Trockener, theorielastiger Biologieunterricht? Fehlanzeige! Die Schülerinnen der E-Phase erleben in ihrem Leistungskurs das Fach hautnah: beim Gärtnern in der Innenstadt.

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Im Rahmen der Limburger Stadtverschönerungsinitiative hat der Biologieleistungskurs der Stufe E unter der Leitung von Martina Fredl die Patenschaft für einen „Big Bag“ übernommen. Das kleine Blumenbeet an der Grabenstraße (Ecke Hospitalstraße) wird von nun an von den Schülerinnen gestaltet, gehegt und gepflegt. Nicht nur Wasser, sondern auch viel Liebe und vor allem verantwortungsvollen Umgang brauchen die Pflänzchen, die Limburg in Zukunft ein grünes Gesicht geben sollen.

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„Das Pflanzprojekt finde ich eine super Idee“, schwärmt die sechzehnjährige Noemi Ludwig, „und es bringt Abwechslung in den Biologieunterricht!“ Auch die Stimmung im Kurs ist sehr gut, obwohl die Schülerinnen sich bereits in der morgendlichen Kälte der ersten Stunde ans Werk machen.

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Aber der Biologieleistungskurs ist nicht alleine. Einige Schülerinnen des Kunsttutoriums von Nicole Scharbach haben sich bereiterklärt, die Pflanzaktion mit Kunstwerken aus Holz und Draht zu unterstützen, die dem „Big Bag“ der Marienschule wortwörtlich sein ganz eigenes Gesicht geben. Unter dem Motto „Begegnung – Stadt in Bewegung“ wachen drei Drahtmasken über die frisch eingesetzten Pflänzchen.

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Auf die Frage, ob sie im nächsten Jahr wieder Teil des Projekts sein werden, antworten die Schülerinnen wie ihre Lehrerin: „Auf jeden Fall!“

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(Bericht: Paula Marie Schillo, Fotos: MM/FR; GB)

In insgesamt drei Aufführungen ihres Theaterstücks „The Balek Scales“, am 28. und 29. März 2017, versetzten die Schülerinnen und Schüler des Wahlunterrichts „Darstellendes Spiel in Englischer Sprache“ der Jahrgangsstufe 8, die Zuschauer in die Arbeitswelt des späten 19. Jahrhunderts. Zu sehen war das Stück im alten Schwimmbad der Marienschule.

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Basierend auf Heinrich Bölls 1953 veröffentlichter Erzählung „Die Waage der Baleks“ inszenierten die Achtklässler die Geschichte einer Familie von Flachsbrechern, deren Kinder durch sammeln von Pilzen, Heilkräutern und Blumen zusätzlich versuchen den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Bezahlt werden diese, wie alle anderen Familien im Dorf, durch die reiche Großgrundbesitzerfamilie Balek. Deren Waage gibt Auskunft über das Gewicht der Pflanzen und somit über den Lohn der Kinder. Der älteste Sohn der Arbeiterfamilie, Franz, wittert jedoch Betrug und entlarvt diesen mit der Hilfe des städtischen Apothekers, dessen Waage, anders als die der Baleks, nicht manipuliert ist. Es kommt zum Aufstand doch dieser wird letztlich niedergeschlagen. Die Familie des Jungen wird um eines ihrer Kinder gebracht und gezwungen zu fliehen.

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Nach Aussagen der leitenden Lehrkraft des Wahlunterrichts „English Drama“, Frau Beverly Lloy-Schmitt, sei es das Motiv der Ungerechtigkeit gewesen, welches die Gruppe geleitet habe. Die direkte Arbeit an dem Theaterstück selbst habe sich von Oktober bis März vollzogen, wobei die intensive Rollenarbeit erst seit Januar möglich gewesen sei.  Die Kursteilnehmer hätten ihre Rollen sichtlich mit Bedacht gewählt, wodurch ein Verkörpern vieler unterschiedlicher Charaktere des Stückes unumgänglich werde. Zudem habe man die Kulisse aufgrund der räumlichen Gegebenheiten schlicht halten müssen, wobei gerade dadurch die einfachen Bedingungen der damaligen Zeit besonders hervorgehoben wurden. Nicht nur einige Lehrkräfte auch die restliche Schülerschaft der Jahrgangsstufe acht sowie deren Freunde und Familien waren sichtlich begeistert von der Arbeit ihrer jungen Schauspieler.

