„Wir sollen einen Tagebucheintrag schreiben wie Anne Frank.“ Mit diesem Satz begann das diesjährige Theaterstück von der Theater-AG der Marienschule Limburg, welches am vergangenen Wochenende aufgeführt wurde. Unter dem Titel „Mein Name ist Anne – Ein Theaterstück über das Leben von Anne Frank“ mit Auszügen aus ihrem Tagebuch in der Übersetzung von Mirjam Pressler stellten die 25 Marienschülerinnen das Leben der Anne Frank vor. In den letzten Monaten haben sich die Schülerinnen intensiv mit der Person der Anne Frank auseinandergesetzt und unter der Regie von Theaterpädagogin Cara Basquitt ein spannendes und mitreißendes Theaterstück auf die Bühne gebracht. Besondere Herausforderung für Basquitt, aber auch für die Schülerinnen selbst stellten in diesem Jahr die große Anzahl und vor allem der große Altersunterschied der Schauspielerinnen dar. So waren sowohl Schülerinnen aus der 7. Klasse als auch Abiturientinnen dabei. Unter anderem aus diesem Grund wählte Basquitt für dieses Jahr das Thema „Anne Frank“, da sie der Meinung ist, dass Anne „eine so wichtige Person der deutschen Geschichte“ sei „und man sich mit ihr in jedem Alter unterschiedlich befassen kann.“

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Es ist ihr wichtig, dass mit solchen Stücken die Zuschauer über den Nationalsozialismus aufgeklärt werden und wir so „unseren Auftrag erfüllen können, dass so etwas nicht noch einmal geschieht“. Deutlich zu spüren war auch der Zusammenhalt der Schülerinnen. Die jüngeren konnten von den älteren lernen und so kam ein buntes Zusammenspiel vieler Ideen und Fähigkeiten zusammen, die ein überaus unterhaltsames Theaterstück hervorbrachten. Besonders war an diesem Stück außerdem, dass die Hauptfigur „Anne Frank“ nicht nur von einer Person gespielt wurde, sondern eine Schülerin spielte die eigentliche Anne, während deren Gefühle wie Angst, Liebe, Trauer oder Wut von anderen sechs Schauspielerinnen verkörpert wurden. Dadurch wurde das Stück noch lebendiger und man konnte noch mehr die wirre Gefühlswelt der jugendlichen Anne in ihrer schweren Lebenssituation nachvollziehen und mitfühlen. Insgesamt war auch dieses Stück ein Meisterwerk der Theaterkunst und zeigte mit seiner großen Resonanz wieder einmal wie wichtig es ist, das heikle Thema des Nationalsozialismus aufzugreifen und aus der Sicht eines jugendlichen Mädchens den Zuschauern zu vermitteln.

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(Text: Katharina Schottdorf/HF/GB, Fotos: MM/HF/GB/BR)

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