Lob von höchster Stelle: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat das gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) organisierte Unterrichtsprojekt „Basics in Business“ (BiB) als mustergültig gelobt. Beim IHK-Jahresempfang in der Limburger Stadthalle eröffnete die Bildungsministerin ihre Rede mit einer Kurzvorstellung des BiB-Projektes, das sie als Modell für viele allgemeinbildende Schulen bezeichnete. Vor rund 300 Spitzenvertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Politik skizzierte Karliczek zunächst die Schwerpunkte von Basics in Business.

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BiB läuft mittlerweile im achten Jahr an der Marienschule. Es handelt sich um ein zusätzliches Unterrichtsangebot in der gymnasialen Oberstufe, bei dem sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit Wirtschaftsthemen beschäftigen und ins Gespräch mit Unternehmen aus der Region kommen. Der Kurs verbindet Theorie und Praxis, indem die Lehrer volkswirtschaftliche Grundlagen vermitteln und die Unternehmensvertreter die Inhalte mit der Berufspraxis verzahnen sowie betriebswirtschaftliche Abläufe in den Blick nehmen. Mit großer Unterstützung der Limburger IHK ermöglichen es heimische Unternehmen den Kursteilnehmern auf diese Weise, Einblicke in den Unternehmensalltag zu erhalten. „Wenn statt des Lehrers ein erfahrener Meister vor der Klasse steht und der Unterricht nicht mit Büchern im Klassenraum, sondern in der Werkshalle einer Firma stattfindet, dann ist das eine Verzahnung von Schule und Wirtschaft, die beispielgebend ist“, lobte die Bundesministerin das BiB-Projekt in ihrer Rede. Sie wünsche sich, dass das außergewöhnliche Kooperationsprojekt von IHK, Unternehmen und Marienschule auch von anderen aufgegriffen werde. Im anschließenden persönlichen Gespräch mit dem stellvertretenden Schulleiter Dirk Fredl sagte die Bildungsministerin, dass es ihr ein Anliegen sei, auch in den allgemeinbildenden Schulen die Augen für die Vielfalt von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten noch weiter zu öffnen. In den Unternehmen der Region finde eine hervorragende duale Ausbildung statt, die es verdient habe, noch besser wahrgenommen zu werden. Das BiB-Projekt biete hier eine hervorragende Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor Ort kennenzulernen und so eine gute Grundlage für eine spätere Berufsentscheidung zu legen. „Wir sind froh, dass so viele Unternehmen mit Begeisterung dabei sind und uns unterstützen“, lobte der stellvertretende Schulleiter in dem Gespräch mit der Politikerin das Engagement der heimischen Wirtschaft. Fredl konnte der Bundesbildungsministerin erfreut berichten, dass einige Unternehmen wie Harmonic Drive oder die Albert-Weil-AG bereits von Beginn an dabei sind. Auch Michael Scholz, der Leiter des Staatlichen Schulamtes, zeigte sich vom BiB-Projekt begeistert und dankte Jutta Golinski, der Aus- und Weiterbildungsbeauftragten der IHK, für deren Unterstützung bei der Umsetzung. Höchst erfreut über das Lob aus der Bundesregierung zeigte sich Schulleitern Dr. Henrike Zilling: „Ich bin glücklich, dass es der Fachschaft Politik und Wirtschaft gelungen ist, ein Modell zu entwickeln, das nicht nur die Schülerinnen und Schüler persönlich enorm weiterbringt, sondern das auch als beispielgebend von der Bildungspolitik bezeichnet wird“.

(Fd)

Die Schülerinnen und Schüler der Robotik-AG und des Informatikkurses besuchten gemeinsam mit Herrn Bäumlisberger die Harmonic Drive AG in Offheim.

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Die Harmonic Drive AG ist ein Tochterunternehmen der Harmonic Drive Sytems Inc. aus Japan und beschäftigt ca. 480 Mitarbeiter, davon allein 430 in Limburg. Diese arbeiten vor allem am Bau von Getrieben, die in vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommen. Die Hauptanwendungsbereiche sind Robot/Handling/Automation, Luft- und Raumfahrt, Wehrtechnik, Werkzeugmaschinen, Medizintechnik und optische Systeme.

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Zu Beginn bekamen wir eine Einführung von Herrn Zens, der unter anderem darauf einging, was Getriebe sind und wofür diese gebraucht werden. Die Harmonic Drive-Getriebe sind insbesondere in der Robotik beliebt, da sie einen großen Spielraum durch eine Hohlwelle und ein geringes Gewicht haben und sehr präzise sind. Der Vortrag von Herrn Kayser informierte die Besucher über Mechatronikroboter, die Servicearbeiten ausführen, unterschiedlich aussehen und verschiedenen Anwendungszwecke haben. Daraufhin wurde dies anhand des Aufbaus und der Funktionen des 3-Achs-Demonstrators bestätigt und technisch genauer erklärt. Während der Führung durch den Betrieb bekamen wir einen Einblick in die Produktion. In den Messräumen wird stichprobenartig die Genauigkeit von Einzelteilen geprüft, in der Fertigung wird immer mehr durch Roboter automatisiert und in den Testständen werden die Getriebe auf Herz und Nieren getestet.

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Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich ganz herzlich für die Mühe und Zeit der Harmonic Drive-Mitarbeiter.

