Berufliche Zweige legen 1.500 Kilometer zurück

Rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie Studierende der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule haben ihr soziales Engagement bewiesen und sind für das Westerwälder Kinderhaus „Pumuckl" und die Menschenrechtsorganisation „Target" 1.500 Kilometer auf dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Boot unterwegs gewesen. Dank zahlreicher Spender kam dabei eine Gesamtsumme von 4.100 Euro zusammen, die je zur Hälfte beiden Organisationen zugutekommt.

Spendenlauf HP

Für das Kinderhaus „Pumuckl" aus Hattert im Westerwald bedankte sich Lisa Schwerdtfeger für die großzügige Spende. Das Haus fördert Kinder und Jugendliche mit Handicap therapeutisch und pädagogisch. Um den Kindern und Jugendlichen, die dort leben, einen Urlaub zu ermöglichen, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen. Mit dem Geld aus der Marienschul-Aktion dürfte jetzt ein solcher Urlaub möglich werden.
Marienschülerin Rabea Youssef stellte die Menschenrechtsorganisation „Target" von Rüdiger Nehberg vor, die in Äthiopien Frauen mit Genitalverstümmelung hilft. Nehberg betreibt dort mit seinem Team eine mobile Krankenstation. Zudem wurde eine Geburtshilfeklinik errichtet, die die Sterberate bei den Müttern und ihren Kindern senken soll, da 50 Prozent der Säuglinge sterben. Durch diese neu errichtete Klinik sind in der Danakil-Wüste erstmals Kaiserschnitte und eine ausreichende medizinische Versorgung möglich. Rüdiger Nehberg, der nicht persönlich anwesend sein konnte, da er gerade in der Wüste Äthiopiens arbeitet, drückte seine Dankbarkeit in einem Brief aus, den er an die Schule geschickt hat. Dank der Spenden könne man den Frauen dort besser helfen und man freue sich sehr über den erlaufenen Betrag.
Spendenlauf-Organisator Detlef Kraut freute sich über die beachtliche Summe. Er dankte den Sanitätern und dem SV-Team, die hinter den Kulissen geholfen haben, und dem Kanuclub, der die Boote wie jedes Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Er ehrte die besonders Engagierten mit der größten Einzelsumme, Sarah Müller (F03) und Rabea Youssef (FU2), mit der größten Gesamtsumme, Marvin Lenz (FO2) und Rabea Youssef, mit den meisten Spendern, Marvin Lenz und Sabrina Berger (HEP1), die meisten Kilometer beim Gehen, die Frau Bürgermeister und Frau Martin erzielten, die meisten Kilometer auf dem Rad, die Sarah Hendle (FU2) und Marvin Lenz erstrampelten, und die Klasse mit dem meisten gesammelten Geld und den meisten Kilometern, die FO2.
Auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling dankte den Schülerinnen und Schülern für ihr „großartiges Engagement". Es sei bewegend, mit welchem Einsatz sich alle für die beiden Projekte eingesetzt hätten. Ein besonderes Dankeschön gelte auch Detlef Kraut, der den Spendenlauf wie jedes Jahr organisiert habe. (Anna Feller/ Fd)