Beeindruckende Leistungen beim Bundesfinale in Berlin
Achter Platz für Ruderinnen der Marienschule

Nach ihrem Sieg bei den hessischen Schülermeisterschaften in Kassel erreichten Lea Emmel, Maximiliane Horz, Lea Nassal, Madeleine Kilbinger und Steuerfrau Annabell Wilms beim Bundesfinale in Berlin den 8. Platz. Zwar war es den Mädchen in der Wettkampfklasse II (Jg. 1996-97) mit der Doppelvierer-Bugspitze bereits in Kassel gelungen, einige Endlaufteilnehmerinnen der Deutschen Jugendmeisterschaften hinter sich zu lassen, in Berlin mussten sie sich jedoch den Ruderinnen einiger Landessportschulen, Sportinternate und Sportgymnasien mit schwergewichtigen Kaderruderinnen sowie verschiedenen WM-Teilnehmerinnen stellen.

Trotz dieser hochkarätigen Gegner behaupteten sich die Limburger Mädchen im Vorlauf und qualifizierten sich damit direkt für das Halbfinale, in dem sie mit persönlicher Bestzeit zwar ein sehr gutes Rennen fuhren, sich auf Grund der starken Besetzung in diesem Lauf jedoch nicht für das A-Finale qualifizieren konnten. Die Zeit, die die Schülerinnen schließlich im B-Finale fuhren, hätte im A-Finale für den 4. Platz gereicht. Weil sie dieses nicht erreicht hatten, wurden sie am Ende des Wettkampfs als Achte geführt.
Da die vergleichsweise junge und unerfahrene Mannschaft zu den hessischen Meisterschaften nach Kassel ursprünglich in erster Linie mit dem Ziel gefahren war, Erfahrungen zu sammeln und von den älteren Regattahasen zu lernen, zeigte sich die betreuende Lehrerin Gabriele Druck-Wagner trotz der zeitweiligen Enttäuschung ihrer Schützlinge am Ende des Bundesfinales mehr als zufrieden: „Meine Mädchen haben sich unter den Sportschulen und schwergewichtigeren Ruderinnen mit einer sehr guten Leistung behauptet. Darauf können wir stolz sein!“ Dieser Aussage konnte auch der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl nur zustimmen: „Sowohl das Ergebnis als auch die sehr gute Zeit, die unsere Ruder-Mannschaft in Berlin erreicht hat, zeugen von dem großen Engagement der Schülerinnen sowie unserer Sportlehrkräfte.“

„Ihr Engagement ist Vorbild für die hessischen Gymnasien“

Als Vorbild für die hessischen Gymnasien hat Ulrich Striegel vom Hessischen Kultusministerium das Engagement der Limburger Marienschule für eine „gesundheitsfördernde Schule“ bezeichnet. Im Rahmen der feierlichen Verleihung des Zertifikats lobte der für Sport und Gesundheit zuständige Referatsleiter das breite und langjährige Wirken der Privatschule. Die Marienschule sei hessenweit erst das zweite Gymnasium, das die Auszeichnung erhalte – insgesamt sind 39 Schulen vom Kultusministerium als gesundheitsfördernd anerkannt.

