„Mensch – achte den Menschen!“ Diese Worte liest man auf dem überkonfessionellen Mahnmal, das den Friedhof der Gedenkstätte Hadamar schmückt. „Wie hätten wir uns damals verhalten? „- „Haben sich die Patienten nicht gewehrt?“ -„Wie haben die Leute in Hadamar und Umgebung auf die entsetzlichen Massentötungen reagiert?“ „Warum fiel die Strafe für die Täter so gering aus?“ So oder ähnlich lauteten die Fragen, die sich die Jungs der Klasse 9f bei ihrem Besuch in der Gedenkstätte stellten. Begleitet wurden sie von ihren Lehrern Fabian Bosold und Christel Müller-Rentz, die den Besuch im Rahmen des Religionsunterrichtes vorbereitet hatte.

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Tief beeindruckt zeigten sich die Marienschüler am Ende ihres Besuchs auf dem Mönchberg. Von der Busgarage, in der die Euthanasie-Opfer 1941 in den sogenannten „grauen Bussen“ ankamen, über die Aufnahme bis zu den Treppen hinab in den Keller zu den angeblichen Duschen, weiter über den Schleifgang“, über den die Toten zu den Verbrennungsöfen gezerrt wurden, gingen die Neuntklässler noch einmal den Weg, den damals die Opfer zurücklegen mussten. Dazu gehörte auch der abschließende Weg auf den Friedhof der Gedenkstätte.

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Aus der Geschichte lernen für die Zukunft, wie wichtig es ist, wach zu sein und aufmerksam für neue Versuche, die Würde des (Mit)Menschen anzutasten, das ist den Schülern der Marienschule bei diesem eindrücklichen Besuch klar geworden.

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Am beeindruckenden Beispiel von Einzelschicksalen vermittelte Frau Siehoff bei ihrer Führung den Jugendlichen, was Menschen mit Einschränkungen, psychisch Kranke und Juden in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus zu erdulden hatten.

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(Bericht und Fotos: CMR / GB)

Martine Süss vertritt die Limburger Marienschule beim Bundesfinale von „Jugend präsentiert“ in Berlin. Die Siebzehnjährige trat mit viel Fachkenntnis und Schlagfertigkeit im Halbfinale in Dreieich bei Frankfurt gegen rund 60 Schüler aus Hessen sowie Rheinland-Pfalz an und sicherte sich eines der begehrten Tickets für die Finalrunde in der Hauptstadt. Mit Yolanthe Hartevelt, Carolin Rohletter, Martine Süss und Sophie Weichel hatten sich insgesamt gleich vier Marienschülerinnen des Biologie-Grundkurses von Martina Fredl aus bundesweit über 1.000 Teilnehmern für die Wettbewerbsrunde in Dreieich qualifiziert. Ihre Aufgabe: Eine Präsentation, die sie in der ersten Runde als Videoclip erstellt hatten, inhaltlich komprimiert und ohne technische Hilfsmittel vor einer Jury vorzutragen.

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„Ich war ziemlich überrascht, dass ich mit meiner Präsentation über Parasitismus bei Tieren zu den besten Teilnehmern zählte“, berichtet Martine Süss von der Preisverleihung. Die Marienschülerin hatte sich kreativ und äußerst anschaulich mit der Frage auseinandergesetzt, wie der kleine Leberegel als Parasit ein Schaf verändert, was zunächst Martina Fredl und letztlich auch die Jury überzeugt hat. „Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, sich komplexe Sachverhalte zu erarbeiten und den Inhalt so aufzubereiten, dass die Zuhörer mitgenommen werden“, erläutert die Biologielehrerin eines der Ziele von „Jugend präsentiert“. Dies trage dazu bei, dass die Jugendlichen ihre Präsentationskompetenz insbesondere in naturwissenschaftlichen Fächern ausbauten, die sowohl im Studium als auch im Berufsleben eine wichtige Rolle spiele.

Bevor Martine Süss im September in Berlin auf die anderen Finalisten trifft, wird die Marienschülerin in vier Wochen in Hamburg an einer Akademie teilnehmen - einem mehrtägigen Präsentationstraining, bei dem sie von professionellen Trainern geschult wird. Neben theoretischen Grundlagen geht es vor allem darum, verschiedene Aspekte des Präsentierens zu üben und neue Präsentationsmedien kennenzulernen.

Aber nicht nur die Sieger, alle Teilnehmer von „Jugend Präsentiert“, auch diejenigen, die es nicht in die nächste Runde geschafft hatten, nehmen mehr mit als nur ein Zertifikat: „Es war eine super Erfahrung, Präsentieren zu üben und eine Rückmeldung zu bekommen, ohne dass man gleich benotet wird“, freut sich Sophie Weichel, die mit einer Präsentation über die Anpassung von Pflanzen an extreme Lebensräume angetreten war. Wie die Sechzehnjährige denken auch ihre Mitschülerinnen aus dem Grundkurs Biologie und ihre Lehrerin Martina Fredl, die ihre Schülerinnen als „Jugend präsentiert“-Multiplikatorin auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht hatte. Schulleiterin Dr. Henrike Zilling gratulierte Martine Süss zu ihrem Erfolg: „Wir drücken dir die Daumen, dass du in Berlin zu den sechs Kandidaten gehören wirst, die sich nach einer Vorauswahl dem ganz großen Publikum stellen dürfen!“

(Bericht: Paula Schillo/FD, Foto: FR; GB)

Der Schulhof und Balkon werden auch in diesem Sommer wieder in strahlendem Rot leuchten. Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9e und 9f bepflanzten dazu eifrig die Blumenkästen und -kübel an der Frontseite der Marienschule.

