Am Donnerstag, dem 20.09.2018, ging es morgens nicht wie gewohnt für den Chemie-LK der Q1 in den normalen Unterricht in die Schule. An diesem Morgen traf sich der Kurs mit seiner Lehrerin Frau Jung am Bahnhof Limburg und wartete auf den Zug, welcher sie an die Justus-Liebig-Universität nach Gießen bringen sollte. Für den Kurs war ein Tag voller Experimente in großen Unilaboren geplant. „Chemie im Alltag“ hieß das Thema. Da stellten sich natürlich viele spannende Fragen.

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Empfangen wurde der Kurs herzlichst von Herrn Prof. Dr. Göttlich und den drei betreuenden Chemie-Studenten Anna, Celine und Phillip, die die Schüler zu dem riesigen und neuen Labor führten. Dort angekommen wurde sich erst einmal mit Kitteln und Schutzbrillen eingedeckt, bevor die Schülerinnen das Labor bestaunen und selbstständig an vielen verschiedenen Stationen spannende Experimente zu unterschiedlichen Fragestellungen durchführen durften. Somit konnten Fragen nach dem Nachweis von Laktose in Milchprodukten, der Herstellung von Seife, dem Gärungsprozess oder der Leuchtkraft von Spinat am Ende des Tages durch eigene Versuchsprotokolle lückenlos beantwortet werden. Am besten gefiel aber der Versuch zur Versilberung von Rollrandgläsern. Hier wurde das kleine Glas durch Befüllung mit Silbernitrat-Lösung und Zugabe eines Natriumhydroxid-Plätzchens sowie etwas Glucose-Lösung und anschließendem Schütteln mit einem silbernen Film überzogen. Das Gläschen durfte nach sorgfältiger Reinigung dann auch als Andenken mitgenommen werden.

„Es war einfach mal spannend in einem so großen Labor vollkommen selbstständig zu arbeiten und Fragen, die ich mir schon immer mal gestellt habe, durch Versuche beantworten zu können. Das sollten wir häufiger machen.”, meinte Sarah Weyand begeistert am Ende des Tages. Dieser Meinung konnte sich der ganze Kurs nur anschließen. Es war ein rundum gelungener Tag voller praktischer Laborerfahrung. Da waren sich alle einig.

(Bericht: Ilona Kalte)

Sie gehört schon fast zur Limburger Vorweihnachtszeit dazu - die Martinsaktion der Limburger Marienschule. Kuchen, Gebäck, Selbstgemachtes, heiße Getränke und dazu fröhlichen Gesang findet man an den Ständen der Schülerinnen und Schüler in der Innenstadt vor. Mehr als eine halbe Million Euro wurde durch diese Aktion in den vergangenen Schuljahren eingenommen. Letztes Jahr ging der Spendenerlös zur Hälfte an das Hilfsprojekt der Armen Dienstmägde Jesu Christi in Mitunguu, Kenia, sowie an die Organisation „Health for Uganda/Africa e. V.“. Eine Spende, die auf jeden Fall sinnvoll ist und dort auch dieses Jahr wieder benötigt wird.

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Somit heißt es auch im Schuljahr 2018/19 wieder: Kaffeekannen füllen, Plätzchen backen, warm einpacken und ab in die Fußgängerzone. Engagiert bereiten sich die Schülerinnen und Schüler wieder auf die 47. Martinsspendenaktion vor, die Ende Oktober startet. Freitagsnachmittags und samstags sind dir mehr als 1.000 Marienschülerinnen und –schüler zwischen evangelischer Kirche und Karstadt sowie in der Altstadt anzutreffen.
Mit liebevoll gebackenen Zimtsternen, selbst gebastelten Karten und Dekoartikeln sowie tollen Kuchen und heißem Kakao soll dort wieder auf die Weihnachtszeit eingestimmt werden. Der Erlös dieser Weihnachtsvorboten geht zur Hälfte an die Dernbacher Schwestern nach Kenia. Viele Kinder in Mitunguu können nämlich aufgrund der schlechten Infrastruktur nur höhere Schulen besuchen, wenn sie in einem Internat leben. Wegen des Platzmangels muss die dortige St. Francis School viele Schüler, aber insbesondere Mädchen, ablehnen. Deswegen planen die Dernbacher Schwestern dort ein neues Mädcheninternat zu bauen, um diesen Mädchen den Traum von höherer Schulbildung zu verwirklichen.
Mit der anderen Hälfte des Erlöses werden die Organisationen „Health for Uganda/Africa e. V.“, welche für eine verbesserte Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung vor Ort sorgt, und „MYO - Mondesa Youth Opportunities“ unterstützt werden. Diese Organisation setzt sich für die Erneuerung von Schulen in Swakopmund in Namibia ein. Hier werden die hart arbeitenden Schüler in Containern unterrichtet, deren Dächer so undicht sind, dass es durchregnet. Zu beiden Organisationen halten ehemalige Marienschülerinnen enge Kontakte, so dass garantiert ist, dass die Spendengelder vor Ort zu 100 Prozent ankommen.