Für eine festliche Einleitung der Veranstaltung sorgte die Bläserklasse 6a unter der Leitung von Christoph Pabst mit zwei vorgetragenen Stücken.
Zur Begrüßung ergriff der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl das Wort unter dem Motto Kneipps „Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“ Die Marienschule stelle sich täglich der Herausforderung, Schule und Gesundheit miteinander zu vereinbaren – dabei nehme ein ganzheitlicher Gesundheitsaspekt schon immer einen hohen Stellenwert ein. Er setzte sich kritisch mit Forschungsergebnisse auseinander, wonach 51 % der deutschen Schülerinnen und Schüler an psychosomatischen Erkrankung wie Kopf- und Magenschmerzen oder Schlafstörungen litten. Dies sei ein Signal, auch weiter an dem Projekt „Gesunde Schule“ zu arbeiten, damit diese Zahl an der Marienschule nicht zur Realität werde, so der kommissarische Schulleiter. Dafür sei es wichtig, gemeinsam mit dem Kultusministerium, Schulträger, Schulamt und der gesamten Schulgemeinde an einem Strang zu ziehen, um weitere gesundheitsfördernde Aktionen zu starten und an den Bestehenden festzuhalten.
Anschließend präsentierte die schuleigene Theater-AG unter Leitung von Cara Basquitt, eine Szene aus dem selbstgeschriebenen Stück „Helden“. Die „verführende“ Aufführung zeigte eine zeitreisende Schülerin, die auf ihrem Weg dem bekannten Odysseus, der sich der Schönheit der Sirenen stellen muss, begegnet.
Die Bausteine der Zertifizierung und die zahlreichen Projekte, die für diese Auszeichnung relevant waren, nannte Oberstudienrätin Christel Müller-Rentz in ihrer Rede. Bereits seit 2007 erhielt die Marienschule vier Teilzertifikate in den Bereichen „Sucht- und Gewaltprävention“, „Bewegung“, „Ernährung“ und „Lehrergesundheit“. Diese verdiente sich die Limburger Privatschule unter anderem durch Orientierungstage, vielfältige Sportangebote oder das große Engagement bezüglich des gesunden Mensaessens. Aber auch neue Aktionen wie die Mini-WM, Vorträge zur Mediensicherheit und die bevorstehende Umgestaltung zu einem bewegungsfreundlicheren Pausenhof zeigten den hohen Stellenwert von Gesundheit und Bewegung an der Marienschule.
Durch das weitere Programm führte die Abiturientin Lisa Laux, die den nachfolgenden Sketch zum Thema „gesundes Frühstück“ der Jungenklasse unter der Leitung von Biologielehrerin Martina Pascoe ankündigte. Die engagierten Schüler veranschaulichten durch selbstgebastelte Plakate und Körpereinsatz die Ernährungspyramide, nachdem der kommissarische Schulleiter in einem Interview zu seiner Ernährung die Rolle eines Negativbeispiels übernommen hatte.

Den Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Übergabe des Gesamtzertifikats „Gesundheitsfördernde Schule“ durch Ulrich Striegel dar. Er lobte die Marienschule für ihr tolles Schulklima, die gute Schulverpflegung und die sportlichen Erfolge, welche insgesamt dazu führten, dass die Marienschule erst das zweite Gymnasium in Hessen sei, das eine solche Auszeichnung erhält. Neben dem Zertifikat überreichte der Referatsleiter Sportgeräte für die „bewegte Pause“ sowie einen Scheck über 500 Euro für weitere Projekte im Bereich Schule und Gesundheit, damit die gute Präventionsarbeit auch weiterhin fortgesetzt werden könne.

Einen wichtigen Baustein dieser Arbeit bildet auch der seit 17 Jahren bestehenden Sanitätsdienst der Marienschule unter der Leitung von Detlef Kraut. Dieser zeigte eine Erste-Hilfe-Sofortmaßnahme, wodurch die Notwendigkeit eines solchen Dienstes in der Schule zum Ausdruck gebracht wurde. Außerdem wurden neun neue Schulsanitäterinnen von Andreas von Erdmann, dem Dezernenten für Schule und Bildung im Bistum Limburg, ernannt. Das einzigartige, selbstgeschriebene Buch „Sanitätsdienst macht Schule“ des Sanitätsdienstes der Marienschule, das von Schulsanitätern für Schulsanitäter geschrieben wurde, überreichte Detlef Kraut dem Ministeriumsvertreter als Präsent. Schulamtsdirektor Volker Imschweiler und der amtierende Leiter des Staatlichen Schulamtes, Wolfgang Breidenbach, übergaben im Gegenzug Bälle für die bewegte Pause an die anwesenden Schulsprecherinnen.

Abschließend musste sich der Gesandte des Kultusministeriums den kritischen Fragen von Lisa Laux stellen. In seinen Antworten betonte er die notwendige Mischung aus Schule und Freizeit, die durch Ganztagsangebote, welche aber nicht verpflichtend sein dürften, entstehe. „Engagement für die Gesundheit lohnt sich immer“, legte Ulrich Striegel den Schülern und Lehrkräften ans Herz und sorgte mit seinem Dank für die Einladung an einer so „warmherzigen Schule“ für einen gelungenen Abschluss der Diskussion.

Die von den Schülerinnen Mona Hagel und Carolin Nowak geleitete Tanz-AG bestätigte das zuvor häufig erwähnte Engagement der Schulgemeinde. Die hervorragende Tanzdarbietung rundete die Veranstaltung gekonnt ab.

Film zum Thema Pressefreiheit begeistert Jury

Wer in Deutschland lebt, muss sich keine Sorgen um die Pressefreiheit machen – oder?! Unter dem Motto „Pressefreiheit – was geht mich das an?“ richtete die Nationale Initiative Printmedien zum vierten Mal einen Schülerwettbewerb aus. Auch die Arbeitsgemeinschaft Schul-TV der Marienschule unter der Leitung von Simone Gräf und Regina Leukel reichte ihren Beitrag ein und wurde bei der Preisverleihung in Berlin mit dem Sonderpreis ausgezeichnet.

Die auf Einladung des Kulturstaatsministers Bernd Neumann erfolgte Veranstaltung in Berlin stand ganz unter dem Zeichen der Medien. Sie begann mit einer Führung der Siegerklassen im Museum für Film und Fernsehen am Potsdamer Platz, woran sich ein gemeinsames Abendessen anschloss, das alle Beteiligten auf die Preisverleihung am nächsten Tag einstimmte.
Höhepunkt war die Auszeichnung der Wettbewerbsbeiträge im Bundeskanzleramt. Neben der Jury – bestehend aus Florian Gess (Ressortleiter beim „stern“), Paul-Josef Raue (Chefredakteur der „Thüringer Allgemeine“) und Hans-Jörg Zürn (Chefredakteur der „Sindelfinger/Böblinger Zeitung“) – waren auch einige Mitglieder des Deutschen Bundestags bei der Preisverleihung anwesend.
Der diesjährige Wettbewerb ist für Kulturstaatsminister Neumann ein ganz besonderer gewesen: „Die professionelle Umsetzung aller Schulen mit dem Thema Pressefreiheit hat uns alle so beeindruckt, dass wir dieses Jahr von 66 abgegebenen Arbeiten nicht drei, sondern vier normale Preise und sogar einen Sonderpreis vergeben möchten.“ Mit den eingereichten Beiträgen hätten sich die Schülerinnen und Schüler auf ein spannendes und wichtiges Thema eingelassen, denn „die Meinungs- und Pressefreiheit ist noch immer gefährdet“, so Neumann, der darauf aufmerksam machte, dass es in vielen Ländern immer noch eine Zensur gibt und Interviewpartner mit vielen Tricks eingeschüchtert werden. „Auch in der deutschen Geschichte haben wir erleben müssen, wie es ist, ohne Pressefreiheit zu leben. Die NS-Zeit und die SED-Diktatur, die noch gar nicht lange her ist, erinnern uns immer wieder daran.“ Neumann rief dazu auf, sich auch in demokratischen Ländern wie Deutschland für die Wahrung der Pressefreiheit einzusetzen. „An euren Beiträgen konnten wir genau das feststellen – mit hohem Engagement, viel Phantasie und Freude habt ihr euch mit dem Wettbewerbsthema auseinandergesetzt. Dafür möchte ich euch danken“, so der Minister.