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Nach einer ähnlichen, sehr erfolgreichen Aktion im letzten Jahr zusammen mit einem Biologiekurs freute sich Schulleiterin Dr. Henrike Zilling, diese nun wiederholen zu können. „Es ist mal etwas anderes und viel besser als Unterricht“, betonte eine Schülerin augenzwinkernd. Die anderen Teilnehmer schlossen sich ihrer Meinung mit Aussagen wie „Ich finde die Aktion sehr gut!“ oder „Das macht wirklich Spaß!“ an. Insgesamt sieben Kästen und zwei Blumenkübel bepflanzten sie zusammen mit Dr. Henrike Zilling fleißig mit roten Geranien.

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„Jetzt hoffen wir nur, dass die Eisheiligen uns die Pflanzen nicht zerstören.“, erklärte die Schulleiterin lachend. Sie verspricht sich ein ähnliches Resultat der Aktion wie im Vorjahr: „Da hatten die gepflanzten Geranien nämlich eine wahre „Traube“ auf dem Balkon gebildet, die wir im Winter entfernen mussten.“ Unter der Anleitung der Biologielehrerin hielten rasch Dünger, Blumenerde und Setzlinge Einzug in die Blumenkästen. In ihrer Blüte sollen die Geranien dann zur Verschönerung des Schulbildes beitragen.

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(Bericht: Anna Manz, Fotos: MM / GB)

Am Donnerstag, den 27. April 2017, bekam die Marienschule Besuch von Hartmut Richter, einem SED-Opfer, der Geschichte lebendig werden ließ. Er erzählte den interessierten Schülerinnen der Stufen Q2 und Q4 aus seinem Leben und seinem Widerstand gegen das SED-Regime in der DDR.

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Zunächst sei er sehr angetan gewesen „von der befreienden Macht des Kommunismus“ wie Richter selbst darstellte. Aber schon im frühen Jugendalter fing er an, sich gegen die Manipulation durch das Regime zu wehren. Er berichtete unterhaltsam und dennoch sehr tiefgehend, wie er immer mehr begriffen habe, wie das System die Menschen manipulierte. Großes Interesse bei den Schülerinnen weckte Richter mit seinen Erzählungen von seinen Fluchtversuchen. Vor allem sein letzter und geglückter Fluchtversuch durch den Teltow-Kanal versetzte die Zuhörerinnen in Erstaunen. Anhand von eindringlichen Bildern von der Grenzbefestigung und seinem Fluchtweg visualisierte und intensivierte Richter seine Erzählungen.

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Nachdem er es erfolgreich in den Westen geschafft hatte, half Richter vielen weiteren SED-Opfern zur Flucht, was bei den Schülerinnen merkliche Bewunderung auslöste. „Ich hatte Freude daran, anderen bei der Flucht zu helfen.“, mit Worten wie diesen ließ Richter seine und die Geschichte vieler anderer Opfer dieser Zeit lebendig werden. Seit mehreren Jahren ist er sehr engagiert, den Betroffenen zu helfen und die Gräueltaten des SED-Regimes der nachfolgenden Generation zu verdeutlichen und sie hierfür zu sensibilisieren, damit Menschen in Zukunft so etwas nicht nochmal erleben müssen. An der Marienschule stieß er hierbei auf großes Interesse, was die zahlreichen Fragen nach dem Vortrag verdeutlichten. Die Schülerinnen waren gleichzeitigt schockiert und neugierig und fragten vor allem danach, wie es Hartmut Richter nach seiner Flucht im Westen erging.

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Dieser Zeitzeugenvortrag ist ein Symbol für die große Bandbreite an Informationsveranstaltungen, die die Marienschule ihren Schülerinnen und Schülern bietet. In Ihren Dankesworten drückte Schulleiterin Henrike Zilling es so aus, dass „diese Zeit lebendig geworden ist“ durch die Person Hartmut Richter und auch die Schülerinnen waren stolz, eine Person, die so viel erlebt und geleistet hat, kennenlernen zu dürfen.

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(Bericht: Katharina Schottorf, Fotos: MM / GB)

Unsere Fußballerinnen haben beim Regionalentscheid von Jugend trainiert für Olympia mit beiden Mannschaften überzeugt! Begleitet von nassem und kaltem Wetter konnten die Teams beim Turnier in Reichelsheim/Wetterau in den Wettkampfklassen II und III hervorragende Leistungen abliefern und holten beim WK II den ersten und beim WK III den zweiten Platz.

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Im Wettkampf II konnten sie gegen die J-T Schule Haiger und Altkönigschule Kronberg jeweils mit 1:0 zwei Siege einfahren. Gegen die Singebergschule aus Wölfersheim trennte man sich mit einem 1:1 Unentschieden. Damit qualifizierten sie sich für das Landesfinale am 13.06.2017 in Grünberg.

Bei Wettkampf III verpasste man den Turniersieg um ein Tor. Gegen die WvO Dillenburg siegte man mit 1:0 und gegen die Europäische Schule RheinMain sogar mit 6:0. Im letzten Spiel trennte man sich gegen das Gymnasium Oberursel mit einem 2:2 Unentschieden. Trainiert werden beide Mannschaften von Oliver Roos (VfR 07 Limburg) und Birgid Sagmeister, die allerdings bei diesem Turnier aufgrund anderweitiger schulischer Verpflichtungen dankenswerterweise von ihrer jungen Kollegin Frau Julia Kaiser vertreten wurde.

JtfO Fußball 2
Herzlichen Glückwunsch an beide Mädchenteams zu diesen tollen Erfolgen!

(Bericht: Oliver Roos, Fotos: Julia Kaiser / GB)