In der schönsten Zeit des Jahres gibt es also kleine Geschenke zu erstehen, während man mit der Spende den Kindern in Afrika das wohl größte Geschenk bescheren kann: Ein Gewinn für alle also und damit startet die Marienschule motiviert in die Martinsspendenaktion 2018 und hofft auf die Unterstützung der Passanten.

(Bericht: Ilona Kalte)

120 Jahre ist es bereits her, dass Schulgründerin Maria Katharina Kasper starb und 40 Jahre, dass sie selig gesprochen wurde – am 14. Oktober 2018 wurde sie nun in Rom heilig gesprochen. Während eine Delegation von rund 150 Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern dies vor Ort auf dem Petersplatz miterleben durfte, feierte die in Limburg verbliebene Schulgemeinde die Heiligsprechung mit zwei Festgottesdiensten, die ganz im Zeichen des Leben und Werks dieser eindrucksvollen Frau standen.

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Unter dem Motto „Auf Maria Katharina Kaspers Spuren“ wurde im Limburger Dom gesungen, gelesen, gebetet und der nun Heiligen gedacht. Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der Oberstufe erzählten zum Beispiel vom Leben und Wirken der Gründermutter der Schule und lasen Fürbitten vor. Die Jugendlichen hatten unter Anleitung ihrer Religionslehrerinnen Christel Müller-Rentz und Betina Noll-Sabel Gegenstände ausgewählt, die die Handlungen von Katharina Kasper anschaulich machten. So stand ein paar abgelaufene Schuhe für ihren mehrfach gegangenen Weg von Dernbach nach Limburg, um beim Bischof zunächst die Gründung des Ordens der Armen Dienstmägde Jesu Christi und später auch der Marienschule durchzusetzen.

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Nach sechzig Minuten, in denen von Kaplan Daniel Engels auch Maria Katharina Kaspers Glaube und Verbindung zu Gott thematisiert wurde, endete der Gottesdienst, in dem die Schülerinnen, Schüler und Lehrer und Lehrerinnen sich auf die Frau besannen, wegen der die Marienschule bis heute ein Ort ist, an dem Mädchen und Jungen Bildung und Nähe zum Glauben erfahren können.

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Bereits am Samstag hatte bei einer Messe im Petersdom die Marienschuldelegation in Rom die Schulgründerin gefeiert. Die Messe am Hauptaltar zelebrierte Angelo Kardinal Comastri, Erzpriester der päpstlichen Basilika von St. Peter im Vatikan. Er ist Generalvikar des Papstes für die Vatikanstadt und Präsident des Petersdoms. Als Messdiener wirkten unsere Schüler/innen Antonius und Leonhard Höhler, Julian Quint, Simon Breuer, Markus Müller, Fabian und Florian Zuleger sowie Henry und Nicolas Courtial mit. Die Lesung trug Religionslehrerin Birgid Sagmeister vor. Neben ihren Kolleginnen Jessica Cegiela und Maria Möller trugen die Schülerinnen Paula Bittner, Louisa Krekel und Leon Stauber selbstgeschriebene Fürbitten vor.

