Das Schuljahresende bedeutete für zehn Lehrkräfte der Limburger Marienschule zugleich ihr Dienstende – teilweise nach jahrzehntelanger Tätigkeit. Im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstag, 29. Juni 2017, entließen Schulleitung und Kollegium ihre – nunmehr ehemaligen – Mitarbeiter/innen Stefan Diegmann, Britta Fachinger-Moewes, Walter Fefler, Ilona Größer, Alfred Hörter, Nadine Moritz, Dr. Thomas Schmidt sowie Karoline Stoll.

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Mit einem „Final Countdown“ leitete die Bigband der Marienschule Limburg unter Leitung von Christoph Pabst die Abschiedsfeier der Lehrkräfte feierlich ein. In ihrem Grußwort richtete Schulleiterin Dr. Henrike Zilling nicht nur ihren Dank an alle Helfer und Organisatoren, deren Einsatz ein reibungsloser, gelingender Ablauf zu verdanken sei. Sie begrüßte zudem zahlreiche ehemalige Lehrkräfte unter den Gästen, insbesondere die früheren Schulleitungsmitglieder Schwester Christiane Humpert, Dr. Hans-Paul Breunig und Hans-Joachim Haßler sehr herzlich. Schwester Christiane und Dr. Breunig waren auch angereist, um beim Abschied ihrer ehemaligen Referendare Stefan Diegmann und Alfred Hörter dabei zu sein.

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Letzteren benannte der stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl, nach einer weiteren Musikeinlage der Bigband, als „Mister Do it yourself der Physik“. Die Fachschaft Physik verdanke es Alfred Hörter, dass so manches, zunächst als kaputt angesehenes Gerät, heute doch wieder funktioniere und genutzt werde. Seine beiden Fächer Mathe und Physik habe er seinen Schülerinnen und Schülern stets nähergebracht und gelte sowohl bei diesen als auch im Kollegium als sympathischer, lieber Mensch. Fredl verwies zudem auf seinen Titel als „erster Informatiklehrer der Marienschule“. Die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Maria Möller, betonte vor allem den Familiencharakter und die ruhige, gelassene Art ihres Kollegen. Für Alfred Hörters Ruhestand im Kreise seiner Frau, seinen Kindern und nicht zu vergessen seinen sieben Enkelkindern wünschte sie ihm alles Gute.

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Ebenfalls in den Ruhestand trat die ehemalige Marienschülerin Ilona Größer nach nunmehr 34 Jahren als Lehrkraft für die Fächer Mathematik und Physik. Frau Größer habe es verstanden, ihren „Kröten“, wie sie ihre Schülerinnen liebevoll nannte, die MINT-Fächer näher zu bringen. Als Prüferin habe sie einige Wackelkandidatinnen doch noch zum Abitur geführt. Im Jahre 2000 sei sie zur Oberstudienrätin ernannt worden, doch habe sie auch zuvor als Verbindungslehrerin der Sekundarstufe II sowie später als Ehemaligenbeauftragte der Schule eine enge Beziehung zu Schülerinnen vieler Generationen gepflegt. Wie Frau Möller berichtete, werde Frau Größer in Zukunft als Führungsmitglied der Landfrauen in Neesbach aktiv werden, wo sie ihrer Leidenschaft, der Gartenarbeit, von nun an noch intensiver nachgehen könne. Obwohl man im Kollegium sicher nicht nur eine überaus herzliche Kollegin, sondern auch ihre 16 Sorten Weihnachtsplätzchen vermissen werde, wünschte man Frau Größer nur das Beste für sie und ihren Ehemann.

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Nicht in den Ruhestand, sondern in eine lang ersehnte Vollzeitstelle an einem Wiesbadener Gymnasium, verabschiedete die Schulgemeinde Stefan Diegmann. Bereits an seinem ersten Tag an der Marienschule habe seine damalige Mentorin und Schulleiterin, Schwester Christiane, den neuen Referendar direkt im eigenen Religionsunterricht eingesetzt. Obwohl Stefan Diegmann im Anschluss an seine Ausbildung nur eine Halbzeitstelle angeboten haben werden können, zog der ehemalige Tilemannschüler diese einer Vollzeitstelle am Gymnasium seiner Jugend vor. Die ihm, nach vielen Anträgen, angebotene Vollzeitstelle in Wiesbaden konnte Herr Diegmann nicht ablehnen, denn auch sein Lebensmittelpunkt habe sich in die hessische Landeshauptstadt verlagert. Wie Aristoteles setzte der Latein- und Religionslehrer die Segel neu, was Frau Möller an den Beginn ihrer Worte des Abschieds stellte. Die Schulgemeinde werde Stefan Diegmann sehr vermissen, doch wünschte sie ihm einen „guten, guten Start“.  

