Medeinkomp

Im ersten Ausbildungsjahr der Erzieherausbildung setzen sich die Studierenden im Fach AV-Medien mit verschiedenen Bausteinen der Medienkompetenz auseinander. Medienkompetenz ist das oberste Ziel professioneller Medienerziehung. Um vorschnelle Kritik und pauschale Urteile zu verhindern,  ist es sinnvoll, die eigenen Medienerfahrungen zu reflektieren, denn die Nutzung bestimmter Medienangebote ist sozusagen Spiegelbild unserer Persönlichkeit.
Als Erzieherin/Erzieher ist es wichtig, die Mediensozialisation der anvertrauten Kinder zu unterstützen. In einem  selbst erarbeiteten Fernsehratgeber haben sich die Studierenden mit fragwürdigen, ängstigenden aber auch mit fördernden Sendungen auseinandergesetzt.  In der künftigen Berufsrolle gilt es Ansprechpartner für Eltern zu sein, die sich mit ihren Kindern auf den recht schwierigen Weg begeben, passende Medienangebote mit den kindlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen ( eine Ausstellung zum Thema „Fernsehen“ kann kostenlos über Herrn Dahlem ausgeliehen werden).
Medienkompetenz beinhaltet aber auch die Mediengestaltung – das kreative Gestalten, insbesondere das ästhetische Beurteilen eigener und fremder Medienaussagen. So entstand im Unterricht ein Hörbuch mit spannenden Geschichten für Kinder. Jede Geschichte wurde mit einem entsprechenden Computerprogramm aufgenommen, bearbeitet und vertont.  Das Hörbuch besticht durch die Visualisierung der jeweiligen Geschichten und der dazugehörigen CD.
In dem Baustein „aktive Videoarbeit“ setzen sich die Studierenden mit dem Medium Film auseinander – von der Idee zum Drehbuch, mit Gestaltungsmerkmalen wie Erzählperspektiven, Kameraeinstellungen, Einstellungsgrößen oder Tricks auseinander. Dann wird der Film szenenweise, unter Beachtung der Drehbuchvorlage, gefilmt.
Beim anschließenden Filmschnitt erwerben die Studierenden weitere wichtige medienpädagogische Kompetenzen, die sie in ihrer künftigen Praxis durchaus gebrauchen werden.

Wilfried Dahlem