Nach diesem Klangerlebnis kann Weihnachten kommen: Die Limburger Marienschule hatte am vergangenen Freitag in den Dom eingeladen, um ein feierliches Adventskonzert erklingen zu lassen. Sieben Ensembles des Gymnasiums beteiligten sich und beschallten den Dom am Freitagabend für mehr als zwei Stunden sehr abwechslungsreich und auf hohem Niveau.

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Zu Beginn begrüßte die festliche Intrada „Lass erschallen die Posaunen“, welche von Christoph Pabst extra für diesen Anlass komponiert worden war, dargeboten durch das Blechbläserensemble die Gäste. Die Stimmen von Trompeten, Hörnern sowie vom tiefen Blech standen im Gegensatz zu dem Orgelspiel, das den ganzen abgedunkelten Dom festlich erstarren ließ. Nach einer Begrüßungsrede, in welcher Schulleiterin Dr. Henrike Zilling vor allem dem Engagement aller beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie der unglaublichen Anstrengung Christoph Pabsts dankte, bot die Concert Band ein beeindruckendes Klangerlebnis. So hatte Pabst beispielsweise „O Heiland, reiß die Himmel auf“ zu einem klangvollen Loblied entwickelt. Dessen Feierlichkeit unterstrichen die Musiker auch mit Ludwig van Beethovens „Die Himmel rühmen“, das Orchesterleiter Pabst zu einem voluminösen Werk umgearbeitet hatte.

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Ebenso beeindruckend waren die Arrangements für das Symphonische Blasorchester, das sich mit einer klassischen Interpretation von Bachs „Arioso“ und einer traumhaft gespielten Sarabande von Georg Friedrich Händel zeigte. Bemerkenswert war auch das Streichorchester, das mit Allegro und „Schafe können sicher weiden“ zwei klassische Stücke Bachs darbrachte. Einen weiteren Glanzpunkt des Konzerts setzte der Chor der fünften Klassen, der von einem Instrumentalensemble unterstützt wurde. Als einer der einzigen nicht von Christoph Pabst geführten Ensembles hatten Carola Opitz und Veronika Weuthen hier mit „Lieber Gott, schick uns deine Engel“ sowie „Hört der Engel helle Lieder“ eine zauberhafte Stimmung im Dom erzeugt.

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Ebenfalls sehr souverän präsentierte sich der von Carola Opitz geleitete Mittel- und Oberstufenchor. Dessen Mitglieder sangen zunächst einzeln Werke wie Hamiltons „Ave Maria“ und Shaffermans „Minuet Noel“, bei welchem Antonia Michel und Clara Blanche als Solistinnen das begeisterte Publikum vollends überzeugen konnten.

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Bei der Vorführung „Da Pacem“ des Oberstufenchors dürfte so mancher Zuhörer Gänsehaut bekommen haben. Daraufhin erklangen die Stimmen aller Chormitglieder gemeinsam in einer sensationellen Version von
„Drei Kön’ge wandern“.

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Zum Abschluss dieses gelungenen Adventskonzertes erlebten die Zuhörer den großen Katharina-Kaspar-Chor, eine Gruppe guter Sänger und Sängerinnen aus der aktuellen Schulgemeinde, aber auch aus früheren Jahrgängen sowie aus dem Kollegium der Schule. Begleitet wurde der Chor von einem Instrumental-Ensemble, welches sich aus Mitglieder des symphonischen Blasorchesters zusammensetzte.
Mit „Machet die Tore weit“ und einem eindrucksvoll vorgetragenen „Richte mich Gott“ von Mendelssohn- Bartholdy sorgte dieser Chor für einen klangvolles Abschluss.

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Mit dem gemeinsamen Schlusslied „Macht hoch die Tür“ fand das diesjährige Konzert ein feierliches Ende, mit dem der musikalische Leiter Christoph Pabst sowie alle Beteiligten sicher sehr zufrieden war.

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(Bericht: Maria Förger, Fotos: MM | GB)

Insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der Klassen 9c, 9d, 9e, sowie 9f der Marienschule Limburg freuten sich darauf, vom 30. November bis zum 8. Dezember 2017 jeweils einen französischen Austauschschüler aus Verneuil-en-halatte bei sich beherbergen zu dürfen.

