Beim Heilerziehungspflegetag für die beruflichen Klassen der Marienschule stellten VertreterInnen aus der Praxis ihre Arbeitsfelder vor.

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Diese waren vielfältig: Die Arbeit mit Kindern in der Integrativen Kita Altendiez sowie Kindern und Jugendlichen in der Förderschule in Wirges war vertreten. Auch die Tätigkeit in Wohnheimen für Erwachsene mit geistiger Beeinträchtigung wie dem Alfred-Delp-Haus in Oberursel oder der Lebenshilfe Limburg/Diez wurde vorgestellt. Das Konrad-von-Preysing-Haus in Frankfurt bietet darüber hinaus auch eine Betreuung in selbst gemieteten Wohnungen an. Ein weiterer Bereich waren die begleitenden psychiatrischen Dienste von Vitos Weil Lahn in Hadamarfür Menschen mit chronischen psychischen Erkrankungen. Herr Schneider vom Reha-Team Aartal stellte medizinische Hilfsmittel wie Rollstühle vor, die man auch ausprobieren konnte.

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Gemeinsam war den ReferentInnen die Begeisterung für ihren Beruf, die Freude an dieser abwechslungsreichen Arbeit in den unterschiedlichsten Arbeitsgebieten mit Jung und Alt und den bereichernden menschlichen Begegnungen, die sie ermöglicht. Wie Frau Callies formulierte, die übrigens ihre Ausbildung zur Sozialassistentin und zur Erzieherin an der Marienschule absolvierte: „In den letzten 18 Jahren hat es keinen Tag gegeben, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen wäre.“

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Auch die Arbeit mit Angehörigen als rechtliche Betreuer, z.B. in Angehörigenbeiräten, gehört in Caritaseinrichtungen dazu, wie Frau Rössel-Drath, die Moderatorin des Tages vom Diözesancaritasverband Limburg, betonte.

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Belastungen entstehen allerdings durch Personalknappheit. Heilerziehungspfleger werden also dringend gebraucht.

(Bericht: KD, Fotos: MM)

Am vergangenen Freitag besuchte der Kardinal und Weihbischof von El Salvador, Jose Gregoria Rosa Chavez, die Marienschule in Limburg. Im Rahmen der Aktion „Adveniat“, die seit mehr als 50 Jahren in der Weihnachtszeit Spenden für lateinamerikanische Länder sammelt und mit Gästen aus diesen Ländern verschiedene Institutionen besucht, war Kardinal Chavez, der ein Weggefährte Oskar Romeros war, zu Gast in Limburg.

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Oskar Romero wurde als der erste Heilige El Salvadors im Oktober diesen Jahres gemeinsam mit der Ordensgründerin Katharina Kaspar heiliggesprochen. Da über den Propheten und Unterstützer der Armen in Deutschland jedoch wenig bekannt ist, nutzte Kardinal Chavez die Gelegenheit, den Schülerinnen und Schülern über Romero zu berichten, dessen Lebensinhalt darin bestand, sich um die Armen und Hilfsbedürftigen zu kümmern. Kardinal Rose Chavez habe es sich als Lebensaufgabe auferlegt, diesen Weg fortzusetzen.

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Besonders sei Romero auf Familien eingegangen, die Kinder im Bürgerkrieg El Salvadors verloren oder vermisste Kinder haben. Da er immer wieder auf die bestehenden sozialen Probleme dieses Landes aufmerksam gemacht habe, sei er von der Regierung, die diese Missstände verleugne, sehr verhasst gewesen. Somit sei es ein noch viel größerer Erfolg, dass dieser Prophet nun als Heiliger bezeichnet werde. In der problematischen politischen Situation dieses Landes habe Romero einen „Hirten“ für die Menschen dargestellt und sei der Hoffnungsträger der Armen gewesen, dessen Ziel die Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung gewesen sei.

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Auf Nachfragen der interessierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, berichtete Kardinal Chavez sehr ausführlich über die Problematik der kriminellen Jugendbanden in El Salvador. Im Religionsunterricht hatte sich die Klasse 9f schon ausführlich mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Der Kardinal berichtete von egoistisch lebenden Jugendlichen, die schon früh in Kontakt mit Jugendbanden kommen würden. Diese Entwicklung sei durch die immer stärker werdende Kluft von Arm und Reich in El Salvador begründet.

