„Schenke Leben, spende Blut“ - so lautet der Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes. Blut spenden, das konnte man auch am vergangenen Donnerstag, dem 15. Mai, in der Schulturnhalle der Marienschule. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Oberstufe und beruflichen Zweige sowie Lehrkräfte nutzten diese Gelegenheit, sich Blut für einen guten Zweck abnehmen zu lassen.

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Empfänger und Veranstalter der Aktion ist das mobile Team des Uniklinikums Gießen/Marburg. Um ihren jährlichen Bedarf von etwa 40.000 Blutkonserven decken zu können, ist ein Team von Ärzten zweimal pro Woche unterwegs - an Dienstagen für die eigenen Studenten; donnerstags besucht das Team Schulen und Firmen. Nach einer zweijährigen Pause kam das Team nun auch wieder an die Marienschule.

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Der aktuelle Besuch wurde ein Vierteljahr im Voraus geplant - von einer Voranmeldung bis zu einem Besuch der Räumlichkeiten gab es eine Menge zu klären. Insgesamt 60 Personen, die sich aus den schon volljährigen Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und denen der Berufsschule sowie den Lehrkräften zusammensetzen, meldeten sich im Zuge der Vorbereitungen an.

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Am Tag der Blutspende ist die Turnhalle im Keller der Schule kaum wiederzuerkennen: Krankenliegen, Bänke und Tische stehen bereit, Matten sind zum Ausruhen ausgelegt und Ärzte und Krankenschwestern kümmern sich um die Aufnahme und Blutabnahme der angemeldeten Teilnehmer.

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Der Prozess beginnt, nach der Anmeldung, mit dem Ausfüllen eines Gesundheitsbogens und dem Bestimmen des Hämoglobinwertes des Spenders. Nach einem Gesundheitscheck kann es dann auch schon losgehen mit der eigentlichen Blutspende. Gespendet wird der genormte Wert von einem halben Liter. Das dauert circa zehn Minuten - danach darf man sich noch kurz auf der Liege entspannen. Dabei ist es wichtig, noch etwas zu essen oder zu trinken, um den Blutverlust wieder auszugleichen. Insgesamt sollte man für die ganze Prozedur etwa 50 Minuten einplanen, erklärt eine der Ärztinnen; als Erstspender noch etwas mehr Zeit, da man als solcher intensiver auf den Prozess der Spende vorbereitet wird.

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Erstspender gab es in diesem Jahr natürlich einige unter den Angemeldeten, da die Schüler der Q4 oft gerade rechtzeitig zum Veranstaltungstermin das erforderliche Alter von 18 erreicht haben. Sie sind sehr zufrieden mit der Organisation der Spende, ebenso wie die anderen Teilnehmer. Dass diese in der Schule durchgeführt wird, mache das ganze außerdem sehr entspannt, da man sowieso in der Schule ist, erzählt mir ein Schüler. Er ist Erstspender, wird es aber definitiv nicht bleiben. Er will wieder spenden. Er könne so ganz einfach Leben retten, begründet er seine Entscheidung.

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Der Meinung sind auch die Ärzte aus dem Team des Uniklinikums. Es lohnt sich, Blut zu spenden, denn die Kliniken sind darauf angewiesen, erzählen sie mir, und der Aufwand für den Spender sei sehr gering. Blutkonserven werden gerade im Sommer benötigt, wenn die Hauptsaison für Urlaub ist und die Spenderzahl daher gering - diesen Verlust kann das Uniklinikum mit externen Spenden-aktionen wie denen in der Schulturnhalle ausgleichen, auf die sie daher unbedingt angewiesen sind. Und für den Spender gibt es außerdem noch einen gratis Gesundheitscheck obendrauf - eine absolute Win-Win-Situation für beide Seiten!

(Bericht: Emily Elßner, Fotos: MM)

Mit den Schülerinnen Ch. Blöcher, M. Balzer, M. Manneschmidt, N. Debo, B. Blöcher, M. Reichart, Langschied, N. Fluck, F. Kargbo und J. Jahl trat die Leichtathletikmannschaft der Marienschule am 8. Mai 2019 in der Wettkampfklasse II der Mädchen an. Begleitet von Kampfrichterin Ch. Pötz und Sportlehrerin U. Dornoff-Thomas.

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Dauerregen und Temperaturen unter 5 Grad machten diesen Wettkampf zum Härtetest. Die Mädels kämpften in Hochsprung, 100m-Sprint, Speerwurf, Weitsprung, Kugelstoß, 800m-Lauf und Staffellauf um die Punkte. Am Ende mussten sie sich lediglich dem Gymnasium Wetzlar geschlagen geben und konnten sich herzlich über Platz 2 freuen.

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Damit sicherten sie sich die Teilnahme am Landesentscheid in Gelnhausen.

(Bericht und Fotos: DN)

Vom Projekt Nord Stream II über die Effektivität des Emissionshandels bis hin zu Umweltproblemen durch Plastikverpackungen: Anlässlich des Europatages und der Wahl des Europäischen Parlaments diskutierten am Donnerstag, dem 9. Mai, Michael Gahler (CDU), Anna Kristina Tanev (SPD), Sebastian Schaub (B90/Die Grünen), Dirk Tiemann (FDP) und Jörg Zimmermann (Die Linke) mit Oberstufenschülern in der Aula der Marienschule.

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Zu Beginn begrüßte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling nicht nur die Diskussionsteilnehmer, sondern auch die Hauptgeschäftsführerin der IHK Limburg, Monika Sommer, und die Aus- und Weiterbildungsbeauftragte Jutta Golinski als Gäste und eröffnete den Marienschul-Europatag, an dessen konzeptioneller Gestaltung Fachbereichsleiterin Meike Lang beteiligt war. Anlässlich dieses besonderen Tages hatte die Oberstufe eine Ausstellung vorbereitet, die in den Gängen und in der Mensa von der Schulgemeinde besichtigt werden konnte.

Der erste Themenblock wurde vom Leistungskurs Politik und Wirtschaft der Q2 unter der Leitung von Daniel Laukner vorbereitet. Die Moderatorinnen Laura Hammer, Janina und Jill Rasch sprachen dabei vor allem wirtschaftliche Themen der Europäischen Union an, insbesondere das umstrittene Projekt Nord Stream 2. Die Gaspipeline transportiert russisches Erdgas durch die Ostsee nach Deutschland.

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Michael Gahler (CDU) betonte, dass das Projekt im EU-Parlament mehrheitlich abgelehnt werde. Jedoch erachte er Russland als unverzichtbaren Partner für eine sichere Stromversorgung. Dennoch solle die Pipeline nach Richtlinien der EU betrieben werden. Ebenso befürworte er eine Genehmigung seitens der EU-Kommission für eine Nutzung der Pipeline durch andere Staaten. Dirk Tiemann (FDP) fügte hinzu: „Wir sollten versuchen, unsere europäischen Partner mit einzubeziehen“, da gerade die östlichen Länder wirtschaftlichen Aufschwung suchen würden. Jedoch solle Deutschland sich nicht abhängig machen, was die Stromversorgung angeht. Man müsse sich immer fragen, wie verlässlich der Partner sei. Anna Kristine Tanev (SPD) sagte: „Ich glaube nicht, dass Nord Stream 2 verhindert werden kann“, da man mit dem Fracking-Gas aus den USA keinen zuverlässigen Partner hätte. Aus diesem Grund setze sie sich für eine Autonomie und die Verbesserung der Forschung bezüglich regenerativer Energien und Kernfusion ein. Jörg Zimmermann (Die Linke) bezeichnete Russland als „Staat einer nachwirtschaftlichen Modernisierung“ mit viel Privatwirtschaft und vielen Monopolen und sprach sich deshalb gegen den Bau von Terminals der Pipeline aus.

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Den zweiten Themenblock moderierten Ida Gördten und Charlotte Kreuzsaler des Leistungskurses Politik und Wirtschaft der E2 unter der Leitung von Julia Schlösser. Sie legten ihren Schwerpunkt auf die Umweltpolitik, bei der die Demonstrationen „Fridays for Future“ und der Emissionshandel im Vordergrund standen.

