Zwei PoWi-Kursen der Q3 bot sich am Mittwoch die Chance, landesparlamentarische Luft zu schnuppern. Der Leistungskurs und ein Grundkurs besuchten zusammen mit Reinhard Groß sowie Laura Hofmann, die Michael Emmerich vertrat, die 113. Plenarsitzung des hessischen Landtages. Daran schlossen sich ein Gespräch mit zwei Abgeordneten sowie eine Schlossführung an.

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Von außen ist der hessische Landtag nur ein unscheinbares Gebäude, das sich unauffällig in das Wiesbadener Stadtbild einfügt. Das Innere jedoch dient als Schauplatz hitziger Debatten, leidenschaftlicher Diskussionen und bedeutsamer Entscheidungen, deren weitreichende Konsequenzen das Leben aller Hessen auf unterschiedliche Weise beeinflussen. Dies wurde besonders deutlich, als die Marienschülerinnen Zeuginnen passionierter Debatten über die Zukunft der hessischen Bildungsfinanzierung wurden. Mit ihrem Antrag „Gebührenfreie Bildung von Anfang an - Qualität schrittweise verbessern - Kommunen entlasten - Bürokratie abbauen“ schuf die SPD-Fraktion eine Grundlage für die zu diskutierende Thematik. „Es geht uns um gebührenfreie Bildung von der Krippe bis zur Uni“, betonte der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel in seiner Eröffnungsrede. An diese schlossen sich die Stellungnahmen der anderen Parteien an, die ihrerseits ebenfalls für genügend Zündstoff in der hitzig ausgefochtenen Diskussion sorgten.

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Später entschärfte der Abgeordnete Joachim Veyhelmann (CDU) im Gespräch mit den Q3-Kursen jedoch die beobachteten Auseinandersetzungen: „Debatten wie diese sind vollkommen normal. Daran, dass die Abgeordneten lauter werden, erkennt man, mit wieviel Leidenschaft sie für ihre Positionen einstehen.“ Etwa eine Stunde lang lauschten die Marienschülerinnen gespannt der Versammlung und verfolgten von der Besuchertribüne aus interessiert den intensiven Schlagabtausch der Fraktionen. Unterstützung erfuhr die SPD vor allem von der Linken, aber natürlich blieben auch Gegenstimmen nicht aus. „Am Ende des Tages müssen wir die Verantwortung tragen, dass das alles bezahlbar ist“, lautete eines der Argumente von Michael Boddenberg, des CDU-Fraktionsvorsitzenden. Mathias Wagner von Bündnis ´90/Die Grünen unterstützte die Christdemokraten in ihrem Vorschlag, auch das Niveau der Bildung nicht zu vernachlässigen, sondern schrittweise anzuheben: „Mehr Plätze, gute Qualität, keine Gebühren – alles drei gehört zusammen.“

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In dem sich anschließenden Gespräch mit den CDU-Abgeordneten Andreas Hofmeister und Joachim Veyhelmann fragte eine Schülerin nach den privaten Beziehungen der Abgeordneten zueinander angesichts solch polarisierenden Sitzungen. Veyhelmann entgegnete daraufhin: „Der Landtag ist eine Showbühne. Falls gewünscht, trinken die Abgeordneten der verschiedenen Fraktionen nachher auch noch ein Bier miteinander. Wichtig ist, dass man sich hinterher noch in die Augen schauen kann und sich mit seinen Äußerungen im Parlament nicht unter der Gürtellinie befindet.“ Aber auch Fragen nach den Auslösern für das politische Interesse der Landtagsmitglieder oder auch nach Grenzen, auf die sie durch ihr Berufsleben bereits gestoßen sind, spiegelten die Interessenschwerpunkte der Marienschülerinnen wider.

