„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen.“ Unter diesem Motto stand die Abschiedsfeier der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule. Schul- und Zweigleitung verabschiedeten zwei Klassen der höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz. Im Rahmen einer von den Schülern mitgestalteten Feierstunde überreichte Schulleiterin Dr. Henrike Zilling den Sozialassistenten ihre Abschlusszeugnisse.

Verabschiedung SO 1
Zweigleiter Thomas Schäfer empfahl den Absolventen in seiner Festansprache unter Bezug auf das Jahrgangsmotto eine von Neugier und Offenheit geprägte Haltung, auch und gerade in schwierigen Situationen: „Zunächst einmal wird mein Blick offen für die Möglichkeiten und Chancen, die vor mir liegen“, schilderte Schäfer die Vorteile dieser Betrachtungsweise. Es sei wichtig, sich nicht an Defiziten zu orientieren, sondern sich auf seine Kompetenzen zu konzentrieren.

Verabschiedung SO 4
Dass die Absolventen diese Kompetenzen an der Marienschule erworben hätten, belegten nicht nur die guten Prüfungsergebnisse, so Schäfer. Das unterstrichen auch die Schülerinnen Lousia Muth und Deborah Ott in ihrer eindrucksvollen Abschiedsrede sowie die musikalischen Beiträge der SO1 unter Leitung von Michael Knopp.

Verabschiedung SO 2
Verabschiedung SO 3
Bevor Dr. Henrike Zilling die Zeugnisse überreichte, zeichnete sie noch Isabell Schmidt und Louisa Muth für die besten Prüfungsergebnisse aus.

Verabschiedung SO 5
Verabschiedung SO 6
Folgende Schülerinnen und Schüler haben die Höhere Berufsfachschule für Sozialassistenz erfolgreich absolviert und dürfen die Berufsbezeichnung Staatlich geprüfte Sozialassistentin/ Staatlich geprüfter Sozialassistent führen:

Klasse SO1, Klassenleitung Helga Martin
Lena Birk, Aarbergen-Michelbach; Lisa Fleissner, Runkel-Steeden; Marie-Therese Freitag, Runkel-Steeden; Marie Grolle, Bad Camberg; Rosalie Franziska Heinz, Beselich-Heckholzhausen; Pia Ingerl, Hadamar-Oberzeuzheim; Lea Antonia Juresic, Diez; Sandra Mack, Rennerod; Deborah Ott, Dornburg-Langendernbach; Caitlyn Rauch, Bad Camberg; Kimberly Regner, Fehl-Ritzhausen; Larissa Ritter, Limburg a. d. Lahn; Paulina Schanz, Taunusstein-Orlen; Isabell Sophie Schmidt, Rennerod; Moritz Sopp, Berg; Christian Stera, Daubach

Klasse SO2; Klassenleitung Marianne Roth
Sofie Beichel, Limburg-Lindenholzhausen; Laura Böhnisch, Eitelborn; Jennifer Born, Zimmerschied; Elisa Bußweiler, Merenberg-Rückershausen; Marie Louise Condermann,  Limburg-Lindenholzhausen; Matthias Fellinger, Ailertchen; Lara-Vanessa Fritsch, Gemünden;  Patricia Hannappel, Herschbach; Lina Krech, Lahnstein; Annabell Kuhn, Heiligenroth; Louisa Muth, Singhofen; Lena Püsch, Montabaur; Nadine Reid, Diethardt; Piet Schlösser, Idstein-Wörsdorf;  Kendy Elizabeth, Schmid-Kirsch, Herold; Christina Schwaninger, Singhofen;  Marie-Theres Theis, Freirachdorf; Anna Wolf, Daubach

Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: FD, Fotos: MM / GB)

Die Theater AG der Marienschule Limburg versetzte an zwei Abenden, am Wochenende von Samstag, den 24. auf den Sonntag, den 25. Juni 2017, eine große Publikumsanzahl in die Zeit der griechischen Antike. Für ihre Inszenierung „eine Odyssee“ bot die schuleigene Aula die passende Räumlichkeit.

