Dass Nachhaltigkeit nicht nur ein Lehrplanthema ist, haben drei Biologiegruppen der Limburger Marienschule unter Beweis gestellt. Biologielehrerin Martina Fredl hatte ihre Mittelstufenklassen auf den Wettbewerb „Prima Klima – Klima der Region“ aufmerksam gemacht - und bei den Schülerinnen und Schüler so einen kreativen Zugang zur Nachhaltigkeit eröffnet: Die erarbeiteten Beiträge reichen dabei von der Erstellung einer eigenen Internetseite bis hin zum Bau eines kleinen Elektroautos, mit dem sich die Marienschüler letztlich den ersten Preis sicherten.

Bobb E car 2
Obwohl die Ideen der teilnehmenden Klassen unglaublich kreativ und wohldurchdacht sind, könnten sie dennoch nicht unterschiedlicher sein. So entschied sich die Klasse 9c beispielsweise dafür, eine Seite auf Instagram zum Thema Umweltschutz ins Leben zu rufen und regelmäßig Tipps und Verbesserungsideen zu einer umweltfreundlichen Lebensweise zu posten (umweltschutz_limburg auf Instagram). Die Juniorforscher der 9d fanden mit der Erstellung eines Gottesdienstes und einer vorangegangenen Umfrage in der Schulmensa zum Thema Nachhaltigkeit einen komplett anderen Zugang zu der Projektaufgabe. „Ich finde es toll, dass die Ideen so verschieden und breit gefächert sind, so dass unterschiedliche Zielgruppen angesprochen werden“, freut sich Biologielehrerin Martina Fredl über das Engagement ihrer Schülerinnen und Schüler.
Die Wettbewerbsteilnehmer aus der 9f wurden sogar handwerklich tätig, indem sie ein altes Bobbycar zu einem Elektroauto umbauten. Hinter ihrem selbst entwickelten „Bob-E-Car“ steckt jedoch viel engagierte Arbeit. Die 9f teilte sich im Laufe des Projektzeitraumes eigenständig in unterschiedliche Gruppen ein, betrieb Recherche über die Vor - und Nachteile von Elektroautos, werkelte fleißig an ihrer Erfindung und drehte zum Abschluss sogar noch einen Film über ihr Projektthema. Ziel der Klasse war es, auf die aktuelle Abgasproblematik in Limburg aufmerksam zu machen und mit ihrem Projekt die Bevölkerung sowohl zum Kauf von Elektroautos als auch zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren.

Bobb E car 1
Ein Projekt, das bei der Jury des Regionalparks Rhein-Main ankam und den Beitrag auf den ersten Platz brachte: „Die Arbeit hat durch ihre Kreativität und hohe Emotionalität überzeugt und wurde äußerst professionell präsentiert“, waren sich die Juroren einig. 450 Euro Preisgeld und einen Erlebnistag im Regionalpark wartete auf die Schüler der 9f. Martina Fredl, die ihren Schützlingen bei ihren Wettbewerbsbeiträgen komplett freie Hand gelassen hatte, ist begeistert von dem Ergebnis dieser Arbeitsweise: „Die Schüler lernen auf diese Weise mehr. Nicht nur über das Thema der Nachhaltigkeit, sondern auch als Klasse zusammenzuwachsen, im Team zu arbeiten und alle Teilschritte zu organisieren“, sagte die Biologielehrerin. Damit seien nicht nur die Ziele des Unterrichts, sondern ganz nebenbei auch die des ausgeschriebenen Wettbewerbs erreicht: Junge Erwachsene schon früh für bedeutende Themen wie Klimawandel, Erderwärmung, Treibhauseffekt oder Emissionen zu sensibilisieren. Ein Engagement, das auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling beeindruckt: „Wir müssen uns um die Zukunft weniger Sorgen machen, wenn unsere Schülerinnen und Schüler bereits frühzeitig beginnen, Nachhaltigkeit zu leben und Lösungsansätze für ökologische Probleme zu entwickeln.“

Unter folgendem Link finden Sie alle Preisträger des Wettbewerbs und einen Videobeitrag zum Bob-E-Car.

(Bericht: Anna Manz, Fotos: Fotostudio Karl/MSL | GB)