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Durch ihr großes Engagement und nicht zuletzt dank der hervorragenden Regie- und Organisationsarbeit von Frau Lloy-Schmitt konnte mit dem Theaterstück auch eine Spendensumme von über 200 € gesammelt werden. Mit diesem Geld werden zu gleichen Teilen ein Projekt der Hilfsorganisation „Save the Children e.V.“ sowie die Dernbacher Schwestern in ihrer Arbeit in Afrika unterstützt werden. Die Botschaft des Stückes „We want justice“ wird also auch in der aktuellen Zeit als Ansporn zum Handeln und zum Kampf für eine gerechtere Welt angesehen.

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(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM/LS; GB)

Am vergangenen Samstag waren unsere Sanis auf dem Kreiswettbewerb in der Adolf-Reichwein-Schule. Sie starteten mit zwei Teams in zwei verschiedenen Stufen. Nachdem alle erklärt bekommen hatten, welches die Wettkampfregeln waren, durften sich unsere Teams erstmal einen Teamnamen mit dem Thema „Disney“ ausdenken. Das Team der Stufe 2 nannte sich „Frozen – Verletzten gegenüber völlig unverfroren“ und das Team der Stufe 3 „Tangled – aber nicht mit Verbänden“.

Sanis Kreiswettbewerb 2017
Der Wettbewerb bestand aus sieben Teilbereichen. Beide Teams hatten zwei Praxisteile zu bewältigen. Zum einen mussten sie drei Personen behandeln, die bei einem Hausbrand verletzt worden waren. Es ging um eine Rauchgasvergiftung, eine Reanimation und eine Bewusstlosigkeit. Zum anderen waren drei Personen, die durch eine Explosion im Chemieunterricht unter Verätzungen und einem Schock litten, zu versorgen. Des Weiteren mussten unsere Sanis einen Theorieteil bewältigen. Danach gab es einen kleinen Spiel- und Spaßteil, bei dem das Team der Stufe 2 einen Luftballon in verschiedenen Positionen weitergeben und diesen am Ende platzen lassen musste. Das Team der Stufe 3 sollte Tabu spielen. Außerdem führten sie einen Teamworkteil durch, bei dem beide Teams auf kreative Weise eine Gondel aus einer Klopapierrolle, zwei Luftballons und Tesafilm bauten. Folgend mussten unsere Sanis im Bereich des Roten Kreuzes eine Geschichte über Menschlichkeit schreiben, bei der zwölf Wörter vorgegeben waren. Es ging darum, davon so viele Wörter wie möglich in der Geschichte zu verwenden. Als Letztes gestalteten unsere Sanis jeweils ein Standbild über Menschlichkeit und definierten die Grundsätze des Deutschen Roten Kreuzes.

Das Team der Stufe 2 belegte den zweiten Platz und das Team der Stufe 3 den ersten Platz. In der Stufe 2 traten Tim Pap, Kai Eckenberg, Laura Deuster, Melissa Salomon, Emily Zwilling und Annalena Müller als Team an. In der Stufe 3 traten Jonathan Schmenn, Peter Seubert, Michaela Isbert, Jana Bücher, Leonie Lamster und Sabrina Berger als Team an.

Hocherfreut zeigte sich unser Sanilehrer, Herr Kraut, über die oben genannten Platzierungen und lobte vor allem unsere hervorragende Zusammenarbeit sowie unser fachliches Können.

(Bericht: Annalena Müller, Foto: KR / GB)

Am Donnerstag vor den Osterferien besuchten wir eine von vielen Wertpapierbörsen: Die Deutsche Börse Group in Frankfurt, die sicherlich die bekannteste da größte Börse in Deutschland ist.

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Unglaublich, dass die Börse bereits 1585 mit der Festlegung von festen Wechselkursen gegründet wurde. Natürlich ging der Handel damals noch anders zu. Doch auch die Bilder, die viele von uns sicherlich durch Hollywoodfilme wie „Wolf of Wall Street“ im Kopf haben, gehören der Vergangenheit an. Zwar werden Aktien, die übrigens nur eine Wertpapierform neben anderen wie Anleihen oder Zertifikate darstellen, bereits seit 1820 gehandelt, doch mit der Einführung eines elektronischen Handelssystems im Jahr 1997, findet man keine schreienden Käufer, Verkäufer und Händler mehr vor, die mit Zetteln durch die Luft wedeln. Aktien sind heute in elektronischer Form, in Papierform sind sie nur noch als Fan-Artikel, z.B. von Fußballvereinen, zu finden. Daher findet man auch nur noch wenige Mitarbeiter, Spezialisten genannt, die vor Computern sitzen, sich pro Kopf um circa 3000 Wertpapiere und im Besonderen um seltene Aktien kümmern, damit diese dem Markt präsent werden.

