Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz hat die Limburger Marienschule mit einem Schulpreis für ihr besonderes Engagement in den Naturwissenschaften ausgezeichnet. In einer Feierstunde in der Frankfurter Goethe-Universität nahmen elf Schülerinnen mit ihrer Chemie-Lehrerin Martina Fredl Urkunden und Preisgeld entgegen. Die Mädchen hatten zuletzt im Sommer mehrere Preise beim Landeswettbewerb „Chemie - mach mit!“ gewonnen.

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Clara Blanche, Greta Götzler, Fabia Heuschen, Leonie Kaiser, Ilona Kalte, Lotte Köhnen, Charlotte Kühn, Brianna Lenz, Anna Müller und Lillith Wirth hatten zweite und dritte Plätze bei dem Chemie-Wettbewerb belegt. Mit großem Eifer widmeten sie sich in der 31. Runde dem Thema „Joghurtsphären und Co.“. Nun wurden die Schülerinnen, die die neunte Klasse und die Oberstufe besuchen, mit ihrer Chemielehrerin Martina Fredl in Frankfurt geehrt: Stellvertretend für die Marienschule nahm Martina Fredl im Beisein ihrer Schülerinnen in der Goethe-Universität einen Engagementpreis entgegen, mit dem die hervorragende Arbeit der Marienschule bei der Heranführung von Schülerinnen und Schülern an die Chemie und die herausragende Unterstützung gewürdigt wurden, welche den Teilnehmern in den vergangenen Wettbewerbsrunden zuteil wurde.

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„Mir macht es einfach Freude zu erleben, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen dabei sind“, erklärt die Biologie- und Chemielehrerin, die mit ihren Klassen regelmäßig an „Chemie - mach mit!“ teilnimmt. Der Chemiewettbewerb des Kultusministeriums sei einfach „eine tolle Sache“, auch um diejenigen für die Naturwissenschaft zu gewinnen, die ihr noch ein wenig kritisch gegenüber stünden. Außerdem diene der Wettbewerb den Gewinnern als Tür zu neuen Erfahrungen im Bereich der Chemie. So seien viele der Experimente, welche die Schülerinnen im Anschluss an die Ehrung gespannt verfolgten, in der Schule kaum denkbar, erklärt Fredl.

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Zur Ehrung in Frankfurt gehörte ein Experimentalvortrag, der sich rund um das Thema Weihnachten drehte. Die Preisträger konnten erleben, wie Wunderkerzen mit den Mitteln der Chemie unter Wasser brennen können oder ein Adventskranz zum Explodieren gebracht werden kann. Außer diesen spannenden Erfahrungen nahmen die Jugendlichen Büchergutscheine und sogar ihre eigenen Handymikroskope mit nach Hause. Die Schule erhielt 200 Euro für die Fachschaft Chemie. „Jetzt gibt es endlich neue Natronlauge statt Rohrreiniger“, scherzte Schülerin Ilona Kalte, die für ihre langjährigen hervorragenden Leistungen im Chemiewettbewerb als eine von zwei Teilnehmerinnen aus Hessen für ein Experimentalseminar an der Universität in Mainz ausgewählt wurde.

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Die Chemie mal anders zu zeigen und vor allem zu erleben, ist den Schülerinnen zweifellos gelungen. Vielleicht haben sie mit ihren begeisterten Berichten sogar das Interesse der ein oder anderen Mitschülerin bzw. des ein oder andern Marienschülers geweckt, hofft auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling: „Ihr habt mit eurem Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihr chemische Herausforderungen kreativ und zukunftsweisend lösen könnt. Nutzt dieses naturwissenschaftliche Potential auch über die Schule hinaus!“ Die Unterstützung der Lehrkräfte könnten sich die Jugendlichen sicher sein, sagte Dr. Zilling.

(Bericht: Paula-Marie Schillo, Foto: MSL | GB)