit Fug und Recht zu den besten Präsentatoren bundesweit zählen,“ freut sich der Projektleiter von „Jugend präsentiert“ und stellvertretender Geschäftsführer von Wissenschaft im Dialog, Christian Kleinert.

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Nach ihrer herausragenden und aufwendigen Präsentation applaudiert das Publikum begeistert. Außerdem unterstützen sie ihre neugewonnen Freunde mit Plakaten und Jubeln kräftig. Diese neuen Kontakte sind eine von vielen guten Erfahrungen, die die Marienschülerin aus Berlin mitbringt: „Der Wettbewerb lief sehr professionell ab und es war alles sehr gut organisiert. Das gesamte Wochenende hat mich in meinem Leben auf jeden Fall weitergebracht. Und ich freue mich sehr, dass ich nun nächstes Jahr in der Jury mitwirken darf!“

Zurück in der Marienschule warteten auf Lotte Koenen nicht nur die Glückwünsche ihrer Mitschüler, der Lehrkräfte und der Schulleitung, sondern auch ein Kurzvortrag vor der Einführungsphase der Oberstufe, bei der in dieser Woche ein Präsentationskurs auf dem Programm steht. Eine Woche lang trainieren die Jugendlichen Präsentationstechniken und werden von einem externen Experten auch in Körpersprache und Vortragstechniken geschult. „Vor einem Jahr war diese Veranstaltung der Auslöser für mein intensiveres Interesse an Präsentationen und dem Wettbewerb „Jugend präsentiert“, erklärte Lotte Koenen den Oberstufenschülerinnen und –schülern. „Was ihr hier lernt, werdet ihr nicht nur im Unterricht gebrauchen können“, so die Preisträgerin.

(Bericht: Laura Schlüter, Fotos: jugend präsentiert)

Am Mittwoch, den 12.09.2018 fuhren die Klassen 8d und 8e gemeinsam mit ihren jeweiligen Deutschlehrerinnen nach Köln zur Aufnahme der Fernsehsendung „Checkpoint – Der große Digital-Battle“.

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Um 14:30 Uhr begann die Busfahrt zu den E-Werken nach Köln, die eineinhalb Stunden dauerte. Nach einer längeren Wartezeit ging es dann zur Garderobe und anschließend ins Studio. Dann begann die Show und der Moderator Tommy Scheel kam sitzend auf einem Roboterarm, der sich in der Luft bewegte, ins Studio. Wieder auf dem Boden stellte er die beiden Teams – ein Mädchen- und ein Jungenteam – vor. Diese beantworteten viele Quizfragen und traten in allerlei Spielen zum Thema „Digitalisierung“ gegeneinander an. Beispielsweise mussten die Teilnehmer bei einem VR-Spiel mit einem Controller virtuelle Objekte zerschlagen, um so viele Punkte wie möglich zu erspielen. Außerdem mussten sie auch „Schafe hüten“: Dabei bestanden die Schafe aus mit Fell besetzten Staubsaugerrobotern, die man mit einem Hirtenstab lenken konnte.

Auch mussten eine Kandidatin und ein Kandidat versuchen über soziale Medien Menschen in New York zu erreichen und sie zu überreden, auf einen Buzzer zu drücken, der von einer „Checkpoint“-Mitarbeiterin in der Nähe der Grand Central Station bewacht wurde. Auch wenn die Spieler einige Menschen erreichten, konnte sich leider niemand für diese Aufgabe finden.

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In der Show traten auch diverse Roboter auf, z.B. Axel, ein kleiner Roboter, der das Licht an- und ausmachen konnte, oder Pepper, ein menschengroßer Roboter, der die Sendung zusammen mit Tommy Scheel moderierte. Zu Gast waren außerdem die Moderatorin von „Digiclash“, Julia Krüger, sowie die zwei Abiturienten Alexander Bayer und Niklas Gutsmiedl, die zusammen den „Blindbot“, einen Blindenhund-Roboter, erfunden und entwickelt haben.

Im letzten Spiel, dem Finale der Show, wurde es noch einmal spannend. Die Teams mussten jeweils ein Mitglied auswählen, das die anderen über einen Seilzug nach oben zogen, während die vierte Person auf einem Turm stand und dem oder der „Fliegenden“ Bälle zuwerfen musste.

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Wer das große Finale letztendlich für sich entscheiden konnte, wird am Freitag, den 21.09.2018 um 19:30 Uhr bei Kika gezeigt.

Nach der Sendung ging es für die beiden Klassen wieder mit dem Bus zurück nach Limburg, wo sie gegen 22:30 ankamen.

(Bericht: Angelina, Helena und Franziska aus der Klasse 8d)

Durch einen souverän herausgespielten 4:1 Sieg gegen die Jakob-Mankel-Schule aus Weilburg sicherte sich das Team der Marienschule den Kreismeistertitel.

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Durch diesen Sieg qualifizierte sich die Mannschaft für den Regionalentscheid, der nächstes Jahr im April in Reichelsheim stattfindet. Mit den Schülerinnen freute sich das Trainergespann Frau Sagmeister und Oliver Roos (VFR 07).

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Für die Marienschule traten an: Sarah Brötz, Ina Ehrmann, Louisa Elßner, Zoe Graumann, Lilli Hahn, Leni Huth, Marta Langschied, Jolina Matvijof und Carlotta Wolf. Die Tore für das Team schossen Carlotta (2x), Marta (1x) und Ina (1x).

(Bericht und Fotos: SG)