„Die Tür steht offen, mehr noch das Herz", dieser alte Gruß der Mönche, die Wanderer auf diese herzliche Art begrüßten und somit ihre Gastfreundschaft demonstrierten, wird am Samstag, 25. Januar von 11 bis 16 Uhr das Motto des Tages der offenen Tür der beruflichen Zweige der Marienschule sein. Wie der Gruß schon andeutet, geht es um Beziehungsarbeit, Nächstenliebe und Toleranz, Aspekte, die den Unterricht der Schüler und Studierenden in den beruflichen Zweigen wesentlich prägen. Die angehenden Sozialassistenten, Erzieher und Heilpädagogen gestalten ein Programm, das nicht nur ihre schulische Arbeit, sondern auch ihre zukünftigen Berufe widerspiegelt.

Durch anschauliche Projekte wie „Liebe deinen Nächsten, denn er ist (nicht) wie Du!" erhalten die Besucher die Möglichkeit, sich selbst in die Situation eines behinderten Menschen einzufühlen und ein besseres Verständnis für die Bedeutung von Toleranz zu erlangen. Aber auch für Unterhaltung von Groß und Klein ist beispielsweise durch ein Schwarzlichttheater gesorgt. Die Marienschule lädt alle Besucher ein, „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" so auf eine besondere Weise zu erleben. Für musikalische Unterhaltung steht das Projekt „Melodie des Herzens" und für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Die Einladung zum Tag der offenen Tür richtet sich an alle Interessierten, insbesondere aber an Schülerinnen und Schüler, die die erste Ausbildung im sozialen Bereich absolvieren möchten, Sozialassistent, Erzieher, Heilerziehungspfleger oder Heilpädagoge als Berufswunsch haben und sich fragen, in welche Richtung es nun weitergehen soll. (Kim Haney/Ke)

Im Rahmen der Diskussion um die zukünftige Verkehrsführung in der Graupfortstraße hatte die Klasse 6b der Limburger Marienschule der Stadtverordnetenversammlung zahlreiche Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation gemacht – mit Erfolg, wie bei einem Gespräch mit dem Ersten Stadtrat Michael Stanke, Ordnungsamtsleiter Paul Müller sowie den Verkehrspolizisten Frank Zimmer und Rainer Becker deutlich wurde. Umgesetzt wurden seitens der Stadt bereits deutlichere Hinweise auf Tempolimit und Halteverbot im Bereich der Schule, auch auf dem Neumarkt hat sich auf Anregung der Schülerinnen etwas getan. Darüber hinaus kündigte Ordnungsamtsleiter Paul Müller strengere Kontrollen in der Graupfortstraße an – sowohl im Hinblick auf das Tempolimit als auch auf die Einhaltung des Halteverbots sollen Überprüfungen stattfinden, um die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler der Marienschule zu erhöhen. Zudem diskutierten die Vertreter von Stadt und Polizei mit den Schülerinnen und der Schulleitung darüber, wie man weitere Vorschläge der 6b und der Schule umsetzen kann.  

„Wir Schülerinnen der Klasse 6b haben uns gemeinsam mit unserer Klassenlehrerin Frau Sagmeister mit der Verkehrssituation rund um unserer Schule auseinandergesetzt und möchten Ihnen unsere Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge für Ihre weiteren Beratungen zukommen lassen“, so hatten die Marienschüler ihren Brief an die Stadtverordneten eingeleitet. Nachdem sie sich die Situation genau angeschaut hatten und sich einige Kritikpunkte fanden, diskutierten die Schülerinnen über mögliche Lösungen dieser Probleme, ihrer Umsetzung und skizzierten die geplanten Veränderungen. Die zentralen Punkte waren unter anderem der zu schmale Bürgersteig, die Raserei und die vom Neumarkt kommenden Autos, die die Sicherheit der Fußgänger gefährden. Außerdem kritisierten die Mädchen die Verschmutzung des Neumarkts durch Hundekot und Autos. Eine Lösung hierfür fände sich in dem Abschaffen der Parkplätze auf dem Neumarkt, die nicht nur die Verkehrssituation entlasten, sondern auch die Neugestaltung des Neumarkts ermöglichen würde. Des Weiteren schlug die Klasse regelmäßige Kontrollen, die Erweiterung des Bürgersteigs und die Einrichtung einer Tempo 30- Zone vor.

