Mittwoch, den 22. März 2017, werden die 26 Jungs aus der Klasse 5f so schnell nicht vergessen. Denn an diesem Tag, um genauer zu sein, an diesem Nachmittag und Abend erlebten sie ein ganz besonderes Highlight: Das Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen die englische Nationalelf und den emotionalen Abschied von Lukas Podolski aus der Nationalmannschaft.

5f Abschiedsspiel Podolski 1
Bereits die Fahrt mit dem Bus war schon etwas ganz Besonderes, denn nicht irgendein Bus holte die Klasse samt ihrer Klassenlehrerin und einiger begleitender Eltern ab, sondern der Originalbus, in dem von 2006 bis 2008 die deutsche Nationalmannschaft fuhr. So viele bewundernde Blicke von vorbeifahrenden Autofahrern hatte bislang noch keiner von uns zuvor erhalten.

5f Abschiedsspiel Podolski 3
Die Stimmung im Stadion war ausgezeichnet, was besonders an den zahlreichen Kölner Fans lag, die immer wieder ihre typischen Kölschen Lieder anstimmten und ihre Poldi-Sprechgesänge. Dieser Stimmung tat auch das eher schwache Spiel der deutschen Nationalelf keinen Abbruch. Laola-Wellen, Papierflieger und Sprechgesänge hielten die Stimmung hoch. Als dann Lukas Podolski in der 69. Minute mit einem Traumtor die deutsche Mannschaft in Führung brachte, kannte der Jubel im großen Stadionrund keine Grenzen mehr. Und als Podolski wenig später ausgewechselt wurde, brandete tosender Applaus auf und die Poldi-Sprechchöre kannten kein Ende mehr. Auch wir blieben nach dem Abpfiff des Spiels noch eine ganze Weile an unseren Plätzen und sangen und jubelten mit, als Lukas Podolski seine Ehrenrunde drehte und sich von den Fans verabschiedete.

5f Abschiedsspiel Podolski 4
Es war für alle von uns ein tolles Erlebnis, an das wir uns sicher noch lange gerne erinnern werden. Ein herzliches Dankeschön den Elternvertretern Herrn Stahl und Frau Seipel, sowie insbesondere Herrn Kreitz, der den Bus und die Eintrittskarten organisiert hat.

5f Abschiedsspiel Podolski 5
(Bericht und Fotos: SG / GB)

Die Turnerinnen der Marienschule sind die besten in Hessen! Beim Landesentscheid des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ setzte sich die Limburger Mannschaft im Wettkampf III (Jahrgang 2002-2005) gegen neun weitere Teams durch und wurde verdient Landessieger. Damit gelang Michelle Gerner, Kira Hergenhahn, Marta Klämt, Clara Klose und Maja Menges ein wahres Meisterstück: Zum achten Mal in Folge hat sich eine Turnmannschaft der Marienschule für das Bundesfinale in Berlin qualifiziert.

JtfO Landesentscheid 2017
Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, da das Team altersbedingt in diesem Jahr nahezu vollständig neu formiert an den Start gegangen war. Dass der „Generationswechsel“ in der Mannschaft gleich so erfolgreich vollzogen werden konnte, war so nicht zu erwarten.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und den höchsten Teamergebnissen am Sprung und Barren setzten die jungen Marienschülerinnen den Grundstein für ihren Erfolg. Konzentriert und gut vorbereitet absolvierten sie auch ihre Übungen am Balken und Boden fehlerfrei und gaben die Führung auf ihre stärksten Konkurrentinnen vom Goethe-Gymnasium in Kassel bis zum Ende nicht mehr ab. Bei der Siegerehrung war die Freude dann riesengroß über den Landessieg. Schulleiterin Dr. Henrike Zilling dankte den Betreuerinnen und den Trainern der heimischen Vereine für die großartige Vorbereitung der Mädchen und gratulierte dem Team herzlich: „Wir sind begeistert, wie perfekt ihr den Wettkampf bei der starken Konkurrenz gemeistert habt und drücken fest die Daumen für das Bundesfinale in Berlin in der ersten Maiwoche.“
In der Einzelwertung dominierte Michelle Gerner das Feld der knapp 50 Teilnehmerinnen und erturnte sich Rang 1. Aber auch Clara Klose (4.) überzeugte mit der höchsten Bodenwertung ihres Teams, während Marta Klämt (12.) und Kira Hergenhahn (21.) am Sprung die meisten Punkte zum Mannschaftsergebnis beitrugen.

