Im Rahmen des Projektunterrichts haben wir, fünf Schülerinnen der Oberstufe der Erzieherausbildung, mit der Kindetagesstätte Rabennest aus Leun-Biskirchen das „Naturforscher-Projekt“ durchgeführt.

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19 Vorschulkinder, die „Sputniks“, haben den Wald mit allen Sinnen erfahren dürfen und gelernt, wie beispielsweise die verschiedenen Bäume heißen oder welche Tiere im Wald leben.

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Dank der Firma Insight-Health aus Waldems-Esch, die unser Projekt mit einer großzügigen Spende gesponsert hat, konnten wir am dritten Projekttag sogar in den Tiergarten Weilburg fahren, wo die Kinder viele verschiedene Tiere bestaunen konnten.

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Am letzten Projettag haben die Kinder zusammen eine große Collage gebastelt, die den Abschluss des Projektes bildete und nun zur Erinnerung in der Kindertagesstätte hängt.

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Die Kinder und auch wir hatten zusammen eine schöne und erlebnisreiche Zeit. Wir möchten uns hiermit nochmals für die gute Zusammenarbeit mit der Kita Rabennest bedanken!

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(Bericht und Fotos: Jennifer Leuchtmann, HEP O | GB)

Im März/ April 2017 haben wir, drei angehende Erzieherinnen und zwei Heilerziehungspflegerinnen in Ausbildung, über einige Wochen mit einer Kleingruppe ein Schattenspiel in der Marksburg Kindertageseinrichtung „Biberbau“ vorbereitet.

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Das Angebot haben wir uns im Rahmen des Projektunterrichts gemeinsam überlegt und mit acht Kindern besprochen und eingeübt. Dabei war uns die Orientierung am Konzept der KiTa, die nach der Reggio-Pädagogik arbeitet, besonders wichtig. Jedes Kind sollte seine Stärken einbringen können und entsprechend Wertschätzung erfahren. Auch die Projektarbeit als solches und das Ausprobieren neuer Ausdrucksmöglichkeiten passen sehr gut zu diesem pädagogischen Konzept.
Die Entwicklung eines Schattenspieltheaters erschien uns passend, weil es zum einen spannend ist, die optische Wirkung der Kulissen und der Bewegungen der „Schattenspieler“ zu erfassen und zum anderen, die Hemmschwelle des „Sich Darstellens“ hinter der Schattenwand doch gerade für eher zurückhaltende Kinder etwas geringer ist.

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Die Kinder hatten sehr viel Spaß an der großen Schattenwand und verwandelten sich gerne in Schimpansenkinder. Die Geschichte handelte von Coco, dem Schimpansenkind. Die Schimpansenkinder spielten im Urwald gerne „Verstecken“, nur Coco nicht, weil er wegen seiner Größe immer zu schnell gefunden wurde. Deshalb war er oft traurig und fühlte sich ausgeschlossen. Doch eines Tages, als die Schimpansenkinder großen Hunger hatten, war Coco der Held. Da er sehr groß war, konnte er ein Schimpansenmädchen auf die Schulter nehmen, das dann Kokosnüsse für alle pflücken konnte. Alle freuten sich über die leckeren Kokosnüsse und Coco war nun nicht mehr alleine.

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Am Donnerstag, den 06.04.2017, hatten die Projektkinder ihren großen Auftritt. Sie spielten allen großen und kleinen Bibern das Schattenspiel vor und ernteten viel Applaus. Zum Abschluss des Projektes bekam jeder kleine Künstler eine Erinnerungsmappe und eine CD mit dem Video der Aufführung. In der Mappe waren die Geschichte und einige Fotos der Projekttage. Auch wir bekamen positive Rückmeldungen zu unserer Arbeit.

(Bericht und Fotos: Madeleine Müller, HEP O | GB)

Zwei PoWi-Kursen der Q3 bot sich am Mittwoch die Chance, landesparlamentarische Luft zu schnuppern. Der Leistungskurs und ein Grundkurs besuchten zusammen mit Reinhard Groß sowie Laura Hofmann, die Michael Emmerich vertrat, die 113. Plenarsitzung des hessischen Landtages. Daran schlossen sich ein Gespräch mit zwei Abgeordneten sowie eine Schlossführung an.