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Chavez plädierte für eine bessere Schulbildung, um Jugendlichen eine aussichtsreichere Zukunft zu ermöglichen und dadurch schon den Eintritt in die gefährlichen Jugendbanden präventiv verhindern zu können. „Für diese Zukunft habe Romero den Grundstein gelegt, den wir nun fortführen müssen“, so Chavez. Zum Ende der Veranstaltung ging der Kardinal auf die Rolle des Heiligen als Prophet ein. Ein Prophet könne die Meinung der Gesellschaft positiv beeinflussen und würde den Willen Gottes als Botschafter kommunizieren. Er forderte die anwesende Schülerschaft dazu auf, selbst zu „Gottes Händen“ zu werden und prophetisches Denken zu vermitteln, um die Situation unserer Gesellschaft ins Positive zu verändern.

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Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich begeistert über den Besuch des Kardinal Chavez‘ und seine Berichte über Oskar Romero. „Ich werde bei der Weihnachtskollekte Geld für die lateinamerikanischen Länder spenden, damit sich die Lebensumstände, wie die in El Salvador verbessern“, so eine Schülerin.

(Bericht: Maria Förger, Fotos: MM)

Es war ein Abend der Vielfalt und des Zusammenhalts: Am Freitag, 23. November 2018, haben die Schülerinnen und Schüler der Q3 der Marienschule das sogenannte „Abi in Concert“ aufgeführt. Die verschiedenen Tutorengruppen tanzten, sangen und schauspielerten nicht nur, sondern stellten auch ihre Kreativität unter Beweis. Die Intention lag darin, zu zeigen, dass die einzelnen Individualitäten der Q3 gemeinsam stärker sind und etwas bewirken können. Die gesammelten Spenden sollen schließlich die Finanzierung des Abi-Balls ermöglichen.


Die harmonische Atmosphäre durch das Farbenspiel und Scheinwerfer im ganzen Saal ist gleich beim Eintritt in die Aula zu spüren. Nachdem die zwei Moderatoren Anika Eufinger und Leon Günther die Show einleiten, ertönt gleich lautes Gelächter bei der Vorstellung des Lebens der Satzzeichen des Mathe-Lks. Das Lachen erlischt auch nicht bei einer Hitparade des Biologie-Lks. Zusätzlich singt das Publikum sogar unter anderem bei dem Lied „99 Luftballons“ (von Nena) zu den tanzenden Zwölftklässlern mit. Nach weiteren Tänzen und auch einem beindruckendem Disco-Dance-Solo hört das Publikum kaum auf zu jubeln und zu klatschen. Außerdem fühlen sich viele Schülerinnen und Schüler, aber auch Eltern bei dem Sketch „10 Arten von Schülerinnen und Schülern“ vertreten. Schließlich wird in einem Poetry-Slam die Wichtigkeit der Gemeinschaft nochmals betont.


Nach der Pause geht es weiter mit dem Kunst-LK, der live ein Kunstwerk auf der Bühne erschafft. Auch hier tragen nur die vielen verschiedenen Hände des Lks zu dem ganzen Kunstwerk bei. Die Darstellung verschiedener Musicals des Sport-Lks, wie beispielsweise „Dirty-Dancing“, erweckt bei vielen Eltern und auch Lehrern im Publikum, Erinnerungen an die eigene Schulzeit. Die Vielfältigkeit der verschiedenen Programme des Abends wird nochmals bei dem gemeinsamen Singen des „Cup Songs“ des Mathe-Lks sowie bei der Vorstellung des Jahrgangschors deutlich. Für Begeisterung sorgen aber nicht nur die rund 90 Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs, sondern auch die Tutor/innen Andrea Bontjer, Daniel Laukner und Larissa Orgis, die es sich nicht nehmen lassen, mit ihren Kursen gemeinsam auf der Bühne aufzutreten.


„Ich bin stolz auf unseren Jahrgang und war selbst begeistert von dem gelungenen Abend sowie dem abwechslungsreichen Programm. Wir haben sehr viel Arbeit in die Proben reingesteckt und es ist schön zu sehen, dass sich das ganze ausgezahlt hat. Wir haben unsere ganzen Talente zu etwas großem zusammengefügt - eben nur gemeinsam“, so die Solo-Tänzerin Carla Collée. Der stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl dankte allen Beteiligten. Es sei das vielfältigste und farbenfrohste Abi in Concert gewesen, das er in seiner Marienschulzeit erlebt habe, lautete sein abschließendes Lob.