Hans-Jörg Zürn, der nicht persönlich anwesend sein konnte und deshalb per Video seine Laudatio hielt, machte deutlich, warum der Sonderpreis für die Schul-TV-AG der Marienschule bestimmt war: „In einem Kurzfilm mit dem Thema Pressefreiheit habt ihr euch beeindruckend mit der Frage 'Welche Macht haben die Medien?' auseinandergesetzt. Anhand eines aktuellen Beispiels – des Mordes im Fall Lena aus Emden – habt ihr vorbildlich gezeigt, wie ein Unschuldiger durch eine Hetzkampagne in allen Zeitungen als Mörder dargestellt wurde.“ Außerdem hätten die Schülerinnen kritische Fragen gestellt und mit einer Rückblende in die NS-Zeit, in der es um Zensur und Bücherverbrennung ging, einen perfekten Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart geschlagen. „Mit eurer sorgfältigen, engagierten und kritischen Arbeitsweise habt ihr uns, die Jury, sichtlich beeindruckt. Euer Appell, jede Zeile der Zeitungen zu prüfen, sie aber trotzdem vor Zensur und Gleichschaltung zu schützen, hat uns überzeugt.“ Aus diesem Grund sei die Marienschule mit dem Sonderpreis ausgezeichnet worden, denn der Beitrag sei „einfach stark“.
Die anderen Plätze gingen an Schulen aus Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Hessen, die beispielsweise mit einem Spiel oder einem Bilderbuch zum Thema Pressefreiheit teilnahmen.
Zum Abschluss der Preisverleihung ergriff Staatsminister Neumann erneut das Wort „Ich möchte mich bei allen Beteiligten bedanken. Vor allem aber bei den Lehrern, die ihre Schüler unterstützt haben und bei der Umsetzung der Beiträge behilflich waren. Es sind tolle Ergebnisse entstanden.“
Nach der Preisverleihung gab es für die Siegerklassen einen Mittagsimbiss im Foyer des Kanzleramtes.  Dank einer sich anschließenden Führung konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Kanzleramtes werfen: Vom Sitzungssaal der Regierung und der Pressewand bis hin zu den Vitrinen mit Geschenken für ehemalige Bundeskanzler gab es einiges zu sehen.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Film mit dem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. Das ist eine Bestätigung und Anerkennung der Arbeit unserer Schul-TV-AG“, freuen sich die beiden betreuenden Lehrerinnen Simone Gräf und Regina Leukel. Der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl lobte nicht nur das außergewöhnliche Engagement der beiden Kolleginnen, sondern auch die Einsatzbereitschaft und Kreativität der Schülerinnen Natalie Beiter, Chantal Blattmann, Maren Busch, Lea Bosse, Katharina Höhn, Anna Langensiepen, Esther Lör, Katharina Müller, Michelle Schuy und Carolin Semmelroth: „Die Schul-TV-AG ist nicht zum ersten Mal mit einem bundes- oder landesweiten Medienpreis ausgezeichnet worden. Das zeigt, dass ihr eine hervorragende Arbeit macht und im Unterricht Produkte entstehen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen können“, sagte der Studiendirektor.

Überragendes Ergebnis für die Marienschule
19 Schülerinnen bei Goethe-Wettbewerb ausgezeichnet

Spitzenergebnis für die Marienschule: 19 Oberstufenschülerinnen sind heute im Hessischen Landtag für ihre Beiträge beim Goethe-Wettbewerb „Deutschlands erster Superstar“ der Landeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet worden. Die Gymnasiastinnen brachten drei erste Preise, einen zweiten sowie fünf dritte Preise mit zurück nach Limburg. Die Erstplatzierten dürfen sich auf eine einwöchige Reise nach Weimar und Jena freuen, aber auch die Zweit- und Drittplatzierten können mit Recht stolz auf ihre Arbeit sein, wie auch Landtagspräsident Norbert Kartmann bei der Preisverleihung betonte. Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, die Leiterin des Frankfurter Goethe-Museums, zeigte sich sichtlich erfreut über die Qualität der eingereichten Arbeiten: „Ihr seid sehr phantasievoll mit Deutschlands größtem Dichter umgegangen“, lobte sie die Preisträger.

