Seit einer Woche steht sie in der Kapelle der Marienschule Limburg: eine umfangreiche Ausstellung über das Leben von Pater Richard Henkes.

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Zur Seligsprechung von Pater Richard Henkes wurde vergangene Woche eine großartige Ausstellung in der Kapelle der Marienschule Limburg errichtet. Man erfährt besonders viel über Pater Henkes und kann auch viel erleben. „Wie ist ein Leben mit Gott?“, „Schritte wagen auf unsicherem Boden...“, „Wofür schlägt mein Herz?“, „Perspektiven finden.“ und „Wie stehe ich zu meinen Mitmenschen?“. All diese Fragen werden einem in dieser Ausstellung gestellt und kreativ für sich selbst beantwortet.

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So kann man bei der Frage „Wie ist ein Leben mit Gott?“ verschiedene Knöpfe drücken, welche Lampen zum Leuchten bringen, um einen Eindruck zu bekommen, wie hell ein Leben mit Gott ist. Bei der Station „Schritte wagen auf unsicherem Boden...“ konnte man sich auf ein Balanceboard stellen und so sein Gleichgewicht finden. Viele spaßige Sachen aber auch sehr viel Informatives. Wie war Henkes' Leben, was hat ihn „besonders“ gemacht, was hat er getan? All dies konnten die Schüler/innen der Marienschule Limburg erkunden.

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Doch wer war Richard Henkes? Richard Henkes wurde am 26. Mai1900 geboren. Danach besuchte er das Studienheim der Pallottiner in Vallendar, um Priester zu werden. Kurz nach seinem Kriegsdienst (1918) trat er bei den Pallottinern in Limburg ein und wurde 1925 zum Priester geweiht. Danach lehrte er in Schönstadt und in Schlesien. Nach der Machtergreifung Hitlers (1933) wurde seine Aufgabe die religiöse Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Henkes war Vertreter der Christen und lehrte die Werte des Christentums in der Schule. Wegen seiner Art wurde er in seiner Lebenszeit mehrmals von der Gestapo verwarnt, bis er schließlich am 8. April 1944 wegen einer Predigt von der Gestapo ins KZ Dachau gebracht wurde. Dort lehrte er weiter, bis er an einer Typhuserkrankung starb (22. Februar 1945). Zuvor hatte er sich mit den Kranken in Block 17 einsperren lassen, um ihnen zu helfen.

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Am 15.September 2019 wurde er im Dom zu Limburg seliggesprochen. Auch für Bischof Georg Bätzing ist Henkes ein großartiger Nachfolger Jesu. Weitere Informationen unter: https://richard-henkes.bistumlimburg.de.

(Bericht: Elias Neis, Fotos: DZ)


Anschreiben Corona Virus 2020 1
Anschreiben Corona Virus 2020 2
Leitfaden Atemwegsinfektion 2020
A4 Plakat 10 Hygienetipps 2020

"Ich kann das eh nicht, ich lerne das nie." – das sind bekannte Sätze aus dem Schulalltag. "Wir können das Klima nicht mehr retten, es ist 5 nach 12." – oft gehörte Sätze im letzten Jahr. Pessimismus kann sich wie Gift in unsere Gedanken fressen.

Fastenmotto 2020
Deshalb wollen wir uns in der Fastenzeit bewusst machen, wann wir so negativ denken und es mal anders probieren. Nicht: ich kann das eh nicht, sondern: ich kann das noch nicht! Dabei hilft das Vertrauen auf Gott, der sagt: ich bin mit Dir. Ich schenke Glaube, Hoffnung und Liebe. Sorget nicht!

Ein Tipp zur Fastenzeit: Überlegt jeden Morgen: Auf was freue ich mich heute? Und schaut mal, was nach ein paar Tagen passiert.

(Text: DZ)

Die evangelischen Lerngruppen aus der 7. Klasse von Frau Häuser-Kepper und Frau Kramb gestalteten den Gottesdienst zum Aschermittwoch. Gestrandet auf einer einsamen Insel – hoffnungslos. Doch da kommt eine Flaschenpost: „Du bist weniger verlassen und vergessen, als Du denkst. Da sind viele Menschen, die auf Dich warten.“

Flaschenpost 2020 1
Mutlos und alleine sitzt eine Schülerin am Tisch in der Klasse, verzweifelt, weil sie den Lernstoff nicht versteht. Doch Mitschülerinnen helfen. Ein Papierflieger landet und sie liest die Worte von Martin Luther: „Dass die Vögel der Sorge und des Kummers über Deinem Haupt fliegen, kannst Du nicht ändern. Aber dass sie Nester in Deinen Haaren bauen, das kannst Du verhindern. " Die Gestrandete und die Schülerin fassen wieder Hoffnung.

Mit Dir, Gott, heißt das Wort, das unseren Pessimismus verändern kann. Mit Dir- sind wir nicht alleine. Mit Dir – können wir dem Schweren, Aussichtslosen etwas entgegensetzen. Mir Dir können wir die Augen öffnen und uns gegen Hass und Rassismus positionieren. Mit Dir!

Im Gottesdienst sang Wilfried Dahlem das Lied "Alles okay" von Johannes Oerding.

(Text und Foto: DZ)

Am Freitag vor dem Faschingswochenende machte sich der Deutsch-Grundkurs von Frau Müller-Rentz mit dem Zug gespannt auf den Weg in das Stadttheater Gießen. Der Kurs hatte das Franz Kafkas Drama „Die Verwandlung“ zuvor im Unterricht behandelt und freute sich nun auf die Inszenierung von Regisseur Christian Fries.

Theaterbesuch Verwandlung 2020 1
Mit nur vier sehr guten Schauspielern gelang es der Theatergruppe von taT.-Studiobühne, das Drama auf einer minimalistischen eingerichteten Bühne ganz neu zu interpretieren und dem Zuschauer einen tiefen Einblick in die Familien- und Lebenskonflikte des Protagonisten Gregor Samsas zu gewähren. Besonders wurde das angespannte Vater-Sohn-Verhältnis sowie Gregors Ödipus-Komplex fokussiert. Auffallend trat auch eine disharmonische Musik hervor, die das Stück in seiner Atmosphäre des Unwohlseins und der Ungemütlichkeit unterstützte.

Dies und weitere Aspekte der Darstellung wurden beim anschließenden Pizza-Essen noch angeregt diskutiert: Viele bewerteten die musikalische Untermalung als störend, während andere sie als bereichernd empfanden. Gelobt wurde besonders die schauspielerische Leistung sowie die moderne Umsetzung des Dramas. Kritik bekam allerdings das mehrmalige, für den Kurs schwer nachvollziehbare Abweichen vom Original des Dramas, was für einige Aufregung und Debatten sorgte. Manche Szenen wurden, bezogen auf die Umsetzung, als zu „sexualisiert und überinterpretiert“ empfunden. Auch Frau Müller-Rentz lobte die kritische Auseinandersetzung des Kurses mit der „doch sehr modernen und eigenwilligen Umsetzung“ des Dramas.

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Am Ende des Tages waren sich allerdings alle einig, dass durch diesen Besuch der Einblick in Kafkas berühmtestes Werk nochmals aus anderer Perspektive ermöglicht wurde und die Schüler/-innen nun eine neue Erfahrung bezüglich moderner Inszenierung gesammelt haben.

(Bericht: Ilona Kalte)