Zum ganztägigen Roberta - Schnupperkurs trafen sich 9 Schülerinnen der Jahrgangsstufe 6 am Samstag, dem 19. 09. in der Marienschule.

Dieser erste von insgesamt zehn Schnupperkursen für die Jahrgangsstufe 6 wurde von den beiden Roberta Kursassistenten Eliesabeth Wengenroth und Dominik Heun geleitet. Da die beiden schon vorher die notwendigen Vorbereitungen getroffen hatten, konnte es pünktlich um 9 Uhr losgehen.

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In der ersten Phase hatten die Schülerinnen die Aufgabe, aus vielen Lego Technik Bauteilen und einem NXT-Baustein, dem "Gehirn" einen Roboter zu bauen und ihn zu schmücken. Alle Gruppen suchten für ihre Roboter Namen aus, d.h. dem "Gehirn" wurde beigebracht, auf diesen Namen zu hören.

Im nächsten Schritt ging es darum die Robeta zu trainieren, damit sie auf ihre Konstrukteurinnen hören und ihren Befehlen folgen. Den Kursassistenten Eliesabeth und Dominik gelang es im perfekten Teamteaching, die Grundlagen einer einfachen Programmiersprache für die Robertas darzustellen. Die Robertas verstanden dann tatsächlich die Befehle der Schülerinnen und fuhren z.B. bestimmte vorberechnete Strecken geradeaus, führten Richtungswechsel durch oder fuhren rückwärts. Den Kursteilnehmerinnen gelang es nach kürzester Zeit, diese Befehle zu programmieren.

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Nach der Mittagspause sollte den Robertas beigebracht werden, wirklich zu hören, zu sehen, Widerstände zu ertasten und diese Informationen zu verarbeiten. Also mussten die Kursassistenten wieder eine theoretische Phase einschieben in der die entsprechenden Sensoren vorgestellt wurden. Der Einbau der akkustischen und optischen sowie der Tastsensoren machte den Schülerinnen keine Probleme. Auch die Programmierschritte für die Sensoren konnten sehr schnell selbständig durchgeführt werden.

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Großen Spaß machte den Roberta Freundinnen die Programmierung eines Parcours, den ihre Robertas anschließend selbständig durchlaufen mussten.

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Der letzte Teil der Veranstaltung bestand in einer Präsentation der selbst erarbeiteten Programmierschritte, zu der die Eltern und alle Interessenten herzlich eingeladen waren.

Zufällig war auch ehemalige Marienschülerin anwesend, die von 1946 - 1951 die Marienschule besuchte und im damaligen Internat lebte. Frau Liebtraut Schäfer geb. Hack war sowohl von den Kenntnissen und Selbständigkeit der Schülerinnen als auch vom engagierten Einsatz der Kursleiter begeistert. Sie konnte zunächst nicht glauben, dass 12 jährige Mädchen diese Robotikkenntnisse in nur knapp 6 Stunden gelernt hatten.

Somit kann schon der erste Roberta Schnupperkurs "Roberta sucht Freundinnen" als voller Erfolg gewertet werden.

Der neue Weg zur frühen Förderung des Verständnisses und der Motivation für technische und informationstechnische Fragen, den die Marienschule beschreitet, erscheint nach dieser Veranstaltung und nach den Erfahrungen aus den Informatikkursen des letzten Jahres sehr vielversprechend zu sein.

Die technischen Voraussetzungen für diese Projekte waren im vergangenen Schuljahr von Dr. Bäumlisberger und Dr. Breunig mithilfe großzügiger Sponsoren geschaffen worden. Zu Beginn dieses Schuljahres konnte mit Herrn Schamböck ein kompetenter und einsatzfreudiger Koordinator gewonnen werdn, der die Leitung des Projekts "Roberta Schnupperkurse" übernommen hat.

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Integraler Bestanteil dieses Konzeptes ist die Mitwirkung älterer Schülerinnen, die bei einer Veranstaltung des Fraunhofer Instituts für intelligente Analyse- und Informationssysteme in St. Augustin zur Roberta Kursassistentin ausgebildet werden und dabei ein entsprechende Zertifikat erwerben. Vor allem Dr. Bäumlisberger und Herrn Schamböck ist es zu verdanken, geeignete Schülerinne angesprochen und auf diese Aufgabe vorbereitet zu haben. Für unsere Schülerinnen der 6. Klassen sind die älteren Mädchen natürlich auch Vorbilder, die ihnen durch ihren Einsatz zeigen, dass es sehr interessant sein kann, sich mit den Naturwissenschaften und der Technik zu beschäftigen.

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Dr. Hans Paul Breunig, Fotos: Dominik Schamböck, Dr. Hans Paul Breunig