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Als dritter Tageshöhepunkt diente eine Führung durch das ehemalige Stadtschloss der nassauischen Herzöge, das als Sitz des Landtages fungiert. Karin Hubert und Fabienne Müller leiteten diesen Rundgang, kümmerten sich aber auch sonst während des Aufenthaltes im Landesparlament um die Schülergruppe. Die Exkursion fand bei den Q3-Kursen großen Anklang und stieß auf tiefgreifendes Interesse. Nachdem sie jahrelang die politischen Strukturen Deutschlands in der Theorie behandelt hatten, war es spannend, sie in die Praxis umgesetzt zu sehen.

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(Bericht und Fotos: Anna Manz | GB)

Was Kaviar mit Chemie zu tun hat, haben zehn Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 der Limburger Marienschule mittels verschiedener Experimente herausgefunden. Mit ihren Forschungsergebnissen haben Clara Blanche, Greta Götzler, Fabia Heuschen, Leonie Kaiser, Ilona Kalte, Lotte Koenen, Charlotte Kühn, Briana Lenz, Anna Müller und Lilith Wirth beim landesweiten Chemie-Wettbewerb sechs zweite und vier dritte Plätze in zwei Altersklassen belegt. Damit gehören sie zu den 40 besten Chemie-Schülern in Hessen.

Chemie Gewinn 2017
Unter dem Motto „Fruchtkaviar, Joghurtsphären & Co.“ stellten sich die Schülerinnen der damaligen achten und neunten Klassen den chemischen Herausforderungen. Zu ihren Aufgaben gehörte das Verpacken verschiedener Geschmacksträger in Kaviarform. So entstanden unter anderem neue Kreationen wie Fruchtsaftkaviar und Nutellakaviar. „Schmeckte auf jeden Fall gut“, da sind sich die Schülerinnen einig.

Aber neben dem Geschmackserlebnis geriet die Chemie natürlich nicht in Vergessenheit. Das Ziel der Schülerinnen war es, zu überprüfen, mit welchen Materialien sich Geschmacksstoffe und ihre Träger unter bestimmten Bedingungen am besten in einer bestimmten Form – kleinen Gelkugeln wie Kaviar – verpacken lassen. Eingesendet wurden die Versuchsbeschreibungen und –Ergebnisse bereits im Frühjahr, umso überraschender traf die Teilnehmerinnen jetzt die Nachricht über ihr erfolgreiches Abschneiden. Chemielehrerin Martina Fredl überbrachte die frohe Botschaft – und eine Einladung zur Preisverleihung an der Frankfurter Goethe-Universität im Dezember.

Einen zusätzlichen Sonderpreis für mehrjährige erfolgreiche Teilnahme erhält Ilona Kalte. Sie bekommt die Chance, vier Tage lang an der Universität Mainz an einem Experimentalseminar teilzunehmen. Die Zehntklässlerin „war schon öfters dabei“, wie sie fröhlich erzählt, mit Chemie beschäftige sie sich ohnehin „immer wieder mal“. Bereits in Klasse fünf nahm sie an der „Junior Science Olympiade“ teil, ein Interesse, das sich gehalten und jetzt in den Chemie-Leistungskurs geführt hat.

Doch der Lernerfolg dieser außergewöhnlichen Aufgabe geht auch über die Grenzen der Chemie hinaus. Auf die Frage, was für sie die wichtigste Lehre aus der Wettbewerbsteilnahme sei, antwortet Anna Müller: „Dass es nicht schlimm ist, wenn’s auch mal nicht klappt und dass es in Ordnung ist, einfach mal auszuprobieren.“ Ähnlich sieht das Martina Fredl. „Sehr gut ist, dass der Wettbewerb die Schüler mit Alltagsstoffen experimentieren lässt. Er lädt dazu ein, sich selbst mit dem Thema zu beschäftigen, eigene Gedanken und Wege zu entwickeln.“ Im Unterricht komme dieser Aspekt manchmal zu kurz, erklärt die Chemielehrerin. Außerdem sei es wichtig, dass die Schüler lernten, dass vor allem in der Chemie nicht immer alles auf Anhieb funktioniere, was auch in der Forschung nicht anders sei.

Schulleiterin Dr. Henrike Zilling gratulierte den Schülerinnen zu deren beeindruckendem Erfolg: „Es ist schön zu sehen, dass die praktischen Aufgaben bei euch das Interesse an Chemie geweckt oder sogar vertieft haben.“ Der Erfolg belohne die Arbeit und Mühen, die damit verbunden gewesen seien. „Auf dieses überragende Ergebnis könnt ihr, aber auch eure Lehrerin, stolz sein“, sagte Zilling.

(Bericht: Paula Schillo, Foto: MM / GB)

Am Dienstag, den 15.08, ging es für die Deutschkurse der Q1 nach Weimar. Begleitet wurden die Kurse von Frau Leukel, Frau Möller, Frau Feigen, Frau Kawohl und Frau Hundler. Schon ganz früh morgens ging es los, um sechs Uhr saßen alle abfahrbereit im Bus. Vier Stunden Fahrt standen uns bevor, die die meisten von uns genutzt haben, um noch ein bisschen zu schlafen.

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Endlich kamen wir in Weimar an, wir wurden in verschiedene Gruppen eingeteilt und dann konnte es auch schon losgehen. Es gab zwei Stationen, die auf jeden Fall besichtigt werden wollten: Das Goethehaus und die Anna-Amalia Bibliothek. Zusätzlich hatten wir noch Freizeit, um die Stadt Weimar auf eigene Faust zu erkunden. Im Goethehaus wurden wir von Audio Guides durch die einzelnen Räume geführt und haben dadurch interessante Details über Goethes Leben in diesem Haus erfahren. Besonders schön fand ich beispielsweise das Bild, welches Goethe selbst von seiner schlafenden Frau angefertigt hat. Außerdem erfuhr man interessante Details über Goethes Kinder und Enkelkinder.

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Auch in der Bibliothek durften wir uns selbstständig alles anschauen und wenn man Genaueres wissen wollte, konnte man sich per Audio Guide das zugehörige Kapitel anhören. Ganz besonders der Rokoko-Saal war sehr beeindruckend. Wir alle staunten über die riesige Sammlung an Büchern und als wir erfuhren, dass dies nur ein kleiner Teil der gesammelten Werke ist, waren wir doch alle verblüfft. Außerdem konnten wir uns anschauen, wie alte Bücher restauriert werden.

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Nach den beiden Besichtigungen gab es noch eine kleine Stadtführung von Frau Möller, die einige von uns in Anspruch genommen haben; so konnte man auch das Schillerhaus, Goethes Gartenhaus oder auch die berühmte Statur von Goethe und Schiller bewundern. Kurz darauf ging es für uns dann auch schon wieder nach Limburg, was erneute vier Stunden Busfahrt bedeutete, doch auch diese Busfahrt haben alle überstanden und so kamen wir alle gegen 20:00 voller neuer Eindrücke wieder in Limburg an. Auch wenn alle von dem frühen Aufstehen und der langen Anreise erschöpft waren, war es trotzdem ein gelungener Tag.

(Bericht und Fotos: Carla Scharbach / GB)

Einladung Ehemaligentag 2017
Wir bitten um Anmeldung per Mail (ehemalige@marienschule-limburg.de) bis zum 23. September 2017. Das Anmeldeformular finden Sie in unserem Downloadbereich.

Am gleichen Tag können die Abiturientinnen 2017 in der Zeit von 11.00-13.00 Uhr im Konferenzraum Einsicht in ihre Abi-Klausuren nehmen.

(Text: Verein der Ehemaligen und Förderer der Marienschule | GB)

Insgesamt 152 Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sind am ersten Schultag feierlich in die Schulgemeinde der Marienschule Limburg eingegliedert worden. Dieser große Tag begann für die Sextaner mit einer offiziellen Begrüßung, bunten Programmpunkten und der Klasseneinteilung in der Sporthalle an der Lahnkampfbahn. Daran schlossen sich ein Gottesdienst im Dom und die erste Unterrichtsstunde der Neuankömmlinge an.