Das Schreiben stieß auf Anklang, wie nicht nur bei dem Besuch in der Marienschule deutlich wurde. Bei einem „Arbeitsessen“ in der Mensa der Schule diskutierten der Erste Stadtrat Michael Stanke, Ordnungsamtsleiter Paul Müller sowie die Verkehrspolizisten Frank Zimmer und Rainer Becker mit den Sechstklässlerinnen. Die Schülerinnen zeigten große Begeisterung und debattierten in entspannter Atmosphäre über ihre Vorschläge. Auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling sowie der stellvertretende Schulleiter Dirk Fredl setzten sich an den Tisch, um nochmals über die prekäre Situation zu sprechen und weitere Verbesserungsideen anzusprechen.

Nach dem Mittagessen verlegte man die Argumentationen in den Klassenraum der 6b. Die Klassensprecherinnen Frederike Herrmann und Sherine Ahlbach fassten ihren Brief noch einmal kurz zusammen und bedankten sich für die Realisierung der Tempo 30-Zone, der Halteverbotszone sowie der Beutel für Hundekot auf dem Neumarkt. Nun sei die Frage, was in absehbarer Zeit noch verbessert werden könnte.

Michael Stanke stimmte den Schülerinnen in vielen Punkten zu und bestätigte, dass es immer wieder zu gefährlichen Situationen aufgrund der Unachtsamkeit einiger Autofahrer komme. Deshalb sei ein möglicher Punkt für ihn die Abschaffung der Parkplätze auf dem Neumarkt, die viele positive Resultate mit sich bringe. Zwar könne der Platz aufgrund der Anwohner und der Geschäftsbesitzer nicht autofrei werden, aber auch so könne es die Umgebung entlasten und zur Sicherheit vor der Schule beitragen. Der Verkehrspolizist Frank Zimmer erzählte anschließend, dass er das Geschehen vor der Schule einige Zeit beobachtet habe. Hierbei sei ihm negativ aufgefallen, dass viele Schüler die Ampel nicht beachteten, positiv hingegen sah er die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung vieler Verkehrsteilnehmer. Rainer Becker ergänzte, dass es auf den Bürgersteigen oft zu Rempeleien und Gedränge komme. Hier sei auch das Verhalten der Schülerinnen und Schüler entscheidend, betonte der Erste Stadtrat Michael Stanke. Er appellierte außerdem an die Schüler, ihre Eltern über die Probleme des Verkehrs aufzuklären und von ihnen die strenge Einhaltung der Regeln zu erwarten. Zur Unterstützung stehe auch die Verbreiterung des Bürgersteigs zur Diskussion, damit könne aber voraussichtlich erst ab 2016 gerechnet werden. „Die neuen Schilder stellen aber keine Garantie für einen sichereren Schulweg dar“, gab Ordnungsamtsleiter Paul Müller zu bedenken. Er sieht eine Geschwindigkeitsanzeige, die die Geschwindigkeiten zudem über einen Zeitraum dokumentiert, als sinnvoller an. Müller sagte zu, dass das Ordnungsamt in den kommenden Wochen und Monaten sowohl die Einhaltung des Tempolimits als auch die des Halteverbots kontrollieren werde, um die Verkehrssicherheit vor der Schule zu erhöhen.

Zum Schluss bedankten sich alle Beteiligten noch bei den Schülerinnen für ihr großes Engagement. Der Erste Stadtrat Michael Stanke zeigte sich erfreut: „Sich mit einem Thema so intensiv auseinander zu setzen und sich Lösungsvorschläge zu überlegen, sich Gedanken zu machen über etwas, das einen direkt angeht, quasi vor der Haustür liegt, nenne ich sinnvolles Einmischen. Ich bin begeistert von eurem Engagement und bedanke mich für eure nützlichen Denkanstöße!“ Auch die anderen Teilnehmer der Diskussion stimmten zu und lobten die große Bereitschaft der Schüler. Schulleiterin Dr. Henrike Zilling zeigte sich erfreut über die große Bereitschaft der Stadt, auf die Interessen der Schule einzugehen, und versprach, auch zukünftig mit den städtischen Gremien gut kooperieren zu wollen, um die Situation in der Innenstadt gemeinsam verbessern zu können.   (Kim Haney/Ke)

Seit zwei Jahren kann man beim Juwelier Wagner in Limburg die Schmuckkollektion der Marienschule erwerben. Inhaberin Doris Wagner hat gemeinsam mit ihrer Familie entschieden, 10% der Einnahmen jedes verkauften Schmuckstücks aus der Kollektion der Schule zu spenden. In Absprache mit dem stellvertretenden Schulleiter Dr. Hans Paul Breunig wird der Spendenbetrag von 1000 € Schwester Esther in Nigeria zukommen, die durch gewalttätige Auseinandersetzungen in Nigeria ihr ganzes Hab und Gut verloren hat.