(Bericht und Foto: Jutta Mücke-Klämt / GB)

Die Klasse 8b hat im Politik- und Wirtschaftsunterricht das Thema ‚Gericht‘ und ‚Rechtswesen‘ behandelt und eine eigene Gerichtsverhandlung mit verteilten Rollen realistisch dargestellt. Im Vorhinein haben wir in der Klasse gruppenweise verschiedene Themen vorgestellt und uns am Ende für das Thema „Mord in einem Parkhaus“ entschieden; dieses wird nun im Folgenden beschrieben.

Gerichtsverhandlung 8b 1
Am 21.02.2017 begann die Gerichtsverhandlung, indem sich die ganze Klasse erhob und das Gericht (Vorsitzender Richter und zwei Schöffen) den Klassenraum betrat. Die Richterin (Julia Martin) eröffnete die Verhandlung, nachdem sie die Strafsache Mord an Sebastian B. aufgerufen hatte. Zunächst wurde die vollständige Anwesenheit der Zeugen überprüft. Ebenfalls prüfte sie, ob der Angeklagte (Meltem Köksal) anwesend ist und dieser gab seine Personalien bekannt: Maximilian D., 24 Jahre alt, tätig im Maschinenbau und wohnhaft in Düsseldorf, Hauptstraße 7. Danach trug die Staatsanwältin (Kira Weimer) die Anklageschrift vor.
Diese besagte, dass der Angeklagte das Opfer Sebastian B. im Streit mutwillig vom Parkhaus gestoßen habe. In der Auseinandersetzung ging es auch um finanzielle Streitigkeiten. Danach wurde der Angeklagte zur Strafsache befragt. In Bezug auf die Anklage gab der Angeklagte zwar zu, dass er die Tat begangen habe, aber er behauptete auch, dass es Notwehr war, da das Opfer handgreiflich geworden wäre. Um den Tathergang genauer aufzuklären, eröffnete die Vorsitzende Richterin die Beweisaufnahme.
So wurde zunächst die Freundin des Opfers, Sophie B., 23, als erste Zeugin befragt. Sie konnte nur einen vorherigen Streit, der von geliehenem Geld des Opfers handelte, bestätigen. Die zweite Zeugin war eine ältere Dame, namens Maja M., die vom Einkaufen kam. Als sie auf der Straße am Parkhaus vorbei lief, hörte sie einen Schrei und sah das Opfer direkt vor ihren Füßen landen. Sofort alarmierte sie die Polizei und stand auch während der Gerichtsverhandlung noch so sehr unter Schock, dass sie keine weiteren Angaben machen konnte. Eine als Sachverständige geladene Pathologin (Johanna Zell) gab als Todesursache den Aufprall auf der Straße an. Als dritter Zeuge wurde Rico S. (Lucia Neeb), ein Freund des Angeklagten, vernommen, welcher aussagte, dass der Angeklagte im Recht sei. Ebenfalls sagte er aus, dass er nichts mit dem Mord zu tun habe und machte einige verwirrende Angaben. Die vierte Zeugin (Karen Möller) war eine Lehrerin und Besucherin des Parkhauses. Sie habe erkannt, dass Licht im Überwachungsraum gebrannt hätte, aber gedacht, dass ein Befugter sich darin aufhalten würde. Die letzte Zeugin, Louisa K., Studentin, stand zur Tatzeit mit Täter und Opfer auf dem Parkhausdach und konnte den Streit genau schildern. Das Opfer sei wohl tatsächlich zuerst handgreiflich geworden, jedoch konnte sie auf die Entfernung hin nicht einschätzen, ob es sich dabei um Mord oder Notwehr gehandelt habe. Dennoch habe sie genau den finalen Stoß des Angeklagten gesehen. Sie sei aus Angst nicht dazwischen gegangen und habe stattdessen die bereits alarmierte Polizei angerufen.
Der Zeuge Rico S. behauptete ebenfalls auf dem Parkhausdach gewesen zu sein. Doch sowohl Rico als auch Louisa gaben an, außer Opfer und Angeklagten keine weiteren Personen gesehen zu haben. Deshalb war davon auszugehen, dass einer der beiden lügt. Aus diesem Grund wurde Rico S. erneut als Zeuge geladen und er holte bei seiner Tatschilderung weiter aus. Teilweise tätigte er Aussagen, die sich widersprachen. Die Staatsanwältin hakte bei diesen genau nach und am Ende zeigte sich, dass Rico mindestens eine nachzuweisende Falschaussage über den Mordverlauf getätigt hatte. Unter Eid sagte Rico dann schließlich aus, dass er die Kameras ausgeschaltet habe, was eine Zeugin bestätigen konnte.
In ihrem Plädoyer forderte die Staatsanwältin eine lebenslange Freiheitsstrafe und begründete diese auf Grund eines nachweislich schweren Verbrechens. Dagegen forderte die Verteidigerin (Amelia Arena) Freispruch auf Grund von Notwehr. Als „letztes Wort“ des Angeklagten bereute dieser die Tat, das Opfer getötet zu haben und erklärte, dass es keine Absicht gewesen sei. Allerdings könne er die Tat nicht mehr rückgängig machen.

