Die Europäische Union feiert am 9. Mai ihr 25-jähriges Jubiläum. Dieser multilaterale Staatenbund von insgesamt 28 Mitgliedsländern des europäischen Kontinents stellt einen der zentralen Lehrinhalte des Politik- und Wirtschaftsunterrichts der Jahrgangsstufe 9 dar. So behandelten auch die Schülerinnen der Klasse 9b gemeinsam mit ihrem Politiklehrer Herrn Daniel Laukner diese Unterrichtseinheit und verfassten abschließend einige Aufsätze, in denen sie ihr eigenes Urteil über die EU fällten.

Europatag2018
Zu Beginn der Unterrichtseinheit über die Europäische Union erhielten die Schülerinnen der Klasse 9b durch mehrere Schlagzeilen, die mit der EU in Verbindung standen, einen ersten Einblick in die vielfältigen Themengebiete rund um das multilaterale Staatenbündnis. Nachdem Sie eigene Schwerpunkte zur Behandlung der Unterrichtseinheit gewählt hatten, arbeiteten die angehenden Oberstufenschülerinnen in mehreren Gruppen Referate zu diesem Thema aus. Diese befassten sich nicht nur mit der Gründung und Entwicklung der Europäischen Union seit dem Zusammenschluss der EGKS (Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl) im Jahre 1951. Es wurden auch aktuelle Themen, wie der Brexit oder aber auch die Vorteile des Binnenmarktes erschlossen und den Mitschülerinnen präsentiert. In der gesamten Klasse wurden weitere Sachverhalte erschlossen. So auch der Unterschied zwischen einer Richtlinie und einer Reform, welchen Politiklehrer Daniel Laukner seinen Schülerinnen anhand der „Führerscheinrichtlinie“ sowie der „Bananenverordnung“ der EU exemplarisch näherbrachte. Als abschließende Zusammenfassung und Wiederholung des erarbeiteten Unterrichtmaterials verfassten die Schülerinnen in der letzten Stunde vor der bevorstehenden Lernkontrolle einige Aufsätze, in denen Sie anhand von Vor- und Nachteilen ein eigenes Urteil über das bedeutsamste Friedens- und Wirtschaftsbündnis Europas fällten. So erörterte Sina Springer in ihrer Ausarbeitung „Zukunftsperspektiven der EU“, welche Möglichkeiten die Europäische Union für ihre Mitglieder und alle EU-Bürger zu bieten hat. Zudem hob sie den immer fortwährenden Entwicklungsprozess der EU hervor, weshalb es auch unmöglich sei, stets die richtige Entscheidung zu treffen, da man die Zukunft nicht vorhersehen könne.

Generell sprach sich die gesamte Klasse in ihren Ausführungen europafreundlich aus und für die meisten überwiegen die Vorteile, die eine EU-Zugehörigkeit mit sich bringt. Vielen von ihnen stellte sich die Unterrichtseinheit als überaus spannend und informativ dar. „Einiges in unserem Alltag erscheint uns selbstverständlich, was jedoch ohne die EU nicht so selbstverständlich wäre“, führte auch Lena Meffert an. Vor allem der freie Personen- und Warenverkehr seien Errungenschaften, auf die die Schülerinnen heute nicht verzichten wöllten. Sie plädierten, trotz mancher „Konstruktionsfehler“ die durch spätere Verträge ermöglicht worden seien, für ein Fortbestehen der Europäischen Union.

Daniel Laukner freute sich über die Einstellung der Mädchen zur EU und lobte deren schriftliche Ausarbeitungen. Er zeigte sich ebenso überrascht wie hocherfreut, mit welchem Elan seine Schülerinnen zum Teil sehr komplexe und schwierige Themen, wie Lobbyismus oder den bevorstehenden Austritt Großbritanniens aus dem Staatenbündnis erarbeitet hätten. Diese Unterrichtseinheit hätte beiden Seiten, Schülerschaft wie Lehrkraft, große Freude und viel Spaß bereitet.

(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM)