Gymnasium lädt Viertklässler/innen und Eltern von 9 bis 13 Uhr ein

Für viele Schülerinnen und Schüler neigt sich die Zeit in der Grundschule dem Ende zu. Doch was erwartet die zukünftigen Fünftklässlerinnen und Fünftklässler auf einer weiterführenden Schule? Diese und viele andere Fragen stellen sich derzeit Grundschüler und ihre Eltern. Um hierauf Antworten zu bekommen und einen Einblick in den Schulalltag zu ermöglichen, lädt die Limburger Marienschule zu einem „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 23. November 2013, von 9 Uhr bis 13 Uhr herzlich ein.

„Einen lebendigen Eindruck vom Schultag und der alltäglichen Arbeit zu bekommen ist wichtig, insbesondere wenn es um die weiterführende Schule geht“, so Dr. Henrike Zilling, Schulleiterin der Marienschule, zum Ziel des Tages der offenen Tür. Die interessierten Eltern hätten die Möglichkeit, sich in zahlreichen Informationsveranstaltungen über das Konzept des Gymnasiums, das getrennte Miteinander von Mädchen und Jungen sowie das Aufnahmeverfahren zu informieren und ihnen wichtige Fragen anzusprechen, sagte die Schulleiterin. „Aber auch für unsere jungen Gäste gibt es viel zu erforschen und zu erleben: Spannende Experimente in den naturwissenschaftlichen Bereichen, akrobatische Turn- und Tanzvorführungen der sechsten Klasse, eine Theateraufführung in englischer Sprache, eine Schnuppermathestunde in der fünften Klasse sowie viele weitere unterhaltsame Aktionen werden den jungen Schülerinnen und Schülern einen ersten Eindruck von den vielfältigen Angeboten der Marienschule vermitteln“, so Dr. Henrike Zilling.

Damit man sich in der Schule gut zurechtfindet und möglichst viele Projekte besuchen kann, warten zahlreiche „Schülerlotsen“ darauf, die Gäste durch das Haus zu führen und zu den Projekten zu begleiten. Zwischen den einzelnen Programmpunkten wird genügend Zeit bleiben, sich in der Cafeteria zu stärken und Erfahrungen auszutauschen. Dabei werden Lehrkräfte sowie Marienschülerinnen und -schüler als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.(Lea Velthuysen/ Fd)

Franziskus

    

"Pace e Bene"

Dieser franziskanische Segensgruß steht über der Glaubensfahrt nach Assisi, jener Heimatstadt des Heiligen Franziskus in Umbrien/Italien.

Es gibt sie tatsächlich – Menschen und Orte, die unser Herz berühren, die faszinieren und uns ein Leben lang prägen und begleiten.

Der heilige Franziskus und das zwar kleine, aber berühmte mittelalterliche Städtchen Assisi gehören dazu.

Wir laden ein zur Teilnahme an einer Pilgerreise nach Assisi unter der Leitung von Kpl. Joachim Wichmann und Birgid Sagmeister vom 19.10.2014 - 26.10.2014.

Nähere Informationen stehen hier zum Download bereit.

 

Es ist eine außergewöhnliche Ausstellung, die der Frankfurter Fotograf Rafael Herlich derzeit in der Mensa der Limburger Marienschule zeigt. Insgesamt 50 Farbbilder spiegeln das jüdische Leben in Deutschland aus den letzten 30 Jahren wider. Zu sehen sind Bilder, die den jüdischen Alltag, ihre Traditionen und Bräuche, aber auch ihre Vielfalt zeigen und zum Nachdenken anregen.

Rafael Herlich wurde 1954 in Tel Aviv geboren. Nach seiner Ausbildung zum Fotografen in Israel, ging der Künstler nach Deutschland, um seinen Vater kennenzulernen, der die Familie verlassen hatte, als Herlich ein Jahr alt gewesen war. Er verließ damals Israel und ging nach Deutschland, weil das Land, in dem 11 Mitglieder seiner Familie nur aufgrund ihres jüdischen Glaubens ermordet wurden, ihn nicht losließ. Rafael Herlich blieb bei seinem Vater und begann 1975 seine berufliche Karriere in Deutschland. Er machte es sich zur Aufgabe, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät, aber auch gleichzeitig zu fordern, dass dem einzelnen Menschen und seiner Religion Respekt und Verständnis entgegengebracht wird.

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Als erste Gruppe besuchte ein Oberstufen-Religionskurs, geleitet von Jutta Renner, die Ausstellung und ließ am Anfang die Bilder auf sich wirken, wobei das Lied „Schma Israel“, das ein zentraler Bestandteil des täglichen jüdischen Gebets ist, gespielt wurde. Die Schülerinnen waren beeindruckt und überrascht von der Fröhlichkeit der Bilder und ihrer Tiefsinnigkeit. Der Künstler erklärte sein Anliegen, das Gute in den Menschen hervorzuheben und auf Fotografien abzubilden. Als Beispiel nannte er den Aussteiger, das Bild eines ehemaligen Nationalsozialisten, der jüdischen Jugendlichen Rede und Antwort zu seiner damaligen Sichtweise steht.

Mit jedem Bild klammere Rafael Herlich die schrecklichen Ereignisse der nationalsozialistischen Zeit nicht aus, aber lenke den Blick auf Alltägliches, auf Selbstverständliches und vor allem auf die Zukunft, fasste der stellvertretende Schulleiter Dr. Hans Paul Breunig die Bestrebung des Künstlers zusammen. Auch ihm habe das Projekt „Jüdisches Leben in Deutschland“ viele Denkanstöße für ein neues Bewusstsein gegeben.

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Schulleiterin Dr. Henrike Zilling konnte Dr. Breunig nur zustimmen und betonte: „Es ist wichtig, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät und dass die Nachkommen die oral history weiterführen und erzählen, was damals geschehen ist.“

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. November in der Mensa der Marienschule zu sehen.Wir danken Herrn Dani Lewin von der Firma Danfol, der durch die freundliche Unterstützung diese Ausstellung ermöglicht hat. (Kim Haney/ Fd)

 

Bücherflohmarkt

Miss Dooley ist seit etwa zwei Monaten an unserer Schule beschäftigt. Sie begleitet die Lehrer in den Unterricht oder hält einige Stunden selbst. Als Fremdsprachenassistentin versucht sie, Schwierigkeiten mit der englischen Sprache zu überbrücken und  Wege zur Verbesserung aufzuzeigen. Im Interview spricht sie über ihr bisheriges Leben, ihre Ziele und Wünsche sowie über ihren Eindruck von der Marienschule.

Niamh Dooley HP

Guten Tag Frau Dooley, schön dass Sie es einrichten konnten. Zu allererst würde ich Sie bitten, sich kurz vorzustellen.

Mein Name ist Niamh Dooley, ich komme aus Tullamore in Irland, das etwa halb so groß ist wie Limburg. Ich habe zwei ältere Brüder und eine jüngere Schwester. Mein Vater arbeitet als Schmied und meine Mutter ist Hausfrau. Meine Schulzeit verbrachte ich auf einer Schule, die gewisse Ähnlichkeiten mit der Marienschule hat, auch meine Schule wurde damals von Nonnen geleitet, allerdings ist sie mit 600 Schülern um einiges kleiner. Dort musste ich die grundlegenden Fächer Mathe, Englisch und Irisch belegen und wählte außerdem Kunst, Physik, Business und Geographie. Dann ging ich auf die National University of Ireland in Maynooth und studierte zwei Jahre lang Finanzen, Wirtschaftslehre und Germanistik. Nun bin ich hier an der Marienschule, was mein Praktikum darstellt. Ich unterrichte seit Anfang September bis und werde es bis Ende Mai 2014 tun. Wenn ich mein Jahr hier absolviert habe, gehe ich zurück nach Irland und studiere noch ein Jahr, damit ich hoffentlich meinen Bachelor bekomme. Wenn ich möchte, kann ich Lehrerin werden, dafür müsste ich noch ein weiteres Jahr studieren und könnte dann auf dem Level eines Gymnasiums unterrichten.

