„Ich sitze hier in der jeder Unterrichtsstunde und kann für mich einen Haken machen – und denke: Ja, du hast alles richtig gemacht!“ So beschreibt Nekeyta, eine Studierende im ersten Jahr, ihre Eindrücke von der Sozialassistentenausbildung an der Limburger Marienschule. Sie und rund 250 weitere Studierende stellten am Samstag die beruflichen Zweige mit zahlreichen Projekten vor und stießen dabei auf großes Interesse – trotz schwieriger Straßenverhältnisse.

TdoT1

Der Tag der offenen Tür stand unter dem Motto „Das Gute von gestern für das Schöne von morgen“. Hierbei wurden nicht nur die schulischen Aspekte dargestellt, sondern die angehenden Sozialassistenten, Heilerziehungspfleger sowie Erzieher setzten sich auch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinander und stellten ihre zukünftigen Berufsfelder vor. Die jungen Erwachsenen zeigten eine große Bandbreite an Themen, die vom Zusammenleben mit Flüchtlingen bis zur Gaumenfreude in Vergangenheit und Gegenwart reichte. Sehr eindrucksvoll wurde im Rahmen eines Musicals der Gedanke der Flucht aus eigener Perspektive dargestellt und regte den Zuschauer zum Nachdenken an. Durch anschauliche Projekte wie eine Zeitreise durch Musik, Mode, Spiel und Film oder das Schwarzlichttheater „Fiete Anders“ konnten sich die Besucher mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzten. Die Lehrkräfte der beruflichen Zweige standen den Interessierten im Hinblick auf ihre Zukunft beratend zur Seite und zeigten mögliche Wege an der Marienschule auf.

TdoT3


Im Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen selbst wurde deutlich, dass sie sich stark mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandergesetzt und im Rahmen ihrer Projektwoche viele interessante und bewegende Projekte dazu geschaffen hatten. Jana beispielsweise beschäftigte sich gemeinsam mit ihrer Klasse seit mehreren Monaten mit dem Thema Flüchtlinge und schuf mit Hilfe von Interviews ein sehr kontroverses Projekt, welches die unterschiedlichen Meinungen der Bevölkerung zum Thema Flüchtlinge und Integration darstellte.

TdoT4

 

TdoT2

 

(Text: Katharina Schottorf/FD/HF, Fotos: MM)