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Am Donnerstag, den 30. November 2017, nahmen insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler der französischen Partnerschule „l’Institution Saint Joseph“, eine achtstündige Busfahrt auf sich, um eine ganze Woche mit ihren deutschen Gastschülern der Marienschule Limburg zu verbringen. Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe neun erwarteten ihre Korrespondenten bereits aufgeregt und nahmen diese freudig in Empfang.

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Gleich am nächsten Morgen begrüßte die Schulleitung die französischen Gäste herzlich. Im Anschluss an eine Führung durch das Schulgebäude folgte eine Stadtführung durch die schöne, historische Limburger Altstadt sowie ein anschließender Besuch im Dom zu Limburg.

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Die Wochenenden gestalteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Familien sehr individuell. So wurden unter anderem Eishallen und Schwimmbäder als Ausflugsziele auserwählt, aber auch kulturelle Programmpunkte kamen nicht zu kurz. So nutzten viele die günstige, geographische Position ihrer Wohnorte, um die naheliegenden Großstädte wie die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden zu besuchen. Darüber hinaus bot sich den Teilnehmern des Austauschs in diesem Zeitraum auch die Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen. Auch die Familien der deutschen Schüler kamen mit den ausländischen Gästen in regen Austausch, wobei eventuelle Sprachbarrieren mithilfe der Tochter oder des Sohnes als Dolmetscher überwunden werden konnten. Zudem erwies sich der Zeitpunkt des Besuchs als günstig, da die französische Delegation somit einen Einblick in die vorweihnachtliche, kulturelle Tradition der Weihnachtsmärkte erlangen konnte.

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Die neue Woche startete für die Franzosen sogleich mit einem straffen Ausflugsprogramm in verschiedene, nahegelegene Großstädte. Für Montag war eine Exkursion nach Koblenz mit ergänzendem Besuch der Festung Ehrenbreitstein angesetzt. Dienstag besuchte die Gruppe die nordhessische Stadt Kassel, wo im Anschluss an eine Stadtführung noch genug Zeit blieb, um die Erkundungstour unter eigener Führung in Kleingruppen fortzusetzen. Am darauffolgenden Tag begab sich die Gruppe um die französischen Korrespondenten dann in die hessische Metropolregion Frankfurt am Main. Erstes Erkundungsziel stellte an diesem Tag das Filmmuseum vor Ort dar. Gerade Frankfurt diente an diesem Tag als ideale Einkaufsmöglichkeit, um das ein oder andere Souvenir aus Deutschland zu erwerben.

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Neben dem kulturellen Schwerpunkt sollte auch der Einblick in fremdländische Unterrichtsarten nicht zu kurz kommen. Aus diesem Grund wurden die deutschen Neuntklässler am letzten Tag vor der Abreise ihrer Austauschpartner von diesen über den gesamten Schultag hinweg begleitet. Gerade das frühere Unterrichtsende als an den französischen Schulen sowie der weniger streng wirkende Umgang miteinander imponierte den französischen Gästen. Abends versammelten sich alle Teilnehmer des Austauschprogrammes erneut in der Schule, wo sie den Abschluss dieser erfahrungsreichen Reise gemeinsam feierten und den Aufenthalt in Deutschland gebührend beendeten. Am Morgen des 8. Dezember 2017 traten die französischen Austauschschüler die Heimreise an. Die Verabschiedung erfolgte nicht ganz ohne Tränen, da sich innerhalb der gemeinsamen Zeit bereits enge Freundschaften entwickelt haben. Dennoch erwartet man auf beiden Seiten nunmehr voller Vorfreude das Wiedersehen im April nächsten Jahres, wenn die deutschen Schülerinnen und Schüler ihre Reise nach Frankreich antreten werden.

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Ein herzliches Dankeschön gilt neben der Gastfreundschaft der Familien der deutschen Schülerinnen und Schüler auch den Französischlehrkräften Emmanuelle Courteix, Jessica Veyhelmann sowie Veronika Weuthen, die den gesamten Austausch so hervorragend organisiert haben.

(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM | GB)

Advent Warten
(Text: PF)

Kultusminister Prof. Dr. Alexander Lorz hat die Limburger Marienschule mit einem Schulpreis für ihr besonderes Engagement in den Naturwissenschaften ausgezeichnet. In einer Feierstunde in der Frankfurter Goethe-Universität nahmen elf Schülerinnen mit ihrer Chemie-Lehrerin Martina Fredl Urkunden und Preisgeld entgegen. Die Mädchen hatten zuletzt im Sommer mehrere Preise beim Landeswettbewerb „Chemie - mach mit!“ gewonnen.