Gerichtsverhandlung 8b 2
Nachdem sich das Gericht zurückgezogen hatte, verkündete es im Namen des Volkes folgendes Urteil: Maximilian D. erhält eine Freiheitsstrafe von dreizehn Jahren. Nach Ablauf dieser Zeit wird er einer Prüfung unterzogen. Sollte er diese bestehen, wird er freigesprochen, andernfalls werden weitere zwei Jahre Haft angehängt. Der Vorsitzende Richter begründete diese lange Freiheitsstrafe mit einer schweren Schuld des Verurteilten, da es nachweislich ein geplanter Mord war. Damit wurde die Gerichtsverhandlung geschlossen. Die Staatsanwaltschaft erhebt ebenfalls Anklage gegen den Zeugen Rico S., der mit seiner Falschaussage Beihilfe zum Mord geleistet habe. Dieser muss nun ebenfalls mit einer Strafe bei einer Gerichtsverhandlung rechnen.

Am 8.März 2017 folgte dann als Höhepunkt der Unterrichtsreihe zum Rechtswesen der Besuch des Limburger Landgerichtes. Dort sahen wir uns drei verschiedene Fälle von Jugendstrafsachen an und bekamen auch von einem Jugendrichter interessante Informationen zur Thematik Jugendstrafrecht vermittelt. Somit war die Exkursion eine sinnvolle Ergänzung zum Rollenspiel Gerichtsverhandlung und hat allen Beteiligten neue Erfahrungen im Umgang mit strafrechtlichen Aspekten eröffnet.

(Bericht: Hannah Heil und Paula Bittner/LN; GB)

Mit dem Start in die Osterferien ändern sich vorübergehend auch die Öffnungszeiten des Sekretariats.

In der ersten Ferienwoche (03. bis 07. April) ist das Sekretariat am Mittwoch, den 05. April, und in der zweiten Ferienwoche (10. bis 13. April) am Mittwoch, den 12. April, jeweils von 10:00 bis 12:00 Uhr besetzt.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Lehrkräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Eltern schöne und erholsame Osterferien!

gez.
Dr. Henrike Maria Zilling
Schulleiterin

„Limburg darf nicht sozialer Brennpunkt des Westerwald-Taunus-Gebiets werden.“ oder „Wir sprechen immer wieder von gefühlten Bedrohungen, dabei haben wir es mit realen Bedrohungen zu tun.“ – Klare Kante haben Limburger Stadtverordnete in einer internen Aussprache über die derzeitige Sicherheits-Problematik in der Innenstadt gezeigt. Nicht nur diese Debattenbeiträge verdeutlichen, dass hinter den Kulissen eines Parlaments Klartext gesprochen wird. Nachdem die Schülerinnen der 9b vor einigen Wochen bereits die Möglichkeit hatten, an einer Plenardebatte im Hessischen Landtag teilzunehmen und anschließend mit Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz sowie den Landtagsabgeordneten Joachim Veyhelmann und Andreas Hofmeister zu diskutieren, wollten die Schülerinnen der 9b noch einen Schritt weitergehen: Wie laufen Absprachen in einer Fraktionssitzung, wie bereiten die Abgeordneten eine Parlamentssitzung vor? Um dies persönlich erleben zu können, erhielten neun Schülerinnen die Möglichkeit, zusammen mit Politiklehrer Dirk Fredl an einer Sitzung der CDU-Fraktion der Limburger Stadtverordnetenversammlung teilzunehmen. Lara Golumbiewski und Rebecca Lippert berichten über eine volle Tagesordnung, klare Ansagen, intensive Diskussionen und deutliche Worte:

Rathaus1 HPAm 13. März 2017 hatten wir, die Klasse 9b, die Möglichkeit an einer Fraktionssitzung der CDU in Limburg teilzunehmen. So verbrachte Herr Fredl mit uns mehrere Stunden im Rathaus, die mit spannenden Themen gefüllt wurden.
Um 19 Uhr nahmen wir Platz im Sitzungssaal des Rathauses und wurden herzlich vom Fraktionsvorsitzenden Dr. Christopher Dietz begrüßt. Dieser leitete unter anderem die Sitzung. Weitere bekannte Gesichter waren Stadtverordnetenvorsteher Michael Köberle und der Erste Stadtrat Michael Stanke. Doch im Gegensatz zum Bundes- oder Landtag besteht die Fraktion vor Ort nicht aus Berufspolitikern, sondern aus Menschen, die sich ehrenamtlich für ihre Region engagieren und uns teilweise aus andern Zusammenhängen bekannt sind wie Dominik Huth, Geschäftsführer der gleichnamigen Bäckerei, oder Christian Wendel vom Bistum Limburg.
Der Fraktionsvorsitzender Dr. Christopher Dietz eröffnete die Sitzung und leitete uns durch die Tagesordnung, die aus 26 Punkten bestand. Leider konnten nicht alle Punkte in unserer Anwesenheit diskutiert werden, da einige Tagesordnungspunkte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden mussten. Aber dennoch bekamen wir einen großen Einblick in den Ablauf einer solchen Sitzung.
Eingestiegen wurde mit einem Rückblick auf die Stadtverordnetenversammlung. Hier wurde noch einmal deutlich gemacht, dass die Anwesenheit und Einhaltung der Absprachen wichtig ist. Eine klare Ansage, bevor Dr. Dietz mit den Tagesordnungspunkten weitermachte.
Schnell ist uns dabei klar geworden, dass unter den Politikern eine lockere Stimmung sowie gute Arbeitsbedingung herrschen („Der wäre auch dagegen, wenn du einen Kaugummiautomaten aufhängen würdest“). Im Laufe der Sitzung wurden verschiedene Punkte angesprochen wie die Änderung des Ankaufschlüssels zum Erwerb potentieller Bauflächen. Einer der für uns interessantesten Themen war die Sicherheitssituation am Bahnhofsvorplatz. Bei diesem Punkt wurde auch auf die in der Vergangenheit stattgefundene Schlägerei hingewiesen. In diesem Punkt war die Partei sich sofort einig, was sonst nicht immer der Fall war, wie lebhafte Diskussionen veranschaulichen.

Rathaus2 HP„Es muss etwas geschehen!“ Michael Stanke erläuterte, dass die Bundespolizei für die Überwachung des Bahnhofsgebäudes zuständig sei. Es wurde über eine Verstärkung der Streifen von Ordnungsamt und Polizei diskutiert, außerdem, ob mehr Videokameras oder die Einführung einer Stadtpolizei hilfreich seien. Schließlich war man sich einig, dass vor allem die Präsenz der Polizei erhöht werden müsse.
Des Weiteren wurde viel über Bauplanungen in der Altstadt sowie über die Weitergestaltung des Neumarkts diskutiert. Nach vielen spannenden Einrücken haben wir uns dann vor Ende der Sitzung verabschiedet, da einige Punkte mehr Zeit als gedacht beansprucht haben. Besonders beeindruckt waren wir von der Gemeinschaft der Politiker. Obwohl die politischen Interessen der Abgeordneten durchaus unterschiedlich sind, sind diese sehr fair und freundlich zueinander gewesen.

(Bericht: Lara Golumbiewski und Rebecca Lippert, Fotos: FD / Fd)