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Frau Fachinger-Moewis wird in Zukunft eine Referententätigkeit in den Bereichen Erziehung und Bildung im Bistum Limburg verrichten. Dass ihre, im Jahre 2004 begonnene, Tätigkeit als Lehrerin in den Fächern Hauswirtschaft, Ernährungslehre, Arbeitslehre und Hygiene an der Marienschule nur einen Ausschnitt ihres beruflichen Werdegangs widerspiegeln, untermauerte ihr rückwärts vorgetragener Lebenslauf eindeutig. Ihr langjähriger Kollege Wilfried Dahlem richtete ebenfalls ein paar Worte an seine langjährige Kollegin. Wie gut ihr Unterricht gewesen sein muss, ließen einige Schülerzitate vermerken, welche Herr Dahlem vortrug. Zudem trug er ein kleines, von Frau Fachinger-Moewis' Schülern geschriebenes Gedicht vor, worin das Publikum ebenfalls interaktiv beteiligt wurde.

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Aus ähnlichen Beweggründen wie Stefan Diegmann hat auch Dr. Thomas Schmidt die Marienschule mit Schuljahresende verlassen. Als Diplomchemiker mit dem Nebenfach Physik erhielt er vor acht Jahren eine Anstellung als Lehrkraft für diese Fächer. Nebenbei blieb er jedoch als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Hochschule in Koblenz erhalten. Herr Dr. Schmidt sei zudem als Sicherheitsbeauftragter der Schule tätig gewesen. Trotz seiner hohen Qualifikation war es ihm in Hessen leider nicht möglich, in der Sekundarstufe II zu unterrichten, was ihm an seinem neuen Arbeitsplatz in Nassau möglich sein wird. Zudem werde die Koordination seines Familien- und Berufslebens nunmehr sicherlich einfacher werden. Welche enge Bindung Herr Dr. Schmidt zur Schülerschaft gehabt hat, wurde vor allem durch die beiden Schulsprecherinnen Lena Lorch und Rebecca Pap deutlich.

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Abschließend würdigten Schulleitung und Mitarbeitervertretung die Leistungen der jungen Kollegiumsmitglieder Walter Fefler, Nadine Moritz sowie Karoline Stoll. Herr Fefler, der sein Referendariat in den Fächern Mathematik und Physik nunmehr erfolgreich abgeschlossen hat, werde nach den Sommerferien an einer Schule in Bensheim unterrichten. Sowohl Frau Moritz, mit den Fächern Mathematik und evangelische Religion, als auch Frau Stoll, studierte Lehrkraft für Biologie, Deutsch und Kunst, hätten ihre Entscheidung aufgrund einer Landesbeamtenstelle getroffen, die sie näher in ihre Heimat bringt. Leichtgefallen sei beiden diese Entscheidung nicht, was auch während und nach der Veranstaltung deutlich wurde.

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Darüber hinaus lobte Dr. Zilling auch die Leistungen von Hannah Heinritz, die ihren Bundesfreiwilligendienst nunmehr erfolgreich absolviert habe und immer eine große Stütze für Schülerschaft, aber auch Lehrkräfte gewesen sei. Schließlich verabschiedete die Schulleiterin sich von Sabine Hofmann-Blum und Edith Mecklenbeck, die nicht an der Feier teilnehmen konnten, die Marienschule aber ebenfalls nach jahrelangem Einsatz verlassen. Nachdem alle verabschiedeten Kollegen noch einige Abschiedsgeschenke erhalten hatten, eröffnete Dr. Zilling feierlich das Buffet, wodurch die Abschiedsfeier einen gemütlichen Ausklang fand.

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(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM / GB)