Mit einem lachendem und einem weinenden Auge ist die Marienschule ins Jahr 2017 gestartet. Anlässlich des Neujahrsempfangs galt es zwei Kollegen zu verabschieden, aber auch das 25-jährige Dienstjubiläum dreier Lehrkräfte zu feiern.

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Mittels eines lebhaften, musikalischen Klavierduetts eröffneten die beiden Schülerinnen Josephine Schmirl (Marienschule) und Annika Räuschl (Sofie-Hedwig Gymnasium Diez) die Veranstaltung am Freitagnachmittag. Neben einem Grußwort dankte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling den beiden Musikerinnen sowie allen Mitarbeitern für ihr Bemühen um ein harmonisches und reibungsloses Meistern des Schulalltags im vergangenen Jahr. Unter dem Motto Erich Kästners: „Lasst das Programm und bessert euch drauf los“, betonte Dr. Zilling ihre Hoffnungen auf ein gelassenes neues Jahr.

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Im Anschluss an die kurze Begrüßung verabschiedete sich die Schulgemeinde als erstes von Petra Broo. Sie sei nicht nur aufgrund ihres Magisterabschlusses in Kunstpädagogik, sondern vor allem aufgrund ihrer empathischen Ausstrahlung von Schülern und Lehrkräften geschätzt worden. In ihren 13 Jahren an der Marienschule habe sie jegliche Herausforderung gemeistert und sei stets für die Interessen der Schülerschaft eingetreten. Ihre pädagogischen sowie organisatorischen Fähigkeiten wird Petra Broo künftig als Vertreterin der katholischen Kindertageseinrichtungen der Diözese auf hessischem Boden weiter entfalten können. Neben der Schulleitung fiel vor allem Wilfried Dahlem der Abschied seiner Kollegin besonders schwer. Mit einem selbst komponierten Lied richtete er das Wort an seine sehr vertraute Kollegin, wovon nicht nur Petra Broo sichtlich gerührt war.

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Neben der Kunstlehrerin muss sich die Schulgemeinde in diesem Jahr ebenfalls von Pfarrer Johannes Sell trennen. Vor zwei Jahren sei er zu „neuen Ufern aufgebrochen“ und habe die neue „Herausforderung“ des Lehrberufs gemeistert. Auch wenn er nur zwei Jahre an der Schule tätig gewesen sei, habe er nicht nur aus theologischer Sicht die Marienschule bereichert. Er habe Besinnung und Ruhe in den oftmals hektischen Schulalltag gebracht und einen bleibenden Eindruck bei Schülern und Kollegen hinterlassen. Zukünftig wird Pfarrer Sell eine leitende Position eines missionarischen Projekts in Frankfurt am Main übernehmen. Die Vertreterin der Mitarbeitervertretung Frau Maria Möller wünschte ihren beiden Kollegen stellvertretend für die gesamte Lehrerschaft die nötige Zeit für das Wichtige im Leben. Die gesamte Schülerschaft sowie sämtliche Lehrkräfte wünschen Frau Broo und Herrn Sell für die Zukunft alles Gute.

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Im Anschluss an die Verabschiedungen folgten die Ehrungen mit der Verleihung der Dienstmedaille des Bistums Limburg für das 25-jährige Dienstjubiläum. Dr. Henrike Zilling begann die Ehrungen mit Martina Pascoe. Es sei ihr als ambitionierter Person stets gelungen, den Spagat zwischen Familien- und Berufsleben erfolgreich zu bewältigen. Neben ihrer fachlichen Kompetenz in den Fächern Biologie und Chemie sei auch ihr pädagogisches Talent früh erkannt und gefördert worden, so die Schulleiterin. Daher verwundert es auch nicht, dass sie seit einigen Jahren nicht nur die Leitung der Sekundarstufe I mit großem Engagement übernommen habe, sondern auch die Inklusionsarbeit der Marienschule fördere, sagte Zilling.

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Nicht nur Frau Pascoe, auch Lothar Jung kann bereits auf 25 Jahre im kirchlichen Dienst zurückblicken. Der stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl betonte zu Beginn seiner Ansprache die große Vorliebe seines Kollegen, das Reisen. Maria Möller bezeichnete ihn als „Kosmopolit“ Die neu gewonnenen Impressionen und Erfahrungen seiner Reisen bereicherten auch seinen Deutsch- und katholische Religionsunterricht mit anderen Impulsen, sagte Fredl. Jung ist einer der wenigen Kollegen, die sowohl am gymnasialen als auch am beruflichen Zweig der Schule ihr Wissen vermitteln. In der Vergangenheit habe er bereits wichtige Aufgaben als Dozent für Deutsch für Ausländer übernommen und leiste auch heute als Leiter für Suchtprävention überaus wichtige Arbeit. Er gelte als angenehmer und freundlicher Kollege, weshalb Mitarbeitervertretung und die gesamte Schulgemeinschaft hoffen, noch einige Jahre von seinen erstaunlichen Reiseberichten zu hören.

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Als Letztes würdigte die Schulleitung auch die Leistungen von Albrecht Kauschat. Obwohl er erst seit 25 Jahren den kollegialen Kreis der Schule erweitere, habe Herr Kauschat stets versucht, das politische Bewusstsein seiner Schülerinnen und Schüler im Fach Politik und Wirtschaft zu fördern. Seine Liebe zur Natur habe er immer in seinem Erdkundeunterricht Ausdruck verliehen. Im Sportunterricht habe er vor allem immer das Spielerische fördern wollen, was die Schülerschaft stets begrüßt habe. Die Bedürfnisse und Probleme seiner Schützlinge hätten für ihn unentwegt höchste Priorität gehabt, weshalb er keine Scheu vor dem Aufweisen von Missständen gehabt habe. Diese Beharrlichkeit sowie seine Verlässlichkeit in Bezug auf spontane Organisation von Schulveranstaltungen beziehungsweise der Betreuung in der Schuloase zeichneten ihn auch als Menschen aus, sagte Zilling. Mit seiner bald anstehenden Pensionierung werde die Schulgemeinschaft demnach ein weiteres kompetentes Mitglied verlieren, schloss die Schulleiterin.

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(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM/DA; GB)