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Die weit verbreiteten Demonstrationen, bei denen Schüler jeden Freitag gegen den Klimawandel demonstrieren und dafür unentschuldigte Fehlstunden in Kauf nehmen, wurden besonders von Anna Kristina Tanev (SPD) und Jörg Zimmermann (Die Linke) unterstützt. „Ich gehöre zu den Lehrern, die freitags ihre Kursbücher zu Hause lassen, um mit den Schülern bei Fridays for Future zu demonstrieren“, gab die SPD-Politikerin zu Protokoll. Michael Gahler (CDU) betonte in diesem Zusammenhang die besondere Verantwortung Deutschlands beim Klimaschutz. Europäische Klimaziele sollten umgesetzt und gerade Entwicklungsländer unterstützt werden. „Das Geschwätz muss endlich ein Ende haben“, hieß es deutlich von Jörg Zimmermann (Die Linke), der es ablehnt, Klimaziele auf das Jahr 2030 oder 2050 zu verschieben. Es müssten stattdessen grundsätzliche Weichen gestellt werden. So sei auch die Elektromobilität insgesamt nicht förderlich. Daraufhin entgegnete Michael Gahler (CDU) mit fraktionsübergreifenden Beschlüssen und Erfolgen bezüglich der CO2-Reduktion. „Alles braucht seine Zeit“, da es möglich sein müsse, die Ziele technisch umzusetzen. Nach leichter Verspätung war nun auch Sebastian Schaub (B90/Die Grünen) anwesend: „Durch die Fridays for Future-Demonstrationen sind die anderen Parteien endlich aufgewacht“, betonte er gleich zu Beginn. Seine Partei setze bei der kommenden Wahl insbesondere auf den Umweltschutz, die soziale Gerechtigkeit und die Einheit Europas.

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Auch das Thema CO2- Steuern wurde heftig diskutiert. Dirk Tiemann (FDP) sieht die Steuern als einen Preismechanismus für den Umweltschutz an und befürwortete deshalb die Bepreisung der Abgase, wollte aber gleichzeitig auch die Anzahl der Zertifikate minimieren. Das Signal sei gesetzt, nun gelte es, beispielsweise in Parteien einzutreten und sich weiter zu engagieren. Auch Sebastian Schaub (B90/Die Grünen) sieht eine solche Steuer als positiv an: „Das ist der einzige realistische Weg, den wir im Moment gehen können“. Auch der Emissionshandel sei ein pragmatischer Weg, wenn auch nicht die beste Variante. Es müsse mehr in Forschung für erneuerbare Energien investiert werden. Jörg Zimmermann (Die Linke) beurteilt den Emissionshandel und eine CO2- Steuer als zwecklos und ineffizient: „Das taugt nichts. Wir müssen den CO2-Ausstoß begrenzen, nicht besteuern“. Das Verletzen des Planeten dürfe nicht zum Recht werden. Anna Kristina Tanev (SPD) sieht die Sanktionen als nötig, denn auf freiwilliger Basis könne man nichts mehr erreichen. „Wir brauchen den Emissionshandel weltweit“, so Tanev. Michael Gahler (CDU) fügte hinzu: „Der Effekt tritt langsam ein“.

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Insgesamt war die 90-minütige Diskussion sehr lebendig, da zwischen den Parteien die Meinungsverschiedenheiten deutlich erkennbar waren und die Gesprächsthemen für zahlreiche konstruktive Konflikte sorgten. Abschließend bedankte sich Julia Schlösser stellvertretend für die gesamte Schulgemeinde bei den Vertretern der Parteien und wünschte ihnen viel Erfolg für die anstehende Europawahl.

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Weitere Bilder der Podiumsdiskussion finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Lorena Fladenhofer, Fotos: MM)

Unter dem Link kannst du dich über alle angebotenen Projekte informieren. Beachte bitte, dass bestimmte Projekte nur für bestimmte Jahrgangsstufen angeboten werden. Beachte außerdem, dass sich bestimmte Details (wie etwa die maximale Teilnehmerzahl) noch ändern können.

Informationen zu den Projekttagen 2019 an der Marienschule

Suche dir bitte 4 Projekte aus, die dich interessieren. Es kann nicht garantiert werden, dass du deine Erst- oder Zweitwahl erhältst! Schreibe Dir die Nummern der Projekte auf! Die SV wird in den nächsten Wochen in den Unterricht kommen. Dann kannst du deine Projekte in eine Liste eintragen.

