Wenn alle Briten so interessierte und engagierte Europäer wie diese Limburger Schüler wären, gäbe es heute keinen Brexit. Darin waren sich die Laudatoren bei der Preisverleihung des 63. Europäischen Wettbewerbes in der Limburger Marienschule einig. 120 Schülerinnen und Schüler von Adolf-Reichwein-, Leo-Sternberg und Marienschule erhielten aus den Händen von Europa-Staatssekretär Mark Weinmeister einen Landes- oder Bundespreis.
Seit vielen Jahren trägt der Europäische Wettbewerb mit dazu bei, dass Schülerinnen und Schüler sich mit dem europäischen Gedanken identifizieren können und verstehen lernen, was die Europäische Union auszeichnet. Unter dem Motto „Gemeinsam in Frieden leben“ haben in diesem Jahr bundesweit über 75.000 Schülerinnen und Schüler Beiträge eingereicht und den europäischen Kontinent mit Fragen rund um den Euro, Gleichberechtigung und Menschenrechte in ihre Klassenzimmer gebracht.

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Im Rahmen der regionalen Siegerehrung in der Marienschule zeichneten Staatssekretär Weinmeister, der heimische Landtagsabgeordnete Joachim Veyhelmann und Bürgermeister Dr. Marius Hahn die Preisträger von Leo-Sternberg-Schule, Adolf-Reichwein-Schule und Marienschule für ihre Arbeiten aus, die mit Buchpreisen, Gutscheinen und Reisen nach Brüssel für ihre Beiträge belohnt wurden.
Die Schulleiterin der Marienschule, Dr. Henrike Zilling, hob in ihrer Begrüßung hervor, dass Toleranz, Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit wesentliche Werte der Europäischen Union seien und in Zeiten zunehmender nationalstaatlicher Interessen nicht an Bedeutung verlieren dürften, sondern wichtiger denn je seien. Neben Dr. Zilling gratulierten auch Leo-Sternberg-Schulleiter Atillo Forte, Dr. Edith Müller, Abteilungsleiterin des Beruflichen Gymnasiums der Adolf-Reichwein-Schule, und Michael Borschel von der Europa-Union den Preisträgern.
In seiner Würdigung betonte Staatssekretär Weinmeistern den Grundgedankten der EU, der im gemeinsamen Zusammenleben in Frieden und Freiheit mit gleichen Werten bestehe und sich in den vergangenen 50 Jahren entwickelt habe. Entstanden sei dieser aus dem Bewusstsein heraus, dass die Schrecken der beiden Weltkriege so nie wieder stattfinden sollten. Der Europäische Wettbewerb, so Weinmeister, helfe den Schülerinnen und Schülern dabei, auf kreativem Weg die Grundwerte von Europa zu begreifen und zu verstehen. Er überreichte gemeinsam mit Wettbewerbs-Koordinator Roland Gawinski von der Adolf-Reichwein-Schule und Fachbereichsleiterin Meike Lang von der Marienschule insgesamt 120 Urkunden und Preise an Schülerinnen und Schüler der drei beteiligen Schulen. Besonders ehrten Weinmeister und Gawinski Noelle Baier von der Adolf-Reichwein-Schule, die nicht nur einen Gewinn auf Bundesebene mit selbstkomponierten Musikstücken erzielt, sondern sich auch darüber hinaus durch herausragendes Engagement hervorgetan hatte.
Untermalt wurde die Feierstunde durch musikalische Beiträge der Marienschülerinnen Josephine Schmirl und Annika Räuschel am Klavier, die mit vierhändigen Darbietungen überzeugten, sowie durch die Schulband „Back2Basix“ der Adolf-Reichwein-Schule mit Coverversionen modernen Popsongs.

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(Text: HF/FD, Fotos: HF)