(Bericht: Anouk und Chionia)

Der diesjährige Kreisentscheid im Tischtennis war für die Organisatoren Konny Neu-Müller und Siegfried Böckling eine Mammutaufgabe, denn in Hadamar nahmen mehr als 100 Kinder und Jugendliche teil. 15 teilnehmenden Mannschaften aus 7 Schulen ist für den Sportkreis ein herausragendes Ergebnis. Die Marienschule schickte diesmal zwei Mannschaften ins Rennen.

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In der WK III Jungen trat unsere Mannschaft gegen Hadamar und Bad Camberg an. Gegen den haushohen Favoriten aus Hadamar verloren die Limburger nach starken Spielen mit 3:6. Gegen Bad Camberg folgte eine knappe Niederlage mit 4:6. Somit wurde die Marienschule in der WK III Jungen Platz 3.

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Die Mädchen der WK III hatten es mit Hadamar und der Tilemannschule zu tun. Gegen den Vizemeister des Bundesfinales 2018 Hadamar spielte die Marienschule groß auf und konnte das Spiel mit 7:2 gewinnen.
Gegen die Tilemannschule hingegen wurde es ein sehr enges Match. Beim Stand von 4:4 musste das letzte Doppel über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die Marienschülerinnen behielten die Nerven und holten den entscheidenden Punkt zum 5:4 Sieg.

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Damit dürfen die Mädchen der WK III im nächsten Jahr am Regionalentscheid teilnehmen. Ein Dankeschön geht an Herrn Mädrich, der die Mannschaft betreute.

(Bericht: LN, Fotos: Thomas Meilinger, TT-Kreiswart Limburg-Weilburg)

Rund 300 Viertklässlerinnen und Viertklässler sowie deren Eltern haben am Samstag, 10. Oktober 2018, die Marienschule besucht. Ein Vormittag, an dem über den Alltag, den Unterricht und die Leistungen der Marienschule informativ berichtet wurde, aber die Grundschülerinnen und Grundschüler auch auf spielerische Art und Weise die Schule kennenlernen durften. Die Besucher waren nicht nur von der Angebotsvielfalt, welche von wissenschaftlichen Experimenten bis hin zu Einführungen in verschiedene Sprachen reichte, begeistert, sondern auch von der Offenheit der Schülerinnen und Schüler, welche stark für das Motto „Miteinander lernen, füreinander da sein“ einstanden.

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Im Eingang der Marienschule wurden die schon staunenden Eltern und lachenden Kinder von den Schülerlotsen in Empfang genommen, welche den Viertklässlerinnen und Viertklässlern die Schule und deren Angebote auf sehr persönliche Art zeigten. Marina Felchle, eine Mutter,  meinte dazu: „Auf den ersten Blick scheint schon alles super. Ich finde es toll, dass die Schülerlotsen einem alles zeigen und mein Kind hier so viele Sachen ausprobieren darf!“ Von dem Chemielabor, in dem unter anderem Effekte einer Lavalampe erzeugt wurden, über die Möglichkeit, Roboter fahren zu lassen und in der Biologie mikroskopieren zu dürfen, bis hinzu japanische Faltkunst kennenzulernen und selber auszuprobieren, gab es für jeden etwas zu erleben. Selbst eine Erstklässlerin, die als Geschwisterkind dabei war, sagte schon: „Die Bläserklasse hat so toll gespielt und wenn ich alt genug bin, will ich auch auf die Marienschule!“ Aber nicht nur die musikalische Vielfalt brachte Eltern sowie Schülerinnen und Schüler zum Staunen, sondern auch das breitgefächerte Sprachenangebot. Ab dem kommenden Schuljahr bietet das Limburger Gymnasium Spanisch als zweite Fremdsprache an.

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Am Tag der offenen Tür gab es darüber hinaus Internationales Fingerfood, Spiele zur Kultur anderer Länder und ein kleines Sprachquiz. Angebote, die nicht nur dem Viertklässler Marlon Ricker Spaß machten: „ Ich wusste gar nicht wie viele Sprachen es überhaupt gibt.“ Damit die Eltern sich informieren können, wurden individuelle Beratungsgespräche sowie Informationsveranstaltung zum Schulkonzept und Förderungen ermöglicht, wozu Michael Schober, der Vater einer Viertklässlerin, meinte: „Ich finde es bewundernswert, wie offenherzig und familiär die Atmosphäre hier ist, aber man trotzdem informativ alles Wichtige erfährt.“ Denn nach dem alkoholfreien Cocktail, der von einer Klasse gemixt wurde, bestand die Möglichkeit sich mit Crêpes aus Frankreich, Waffeln oder anderem Gebäck zu stärken. Weiter ging es damit, vom Schulsanitätsdienst zu erlernen, wie man historische Verbände anlegt, dem Bewältigen des Parcours in der Turnhalle oder dem Löten in der Physik.

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Schließlich konnten die begeisterten Grundschülerinnen und Grundschüler einen guten Einblick in den Schullalltag sowie die kulturelle und fachliche Vielfalt der Marienschule werfen. Auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling sah den Tag der offenen Tür als äußerst gelungen an. „Mit unserem Motto „Miteinander lernen, füreinander da sein“ wollen wir ein selbstverständliches Miteinander fördern und kooperative und sozialverhaltende Arbeitsweisen unterstützen. Deswegen hat mich der große Andrang bei den Informationsveranstaltungen sehr gefreut und ich konnte nicht nur die Eltern, sondern direkt Schülerinnen und Schüler ansprechen.“

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Weitere Bilder zum Tag der offenen Tür 2018 finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Laura Schlüter, Fotos: MM/NH)