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(Bericht: Emily Elßner, Fotos: FD)

Bildmissbrauch, Animationswirrwarr, Kanaldiskrepanz - mit solchen Begriffen hat sich die Einführungsphase der Oberstufe vor den Herbstferien vier Tage lang im Rahmen der Präsentationswoche auseinandergesetzt. Geleitet von Dr. Georg Jung hatte sie zum Ziel, die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase auf kommende Präsentationen in allen möglichen Fächern vorzubereiten - und das zum wiederholten Male erfolgreich.

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Nach einer einleitenden Vorstellung seitens des Referenten am Montagmorgen erfolgt sogleich der Einstieg mit einer Präsentation von Hans Hintermeyer, alias Georg Jung, über Seeschlangen - die aus Demonstrationszwecken „die schlechteste Präsentation sein wird, die ihr in eurem Leben hof-fentlich sehen werdet“, wie Georg Jung vor Beginn dieser anmerkt. Die Schülerinnen und Schüler haben währenddessen die Aufgabe, die Fehler zu finden, die das Beispiel Hans Hintermeyer hierbei macht. Diese werden danach in der großen Runde gesammelt und auf Flipcharts geschrieben, unter den Stichpunkten Inhalt und Struktur, Vortrag und Rhetorik, Foliengestaltung und -einsatz sowie Körpersprache - somit sind die Grundsteine für die kommenden Tage gelegt.

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Nach einer Präsentation des Referenten über die Gestaltung und den Umgang mit Folien haben die Kleingruppen danach die Chance, sich intensiv der Arbeit an ihren Präsentationen zu widmen. Dabei bekommen sie am Anfang sogar Unterstützung von Georg Jung, der an der St. Lioba Schule in Bad Nauheim gleich ein ganzes Schulfach mit dem Titel „Darstellendes Spiel“ leitet.

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Für die Ausarbeitung ihrer Vorträge haben die Schülerinnen und Schüler bis Mittwoch Zeit - dann werden Kursintern jeweils zwei Präsentationen in die Vorrunde geschickt. Aus dieser gehen dann, gewählt am Donnerstagvormittag vom Jahrgang selbst, drei finale Vorträge hervor, die nachmittags in der Aula noch einmal präsentieren. Am Ende wählt eine Lehrerjury die ihrer Meinung nach bestgestaltete Präsentation.
Zu den drei Finalisten zählten dieses Jahr die Präsentation „Plastic Surgery“ aus dem Englisch-Leistungskurs von Sarah Steiof, eine Präsentation aus dem Mathe-Leistungskurs von Julia Kaiser über vedische Mathematik und die letztendliche Gewinner-Präsentation „Antimaterie“ aus dem Physik-Tutorium von Dr. Silvia Stange. Trotz durchaus harter Konkurenz setzen sich am Ende Lena Crump, Ines Conradi, Samuel Waibel und Vanessa Lenfers mit ihrer Präsentation durch und gewinnen so für ihren ganzen Kurs eine Exkursion nach Bonn.

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Doch auch die anderen Kurse gehen nicht leer aus - zwar gibt es für sie keine Exkursion, aber in der Woche haben alle viel gelernt, das sich auch in Zukunft als sehr wertvoll erweisen sollte. Denn die nächste Präsentation kommt bestimmt!

(Bericht: Emily Elßner, Fotos: MM)

„Willkommen zurück!“ Mit diesen Worten eröffnete der Vorsitzende des Fördervereins der Marienschule am vergangenen Samstag, den 22. September 2018, seine Rede anlässlich des Ehemaligentags der Marienschule Limburg. Zu diesem Anlass kamen an diesem Nachmittag weit mehr als 300 Absolventen der Schule, um sich an vergangene Zeiten zu erinnern und zu schauen, was aus der Schule in der Zwischenzeit geworden ist. Die Anwesenden kamen aus dem In- und Ausland. So waren auch Wege von Berlin, München, Oslo, Rotterdam oder Barcelona nicht zu weit.

