Beim Tag der offenen Tür der beruflichen Zweige der Limburger Marienschule stand alles unter dem Motto „ Wir sind alle gleich verschieden“. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise näher mit der Thematik auseinander zu setzen. Doch der Tag der offenen Tür diente nicht nur dazu, mehr über Vorurteile und Klischees zu erfahren, sondern auch all jenen, die über eine Ausbildung im Bereich Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege oder Heilpädagogik nachdenken, die Möglichkeit zu geben, die Marienschule genauer unter  die Lupe zu nehmen.

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Die Studierenden der beruflichen Zweige der Marienschule hatten mit viel Liebe zum Detail die Klassenräume in spannende Ausstellungsräume verwandelt, die die Besucher zum Ausprobieren und Mitmachen anregten. In jedem Raum wurde deutlich, wie viel Mühe bereits im Vorfeld in diesen Tag investiert worden ist: Von einem selbstgebasteltem beeindruckendem Modell eines überdimensionalen Esstisches, was die Welt aus Kinderaugen darstellen sollte, über eine Umfrage von Passanten in Limburg bezüglich deren Nationalität und was ihrer Meinung nach typisch für die eigene Nation sei, bis hin zu einem selbstgeschriebenen Theaterstück, welches von Gefühlen und Emotionen handelte, war alles dabei.

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Besondere Stimmung kam bei den beiden musikalischen Projekten auf: Angelehnt an John Lennons „Imagine all the people“ hatte sich eine Gruppe mit dem Thema „Vom Ich und Du zum Wir“ im Rahmen einer musikalisch-sprachlichen Performance auseinandergesetzt. Der Beifall der Besucher wollte hier kein Ende nehmen. Ähnlich bejubelt wurde die Performance „Lachen, Weinen, Tanzen“, die beeindruckend verdeutlichte, welche Talente in manch Studierendem schlummern.

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In jedem Raum waren mehrere Schülerinnen und Schüler vertreten, die den Besuchern alle Fragen über ihre Ausbildung beantworteten und ihnen persönlichen Tipps und Erfahrungen mit auf den Weg gaben. Insgesamt herrschte in der ganzen Schule eine sehr freundliche und belebte Atmosphäre, welche nicht zuletzt den zahlreichen Gästen zu verdanken war, die sich bereitwillig und interessiert auf die vorbereitete Ausstellung einließen.

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(Bericht: Carla Scharbach, Fotos: MM | GB)

Wie läuft der Unterricht an einem Gymnasium? Gibt es an der Marienschule auch so freundliche Lehrer wie an der Grundschule? Fragen, die Grundschülerinnen und Grundschüler zum „Nachmittag des offenen Unterrichts“ mitgebracht hatten: Am 19. sowie am 26. Januar 2018 öffneten sich für insgesamt 160 Viertklässlerinnen und Viertklässler die Pforten unseres Gymnasiums.

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Für einige Grundschüler der vierten Jahrgangsstufe endete der Unterrichtstag am 19. beziehungsweise 26. Januar 2018 etwas später als gewöhnlich. Im Rahmen des „Nachmittags des offenen Unterrichts“, welches bereits im vergangenen Jahr mit Begeisterung wahrgenommen wurde, erhielten die zukünftigen Fünftklässler einen Einblick in den Unterricht am privaten Gymnasium. Egal, ob ein englisches Quiz über die englischsprechenden Nationen, ein Bingo Spiel mit römischen Zahlen oder ob es gar galt, einem Dieb aufgrund seiner falsch geschriebenen Nachricht auf die Spur zu kommen: Auf dem Plan standen Inhalte in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie und Erdkunde. In der siebten und achten Stunde, von 13.30 Uhr bis 15:05 Uhr, wurden die Jungen und Mädchen gemeinsam mit den 5. Klassen der Schule von den jeweiligen Fachlehrkräften unterrichtet.

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Während dessen kamen Schulleitung und Eltern der Kinder in der Aula ins Gespräch. Die Themen erstreckten sich hierbei von Fragen rund um die Schule und Aufnahmekriterien, bis hin zu den vielfältigen Angeboten außerhalb des Unterrichts, wie die zahlreichenden Nachmittags-AGs.