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In einem Einführungsvortrag erklärte man uns sehr verständlich, dass ein Handel dann zustande kommt, wenn das Angebot des am niedrigsten bietenden Verkäufers auf den meist bietenden Verkäufer passt. Das entwickelte Computersystem findet in weniger als 0,2 Millisekunden zusammentreffende Anbieter und Nachfrager. Das kann kein Mensch leisten und ist ein Beispiel für die Digitalisierung der Arbeitswelt. Um die Dimensionen des täglichen Geschäfts in Frankfurt kennenzulernen, dürfen natürlich ein paar Zahlen nicht fehlen:

  • Der DAX listet die 30 umsatzstärksten deutschen Aktien, die in Frankfurt gehandelt werden. Das Unternehmen SAP befindet sich ganz oben mit dabei.
  • Wenn die Frankfurter Börse einen Umsatz von 1.000.000 Euro macht, fällt eine Gebühr von nur 0,006% an, alle weitere Gebühren, die Anleger bezahlen müssen, fallen den jeweiligen Banken zu.
  • Im Februar 2017 gab es ein tägliches Marktvolumen von 4,9 Milliarden Euro.
  • In Frankfurt werden 10.464 Aktien, davon 643 deutsche und 9821 ausländische gehandelt. Die meisten Aufträge kommen dabei aus London und Luxemburg, welche wiederum am meisten amerikanische Firmenwerte handeln.
  • Nur 7% der deutschen Bevölkerung investieren in Aktien. Im internationalen Vergleich sind wir damit sehr zurückhaltend. Als Aktieninhaber hat man übrigens ein Stimmrecht bei der Jahreshauptversammlung und darf über die Ausrichtung des Unternehmens mit bestimmen, denn man ist ja Inhaber eines Bruchteils eines Unternehmens.
  • Von 5000 Mitarbeitern in Frankfurt sind 3500 in der IT beschäftigt. Weltweit sind 30 Börsen mit in Frankfurt entwickelter IT ausgestattet.

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(Bericht und Fotos: MN / GB)

„Zusammen etwas Gutes tun“ – dieses Motto gab Organisator Wilfried Dahlem dem diesjährigen Spendenlauf der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule. Nicht nur Leistung, sondern auch die Kooperation zwischen Klassenkameraden stand im Vordergrund der Wohltätigkeitsaktion an der Lahnkampfbahn. Das Miteinander zu stärken und sich gleichzeitig sozial zu engagieren sei das höchste Ziel, so Dahlem. Die gemeinschaftlich erzielten Erlöse werden dem Kinderhospiz in Koblenz, der Pferdeinsel in Reichenberg und einem Projekt der Dernbacher Schwestern zugutekommen.

Spendenlauf beruflich 2
Nach dem Startschuss durch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling galt es, zehn Stationen für einen guten Zweck zu durchlaufen. Der Enthusiasmus und das große Engagement der Teilnehmer führten dazu, dass sich auch viele Lehrkräfte zum Mitmachen hinreißen ließen und der ein oder andere Euro für die Spendenprojekte zusammengekommen sein dürfte.
Teamwork für einen guten Zweck, das kam bei den Schülerinnen und Schülern sowie den Studierenden der beruflichen Zweige gut an: „Es macht sehr viel Spaß, vor allem wegen der ganzen Gruppenaktivitäten“, so Mareike Zimmermann und Sabrina Bernhardt-Lang, die drei Wochen vor ihrer Abschlussprüfung zur Erzieherin stehen. Bereits nach der ersten Station waren sie reichlich erschöpft, aber ans Aufgeben dachten sie nicht. Im Team ließ sich auch die frühjährliche Kälte leicht überwinden, die den Zweiundzwanzigjährigen an den Stationen im Freien ein wenig zusetzte.

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Zudem erwartete alle Teilnehmer noch ein ganz besonderes Highlight am Ende der Veranstaltung: Schüler und Lehrer schlossen sie mit einer gemeinsamen Runde Zumba. Ein großer Spaß und ein voller Erfolg für die Initiatoren und die Spendenprojekte, vor allem aber für die Schülerinnen und Schüler des beruflichen Zweigs, die sich zum mittlerweile fünfzehnten Mal für einen guten Zweck engagierten.

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INFO: Wer das Miteinander von Schülern und Lehrkräften in den beruflichen Zweigen der Marienschule im Alltag erleben möchte und Interesse an einer sozialpädagogischen oder sozialpflegerischen Ausbildung hat, ist herzlich zu Unterrichtshospitationen eingeladen. Termine hierfür und Informationen zum derzeit laufenden Aufnahmeverfahren gibt es im Sekretariat der Marienschule (06431-201250).

Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Paula-Marie Schillo/FD, Fotos: MM; GB)