Um dem immer größer werdenden Mangel an sozialpädagogischen Fachkräften in der Region entgegenzuwirken, bietet die Marienschule in Kooperation mit dem Bistum Limburg die Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher in Teilzeitform an (fachschulische Ausbildung), die sich in erster Linie an Männer und Frauen richtet, die bereits in Kinderbetreuungseinrichtungen tätig sind, aber über keinen qualifizierten sozialpädagogischen Abschluss verfügen und ihre Ausbildung selbst finanzieren müssen.

Eingangsvoraussetzungen für diesen Ausbildungsgang sind neben dem mittleren Bildungsabschluss eine mindestens vierjährige Tätigkeit, mindestens drei Monate sozialpäda-gogische Erfahrungen (in Vollzeit) in einschlägigen Arbeits-feldern und das erfolgreiche Bestehen einer Aufnahmeprüfung.

Dauer: Diese Ausbildung in Teilzeitform dauert zwei Schuljahre, an die sich ein einjähriges Berufspraktikum anschließt.

Struktur der Ausbildung: Die Studierenden besuchen während der ersten beiden Jahre an drei Tagen (Montag bis Mittwoch) die Schule und arbeiten an zwei Tagen (Donnerstag und Freitag) in einer sozialpädagogischen Einrichtung. Daran schließt sich das Berufspraktikum an, in dem die Studierenden Praktikantenstatus haben und in der Regel die Einrichtung wechseln.

Bezahlung: Die Studierenden gelten im Rahmen des Hessischen Kinderförderungsgesetzes (KiföG) nach § 25b, Abs. 2 als Fachkräfte und werden dementsprechend tariflich eingruppiert und vergütet (i. d. R. S4 nach TVöD).

Die meisten Teilnehmenden der berufsbegleitenden Teilzeitausbildung arbeiten mehr als 15 Stdn. pro Woche und haben eine halbe Stelle als ArbeitnehmerIn. Bewährt haben sich die Einrichtung eines Jahresarbeitszeitkontos und die Berücksichtigung der konkreten Ausführungsbe-stimmungen des Bistums Limburg bezüglich der arbeitszeitrechtlichen Richtlinien.
Obwohl die TeilnehmerInnen einen Fachkräftestatus besitzen, besteht die Notwendigkeit im Sinne einer effektiven Ausbildung zu einer qualifizierten Fachkraft eine‘/n Ansprechpartner‘In in der Einrichtung zu benennen.
Weitere Details z. B. zu Praxisprojekten oder Ansprech-partnerInnen werden gemeinsam auf einem Informationstreffen mit den praxisbegleitenden Lehrkräften, den Auszubildenden, den AnsprechpartnerInnen und den EinrichtungsleiterInnen besprochen.
Entsprechend § 4, 5 der AVO (Ausbildungsverordnung) absolvieren die TeilnehmerInnen eine formal verkürzte Ausbildungszeit und werden in die Oberstufe (2. Jahr) der Erzieher/innenausbildung aufgenommen. Diese erstreckt sich auf 4 Halbjahre mit in der Regel 22 Wochenstunden

Finanzierung (für alle, die keine Trägerfinanzierung erhalten)
Angehende ErzieherInnen können Aufstiegs-BAFÖG bean-tragen (früher Meister-BAFÖG). Man kann bis zu 765 € Beitrag zum Lebensunterhalt erhalten, dazu Aufschläge pro Kind und Kinderbetreuungskosten für Alleinerziehende. Das Aufstiegs-BAFÖG wird teils als Zuschuss, teils als zinsgünstiges Darlehen ausgezahlt. Beantragen können die Förderung alle, die an einer beruflichen Aufstiegsfortbildung teilnehmen. Unabhängig vom Alter und unabhängig davon, ob die Ausbildung in Vollzeit oder Teilzeit stattfindet. Mehr unter www.bafög-hessen.de und www.aufstiegs-bafoeg.de oder 0800 622 36 34.

Blockpraktikum
Im Rahmen des Blockpraktikums ist ein Wechsel des Arbeitsbereichs vorgeschrieben. Das heißt, dass in der Regel die Studierenden die Einrichtung wechseln.
Das im zweiten Semester liegende 6-wöchige Praktikum wird durch ein Reflexionstreffen begleitet. Dieses Praktikum dient der Orientierung in anderen sozialpädagogischen Arbeitsfeldern und unterstützt auch die Suche nach einem Ausbildungsplatz für das Berufspraktikum. Das Praktikum muss ordnungsgemäß und erfolgreich abgeleistet werden. Statt einer Versetzung wird nach dem zweiten Ausbildungsjahr auf eine potentielle Gefährdung des Ausbildungszieles hingewiesen.

Praktikumsbesuche
Die Auszubildenden werden in der Regel einmal pro Semester von der praxisbegleitenden Lehrkraft besucht.

Berufspraktikum
Während des Berufspraktikums haben die Studierenden den Praktikantenstatus und müssen vor Ort begleitet werden. Das Berufspraktikum muss in einer anderen Einrichtung abgeleistet werden. Nach § 2 Abs. 5 haben die Studierenden die Möglichkeit das Berufspraktikum auf bis zu 6 Monate zu verkürzen.

Ansprechpartner:
Abteilungsleiterin:          Birgit Reis               06431/201253
Stv. Abteilungsleiter:     Thomas Schäfer     06431/201345
Sekretariat:                    Petra Philipp          06431/201250