Weitere Bilder des Abends finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Laura Schlüter, Fotos: MM)

Für ihr Engagement im mathematisch-naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld und bei der Digitalisierung ist die Limburger Marienschule im Hessischen Landtag gleich zweifach ausgezeichnet worden: Das Gymnasium wurde bei einer Feierstunde unter Schirmherrschaft von Kultusminister Prof. Lorz sowohl als „MINT-freundliche Schule“ als auch als „Digitale Schule“ geehrt. Somit haben naturwissenschaftlich bzw. technisch interessierte Schülerinnen und Schüler ab sofort noch mehr Möglichkeiten, ihre Interessen in diesen Bereichen zu vertiefen, aber auch alle anderen profitieren von den entsprechenden Programmen der Privatschule.

Auszeichnung2018
„Die Auszeichnung als MINT-freundliche Schule ist einerseits eine Anerkennung unserer intensiven und vielfältigen Arbeit in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, erläuterte die zuständige Fachbereichsleiterin Simone Jung. Andererseits biete sie die Chance, diesen zukunftsorientierten Schwerpunkt weiter auszubauen und entsprechende Kontakte zu knüpfen: „Wir haben so noch mehr Möglichkeiten auf Kooperationen mit Universitäten und deren Professoren, was für unsere Schülerinnen und Schüler exzellente Kontaktmöglichkeiten bedeutet“, sagte Jung. Bereits heute belegten Marienschüler bei landes- und bundesweiten naturwissenschaftlichen Wettbewerben immer wieder erste Plätze. „Diese Begeisterung wollen wir nutzen und die Talente und Fertigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler durch die Unterstützung, die wir ab sofort erhalten, noch besser fördern als bisher“, so die Fachbereichsleiterin.

Logo MINT freundliche Schule
Das Konzept der Marienschule war bei der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ auf Begeisterung gestoßen – wie auch die Aktivitäten, mit denen das Gymnasium auf die voranschreitende Digitalisierung reagiert, um Schülerinnen und Schüler auf zukünftige Anforderungen im privaten und beruflichen Leben vorzubereiten. „Dabei geht es in der digitalen Bildung einerseits um die Grundlagen der digitalisierten Welt und den Erwerb der damit zusammenhängenden notwendigen Fähigkeiten, andererseits jedoch auch um die Unterrichtsgestaltung mithilfe moderner Technologien“, erläuterte der zuständige Koordinator Matthias Werner. Die Marienschule habe sich in den vergangenen Jahren intensiv mit inhaltlichen sowie technischen Fragen auseinandergesetzt, die das Thema Digitalisierung betreffen. So gebe es mittlerweile ein eigenes Bildungsinternet für die Schülerinnen und Schüler, Bildschirme in allen Klassenräumen sowie zwei neue Computerräume. „Diese Neuerungen werden natürlich auch in den Unterricht integriert, sodass die Jugendlichen beispielsweise hervorragende Präsentationsmöglichkeiten haben und nicht nur das Präsentieren, sondern auch viele weitere Kompetenzen, die in der Arbeitswelt von Morgen gefragt werden, lernen“, sagte Werner.

Logo Digitale Schule
Die in der Marienschule geschaffenen Voraussetzungen für das Erlernen solcher Kompetenzen sei ein zentraler Punkt, der zu der Auszeichnung der Schule geführt habe, erklärte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling: „Da vor allem Roboter in der Industrie 4.0 vertreten sein werden, beschäftigt sich die Marienschule schon in der Mittelstufe mit dem Programmieren. So gibt es das Projekt ´Roberta´, bei welchem Lego-Roboter programmiert werden.“ Dieses Fach setze sich anschließend als Informatik-Unterricht in der Oberstufe fort. Aber bereits in der fünften Jahrgangsstufe würden die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen wie das Zehn-Finger-Schreiben oder den Umgang mit Office-Programmen erwerben, so Zilling. „Für das richtige Verhalten im Internet haben wir schließlich ´Digitalen Helden´ ausgebildet, welche vor allem jüngeren Schülern den Umgang in sozialen Netzwerken erklären.“ Auf allen Ebenen habe die Marienschule viel für die Digitalisierung und die Thematisierung deren Chancen und Herausforderungen getan, was von den Experten überprüft und bestätigt worden sei, bilanzierte die Schulleiterin erfreut.

Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Initiative „MINT Zukunft schaffen!“ zeigte sich begeistert von dem Projekt des Limburger Gymnasiums. So sei die Auszeichnung ein wichtiges Zeichen, um die Schule auch bei diesem komplexen Thema zu unterstützen. Das Projekt zeige einen Zielrahmen und die Leitplanken für den Weg der Digitalisierung auf. Damit sei die Auszeichnung ein wichtiger Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule, wobei die ausgezeichneten Schulen schon jetzt Vorreiter seien.

INFO: Insgesamt 37 hessischen Schulen sind in Wiesbaden als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet worden. Davon erhielten 19 Schulen zum ersten Mal die Auszeichnung, darunter die Marienschule. 18 weitere Schulen wurden nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung erneut geehrt. Darüber hinaus wurden 10 hessische Schulen als „Digitale Schule“ ausgezeichnet, darunter die Marienschule.

(Bericht: Franziska Seitz/ Johanna Juncker)

Viel Spaß hat sie gemacht – die diesjährige Klassenfotoaktion. Spaß, den man ganz vielen Klassen- und Kursfotos angesehen hat. Und so ist es der Jury, bestehend aus Fotografin Martina Karl, Kunstlehrerin Nicole Scharbach und dem stellvertretenden Schulleiter Dirk Fredl, auch nicht leichtgefallen, das beste Klassenfoto zu küren. Deshalb gab es gleich zwei beste Klassenfotos – und letztlich sogar drei erste Preise: Den ersten Preis für das beste Foto laut Voting im Fotostudio Karl sowie die beiden ersten Preise für das beste Foto aus Sicht der Jury.


Beim Publikumsvoting setzte sich die Klasse 6c von Julia Schlösser klar vor der zweitplatzierten 8c (Veronika Weuthen) und der 9a (Christel Müller-Rentz) durch. Die Sechstklässler hatten ein Filmset mit vielen Details und guten Ideen inszeniert und damit die Publikumsgunst für sich gewinnen können.


Dieses Bild schaffte es auch in die Top 10 der Jury. Und die hatte es bei vielen sehr gut inszenierten Fotos nicht leicht, sich auf die besten drei Fotos festzulegen. Ob der gut durchdachte Kreislauf des Lebens, der gleich von zwei Klassen und Kursen zum Thema gemacht worden war, die Darstellung von Schule vor 100 Jahren, die Inszenierung von Rotkäppchen oder das Leben im Chemieunterricht: Jedes Foto hatte etwas für sich, so dass sich die Klassen 5a, 6a, 6c, 6d, 6f, 7d, 9c sowie die Tutorengruppen von Martina Fredl (E1), Bernd Berneiser (Q1) und Daniel Laukner (Q3) alle als Gewinner fühlen dürfen.


Aber aufs Siegertreppchen können letztlich nur drei Klassen – eigentlich. Denn der Jury gelang es lange Zeit nicht, sich zwischen den gelungenen Fotos der 5a von Kathrin Otten, der 6d von Pia Koch, der 9e von Jasmin Weber und dem Tutorenkurs von Bernd Berneiser zu entscheiden. Traumhaft süß waren die schlafenden Kinder der 5a, die 6d überzeugte mit einer liebevoll gestalteten Unterwasserwelt mit einer absolut kreativ hergestellten Qualle. Das Thema Frauenrechte brachte die 9e aufs Fotopapier, während der Englisch-Leistungskurs nicht nur Amerika, sondern auch gleich noch die Marienschule „great again“ machen wollte.





Schnell stand fest, dass die Schlafmützen und die Wasserbewohner das Rennen machen, gefolgt von den beiden politischen Themen. Und insofern stand auch die Entscheidung, dass der erste Platz geteilt wird: Über jeweils 50 Euro für die Klassenkasse, die Schulleiterin Dr. Henrike Zilling überreichte, durften sich die 5a und die 6d freuen. Ebenfalls 50 Euro für die Kurskasse als Zweitplatzierte gingen an die Schülerinnen und Schüler des Englisch-LKs. Und über 25 Euro für die Klassenkasse konnte die 9e jubeln. Dr. Henrike Zilling dankte abschließend allen kreativen Klassen und dem Fotostudio Karl, das die Preise zur Verfügung gestellt hatte.



(Bericht: FD, Fotos: Fotostudio Karl/ MM)