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Sr. Eliza, Doris Wagner, Sr. Julia, Sandra Wagner
Dr. Hans Paul Breunig, Franz Wagner

Vorgestellt auf dem Neujahrsball 2012, kann man die Schmuckkollektion, die Doris Wagner speziell für die Marienschule entworfen hat, nun schon seit zwei Jahren in ihrem Juweliergeschäft in Limburg erwerben. Die handgefertigten Anhänger, zum Beispiel in Form des Marienschullogos, eines Herzens, eines Kleeblatts oder eines persönlich gravierten Abitur-Anhängers, sehen nicht nur schick aus, sondern dienen gleichzeitig auch noch dem guten Zweck: 10% der Einnahmen jedes verkauften Schmuckstücks werden von Familie Wagner an die Schule gespendet. Nach zwei Jahren ist schon ein beachtlicher Betrag zusammengekommen, welcher von Juwelier Wagner auf 1000 € aufgerundet wurde. Diesen Betrag möchte die Schule Schwester Esther Anichi zu Gute kommen lassen. Schwester Esther lebt in Nigeria und ist Lehrerin an einer Schule in der Nähe von Garam. Sie besucht Kurse an der Universität in Nsukka, um sich weiterzubilden. Dort wohnt sie über einen Zeitraum von fünf Jahren in einem Wohnheim, welches Schwester Esther jedoch wegen gewalttätiger Auseinandersetzungen mit der Terrorgruppe Boko Haram verlassen musste. Während ihrer Abwesenheit wurde das Wohnheim angezündet und alle Bücher, Haushaltsutensilien sowie viele persönliche Gegenstände wurden Opfer der Flammen, die das Wohnheim vollständig niederbrannten und Schwester Esther mittellos zurückließen.

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Dank der großzügigen Spende von Familie Wagner wird Schwester Esther ihr Studium fortsetzen und sich weiterhin für die ärmsten Bevölkerungsschichten in Nigeria einsetzen können. Der Spendenscheck wurde am 14. Januar 2014 von Doris Wagner, ihrem Mann Franz und Tochter Sandra dem stellvertretenden Schulleiter Dr. Hans Paul Breunig, Schwester Julia und der aus Kenia stammenden Schwester Eliza überreicht. Während der Spendenübergabe sprachen sich sowohl Doris Wagner, als auch Herr Dr. Breunig für eine Weiterentwicklung der Schmuckkollektion, beispielsweise im Rahmen eines Kunstprojekts der Schule, aus. Luisa Reichwein

Als Kathrin Eftekhari im Frühjahr 1998 ihr Abitur an der Marienschule absolviert, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand, dass sie 15 Jahre später eine weltweit gefeierte Musikerin sein wird: „Sie hat damals super gesungen, aber mit keiner Idee wäre ich darauf gekommen, dass Kathrin diese Karriere machen wird“, sagt ihre ehemalige Musiklehrerin Pia Koch bei einem Wiedersehen in der Marienschule. Kathrin nennt sich mittlerweile Kaye-Ree – unter diesem Künstlernamen hat sie gerade ihr zweites Album veröffentlicht und weltweit erfolgreiche Auftritte absolviert. So stand sie unter anderem mit Reamonn, Stevie Wonder oder Paul Carrack auf der Bühne – und dieser Tage im Mittelpunkt eines Filmporträts, das der Hessische Rundfunkt (hr) dreht.

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Die Dreharbeiten – unter anderem am Samstag bei einem Konzert in Wiesbaden und am Sonntag in Limburg – führten die sympathische Sängerin mitsamt des hr-Teams in die Marienschule, wo ihre musikalische Karriere begann. Gleich in drei Marienschul-Musicalproduktionen war sie zunächst als Tänzerin, später dann als Sängerin und Choreographin aktiv, wie sich Pia Koch, die in den 90er Jahren die Musical-AG der Schule leitete, gerne zurück erinnert. „Während Kathrin in ihrem ersten Musical nur eine kleine Gesangsrolle hatte, übernahm sie in der West-Side-Story mit der Figur der Maria eine Hauptrolle – und begeisterte damit das Publikum.“

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Gemeinsam mit Pia Koch blättert die Sängerin durch Fotoalben der damaligen Musicalproduktionen, immer im Visier der hr-Kamera. In der Aula erinnern sich Musiklehrerin und ihre ehemalige Schülerin an die Musical-Proben, die beeindruckenden Aufführungen, aber auch, dass Kunst der Leistungskurs von Kaye-Ree war: „In der Schulzeit hatte ich noch nicht geplant, professionell Musik zu machen. Da ich künstlerisch interessiert war, besuchte ich den Kunst-Tutorenkurs von Franz Velten…“, erzählt die Musikerin vor laufender Kamera. An die Schulzeit erinnert sie sich gerne zurück, viele gute Erfahrungen habe sie in der Marienschule machen können, nicht nur bei den Musicals. Insofern war es für sie selbstverständlich, dass ein Teil des Porträts in der Schule gedreht werden musste – und auch Pia Koch darin eine Rolle spielen sollte.