Auszeichnung Nawi 2017
Clara Blanche, Greta Götzler, Fabia Heuschen, Leonie Kaiser, Ilona Kalte, Lotte Köhnen, Charlotte Kühn, Brianna Lenz, Anna Müller und Lillith Wirth hatten zweite und dritte Plätze bei dem Chemie-Wettbewerb belegt. Mit großem Eifer widmeten sie sich in der 31. Runde dem Thema „Joghurtsphären und Co.“. Nun wurden die Schülerinnen, die die neunte Klasse und die Oberstufe besuchen, mit ihrer Chemielehrerin Martina Fredl in Frankfurt geehrt: Stellvertretend für die Marienschule nahm Martina Fredl im Beisein ihrer Schülerinnen in der Goethe-Universität einen Engagementpreis entgegen, mit dem die hervorragende Arbeit der Marienschule bei der Heranführung von Schülerinnen und Schülern an die Chemie und die herausragende Unterstützung gewürdigt wurden, welche den Teilnehmern in den vergangenen Wettbewerbsrunden zuteil wurde.

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„Mir macht es einfach Freude zu erleben, mit welcher Begeisterung die Schülerinnen dabei sind“, erklärt die Biologie- und Chemielehrerin, die mit ihren Klassen regelmäßig an „Chemie - mach mit!“ teilnimmt. Der Chemiewettbewerb des Kultusministeriums sei einfach „eine tolle Sache“, auch um diejenigen für die Naturwissenschaft zu gewinnen, die ihr noch ein wenig kritisch gegenüber stünden. Außerdem diene der Wettbewerb den Gewinnern als Tür zu neuen Erfahrungen im Bereich der Chemie. So seien viele der Experimente, welche die Schülerinnen im Anschluss an die Ehrung gespannt verfolgten, in der Schule kaum denkbar, erklärt Fredl.

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Zur Ehrung in Frankfurt gehörte ein Experimentalvortrag, der sich rund um das Thema Weihnachten drehte. Die Preisträger konnten erleben, wie Wunderkerzen mit den Mitteln der Chemie unter Wasser brennen können oder ein Adventskranz zum Explodieren gebracht werden kann. Außer diesen spannenden Erfahrungen nahmen die Jugendlichen Büchergutscheine und sogar ihre eigenen Handymikroskope mit nach Hause. Die Schule erhielt 200 Euro für die Fachschaft Chemie. „Jetzt gibt es endlich neue Natronlauge statt Rohrreiniger“, scherzte Schülerin Ilona Kalte, die für ihre langjährigen hervorragenden Leistungen im Chemiewettbewerb als eine von zwei Teilnehmerinnen aus Hessen für ein Experimentalseminar an der Universität in Mainz ausgewählt wurde.

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Die Chemie mal anders zu zeigen und vor allem zu erleben, ist den Schülerinnen zweifellos gelungen. Vielleicht haben sie mit ihren begeisterten Berichten sogar das Interesse der ein oder anderen Mitschülerin bzw. des ein oder andern Marienschülers geweckt, hofft auch Schulleiterin Dr. Henrike Zilling: „Ihr habt mit eurem Engagement eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass ihr chemische Herausforderungen kreativ und zukunftsweisend lösen könnt. Nutzt dieses naturwissenschaftliche Potential auch über die Schule hinaus!“ Die Unterstützung der Lehrkräfte könnten sich die Jugendlichen sicher sein, sagte Dr. Zilling.

(Bericht: Paula-Marie Schillo, Foto: MSL | GB)

Einen Plan B sollte man im Leben immer haben! Das haben die Klassen 8a und 9e gelernt, die zusammen mit ihrer Lehrerin Christel Müller-Rentz an der Adventsaktion der Jugendkirche Crossover in Limburg teilnahmen.

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Durch ein eigens für dieses Angebot aufgebautes Labyrinth mussten sie ihren Weg finden. Immer wieder wurden, wie auch im richtigen Leben, Pläne durchkreuzt durch unvorhergesehene simulierte Situationen wie schulischen Misserfolg, Schwangerschaft, Krankheit oder gar den Tod. Da ist es gut, einen “Plan B“ zu haben, wie die diesjährige Adventsaktion heißt.

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Im Advent und der stressigen schulischen Vorweihnachtszeit stellt der Besuch bei Crossover einen Ruhepunkt der Besinnung dar, den die Schülerinnen sehr zu schätzen wissen.

(Text und Fotos: CMR | GB)