Bereits in der ersten Stunde ist in der Sporthalle der Marienschule eine ganze Menge los: Schüler und Schülerinnen der fünften und sechsten Klassen wuseln ausgelassen zwischen Umkleiden und Sporthalle, Sporthalle und Tribüne, Tribüne und Buffet hin und her. Dort wachen Eltern, Lehrer und freiwillige Helfer aus den oberen Jahrgangsstufen über Kuchen und Muffins. Es ist wieder soweit: es ist wieder Mini-WM!

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Während sich drinnen die aufgeregten Fußballerinnen auf ihr erstes Spiel vorbereiten und die Cheerleader draußen vor der Halle ein letztes Mal ihre Tänze proben, machen sich die Fans auf der Tribüne bereit, ihre Klassenkameraden und –kameradinnen mit lautem Jubel zu unterstützen. Und nicht nur die Kinder sind aufgeregt, auch ihre Klassenlehrer und –lehrerinnen fiebern an diesem großen Tag fleißig mit. So auch Julia Misch, Klassenlehrerin der 6e, die in diesem Jahr das Land Italien bei der Mini-WM vertritt. Von den beiden Teams der Klasse 6e hat eines gerade das erste Spiel mit 1:0 gewonnen. „Natürlich hoffen wir auf den ersten Platz, aber noch wichtiger als das Gewinnen ist, dass alle gemeinsam einen schönen Tag haben, als Gemeinschaft“ , sagt die stolze Klassenlehrerin über ihre 6e.

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Ähnlich sehen das Schüler und Schülerinnen aller teilnehmenden Klassen. Für Lara Habscheid, deren Klasse für das Land Argentinien antritt, stehen neben einem erfolgreichen Turnier auch reichlich Spaß und die Fairness im Spiel im Vordergrund. Auch die zehnjährige Lotte Stegnann aus der 5c wünscht sich, mit dem Klassentanz im anschließenden Tanzwettbewerb möglichst gut abzuschneiden. Während sie und ihre Teamkolleginnen sich zu einer letzten Besprechung für ihren Tanz auf das Lied „Solo Dance“ treffen, ist im Hintergrund ein erstes Kreischen zu hören, als das erste Tor im Inneren der Halle fällt. Über das Ziel des Fußballwettbewerbs jedoch sind sich Jungs und Mädchen genauso einig. Fragt man in einer der Jungenklassen, lautet die Antwort einstimmig „den Pokal natürlich!“

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Schulsanitäterin Rita Pinto hat an diesem Tag ein anderes Ziel. Unter der Leitung von Detlef Kraut sind die Schulsanitäter rund um die Veranstaltung im Einsatz, um sicherzustellen, dass die Mini-WM wie in den letzten Jahren ohne Unfälle verläuft. Die Schüler und Schülerinnen der Oberstufe geben nicht nur auf die Spieler Acht, sondern schreiten auch notfalls ein, wenn es doch einmal zu wild wird. „Auch für so einen Fall sind wir bestens ausgestattet“, freut sich Rita Pinto, „aber dieses Jahr spielen die Kinder besonders fair und das Schulsanitätsteam ist momentan zum Glück sehr groß.“

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Am Ende belegten die Teams Deutschland (Klasse 5a) und England (Klasse 6c) bei den Mädchen und das Team Spanien (Klasse 6f) unter den Jungenklassen den ersten Platz. Zusätzlich wurde ein Pokal für die fairste Spielweise an die Klassen 5c, 5f, 6a und 6e vergeben. Als beste Torschützin wurde Lina Saal aus der Klasse 6c gekürt, als bester Torschütze Max Litzinger aus der Klasse 6f und als bester Torwart der Fünftklässler Anton Langosch (5c). Glückwüsche kamen nicht nur von Organisatorin Birgid Sagmeister und Unterstufenleiterin Martina Pascoe, sondern auch vom Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann. Der Politiker hatte bereits im vergangenen Jahr die Veranstaltung besucht und war gerne wiedergekommen, so angetan war er von der Begeisterung und Spielfreude der Schülerinnen und Schüler.

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Aber neben Spielerfolg, Teamgeist und Fairness stand dieses wie in den vorherigen Jahren ein weiteres Thema im Vordergrund. Über den Spielern prangte ein großes gelbes Banner mit der Aufschrift: „Kinder stark machen – für ein suchtfreies Leben“, denn die alljährliche Mini-WM hat nicht nur einen sportlichen Hintergrund, sondern ist auch ein Steckenpferd der Drogenprävention. In diesem Sinne wurden mit einer erfolgreichen Mini-WM 2017 nicht nur sportliche Ziele erreicht.

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(Bericht: Paula-Marie Schillo, Fotos: Max Dehnert, 5e / MG; GB)