Theater Odysseus 1
Die, am Sonntagabend für 18 Uhr angesetzte, Theateraufführung der Theater AG der Marienschule lockte neben Familienmitgliedern und Freunden der Darsteller auch externe Besucher an. Nach einer kurzen Begrüßung seitens der Schule durch die Lehrkraft Christel Müller-Renz, richtete auch die Leiterin der Theater AG, Cara Basquitt, ein paar wenige Worte an das anwesende Publikum, bevor die eigentliche Aufführung begann.

Theater Odysseus 2
Das Stück, „Eine Odyssee“ basiert auf der griechischen Tragödie nach Homer, ist jedoch eine moderne Fassung des niederländischen Drehbuchautoren Ad de Bont. Der griechischen Vorlage nach erzählt es die Geschichte des Odysseus, dem Helden von Troja. Dieser wird, aufgrund einer List gegen den Zyklopen Polyphem, von dessen Vater Poseidon, dem Gott des Meeres, verflucht und kann nicht in seine Heimat Itaka zurückkehren. Erst durch die Bittsprache Pallas Athene, Göttin der Weisheit, bei ihrem Vater Zeus, dem höchsten Gott und Bruder Poseidons, wird dieser Fluch gelöst. In Rückblenden wird von den Gefahren und Versuchungen berichtet, mit denen Odysseus auf seiner Heimreise konfrontiert wird. Parallel wartet dessen Frau Penelope seit über 20 Jahren auf die Rückkehr ihres Mannes. Als Königin Itakas drängt ihr Volk sie jedoch zur erneuten Heirat. Durch eine List schiebt sie die Hochzeit immer weiter heraus. Ihr Verlobter bemerkt dies jedoch und plant zudem den Mord an ihrem einzigen Sohn. Odysseus kehrt jedoch im letzten Moment nach Hause und rettet sein Kind vor dem Tod. Anders als im Original verschont er jedoch das Leben des Verlobten. Zudem werden dem Zuschauer von Zeit zu Zeit Einblicke in den Olymp gewährt, wo die Götter über den Verlauf der Handlung diskutieren und diesen teilweise selbst durch unterstützende beziehungsweise hemmende Maßnahmen beeinflussen. Auch der Groll Poseidons auf Athene, Zeus und insbesondere Odysseus spielt eine zentrale Rolle.

Theater Odysseus 3
Die Modernität des Theaterstücks war an mehreren Indizien zu erkennen. Neben dem Einsatz moderner Rap- und Filmmusik waren auch die Requisiten moderner Natur. So ersetzte man den Dreizack des Poseidon durch große Wasserkanonen, deren aktiver Verwendung auch dem Publikum in den vordersten Reihen eine kleine Erfrischung zukommen ließen. Besonders im Fokus stand vor allem die zwiegespaltene Persönlichkeit des Odysseus selbst. Neben dem Helden, gespielt durch Lea Bach, bildete ebenso der verzweifelte, traumatisierte und sich nach seiner Familie sehnende Odysseus, verkörpert durch Magdalena Harjung, eine Hälfte der Rolle des Helden von Troja. Die, durch Kriegstraumata verursachten Problematiken, besäßen auch in heutigen Zeiten einen hohen Aktualitätsbezug, so die Leiterin der AG, Cara Basquitt. Die Gruppe hätte sich daher im vergangenen Schuljahr intensiv mit dieser Thematik und den daraus resultierenden möglichen Konsequenzen auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Arbeit stelle die vorgetragene Inszenierung dar. Zudem besäße die Verwendung eines Kühlschranks auf der Bühne, welcher mit Wasser gefüllte Bierflaschen enthalte, sowie der Einsatz von „Wein“ eine besondere Aussagekraft für die posttraumatischen Erlebnisse Odysseus sowie aller Beteiligten.