Warum kamen Sie ausgerechnet an die Marienschule?

Meine Organisation, die meinen Aufenthalt geplant hat, beschäftigt momentan etwa 120 Fremdsprachenassistenten in Deutschland. Alle werden an verschiedenen  Orten eingesetzt und ich nun mal in Limburg. Ich habe mich nicht direkt für die Marienschule entschieden, aber dafür,  nach Deutschland zu kommen. Es war mir auch nicht so wichtig, wo ich genau hinkomme, ich wollte Deutschland erleben, so wie es wirklich ist. Ich möchte die deutsche Kultur kennenlernen, seltsames deutsches Essen probieren und das deutsche Schulsystem verstehen. Das Schulsystem hier ist wirklich verwirrend, es ist sehr unterschiedlich zu  dem in Irland. Des Weiteren möchte ich meine Deutschkenntnisse verbessern, sodass ich am Ende die Sprache fließend beherrsche. Leider mache ich noch immer viele grammatikalische Fehler.

Was gefällt Ihnen besonders gut an Deutschland und an der Marienschule und welche Unterschiede können Sie im Vergleich zu Ihrer Schule und Ihrer Heimat erkennen?

Die Schule ist im Vergleich zu meiner ist sehr unterschiedlich. Zwar sind beide katholische Institutionen, aber die Lehrer und die Schüler sind ganz anders. Die Schüler zum Beispiel können sich viel besser benehmen und sind sehr viel verantwortungsbewusster. Wenn ein Lehrer hier seiner Klasse eine Frage stellt, schießen alle Hände nach oben, um sie zu beantworten. Wenn in Irland ein Lehrer seiner Klasse eine Frage stellt, interessiert sich niemand wirklich dafür. Die Schüler in Deutschland wollen lernen und das merkt man ihnen an.

Die Lehrer an der Marienschule sind sehr freundlich, jeder hat mir dabei geholfen, mich zu integrieren. Die Einrichtung der Schule gefällt mir besonders gut, wir haben beispielsweise keine Mensa, in der warme Gerichte serviert werden. Alles erscheint hier ein bisschen größer und besser.

Deutschland an sich wirkt auf mich wie ein Märchen, die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern fasziniert mich. Das Klima hier ist auch unglaublich verschieden, das Wetter in Tullamore ist nämlich ziemlich nass, mir machte das aufgrund meines Asthmas ziemlich zu schaffen, ich konnte häufig nicht gut Luft holen und fühlte mich schlecht. Seitdem ich hier bin, ist mein Asthma verschwunden, weil es hier um einiges trockener ist.

Die Züge sind meistens pünktlich, die Menschen fahren hier wie Verrückte, ich fuhr auf der Autobahn und war total überrascht über die hohen Geschwindigkeiten. Das Essen hier ist seltsam, ich war mit einem Freund in Frankfurt und wir aßen Eier mit grüner Soße, Handkäse mit Musik und Fleischkäse. Wir haben vieles ausprobiert und es war wirklich lecker, aber auch sehr komisch.

Die deutschen Bürger scheinen außerdem sehr viel entspannter zu sein, vielleicht nur die Limburger, aber niemand hier wirkt gehetzt.

Was sind Ihre Ziele für Ihre Zeit in Deutschland?

Ich möchte mein Deutsch verbessern, möchte lernen, wie man ein guter Lehrer ist und wie man verschiedene Altersgruppen am besten unterrichtet. Ich möchte hier Englisch unterrichten und den deutschen Lebensstil kennenlernen und dabei eine Menge Spaß haben.

Was sind Ihre Wünsche für Ihre Zeit nach dem Praktikum?

Ich möchte meinen Abschluss machen, sodass ich den Bachelor of Art erwerben kann. Danach möchte ich Lehrerin für Wirtschaftslehre und Deutsch an einem Gymnasium in Irland  werden.

Vielen Dank für das Interview.

Das Interview führte Kim Haney (Ke)