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Nach Angaben der Schulleitung sei dieses zusätzliche Kennenlernangebot eine Reaktion auf die erhöhte Nachfrage am Tag der offenen Tür gewesen. Dort hätten Besucher vermehrt den Wunsch nach einem Einblick in den eigentlichen Unterricht geäußert. Zu diesem Zweck habe die Marienschule den „Nachmittag des offenen Unterrichts“ ins Leben gerufen, um die nötigen Rahmenbedingungen für ein solches Angebot gewährleisten zu können.

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Nicht nur die Viertklässlerinnen und Viertklässler nahmen mit viel Spaß und Eifer am Unterricht teil, auch deren Eltern nutzen die Gelegenheit, sich nochmal mehr mit der Marienschule als möglicher weiterführenden Bildungseinrichtung für ihre Kinder zu befassen. Der zum Teil bereits positive Eindruck, welchen Angehörige oder Bekannte zuvor vermittelt hätten, habe sich auf diese Weise nochmals bestätigt, war vielerorts zu hören – und die Aussage „Hier will ich auch hin!“.

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Ein großer Dank gilt neben den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 5 auch ihren Lehrkräften Britta Breidenstein, Jessica Drozdowski, Jessica Feigen, Catharina Ferchland-Fischer, Julia Klaas, Thomas Klein, Charlotte Lyndian, Andrea Rückel, Julia Schlösser, Birgid Sagmeister, Jessica Veyhelmann sowie Christine Wagner, die den Unterricht für die Viertklässler vorbereitet und anschaulich gestaltet haben.

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(Bericht: Nadine Seif, Fotos: MM | GB)

Bericht Stiftung Lesen 2018
Neue Jugendbuecher 2018

An einer Wand der Marienschule prangt ein Graffiti! Gefunden werden Zigarettenstummeln und Handschuhe am Tatort, die genauer auf DNA-Spuren untersucht werden sollen. Der Bio-LK von Martina Fredl wird zur Klärung der Straftat herangezogen.

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Der Leistungskurs der Q1 hat dieses simulierte Szenario an zwei Nachmittagen in den Laborräumen der Adolf-Reichwein-Schule genauer unter die Lupe genommen. Die Schülerinnen gingen dabei unter fachkundiger Anleitung von Eva Molsberger-Lange und Martina Fredl hoch motiviert an die Arbeit. Sie gewannen aus den Mundschleimhautzellen der Schülerinnen die DNA als Vergleichsmaterial. Diese Proben wurden pipettiert, zentrifugiert und mittels der Poylmerase-Kettenreaktion (kurz:PCR) vervielfältigt. Der Leistungskurs wandte dabei die im Unterricht erworbenen Kenntnisse zum genetischen Fingerabdruck an und trennte die entstandenen DNA-Bruchstücke durch die Agarose-Gelelektrophorese auf, um sie mit der möglichen Täter-DNA vergleichen zu können.

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Am Ende der zwei Nachmittage hielten die Schülerinnen schließlich das mit Spannung erwartete Ergebnis in den Händen. Das so genannte Bandenmuster, Bruchstücke der DNA, zeigte ein Ergebnis, bei dem selbst der Kurs mehr als überrascht war. Der Vergleich der Banden ergab: der Täter stammte aus ihrer Mitte!

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(Bericht und Fotos: FR | GB)

Das hessische Kultusministerium? Ist das nicht der Schriftzug, der oben auf Abiklausuren steht? Der Ort, von dem die Lehrpläne kommen? Bei einer Podiumsdiskussion mit Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz bot sich den Oberstufenschülerinnen- und schülern der Marienschule die einmalige Chance, das Ministerium von einer ganz anderen Seite kennenzulernen und zu erfahren, wie die Schule von morgen aussehen könnte. Das Interesse war dabei so groß, dass nicht nur die Moderatorinnen, sondern auch viele Schülerinnen aus dem Publikum die Gelegenheit nutzten, Fragen zu stellen oder Diskussionen anzuregen.