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Bis sie dann professionell ins Musikgeschäft eingestiegen ist, sollten noch ein paar Jahre vergehen. Auf der Zugfahrt von ihrem damaligen Studienort Gießen nach Frankfurt lernte sie einen persischen Produzenten kennen, der sie ins Show-Business brachte – der Beginn einer steilen Karriere: Auch bei Gesangswettbewerben fiel ihre außergewöhnliche Stimme auf, sie gewann im Jahr 2003 bei mehreren Talent-Shows (u.a. bei Planet Radio) und bekam somit viele Jobs als Studiosängerin. Kaye-Ree drängte es jedoch, ihre eigenen Song-Texte zu schreiben und zu singen. 2009 erschien ihr Debut-Album „Endless Melody“, über das auf ihrer Homepage (www.kaye-ree.com) zu lesen ist:

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„Selten hat ein Debütalbum in Deutschland so viel positive Resonanz bekommen -und das Genre-übergreifend. Denn für „Endless Melody“ erntete Kaye-Ree das Lob, mutig zwischen Soul, Folk, Pop und R&B neue Wege eingeschlagen, tiefschürfende Lyrics frei von den üblichen Klischees und Gemeinplätzen geschrieben und diese mit einer außergewöhnlich wandlungsfähigen Stimme von hohem Wiedererkennungswert interpretiert zu haben. Ihr natürliches Crossover-Potential belegen die CD-Kritiken in höchst unterschiedlichen Publikationen – von Jazzthetikund Jazzthingüber Westzeit und Piranha bis zu Stereoplay und Access All Areasin Print wie Netz. Repräsentative Rezensionen finden Sie auf der Website www.kaye-ree.com in der Rubrik „Reeview“. Riesenstimme, klasse Style, supersexy. Ausstrahlung, Attitüde und Aussage. Zeitgenössische Soulmusik. Wie ein Seelenzustand. Lasziv wie Sade, stimmgewaltig wie Pat Appleton und lässig wie Joy Denalane – „Das soll deutsch sein?!“ lautete der einmütige Tenor der Texte.“

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Auch das aktuelle Album „New Air“, 2013 veröffentlicht, begeistert die Kritiker – und Pia Koch, die die CD auf dem Weg zur Schule im Auto sehr gerne hört. Auch wenn sich Lehrerin und ehemalige Schülerin seit 15 Jahren nicht getroffen haben – aus den Augen bzw. Ohren verloren haben sie sich nie. Und so ist es eine rührende Szene, als Kaye-Ree vor laufender Kamera Pia Koch ein Album widmet. Die Begegnung in der Aula soll übrigens nicht die letzte gewesen sein, versprechen sich die beiden Musikerinnen: Kathrin Eftekhari sagt der begeisterten Pia Koch zu, noch in diesem Jahr ein Konzert in der Schule geben zu wollen – die Marienschule steht für Kaye-Ree selbstverständlich immer offen… (Fd)

Zu sehen ist der Beitrag über Kaye-Ree und Pia Koch am Donnerstag, 30. Januar, um 22.45 Uhr in der Sendung „Hauptsache Kultur“ im Hessischen Rundfunk.

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„Once upon a time - Ein Abend wie im Märchen“ lautet das Motto des Neujahrsballs der Marienschule, der am Samstag, 25 Januar 2014, in der Limburger Josef-Kohlmaier-Halle stattfindet.

Im Zentrum des Balles steht selbstverständlich das Tanzen, aber getreu dem märchenhaften Motto ist den ganzen Abend für erstklassige Unterhaltung durch ein besonderes Bühnenprogramm gesorgt. Zu den Höhepunkten der Showacts gehören eine Modenschau sowie eine Trampolinshow und ein Auftritt der erfolgreichen Limburger Showtanzgruppe „Enchanted“. Die Schirmherrschaft für den Neujahrsball 2014 hat der Generalsekretär der hessischen CDU, Peter Beuth, übernommen.

Karten können ab sofort an der Pforte der Marienschule erworben werden oder schriftlich bestellt werden. Das Formular steht hier zum Download bereit. Der Erlös des Balles kommt der Medienausstattung der Schule zugute. (Annika Schreiber/ Fd)