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Eröffnet wurde der Nachmittag wie jedes Jahr zunächst mit einem Gottesdienst in der Kapelle der Marienschule. Zusammen mit Kaplan Daniel Engels und unter der musikalischen Begleitung von Musiklehrer Christoph Pabst, feierten die ehemaligen Absolventen der Marienschule einen Eröffnungsgottesdienst. Die Feier stand ganz unter dem Motto der Schulgründerin Maria Katharina Kaspers. So sprach Kaplan Daniel Engels, dass der Charakter und die Institutionen von Maria Katharina Kasper auch heute noch Vorbild für uns seien. So sei es umso erfreulicher, dass Maria Katharina Kasper im Oktober heiliggesprochen wird.
Anschließend wurden die ehemaligen Schülerinnen in der Aula von der Bläserklasse unter Leitung von Christoph Pabst empfangen. Nach deren erfolgreicher Darbietung übernahm die Schulleiterin Henrike Zilling das Wort. Sie begrüßte zunächst alle Anwesenden und berichtete anschließend über Aktuelles aus der Marienschule. So sprach sie Aspekte wie den momentanen Brandschutzausbau, die Digitalisierungsarbeit sowie die Schulentwicklung an. Sie berichtete den Anwesenden über die Jungenarbeit an der Marienschule und gleichzeitig ging sie auf die Modernisierung der Schule ein.

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Im Anschluss an die Begrüßungsworte der Schulleiterin hieß auch der Vorsitzende des Fördervereins der Marienschule, Thorsten Daubenfeld, alle Anwesenden herzlichst Willkommen. Er ging auf die Arbeit des Fördervereins der Marienschule näher ein und berichtete von unterstützten Projekten. Danach gab er das Wort an Lieselotte Hof ab. Diese hatte vor 70 Jahren, im Jahr 1948, ihr Abitur an der Marienschule Limburg absolviert und erzählte nun von ihrer Schulzeit am Mädchengymnasium. Mit ihrer offenen Art konnte sie schnell die Aufmerksamkeit des Publikums erreichen. Lieselotte Hof berichtete von der Schulzeit unter Adolf Hitler und der sich ändernden Schulkultur. Unter anderem erzählte sie von einer Zeit, in der die Marienschule eine staatliche Schule war und Ordensschwestern nicht unterrichten durften. Weiterhin hörte das Publikum aufmerksam zu, als die Jubilarin von ihrer Schulzeit während des zweiten Weltkriegs erzählte. So sei der Schulalltag zunehmend schwerer geworden. Erst nach der Befreiung durch die Alliierten habe sich der Schulalltag wieder normalisiert und die Marienschule hätte zu alter Tradition zurückkehren können. Gen Ende ihrer Rede berichtete Lieselotte Hof von mehreren Ordensschwestern, welche nach der Kriegszeit wieder unterrichten durften. Viele Schwestern hätten ihre Zeit in der Oberstufe sehr bereichert. So gab es bei einigen Namen immer wieder zustimmendes Nicken im Publikum. Abschließend erklärte die ehemalige Marienschülerin, dass die Schule sie sehr geprägt habe und auch ihre Töchter die Schule besucht hätten. So sagte Lieselotte Hof: „Die Marienschule war schon immer meine Schule!“

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Im Anschluss an diese mitreißende Rede folgten die Ehrungen der Abiturjahrgänge durch Professor Daubenfeld. Die Ehrung begann zunächst mit den Absolventen von 1993, welche seit nun mehr 25 Jahren ihren Abschluss haben. Anschließend wurden die Jahrgänge 1968, 1963, 1958, 1953 sowie Lieselotte Hof als Einzige des Jahrgangs 1948 geehrt. Dabei wurden jeweils Abiturienten sowie Absolventen des Kindergartenseminars und der Handels- sowie Hauswirtschaftsschule nach vorne gebeten.

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Nach diesem offiziellen Teil in der Aula verteilten sich die Absolventen in verschiedene Klassenräume. Dabei bestand die Möglichkeit gemeinsam bei Kaffee und Kuchen in Erinnerungen zu schwelgen und über vergangene Kursfahrten, Schulausflüge oder Lehrer zu reden. Der Erlös des Verkaufs kommt auch in diesem Jahr wieder der Martinsspende zugute, die unter anderem Projekte der Dernbacher Schwestern unterstützt.

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(Bericht: Franziska Seitz, Fotos: MM)