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Die Marienschule kann bereits auf eine lange Historie an Podiumsdiskussionen zurückblicken. Von Bundestagspräsidenten über Bundesverfassungsrichter bis hin zu Fernseh-Chefredakteuren haben bereits viele besondere Persönlichkeiten der Schule einen Besuch abgestattet. Ein prominenter Gast aber, dessen tägliches Brot so eng mit dem der Marienschülerinnen und – schüler verknüpft ist, dass sich die Podiumsdiskussion kurzerhand vor die Bühne verlagerte, ist bisher etwas Außergewöhnliches. Die Rede ist vom hessischen Kultusminister Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz. Er musste bei der jüngsten Podiumsdiskussion vorrangig den beiden Schülerinnen Lorena Fladenhofer und Franziska Seitz aus Dirk Fredls PoWi-Leistungskurs der E-Phase Rede und Antwort stehen. Mit der Unterstützung von Maria Förger und Janina Rasch gestalteten die beiden eine anschauliche und abwechslungsreiche Diskussion, deren Schwerpunkt zwar zur Schul- und Bildungspolitik tendierte, aber auch Themen anderer politischer Felder tangierte.

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Die von Lorena Fladenhofer und Franziska Seitz behandelten Gebiete waren sehr nahe am schulischen Alltag ihres Publikums und weckten dadurch dessen großes Interesse. Die geschickte Kombination aus einem Interview mit dem Kultusminister und der Einbindung des Publikums darin ermöglichten es der teilnehmenden Oberstufe, neue Einblicke in bildungspolitische Themen zu gewinnen und auch selbst eine Vielzahl von daran anknüpfenden Fragen zu stellen. Von welcher Seite diese auch kamen: Ralph Alexander Lorz begegnete den Schülerinnen und Schülern auf Augenhöhe. Der Kultusminister ließ sich auf jede Frage ein, agierte und argumentierte dabei souverän und so differenziert, dass seine Standpunkte deutlich wurden.

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Als allgemeine Überschrift der Diskussion bietet sich „Die Schule der Zukunft“ an. Neben dem was einen guten Lehrer ausmacht und welche Programme es ermöglichen, dass auch in Zukunft ausreichend Lehrkräfte vorhanden sein werden, spielte auch die Digitalisierung eine wesentliche Rolle. Lorz erachtet den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht zwar als große Chance, aber nur sofern er jeweils einen wirklichen Sinn erfüllt: „Mit ausgefeilten Programmen kann man Spannendes lernen, aber es braucht auch eine menschliche Bezugsperson, die die Schüler unterstützt.“

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Eine weitere bedeutsame Frage der Moderatorinnen betraf die Problematik mangelnder deutschlandweiter Vergleichbarkeit der verschiedenen Landesabiture aufgrund der unterschiedlichen Handhabe in den Bundesländern. „Eine Dezentralisierung ist tatsächlich vorteilhaft, weil die Entscheidungen näher an den Menschen sind als bei einem bundesweit regulierten Bildungssystem“, entgegnete Lorz daraufhin, das bisherige System befürwortend. Es war vor allem dieses Thema, das im Publikum auf fruchtbaren Boden fiel und für zahlreiche kontroverse Diskussionsanregungen sorgte. Hierbei stand vor allem der Konflikt zwischen möglichst großer Vergleichbarkeit und Förderung individueller Talente im Zentrum. Mit Blick auf die kommende hessische Landtagswahl beschäftigten sich die Referentinnen in einem zweiten Block auch mit Themen, die über Schulpolitik hinausgingen, wie die Videoüberwachung öffentlicher Plätze.

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Zum Abschluss durfte Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz ein Zeugnis ausfüllen, in dem er die aktuelle politische Lage von der Flüchtlingspolitik bis zu einer möglichen Großen Koalition bewerten sollte. Der Podiumsdiskussion als letztem zu bewertenden „Fach“ gab er eine 2: „Die tollen Moderatoren haben alles sehr lebendig gestaltet. Klasse waren auch die vielen spannenden und herausfordernden Fragen, die den Reiz an solchen Veranstaltungen ausmachen, Fragen, die mir noch nie jemand zuvor gestellt hat und die mich auch nachher noch beschäftigen werden.“

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(Bericht: Anna Manz, Fotos: NM | FD/GB)