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Die Tribünen und der Hallenboden sind voller erwartungsfreudiger Gesichter. Aufgeregtes Getuschel und neugierige Blicke füllen die große Sporthalle an der Lahnkampfbahn nach sechs Wochen Sommerferien wieder mit sprühendem Leben. Dann hebt die Bläserklasse 6a unter der Leitung von Christoph Pabst zum virtuosen Spiel an und alle verstummen gespannt. „Ob ich in einem Jahr wohl auch so gut spielen kann?“, fragen sich diejenigen Fünftklässlerinnen, die sich ebenfalls dazu entschlossen haben, in der zweijährigen Bläserklasse ein eigenes Instrument zu erlernen. Immer noch schweben Nervosität und Aufregung in der Sporthalle.

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Nun betritt Schulleiterin Dr. Henrike Zilling die Bühne und nimmt den Neuen ihre Unruhe: „Vorfreude, Angst, Erwartungen. Selbst diejenigen, die schon länger hier zu Schule gehen, sind davor nicht gefeit. Doch nicht nur sie, sondern auch die Lehrer und ich natürlich ebenfalls nicht.“ Sie versicherte den Neuankömmlingen, dass die Unsicherheiten sehr bald abgeflaut und neue Freunde schneller als erwartet gefunden sein würden. Anschließend erläuterte die Schulleiterin kurz das an der Marienschule praktizierte Konzept der parallelen Monoedukation, das bis zur Oberstufe nach Geschlechtern getrennten Unterricht vorsieht. In diesem Jahr verteilen sich die zahlreichen neuen Schüler auf insgesamt vier Mädchen- und zwei Jungenklassen. „Wir sind eine große Schulgemeinde und ihr gehört jetzt auch dazu“, hieß Dr. Henrike Zilling alle Fünftklässler gleichermaßen herzlich willkommen.

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Auf ihre offizielle Ansprache folgte Birgid Sagmeister, die den neuen Schülern mit dem Spiel „Pferderennen“ noch mehr die Scheu nahm und die Veranstaltung dadurch auflockerte. Nicht nur die Kinder, sondern auch deren Familien machten bei diesen lustigen Klatsch-und Bewegungsübungen begeistert mit. Das Eis war endgültig gebrochen, als mit dem Programmpunkt „Let´s Dance“ von Julia Misch trainierte Schülerinnen einen lebhaften Tanz aufführten.

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Danach wurde es allerdings noch einmal spannend, als Dr. Henrike Zilling und Martina Pascoe, Leiterin der Sekundarstufe I, die Klasseneinteilung vornahmen. Sie riefen die 152 neuen Marienschülerinnen und –schüler einzeln auf und wiesen sie so ihren zukünftigen Lehrkräften zu. Die Leitung der Bläserklasse 5a übernimmt Britta Breidenstein. Während Jessica Veyhelmann die Mädchen der 5b unter ihre Fittiche nimmt, kümmert sich Julia Misch um die Schülerinnen der 5c. Die 5d wir von Pia Koch, die 5e von Jessica Drozdowski betreut. Andrea Rückel wird im sogenannten Tandemsystem zusammen mit Julia Hundler für das Unterrichten der 5f zuständig sein.

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Die neuen Klassenleiterinnen begleiteten ihre Schützlinge daraufhin zu einem Gottesdienst in den Dom. Danach erwartete die Sextaner der letzte vieler Tageshöhepunkte: Der erste Unterricht in den Mauern des traditionsreichen Gymnasiums. Ihre Eltern nutzten unterdessen die Gelegenheit, an einem vom Förderverein ausgerichteten Empfang im Garten teilzunehmen, und dort im Gespräch mit der Schulleitung einen noch detaillierteren Einblick in das Schulkonzept zu erlangen.

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Nun erwartet die Fünftklässler ihre Einführungswoche an der Marienschule, an die sich hoffentlich ein erfolgreiches Jahr und an dieses wiederum eine schöne gymnasiale Schulzeit anschließen werden.

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(Bericht und Fotos: Anna Manz / GB)