Theater Odysseus 4
Abschließend bedankte sich Frau Basquitt bei allen Schauspielerinnen und allen Helfern, die durch ihre technische oder organisatorische Unterstützung ihren Beitrag für eine gelungene ca. zweieinhalbstündige Vorstellung geleistet hätten. Darüber hinaus wurden drei der diesjährigen Abiturientinnen, zudem langjährige Mitglieder der Theater AG, Lea Bach, Magdalena Harjung sowie Floriane Rebmann mit jeweils einer kleinen Aufmerksamkeit von ihren Schauspielkolleginnen verabschiedet. Der tosende Applaus des Publikums war nicht nur Symbol für den hohen Unterhaltungs- und Mehrwert des Stückes, die Leistungen der Schauspielerinnen und ihrer Regisseurin fanden in diesem ebenfalls ihre Würdigung und Wertschätzung.

Theater Odysseus 6
Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie.

(Bericht: Nadine Seif, Fotos: Jens Ludwig / GB)

Sekretariat Sommerferien 2017

Die Lesescouts der Schülerbücherei haben einige interessante und spannende Bücher für Euch gelesen und kurze Bewertungen dazu geschrieben.

Lesescouts 1Wir haben viele neue Bücher eingekauft, unter anderem mehrere, die für den Jugendliteraturpreis nominiert sind. Ihr seid herzlich eingeladen, uns in der Schülerbücherei im ersten Stock zu besuchen und Euch für die Ferien mit schöner Lektüre einzudecken!

Lesescouts 2
(Text und Fotos: Britta Rosbach / GB)

Am 13.06. und am 21.06. fuhren wir, der Deutsch-LK der E-Phase 2 mit unserer Lehrerin Frau Leukel, nach Frankfurt, um dort im Goethe-Haus durch kreatives Schreiben und eine Führung Johann Wolfgang von Goethe näher kennenzulernen. Zwar hatten wir uns im Voraus schon ein wenig mit Goethe, seinen Werken und seiner Biografie beschäftigt, jedoch erhielten wir in seinem Elternhaus und ehemaligem Geburtshaus in Frankfurt einen noch besseren Einblick in sein Schaffen.

Deutsch LK Goethehaus 3
So führte uns Frau Schumacher zuerst einmal durch das ganze Haus und eine Sonderausstellung zum Maler Füssli, bevor wir uns unserer Aufgabe widmen durften. Sie erzählte uns, dass das Goethe-Haus, wie wir es hier sahen, nicht das echte Elternhaus Goethes sei, da dieses im Krieg zerstört wurde. Nur wenige Fundstücke wie Treppenstufen, eine Uhr, eine Wasserpumpe oder eine Wäschepresse sind dabei erhalten geblieben und können heute in dem wiederaufgebauten Gebäude besichtigt werden. Dennoch war das Goethe-Haus eindrucksvoll und wir bekamen einen informativen und interessanten Einblick in die ersten 26 Jahre Goethes, bevor er nach Weimar zog.

Deutsch LK Goethehaus 1
Nach der ersten Führung erhielten wir die Aufgabe, die erhaltenen Informationen und Eindrücke zu einem Raum, einem Gegenstand oder einer Person in einem kreativen Text zu beschreiben, festzuhalten oder auch umzuwandeln, ganz wie es uns beliebte. Es entstanden Tagebucheinträge, Briefe, Gedankengänge und Geschichten, die wir uns gegenseitig am zweiten Tag vortrugen. Danach führte uns Frau Schumacher ein zweites Mal durch das Haus und die Ausstellung und wir erhielten noch nähere Informationen.

Deutsch LK Goethehaus 2
Insgesamt hat uns allen dieses Projekt gefallen. Besonders das kreative Schreiben, von dem wir dachten, dass es sich als etwas schwierig erweisen könnte, fiel uns erstaunlich leicht und es sind wirklich schöne Texte dabei entstanden. Auch hat uns die Art, wie Goethes erste 26 Lebensjahre dargestellt wurden, sehr gut gefallen. So hatten wir durch das nachgebaute Elternhaus das Gefühl, mitten in Goethes Leben und Zeit zu sein.

(Bericht: Maren Bartsch, Fotos: MSL / GB)