Mit dem spannenden zehnminütigen Film „Goethes Reise an der Lahn“ belegten die Schülerinnen Jessika Benker, Maren Ehrhardt, Julia Fröhlich, Judith Meurer und Julia Schmidt des Deutsch-Grundkurses von Birgid Sagmeister einen ersten Platz im Gruppenwettbewerb. Sie hatten sich das Ziel gesetzt, die historischen Fakten zu Goethes Lahnreise lebhaft zu übermitteln und einen Kurzfilm zu drehen. Von Beginn an recherchierten sie in den Stadtarchiven von Weilburg sowie Limburg und besuchten zahlreiche Museen und Bibliotheken in Diez und Umgebung, um historische Fakten herauszufinden. Eine Mischung aus selbst nachgespielten Szenen an den original Schauplätzen und kurzen Dokumentationspassagen, in denen sich Historiker zu Goethes Reise an der Lahn äußern, ist das Ergebnis ihrer Arbeit, das die Jury überzeugte und schließlich für den verdienten ersten Platz sorgte.
Zwei erste Plätze konnten sich Antina Leukel und Anna Trost, Schülerinnen der Stufe 13, im Einzelwettbewerb sichern: Antina Leukel aus dem Deutsch-Leistungskurs von Christel Müller-Rentz überzeugte mit ihrer Ausarbeitung der Arbeit „Das Wunder einer Freundschaft: Schiller und Goethe – so könnte es gewesen sein“. Die Abiturientin beschreibt in ihrer Arbeit aus der Sicht der beiden Schutzengel Fritz und Giovanni die Entwicklung der Freundschaft zwischen den beiden Dichtern und konzentriert sich dabei hauptsächlich auf den langen Annäherungsprozess der beiden, der schließlich mit den berühmten Briefwechseln zu einer echten Freundschaft wird. „Besonders interessant war für mich dabei, das bereits im Unterricht inhaltlich besprochene Thema des Leben Goethes innerhalb des Wettbewerbes weiter zu vertiefen und das gesammelte Wissen anzuwenden“, berichtet Antina. Die Arbeit habe ihr enorm Spaß gemacht, insbesondere deshalb, weil der Wettbewerb sehr offen gestaltet war und der Phantasie demnach keine Grenzen gesetzt wurden, so die Abiturientin, die sich schon jetzt auf die siebentägige Reise nach Frankfurt, Weimar und Jena freut. Auf Jena sei sie besonders neugierig, da sie dort noch nie gewesen sei.

Anna Trost aus demselben Kurs entschied sich für ein Theaterplakat zu dem Thema „Faust I“ und nahm sich dabei vor, den Stoff der doch recht komplexen Tragödie speziell für junge Leute verständlich und ansprechend darzustellen. Sie stellte die gesamte Darstellung auf dem Plakat unter die Frage „Wie weit darf man auf der Suche nach seinem persönlichen Glück gehen?“ und bezog dies auf Fausts ungebändigtes Streben nach der totalen Erkenntnis, bei der er letztlich auch Gretchens Tod in Kauf nimmt. Obwohl das Projekt für die Schülerin viel Arbeit bedeutete, hat es ihr enormen Spaß bereitet, für die sie heute schließlich belohnt wurde: „Gestalterische und kreative Projekte machen mir am meisten Spaß. Und der Preis stellt für mich einen schönen Abschluss meiner Schulzeit im Deutsch-Leistungskurs dar“, so die glückliche Gewinnerin.

Auf eine Tagestour mit Privatführung im Frankfurter Goethehaus dürfen sich die Zweitplatzierten freuen. Saskia Eisenmenger, Lea Lehn, Louisa Pfeifer und Carolin Wagner aus dem Deutsch-Leistungskurs hatten Goethes „Totentanz“ vertont und analysiert.
Gleich mehrere Drittplatzierte, die mit Buchpreisen ausgezeichnet wurden, kommen ebenfalls aus dem Leistungskurs: Louisa Theresa Braun und Elisabeth Eberling wurden für ihre Einzelarbeiten geehrt, einen Gruppenpreis erhielten Gülsah Bucak, Anna Dielmann, Louisa Ruster und Toni Walter. Sie hatten einen Film mit dem Titel „Goethe Zeiten. Schlechte Zeiten“ gedreht, in dem Gothes Leben als Persiflage einer TV-Seifenoper gezeigt wird.

Gewinner gab es auch im Deutsch-Grundkurs von Michael Emmerich: Eine Drittplatzierung erzielten Sarah Gawronska und Larissa Frömel, die sich mit dem verschwundenen Schädel Schillers nach seinem Tod auseinandersetzten. Um dieses mysteriöse Thema spannend zu gestalten, überlegten sich die Schülerinnen eine ungewöhnliche Methode: Sie verschriftlichten einen Kriminalroman, der sich in dem Zeitraum von der Beerdigung Goethes bis hin zur Neuzeit erstreckte. Dieser wurde aus der Sicht vieler beteiligter Personen erzählt und endete mit dem Fazit, dass trotz aller verzweifelten Versuche, den Spuren auf den Grund zu gehen, der Schädel verschwunden blieb und demnach unauffindbar sei.