(Text: KN)

Die Austauschschülerinnen und ihre Begleitung, Frau Noll-Sabel und Frau Müller-Rentz, sind gut in Pont-Sainte-Maxence angekommen.

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Heute haben sie das berühmte Schloss Chantilly besucht.

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Der 8. Mai ist in Frankreich " jour der fête", "Armistice", bei uns heißt er "Tag der Befreiung". Die 20 Marienschülerinnen haben den freien Tag in ihren Gastfamilien verbracht, viele haben Paris und den "Parc d' Astérix" besucht.

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Heute Morgen gab es ein fröhliches Wiedersehen vor dem Rathaus von Pont, um gemeinsam mit den französischen Austauschpartnern nach Compiegne zur Erinnerungsstätte aufzubrechen.

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41 junge deutsche und französische Schüler*innen machen sich von Pont Sainte Maxence auf den Weg in die Vergangenheit. Sie folgen den Spuren Emanuel Macrons und Angela Merkels, die im November 2018 im Wald von Compiègne den Ort der Erinnerung an den Waffenstillstand nach dem Ersten Weltkrieg zwischen Maréchal Foch und dem deutschen Generalstab besuchten und die deutsch-französische Freundschaft bekräftigten.

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In dem sehr interessanten Vortrag einer Mitarbeiterin der Gedenkstätte erfuhren die jungen Europäer einiges über den Zustand der französischen Armee im Ersten Weltkrieg. So mussten die ursprüngliche rotblauen Uniformen der Franzosen, die für den Gegner weithin sichtbar waren, gegen "horizontblaue" ausgetauscht werden, um sie von den grüngekleideten deutschen Soldaten zu unterscheiden. Ein rascheres Laden der Gewehre und handlicheren Seitengewehre, die schlimmere Verletzungen hervorriefen, trugen wohl ebenfalls zum späteren Sieg der französischen Armee bei. Das Gewicht des Tornisters entsprach dem eines 9-jährigen Kindes. Es amüsiert heutzutage zu erfahren, dass die französischen Soldaten Wein statt Wasser bekamen, und zwar täglich zwei Liter pro Mann. Dabei blieb keiner nüchtern. Der Wein steigerte den Mut, erzeugte ein Wärmegefühl bei Temperaturen von z.T.  -20 Grad und war schmerzlindernd bei Verletzungen. Schockiert reagieren die Schüleri*nnen, als sie hören, dass neben Suppen häufig selbtgefangene Tiere, wie z.B. Ratten, auf dem Speiseplan standen, denn im Krieg hungerten Bevölkerung und Armee. In der französischen Armee bestand eine Rasurpflicht und es gab ein Bartverbot, damit die Gasmaske passte.

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Im November 1918 erfolgte der Waffenstillstand (Armistice), der Friedensvertrag wurde erst 1919 unterzeichnet. Maréchal Foch, der im nahen Senlis residierte, suchte einen diskreten Ort, um unbeobachtet von der aufgebrachten Bevölkerung mit den Deutschen den Waffenstillstandsvertrag zu unterschreiben. Foche reiste in einem Zug an, dessen Speisewagen in ein Büro umfunktioniert war. Die Deutschen reisten ebenfalls im Zug an. Der Vertrag bestand aus 24 Punkten - unter anderem in der Rückgabe der besetzen Gebiete, der Rückkehr Elsass-Lothringens zu Frankreich und es durfte keine deutsche Armee mit mehr als 10.000 Soldaten mehr geben. Sechs Stunden nach Unterzeichnung erreichte diese Nachricht den letzten Soldaten. Später erfolgte die Schaffung einer Lichtung und einer Erinnerungsstätte.

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1940 wurde der Ort von Hitler aus Rache für die Unterzeichnung des deutsch-französischen Waffenstillstands gewählt. Er ließ alle Monumente schleifen. Diese wurden nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut. Da der Originalwaggon in seinem Holzaufbau verbrannt war, wurde das Untergestell weiterverwendet und diente in der DDR als Werkstattwagen bis 1986. Die jungen Deutschen und Europäer haben gelernt, wie schrecklich der Krieg ist und werden hoffentlich niemals ähnliches erleben. Gerne stellen sie sich für ein Foto im "Friedensring" auf.

(Text und Fotos: MR)