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Von außen ist der hessische Landtag nur ein unscheinbares Gebäude, das sich unauffällig in das Wiesbadener Stadtbild einfügt. Das Innere jedoch dient als Schauplatz hitziger Debatten, leidenschaftlicher Diskussionen und bedeutsamer Entscheidungen, deren weitreichende Konsequenzen das Leben aller Hessen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Dies wurde besonders deutlich, als die Marienschülerinnen Zeuginnen passionierter Debatten über die Zukunft der hessischen Bildungsfinanzierung wurden. Mit ihrem Antrag „Gebührenfreie Bildung von Anfang an - Qualität schrittweise verbessern - Kommunen entlasten - Bürokratie abbauen“ schuf die SPD-Fraktion eine Grundlage für die zu diskutierende Thematik. „Es geht uns um gebührenfreie Bildung von der Krippe bis zur Uni“, betonte der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel in seiner Eröffnungsrede. An diese schlossen sich die Stellungnahmen der anderen Parteien an, die ihrerseits ebenfalls für genügend Zündstoff in der hitzig ausgefochtenen Diskussion sorgten.

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Später entschärfte der Abgeordnete Joachim Veyhelmann (CDU) im Gespräch mit den Q3-Kursen jedoch die beobachteten Auseinandersetzungen: „Debatten wie diese sind vollkommen normal. Daran, dass die Abgeordneten lauter werden, erkennt man, mit wieviel Leidenschaft sie für ihre Positionen einstehen.“ Etwa eine Stunde lang lauschten die Marienschülerinnen gespannt der Versammlung und verfolgten von der Besuchertribüne aus interessiert den intensiven Schlagabtausch der Fraktionen. Unterstützung erfuhr die SPD vor allem von der Linken, aber natürlich blieben auch Gegenstimmen nicht aus. „Am Ende des Tages müssen wir die Verantwortung tragen, dass das alles bezahlbar ist“, lautete eines der Argumente von Michael Boddenberg, des CDU-Fraktionsvorsitzenden. Mathias Wagner von Bündnis ´90/Die Grünen unterstützte die Christdemokraten in ihrem Vorschlag, auch das Niveau der Bildung nicht zu vernachlässigen, sondern schrittweise anzuheben: „Mehr Plätze, gute Qualität, keine Gebühren – alles drei gehört zusammen.“

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In dem sich anschließenden Gespräch mit den CDU-Abgeordneten Andreas Hofmeister und Joachim Veyhelmann fragte eine Schülerin nach den privaten Beziehungen der Abgeordneten zueinander angesichts solch polarisierenden Sitzungen. Veyhelmann entgegnete daraufhin: „Der Landtag ist eine Showbühne. Falls gewünscht, trinken die Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen nachher auch noch ein Bier miteinander. Wichtig ist, dass man sich hinterher noch in die Augen schauen kann und sich mit seinen Äußerungen im Parlament nicht unter der Gürtellinie befindet.“ Aber auch Fragen nach den Auslösern für das politische Interesse der Landtagsmitglieder oder auch nach Grenzen, auf die sie durch ihr Berufsleben bereits gestoßen sind, spiegelten die Interessenschwerpunkte der Marienschülerinnen wider.

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Als dritter Tageshöhepunkt diente eine Führung durch das ehemalige Stadtschloss der nassauischen Herzöge, das als Sitz des Landtages fungiert. Karin Hubert und Fabienne Müller leiteten diesen Rundgang, kümmerten sich aber auch sonst während des Aufenthaltes im Landesparlament um die Schülergruppe. Die Exkursion fand bei den Q3-Kursen großen Anklang und stieß auf tiefgreifendes Interesse. Nachdem sie jahrelang die politischen Strukturen Deutschlands in der Theorie behandelt hatten, war es spannend, sie in die Praxis umgesetzt zu sehen.

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Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht und Fotos: Anna Manz | GB)

Am vergangenen Mittwoch, dem 30. August 2017, hatten die Schülerinnen und Schüler des Mathematikzusatzkurses der E-Phase die Chance, dieses Unterrichtsfach ganz praktisch zu erleben.

Mathe E Phase VEY 1
Die Praxiseinheit, welche von Jessica Veyhelmann geplant und im Sport- und Freizeitpark Linter durchgeführt wurde, sollte den Schülerinnen und Schülern Rechenoperationen im positiven und negativen Zahlenraum spielerisch näherbringen. Das im Sportpark Linter sehr begehrte Shuffleboard besteht aus mehreren Feldern, in welche man mit Hilfe eines Cues die Discs in ein mit möglichst hoher Punktzahl bestücktes Feld befördern muss. Die Schülerinnen begannen dieses Spiel sehr motiviert zu spielen: Zu Anfang noch mit den vorgegeben reellen Zahlen und nachher dann mit umso schwierigeren Brüchen und Dezimalbrüchen.
Die Praxiseinheit wurde von allen Schülerinnen und Schülern ausnahmslos positiv aufgenommen: „Das war eine tolle Idee und viel besser als nur trockene Theorie im Klassenraum!“, so eine begeistere Schülerin. „Es wäre schön, wenn wir auch andere Themen so anschaulichen lernen könnten.“ Auch Jessica Veyhelmann, Mathematik und Französischlehrerin an der Marienschule war sehr erfreut über das positive Resultat: „Es freut mich, dass ich den Jugendlichen diese doch sehr komplizierte Thematik praktisch näherbringen konnte und ich werde in Zukunft auf jeden Fall häufiger auf solche Methoden als Unterrichtsergänzung zurückgreifen.“

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Dieser erfolgreiche Unterrichtsgang trug auch zur Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler bei, welche in Zukunft im Umgang mit Mathematik an diesen erlebnisreichen Nachmittag zurückdenken und somit besser mit Aufgabenformen dieser Art zurechtkommen werden.

(Bericht: Maria Förger, Fotos: VEY | GB)

Was Kaviar mit Chemie zu tun hat, haben zehn Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Limburger Marienschule mittels verschiedener Experimente herausgefunden. Mit ihren Forschungsergebnissen haben Clara Blanche, Greta Götzler, Fabia Heuschen, Leonie Kaiser, Ilona Kalte, Lotte Koenen, Charlotte Kühn, Briana Lenz, Anna Müller und Lilith Wirth beim landesweiten Chemie-Wettbewerb sechs zweite und vier dritte Plätze in zwei Altersklassen belegt. Damit gehören sie zu den 40 besten Chemie-Schülern in Hessen.

Chemie Gewinn 2017
Unter dem Motto „Fruchtkaviar, Joghurtsphären & Co.“ stellten sich die Schülerinnen der damaligen achten und neunten Klassen den chemischen Herausforderungen. Zu ihren Aufgaben gehörte das Verpacken verschiedener Geschmacksträger in Kaviarform. So entstanden unter anderem neue Kreationen wie Fruchtsaftkaviar und Nutellakaviar. „Schmeckte auf jeden Fall gut“, da sind sich die Schülerinnen einig.

Aber neben dem Geschmackserlebnis geriet die Chemie natürlich nicht in Vergessenheit. Das Ziel der Schülerinnen war es, zu überprüfen, mit welchen Materialien sich Geschmacksstoffe und ihre Träger unter bestimmten Bedingungen am besten in einer bestimmten Form – kleinen Gelkugeln wie Kaviar – verpacken lassen. Eingesendet wurden die Versuchsbeschreibungen und –Ergebnisse bereits im Frühjahr, umso überraschender traf die Teilnehmerinnen jetzt die Nachricht über ihr erfolgreiches Abschneiden. Chemielehrerin Martina Fredl überbrachte die frohe Botschaft – und eine Einladung zur Preisverleihung an der Frankfurter Goethe-Universität im Dezember.

Einen zusätzlichen Sonderpreis für mehrjährige erfolgreiche Teilnahme erhält Ilona Kalte. Sie bekommt die Chance, vier Tage lang an der Universität Mainz an einem Experimentalseminar teilzunehmen. Die Zehntklässlerin „war schon öfters dabei“, wie sie fröhlich erzählt, mit Chemie beschäftige sie sich ohnehin „immer wieder mal“. Bereits in Klasse fünf nahm sie an der „Junior Science Olympiade“ teil, ein Interesse, das sich gehalten und jetzt in den Chemie-Leistungskurs geführt hat.

Doch der Lernerfolg dieser außergewöhnlichen Aufgabe geht auch über die Grenzen der Chemie hinaus. Auf die Frage, was für sie die wichtigste Lehre aus der Wettbewerbsteilnahme sei, antwortet Anna Müller: „Dass es nicht schlimm ist, wenn’s auch mal nicht klappt und dass es in Ordnung ist, einfach mal auszuprobieren.“ Ähnlich sieht das Martina Fredl. „Sehr gut ist, dass der Wettbewerb die Schüler mit Alltagsstoffen experimentieren lässt. Er lädt dazu ein, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, eigene Gedanken und Wege zu entwickeln.“ Im Unterricht komme dieser Aspekt manchmal zu kurz, erklärt die Chemielehrerin. Außerdem sei es wichtig, dass die Schüler lernten, dass vor allem in der Chemie nicht immer alles auf Anhieb funktioniere, was auch in der Forschung nicht anders sei.

Schulleiterin Dr. Henrike Zilling gratulierte den Schülerinnen zu deren beeindruckendem Erfolg: „Es ist schön zu sehen, dass die praktischen Aufgaben bei euch das Interesse an Chemie geweckt oder sogar vertieft haben.“ Der Erfolg belohne die Arbeit und Mühen, die damit verbunden gewesen seien. „Auf dieses überragende Ergebnis könnt ihr, aber auch eure Lehrerin, stolz sein“, sagte Zilling.

(Bericht: Paula Schillo, Foto: MM / GB)