Zudem erhielt Larissa Frömel einen weiteren dritten Preis für ihre Einzelarbeit.
Sichtlich begeistert ob der vielen Gewinnerinnen zeigte sich der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl: „Die Arbeiten der Schülerinnen sind ein Beweis dafür, dass auch rund 200 Jahre alte Stoffe nichts an Aktualität verloren haben.“ Es sei beeindruckend, zu sehen, wie kreativ die Schülerinnen mit ihren Themen umgegangen seien – insofern sei auch die Vielzahl der Preise verdient, so der Studiendirektor, der abschließend lachend Goethe zitierte: „Man säe nur, man erntet mit der Zeit.“

Gruppen und Einzelpreise für die Marienschule
Schülerinnen punkten beim „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“

Erfolge für die Marienschule beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen: Zwei Gruppen aus der Jahrgangsstufe sechs belegten den dritten Platz und zwei weitere Gruppen aus der Jahrgangsstufe fünf wurden mit einem Anerkennungspreis ausgezeichnet. Im Einzelwettbewerb konnte Kira Kasteleiner mit ihrem Beitrag im Fach Englisch überzeugen und erhielt dafür den zweiten Platz.

Die Lerngruppen nahmen in eigener Regie Hörspiele auf oder drehten Kurzfilme. Wichtig waren dabei sowohl der Umgang mit der Fremdsprache selbst, als auch das vorhandene Sprachverständnis, passend zu der jeweiligen Altersgruppe. Hierbei konnten die Mädchen ihr schauspielerisches Talent unter Beweis stellen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. „Nicht nur das Erarbeiten der Beiträge macht den Schülerinnen unheimlichen Spaß, insbesondere die Erfolge haben einen motivierenden Effekt. Für uns ist die Teilnahme am Bundeswettbewerb Fremdsprachen über die Jahre quasi zur Tradition geworden“, sagte Ulrike Oligmüller, die Englischlehrerin der Klasse 5c. Anerkennungspreis erwartet die Gruppen „Crazy High School Life“, bestehend aus Eileen Kremer, Emma Heinritz, Antonia Michel, Carla Collee und Leanne Reusch, sowie „The tree house witches“ mit Lia Kräker, Paulina Schnee, Carla Scharbach, Anika Brötz und Lea Kuhmichel jeweils eine Urkunde und ein Geldpreis.
Unter Betreuung von Englischlehrerin Jessica Drozdowski erarbeiteten auch die Schülerinnen aus den Klassen 6c und 6e ein aufwendiges Projekt. Die Gruppe mit dem Beitrag „The hurt unicorn“, bestehend aus Marlene Knapp, Anna Ohlemacher und Johanna Rörig, sowie der Beitrag „The best show of the world“ von Valerie Grimm, Jara Höhler, Annika Kondler und Martine Süss wurden dabei als besonders gut eingestuft. Für ihren Beitrag erhielten sie jeweils eine Drittplatzierung, so dass das besondere Engagement der Marienschülerinnen belohnt wurde.
Der kommissarische Schulleiter Dirk Fredl gratulierte allen Schülerinnen zu Ihren Erfolgen: „Beim Fremdsprachenwettbewerb gehen die Jugendlichen kreativ mit Sprache um, entwickeln Qualitäten wie Teamfähigkeit und Ausdauer und lernen, ein über einen längeren Zeitraum angelegtes Projekt organisatorisch umzusetzen.“ Das hätten die Klassen eindeutig unter Beweis gestellt, so der Studiendirektor. Das Engagement beschere vielen Schülerinnen Erfolgserlebnisse, die für den weiteren Fremdsprachenunterricht sehr motivierend seien und den Spaß an der Sprache förderten, so Fredl weiter.
An dem  Gruppenwettbewerb dürfen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I bis zum 10. Schuljahr teilnehmen. Im diesjährigen Wettbewerb wurden in Hessen insgesamt 75 Gruppenbeträge in den modernen Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch eingereicht. Umso erfreulicher, dass die Marienschule so erfolgreich abgeschnitten hat, so Ulrike Oligmüller.